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Die RepRap Non-Community

geschrieben von Traumflug 
Die RepRap Non-Community
08. November 2011 04:49
Heute ist mal wieder so ein Tag. Gestern erfahren, dass der Triffid Hunter die Teacup verlassen hat, 28 Emails zur Gen7 im Postkasten, schon wieder eine neue Firmware.

Bei mir hält sich hartnäckig der Eindruck, dass das mit der Community bei RepRap nicht ansatzweise klappt. Da kommen jeden Tag neue, schlaue Leute dazu und was machen die? Sie fangen etwas von vorne an, was längst funktioniert. Vor einem Jahr noch haben Leute an einem Granulat-Extruder gearbeitet, heute geht es nur noch darum, wie man das Filament-Förderzahnrad verbessert. Das sind Rückschritte. Der einzige wirkliche Fortschritt bei den Firmwaren ist dieses etwas krückige Look-Ahead der Grbl, und das wurde nicht bei RepRap implementiert.

Entsprechend geht es auch bei der Gen7, der Teacup und G-code-Erzeugern für die Leiterplattenerzeugung nur in Mikroschritten voran. Will ich eine Verbesserung in einem dieser Bereiche, muss ich das grundsätzlich selber machen. Nicht mit der Community, sondern eher dagegen. Zumindest scheint es so.

Beinahe all der Enthusiasmus wird von den immer wieder gleichen Fragen aufgezehrt, längst bekannte Probleme werden zum 23ten Mal gelöst. Das Wiki tritt immer mehr in den Hintergrund, Neuigkeiten sind quer durch das Internet verstreut. Kennt jemand die SJFW-Firmware? Kennt man nur, wenn man zum richtigen Zeitpunkt im Chat war.

Geschäftlich gesehen ist das prima. Technischer Stillstand bei anhaltender Nachfrage ist bekanntlich der Traum eines jeden Geschäftsmannes. Dass jedes Unterprojekt nicht RepRap, sondern streng dem jeweiligen Projektstarter zugeordnet wird, sichert den Umsatz.

Jetzt seid ihr dran. Bei Open Source Software klappt das alles bekanntlich deutlich besser. Alles so laufen lassen und in fünf Jahren immer noch mit Filament drucken oder gibt es Ansätze, dass mal mehrere Leute am gleichen, neuen Strang ziehen?


Generation 7 Electronics Teacup Firmware RepRap DIY
     
Re: Die RepRap Non-Community
08. November 2011 06:40
SJFW ist in der RepRap wiki beschrieben!

Features
  • High-speed gcode pipeline. No intra-move delay.
  • LCD/Keypad control panel, Hostless printing
  • Acceleration
  • Volumetric/5D
  • SD Card
  • FULL RUNTIME CONFIG.


Bob Morrison
Wörth am Rhein, Germany
"Luke, use the source!"
BLOG - PHOTOS - Thingiverse
Re: Die RepRap Non-Community
08. November 2011 07:08
Quote
Traumflug
Heute ist mal wieder so ein Tag. Gestern erfahren, dass der Triffid Hunter die Teacup verlassen hat, 28 Emails zur Gen7 im Postkasten, schon wieder eine neue Firmware.

und alles trotz WIKI ? eye popping smiley spinning smiley sticking its tongue out

warum solls dir besser gehen wie mir winking smiley


Mfg
Wolfgang
Aller Anfang war schwer - Wolfstrap Reprap-fab.org Meine Meinung

Erfahrungen kann man leider schlecht weiter geben, die muss man selber machen.
Re: Die RepRap Non-Community
08. November 2011 07:38
Quote

[*] FULL RUNTIME CONFIG.

Siehste, ein einziges neues Feature und deswegen eine ganze neue Firmware. Boah, könnte man nur 10% all dieser Arbeit koodiniert verwenden ...


Generation 7 Electronics Teacup Firmware RepRap DIY
     
Re: Die RepRap Non-Community
08. November 2011 08:36
Traumflug... deine Welt bricht gleich zusammen winking smiley
Repetier-Firmware
[github.com]


Mfg
Wolfgang
Aller Anfang war schwer - Wolfstrap Reprap-fab.org Meine Meinung

Erfahrungen kann man leider schlecht weiter geben, die muss man selber machen.
VDX
Re: Die RepRap Non-Community
08. November 2011 08:43
... wurde 'Jagon' schonmal erwähnt? ... und wieder eine neue Firmware confused smiley


Viktor
--------
Aufruf zum Projekt "Müll-freie Meere" - [reprap.org]
Call for the project "garbage-free seas" - [reprap.org]
Re: Die RepRap Non-Community
08. November 2011 08:51
Markus springt gleich aus dem Fenster spinning smiley sticking its tongue out


Mfg
Wolfgang
Aller Anfang war schwer - Wolfstrap Reprap-fab.org Meine Meinung

Erfahrungen kann man leider schlecht weiter geben, die muss man selber machen.
VDX
Re: Die RepRap Non-Community
08. November 2011 08:58
... das Problem mit 'lieber neu schreiben, als im Team kooperieren' hatte ich im Dev-net schonmal angesprochen - da die Leute so verstreut über die gesamte Welt sitzen, finden sich keine funktionierenden Gruppen für sowas zusammen.

Für viele Programmierer ist es wohl leichter, ein Programm von Anfang an neu zu schreiben, als sich in ein bereits bestehendes reinzuarbeiten, das ein anderer Programmierer mit seinen spezifischen Tools und Sichtweisen/Methoden geschrieben hat eye rolling smiley


Viktor
--------
Aufruf zum Projekt "Müll-freie Meere" - [reprap.org]
Call for the project "garbage-free seas" - [reprap.org]
Re: Die RepRap Non-Community
08. November 2011 09:00
Ja, damit hat er angefangen!


Bob Morrison
Wörth am Rhein, Germany
"Luke, use the source!"
BLOG - PHOTOS - Thingiverse
Re: Die RepRap Non-Community
08. November 2011 09:01
Quote
VDX
Für viele Programmierer ist es wohl leichter, ein Programm von Anfang an neu zu schreiben, als sich in ein bereits bestehendes reinzuarbeiten, das ein anderer Programmierer mit seinen spezifischen Tools und Sichtweisen/Methoden geschrieben hat

Leider ist das WAHR! eye popping smiley


Bob Morrison
Wörth am Rhein, Germany
"Luke, use the source!"
BLOG - PHOTOS - Thingiverse
Re: Die RepRap Non-Community
08. November 2011 10:19
Quote

Für viele Programmierer ist es wohl leichter, ein Programm von Anfang an neu zu schreiben

Leider machen sie dabei auch all die Fehler wieder, die man vorher schon ausgemerzt hatte. So Dinger wie "bei der einen Datei bleibt der Drucker immer bei Zeile 4752 stehen". Oder fehlende Entprellung der Endstops.

Naja. Jetzt bin ich de facto Teacup Maintainer, also weiter geht's. Nicht selten setzen sich ja dann doch die gut funktionierenden, lange gepflegten Programme durch. Hat das Ding erst mal geometrisch einwandfreien Look-Ahead - was bislang keine der Firmwaren kann - ist so Zeug wie Display, Tasten und von mir aus auch Konfiguration über M-Befehle schnell implementiert. Mit der Gen7 geht's eben entsprechend langsamer weiter.

Ich mach das Fenster erst mal wieder zu.


Generation 7 Electronics Teacup Firmware RepRap DIY
     
Re: Die RepRap Non-Community
08. November 2011 10:55
was? teacup lernt lookahead? das wär ja ne geile sache smiling smiley

hab mir die quellcodes der teacup schonmal intensiv angeschaut(wollte versuchen einfaches lookahead zu basteln) jedoch ist mir die menge code zu viel um zu verstehen was passiert.

ich wünsch dir viel erfolg mit der teacup und stell mich für jederlei tests gern zur verfügung


grüße
Bernhard
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[www.thingiverse.com]
[www.flickr.com]
Re: Die RepRap Non-Community
08. November 2011 12:10
Quote

stell mich für jederlei tests gern zur verfügung

Wozu das Zeug ins Repo stellen, wenn es bei mir funktioniert?


Generation 7 Electronics Teacup Firmware RepRap DIY
     
Re: Die RepRap Non-Community
08. November 2011 16:54
Traumflug:
lookahead ist auch in der Marlin implementiert. An der arbeiten EvdZ und Action68 (der mit dem SFACT). Ich werde mal versuchen, die auf meinem teensylu zum laufen zu bringen. mit der Sprinter funktionierts ja auch (bis auf die endstops, aber das dürfte an der Hardware liegen - siehe Elektronik-Subforum). Ich stelle mich auch gerne zum testen der teacup auf teensylu zur Verfügung, sobald sich in die Richtung was tut. Bezüglich board habe ichja was anderes am köcheln, da ich die Sche*ß Pololus/Stepsticks nicht mehr sehen kann. Ist natürlich auf gethub und noch recht unausgegoren/wenig weit.
Ziel ist es die gen6 zu ersetzen durch eine single-Board lösung, die auch die Ramps 1.4 ersetzen/überflügeln kann.
Daher AT90USB1286, fünf Steppertreiber DRV8825, bis 1/32 Microstepping, 2,5A, fünf Leistungsmosfets, vier Temperatureingänge, sechs Endstops, SD-Card-Unterstützung (noch offen ob über Tochterplatine oder on board). Maximal 48V Spannung, RS485 und I2C. Damit sollte auch zukünftiger (elektrischer) Leistungshunger abgedeckt sein und die Steuerung der meisten Hobby-CNC Geräte möglich sein.
Entwickungsfiles hier: [github.com]
Entwicklung in gpleda. Wechsel auf Kicad ist angedacht, da StephS (Entwicklerin des teensylu-borads, sie arbeitet an dem Board mit) dieses für die Windows-geschädigten für verwendbarer hält. Gpleda läuft bei mir testweise am Spielerechner unter Windows7 in cygwin zwar problemlos, ist aber wohl nicht jedermanns Sache.
Lizenz: Software-Komponenten GPLv2, Hardware-Komponenten: TAPR Open Hardware-Lizenz V1.0
Re: Die RepRap Non-Community
08. November 2011 19:42
Es ist halt einfacher, das Rad neu zu erfinden, als den Spaghetticode ohne Soße aus dem alten Rad zu schlürfen.
Das Problem is einfach, dass den meisten Leuten die Erfahrung im Software Engineering fehlt und dass meistens spezifische ad-hoc Lösungen geschrieben werden statt über einer generellen Lösung zu brüten.
Fehlende Strukturierung tut dann ihr übriges.
Vielfach ist auch 'Ich komme aus Fachbereich X und kenne mich in Fachbereich Y nicht aus' ein Problem.
Re: Die RepRap Non-Community
08. November 2011 20:04
Das spielt sicherlich mit rein. Es kommt dann noch dazu, daß es oftmals sehr sehr mühsam ist, sich in den Stil eines anderen reinzudenken. Das Fehlen von Kommentaren in so mancher Firmware macht das nicht leichter. Auch die Ziele sind oftmals zu unterschiedlich - gerade die elektronik ist da ein gutes Beispiel. die einen wollen ein Board, das zu hause selber gefertigt werden kann, die anderen wollen lieber SMD-Komponenten auf zugekauften Platinen, wieder andere wollen andere Treibermodule und manche wollen Kombinationen daraus. dann kommt noch dazu, daß einige an der Sprachbarriere zum Englischen kläglich scheitern. von eventuellen entwicklungen außerhabl des Deutsch/Englischen Sprachraumes ganz zu schweigen. Auch das Schreiben und Lesen von Wiki-Artikeln ist aus der Mode - wobei ich zugeben muß, für mein Board auch noch keinen Wiki-Eintrag geschrieben zu haben. Derzeit ist es dafür aber noch nicht weit genug, finde ich.
Re: Die RepRap Non-Community
09. November 2011 04:36
Traumflug Wrote:
-------------------------------------------------------
> Bei mir hält sich hartnäckig der Eindruck, dass
> das mit der Community bei RepRap nicht ansatzweise
> klappt. Da kommen jeden Tag neue, schlaue Leute
> dazu und was machen die? Sie fangen etwas von
> vorne an, was längst funktioniert. Vor einem Jahr
> noch haben Leute an einem Granulat-Extruder
> gearbeitet, heute geht es nur noch darum, wie man
> das Filament-Förderzahnrad verbessert. Das sind
> Rückschritte.

Hallo Traumflug,

ich kann nicht abstreiten, dass ich neu und schlau bin. Die Extruder funktionieren auch, jedenfalls oft. Ich hab mir jetzt ein paar Stunden angeschaut, wie die repraper Ihre filigranen Gravuren in die M8er Bolzen meißeln. Seit wieviel Jahren wird da so rumgebastelt? Ist die M8er ein Kultobjekt?
Mir sagt mein gesunder Menschenverstand, dass der Extruder natürlich eine Schwachstelle ist, da ich vom Fach bin, habe ich das auch begründet.
Dann diese Grauzone Druckmaterial, wo offensichtlich keine Qualitätsstandarts existieren, wer weiss, was da alles drin ist.
Von daher kann man froh sein, dass der Granulatextruder bisher nicht fertig geworden ist, ich seh sie schon die gelben Tonnen plündern und im Dunst von allem möglichen, Teile drucken.
Mein Englisch ist zudem auch nicht das Beste, wenn ich jetzt trotzdem die Englischen Artikel durchforste, finde ich jede Menge Ideen, manchmal sogar gut dokumentiert und ausgearbeitet, aber brauchbar ist nur sehr wenig.
Letztlich ist es ein großer Kuchen, und man versucht sich die Rosinen raus zu picken.
Auf jeden Fall, ein Danke an alle die sich die Mühe gemacht haben, dass auf die Beine zu stellen. smiling smiley Hatte selten soviel Inspiration, wie in den letzten Wochen.
Re: Die RepRap Non-Community
09. November 2011 05:30
Quote
rkoeppl
lookahead ist auch in der Marlin implementiert

Ich weiss. Alles die gleiche (pardon) Krücke. Eine gute Open Source Implementierung gibt's m.W. derzeit nur bei EMC2. Und die ist leider so aufwändig, dass ich da keine Chance sehe, das 1:1 auf einen ATmega umzusetzen.

Wegen der Elektronik, denkst Du dass sich in einem halben Jahr noch jemand für ein Board mit einem ATmega interessiert? Die ersten ARM-Boards erblicken doch gerade das Licht der Welt und "100 MHz, 32-bit" hört sich bekanntlich viel besser an als "16 MHz, 8-bit".

Eine spürbare Verbesserung _könnten_ diese Schrittmotortreiber sein, die gleich einen ganzen Rampenalgorithmus eingebaut haben. Denen man nur über I2C sagen muss, wie viele Schritte wie schnell und wie steil die Rampen. Das Problem wird da sicher die Synchronisation sein, die muss bekanntlich bis auf ein paar Microsekunden genau stimmen. Dann liesse sich auch 1/32 Microstepping sinnvoll nutzen.

Quote

Entwicklung in gpleda.

gEDA ist super. Das sieht alles ein bisschen altmodisch aus, die Entwicklergruppe ist zwar etwas verschlossen, dafür sehr aktiv.

Quote
SarahMiller
spezifische ad-hoc Lösungen

Da sagst Du was. "Bei mir funktioniert's heute" scheint oft das höchste vorstellbare Zertifikat. smiling smiley

Quote
rkoeppl
die einen wollen ein Board, das zu hause selber gefertigt werden kann, die anderen wollen lieber SMD-Komponenten auf zugekauften Platinen, wieder andere wollen andere Treibermodule und manche wollen Kombinationen daraus

Was mich immer wieder wundert ist, wie viel Enthusiasmus die Leute investieren, nur um solche Kleinigkeiten anzupassen. Ein paar Leute haben an der Gen7 gewerkelt, jeweils mit dem Ergebnis, dass alles über den Haufen geworfen wurde. Anstatt einen Abend lang gEDA zu lernen, wird eine Woche lang das Board in Eagle nachgezeichnet. "Weil es besser aussieht" oder so.

Mir scheint, da fehlt die Identifikation mit dem Projekt. Das sind alles keine RepRap-Elektroniken, sondern jeweils die Elektronik des entsprechenden Entwicklers. Anders herum wird auch ein Board als Produkt eines Einzelnen gesehen, anstatt als ein Teil der Community - daher der Titel dieses Threads smiling smiley


Generation 7 Electronics Teacup Firmware RepRap DIY
     
Re: Die RepRap Non-Community
09. November 2011 09:30
Traumflug Wrote:
-------------------------------------------------------
> stell mich für jederlei tests gern zur
> verfügung
>
> Wozu das Zeug ins Repo stellen, wenn es bei mir
> funktioniert?


ich versteh leider nciht was du mir damit sagen willst.
hab lediglich meine hilfe angeboten, da ich selbst programmiertechnisch nicht genug wissen besitze aber scheinbar ist auch hilfe nicht gern gesehen..

du beschwerst dich über eine communitiy und anstatt dankend abzulehnen weil keine hilfe benötigt ist eine gegenfrage die vor "höflichkeit" nur so trieft.. mir hast du damit beantwortet warum jeder lieber seinen eigenen kuchen bäckt


grüße
Bernhard
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Re: Die RepRap Non-Community
09. November 2011 10:50
Quote

da ich selbst programmiertechnisch nicht genug wissen besitze

Das hatte ich anfangs auch nicht. Die Teacup ist so ziemlich das erste, was ich mit Mikrokontrollern gemacht habe. Trotzdem hat es geklappt.


Generation 7 Electronics Teacup Firmware RepRap DIY
     
Re: Die RepRap Non-Community
09. November 2011 11:35
dann mach mal ein beispiel, wie man sich in das projekt teacup OHNE microcontroler vorwissen einbringen kann?

warum die meisten firmwares neu geschrieben werden? vermutlich um zu lernen(reine vermutung meinerseits), da in ein großes projekt wie zb die teacup ohne vorwissen rein zu finden nahezu unmöglich ist


grüße
Bernhard
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Anonymous User
Re: Die RepRap Non-Community
09. November 2011 12:17
kann mir mal bitte jemand in knappen worten erklären um welche kernproblematik es in diesem thread hier geht?

2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.12.11 04:50.
Re: Die RepRap Non-Community
09. November 2011 13:01
Um das Problem, warum bei RepRap alle aneinander vorbei arbeiten, Krid. Man kann das normal finden, effektiv ist es aber nicht.


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Anonymous User
Re: Die RepRap Non-Community
09. November 2011 15:25
hm... verstehe, aber warum soll es hier anders sein als im rest der welt?

2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.12.11 04:49.
Re: Die RepRap Non-Community
09. November 2011 16:37
Ich weiss ja nicht wo Du Dich in der Welt herum treibst, Krid, doch ich kenne da eine ganze Reihe Projekte -- insbesondere Software-Projekte, bei denen deutlich mehr an einem Strang gezogen wird. Der Linux-Kernel, Ubuntu, Wine, die drei BSDs, gEDA, ... da sind Forks so selten, dass sie eine Nachricht in der Zeitung wert sind, es gibt mehr oder weniger nur eine einzige "offizielle" Version, an der alle mitarbeiten, und ganz neu anfangen tut erst recht niemand.


Generation 7 Electronics Teacup Firmware RepRap DIY
     
Re: Die RepRap Non-Community
09. November 2011 17:28
@Traumflug:
Es wird sicherlich einige geben, die auf ARM umsatteln, macht mir nichts aus. ich lerne in dem Projekt sehr viel, die Kosten halten sich bislang in Grenzen. Wenn sich die restliche Komponentenwahl bewärt, kann ich auf dem ursprüngliche Design aufbauend auch was mit einem ARM stricken, da sich nur der Logikbereich des Boards ändert und allenfalls zusätzliche Funktionen dazu kommen. Andererseits denke ich, daß es suboptimal ist, den ATMEGA durch einen 100 MHz Arm zu ersetzen, da dieser zu wenig Leistun beitet um das eigentliche zeil, einen Drucker der völlig standalone arbeitet, zu erreichen. Da bräuchte man eher was in der Leitungsklasse eines Nvidia Tegra3 (ist ja auch ein ARM), mit 1 GB RAM und vier Kernen jenseits der GHz-Grenze. Stl und ein paar Parameter an den Drucker geschickt - wahlweise per Netz, USB-Stick oder Karte, Druckauftrag bestätigt, warten bis fertig. Skeinen und dergleichen macht der Drucker - so wie bei einem guten Laserdrucker, dem man nur das Postscriptfile und die Zahl der gewünschten Exemplare und die Skalierung schickt.
Anonymous User
Re: Die RepRap Non-Community
10. November 2011 11:18
hallo traumflug,

ich treibe mich in der welt des häuserbauens rum. in dieser welt werden physikalische vorgänge ständig neu erfunden und interpretiert (was den physiker wundert) und jeder versucht so gut wie möglich gegeneinander zu arbeiten.
gut, das meiste ist staatlich verordnet, das aber nur nebenbei aus meiner welt.

ich denke, daß dein vergleich etwas hinkt. du führst nur reine softwareprojekte auf, und dann auch noch die dinosaurier mit zum teil kommerziellem background.

im bereich der linuxdistributionen wird die auswahl auch immer größer, und doch hat jede distribution seine daseinsberechtigung, und da denke ich z.b. an die emc2 mit dem echtzeitkernel.

die firmwareentwicklung hat dazu noch die vielen variablen der möglichen hardwarekomponenten, die wiederum auch ihre daseinsberechtigungen haben. die wrt für linuxrouter gibt es inzwischen aufgrund der vielen unterschiedlichen plattformen auch in x varianten.

zum thema reprap-elektronik habe ich mich inzwischen von dem gedanken verabschiedet, mir hier ein autarkes system mit cardreader oder gar w-lan-anbindung mit webfrontend zu wünschen, wie es heute jeder zweite laserdrucker für 100€ kann.

für mich soll die reprap-elektronik das machen was sie soll. gut drucken. und das machen sie doch schon. da ist eigentlich kein weiterer entwicklungsbedarf, oder was meinst du mit 'bei denen deutlich mehr an einem Strang gezogen wird'?
welchen entwicklungsbedarf haben wir denn? außer der implementierung weiterer fehlerträchiger spielereien sehe ich keinen. je mehr extras ein auto hat, desto fehlerträchiger wird es. es ist aber auch ohne den extras fahrtüchtig.

und wenn jemand seine zeit in neue ideen wie 'look-ahead' investiert, um auf der geraden etwas schneller rennen zu können, dann ist doch schön so. für mich aber völlig uninteressant, weil das ergebnis im vergleich zu aktuellen elektroniken nur marginal ausfallen wird.

du wünscht dir verständlicherweise vielleicht einen 'fahrplan' für die weitere entwicklung an den sich alle halten müssen, so wie es bei den großen projekten der fall ist. dafür muß es aber einen maintainer geben, so wie es linus torvalds für den linuxkernel ist. das halte ich aber für das reprap-projekt für überzogen, weil der umfang der reprap-firmware im vergleich zum linuxkernel überschaubar, und die verbreitung als nischendasein sehr begrenzt ist.

k.r.i.d.

2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.12.11 04:48.
Re: Die RepRap Non-Community
10. November 2011 20:59
Quote

im bereich der linuxdistributionen wird die auswahl auch immer größer, und doch hat jede distribution seine daseinsberechtigung, und da denke ich z.b. an die emc2 mit dem echtzeitkernel.

Das picke ich mal heraus. Die Leute von EMC haben eben keineswegs einen komplett neuen Kernel entwickelt, sondern nur ein Echtzeitmodul für einen bereits bestehenden Kernel. Auch die Distribution ist so weit von einer Anderen übernommen wie möglich, EMC2 ist Ubuntu eben mit diesem Echtzeitmodul und der Steuersoftware. Das kann man auch auf einem normalen Ubuntu installieren. Also so wenig neu wie möglich, das meine ich.

Bekommt Ubuntu z.B. einen besseren Texteditor, hat das auch EMC2. Bekommt dagegen die SJFW-Firmware ein besseres Look-Ahead, haben die anderen Firmwaren gar nichts davon. Jeder ändert wild vor sich hin, je nach Geschmack, und ohne nach links und rechts zu schauen. RepRap fehlt die zentrale Stelle doch ganz erheblich.

SD-Card geht übrigens schon und Bluetooth ist auch nicht weit. Nur das Web-Interface, das muss dann eben auf dem PC laufen. Das, oder auf so einer ARM-basierten Elektronik.

Derzeit werden nach meiner Zählung nicht weniger als vier solche ARM-Elektroniken entwickelt. Alle mit etwa dem gleichen Ziel, dem gleichen Prozessor und entsprechend dann der gleichen Leistungsfähigkeit.

Übrigens denke ich, dass RepRap sehr viel direktere kommerzielle Interessen als die meisten Software-Projekte hat. Genau da könnte dann auch ein Grund für dieses Chaos liegen, weil jede(r) "sein" Teil verkaufen will. Das ist zum Beispiel gut bei der GRRF zu beobachten, die jeder RepRap-Entwicklung in ihrem Shop erst mal einen neuen Namen antackert. Wer dann nicht schon jahrelang dabei ist, entwickelt was für die GRRF-Mendel und kommt gar nicht auf die Idee zu schauen, ob es das vielleicht bei der RepRap-Mendel, der Prusa-Mendel, der Ultimaker-Mendel, der Lulzbot-Mendel oder Wassweissichwas-Mendel schon gibt. Ergo wird fünf mal das Gleiche entwickelt.


Generation 7 Electronics Teacup Firmware RepRap DIY
     
Re: Die RepRap Non-Community
13. November 2011 11:17
Es fehlt halt überall an Vergleichbarkeit und Übersicht.
Um festzustellen, welche Variante (mit welchen upgrades) man denn nun überhaupt bauen möchte, muss man die Wiki, dem github, das Forum, thingiverse, mehrere blogs, das GRRF wiki und andere Quellen durchsuchen.
Meist kann man dann erstmal raten, welche Veränderungen im Vergleich zum 'standard' Darwin/Mendel/Prusa/Huxley vorgenommen worden sind.
Und selbst dann ist es noch fraglich, ob diese sinnvoll sind, nur optische Spielerey oder sogar der Druckqualität schaden.

Habe gerade im Wiki diese Seite gefunden [reprap.org]
(Natürlich über 'random page', anders ist diese mal wieder nicht zu finden -_-).
Anscheinend ist das Problem bereits länger bekannt.
Re: Die RepRap Non-Community
14. November 2011 06:14
SarahMiller Wrote:
-------------------------------------------------------
> Es fehlt halt überall an Vergleichbarkeit und
> Übersicht.
> Um festzustellen, welche Variante (mit welchen
> upgrades) man denn nun überhaupt bauen möchte,
> muss man die Wiki, dem github, das Forum,
> thingiverse, mehrere blogs, das GRRF wiki und
> andere Quellen durchsuchen.
> Meist kann man dann erstmal raten, welche
> Veränderungen im Vergleich zum 'standard'
> Darwin/Mendel/Prusa/Huxley vorgenommen worden
> sind.
> Und selbst dann ist es noch fraglich, ob diese
> sinnvoll sind, nur optische Spielerey oder sogar
> der Druckqualität schaden.
>
Hallo Sarah,

sehe ich genau so, jeder hat einen individuellen Drucker und objektive Angaben gibt es nicht.
Wie sich etwas im Druckergebnis auswirkt wird nicht dokumentiert.
Bei Software sollte ein Bewertungssystem dafür sorgen, dass man es leichter hat.
Bei der Hardware ist zusätzlich noch die Problematik, dass kann man nicht wie Software mal eben testen...Und Teamwork, scheint hier kaum zu funktionieren.
Da muss man sich halt für etwas entscheiden...

Gruß Günter
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