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SLA/DLP-Drucker, lohnt es sich?

geschrieben von Legion 2.3 
Re: SLA/DLP-Drucker, lohnt es sich?
05. April 2015 04:31
Quote
VDX
... wenn man z.B. bei ebay "diodelaser fiber" eingibt, tauchen immer wieder mal interessante Angebote auf -- leider meist in den USA ...

Passende Laserdioden gibt hier in D z.B. bei Lumics - die TO-packages mit 9W @975nm sind meist die günstigsten:
[www.lumics.com]

Bei Lumics kann man als Privatmensch kaufen? Kennst du zufällig den Preis für die genannte Diode?

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.04.15 04:31.
Re: SLA/DLP-Drucker, lohnt es sich?
05. April 2015 04:36
Quote
Dejay
Quote
nothing11
Zum steuern von Galvo gibt es doch schon ein Board Lasershark

Danke! Wie gesagt, ich bin ein Elektronik-noob und stöbere nur. Der Lasershark hat einen USB anschluss. Was schön wäre ist eine integrierte Lösung die man direkt mit nem reprap typischen controller board programmieren kann. Also direkt laser diode und galvo motoren anschließen und fertig ohne Kabelsalat und Elektronikfachwissen smiling smiley

Soweit ich das verstehe braucht man im Moment:
1. Laser diode (und gehäuse, kühlung und linse)
2. Laser driver
3. Galvo motor
4. Galvo amplifier
5. Galvo contoller (e.g. lasershark) um absolute Positionen in analoge Signale von -5V bis +5V umwandelt
6. Schnittstelle zwischen reprap controller board das GCode in Daten für den galvo controller umwandelt
7. Laserschutzbrille natürlich

Alternativ könnte man halt mit 2 kleinen stepper motoren (400 steps + 32 microstepping) und einem Getriebe arbeiten. Einfach anzuschließen und zu kontrollieren. Nicht so schnell aber definitiv schneller und günstiger als eine Gantry die den Laserkopf herumfährt mit linearführungen etc. Die Frage ist natürlich ob man überhaupt eine so schnelle Gewschindigkeit braucht für SLS sintering. Der Laser braucht ja auch Zeit um das Material aufzuheizen. Kosten für Laser + Driver + 2 Mini Stepper wären niedriger als ein Hotend + Extruder und XY Gantry.

Zum steuern der Galvos und Laser nimmt man Creation Workshop
aber warum eine Laser nehmen eye rolling smiley, nimm doch einen DLP-Beamer und du kannst immer den ganzen Layer belichten, so werd ich das versuchen.
Bin gerade dabei mir so ein DLP-Drucker zu bauen. Bin aber nocht nicht ganz wo weit nur das Grundgestell steht und ein paar andere sachen sind bis jetzt gebaut.


[3drucker.blogspot.de]
Re: SLA/DLP-Drucker, lohnt es sich?
05. April 2015 04:44
Quote
nothing11
aber warum eine Laser nehmen eye rolling smiley, nimm doch einen DLP-Beamer und du kannst immer den ganzen Layer belichten, so werd ich das versuchen.
Bin gerade dabei mir so ein DLP-Drucker zu bauen. Bin aber nocht nicht ganz wo weit nur das Grundgestell steht und ein paar andere sachen sind bis jetzt gebaut.

Oops sorry. Thema des Threads ist in der Tat SLA und nicht SLS smiling smiley
SLA interessiert mich auch aber nicht so wie SLS weil man ja die gleichen Probleme mit Überhängen und Stützmaterial hat.
Re: SLA/DLP-Drucker, lohnt es sich?
05. April 2015 15:46
Den Sintratec-SLS-Drucker habe ich schon gesehen, aber der ist auch (wie so viele andere) noch nicht auf dem Markt und bei Kickstarter/etc - Projekten weiß man nie, ob es tatsächlich zur Markteinführung kommt. Wenn ja, wäre es natürlich schön, auch wenn der Bauraum nicht sonderlich groß ist.
Irgendwie ist mir eine DIY-Lösung, bei der man mit stärkeren Lasern hantiert, allerdings nicht ganz geheuer. Vielleicht bin ich hier etwas übervorsichtig, aber ich möchte ungern mit einem Laser arbeiten, der mir bei falscher Handhabung mal eben schnell das Augenlicht versenken kann. Bei FDM - und DLP-Druckern sieht das schon wieder ganz anders aus. Ich frage mich sowieso, ob man so einen Bausatz überhaupt in Deutschland auf den Markt bringen dürfte, wo die Komponenten nicht ganz unbedenklich sind.

Überhänge lassen sich mit dem SLA/DLP-Verfahren doch prinzipiell besser drucken als mit FDM, oder?
Besonders, wenn man Top-Down arbeitet und das Druckteil quasi garkeiner Kraft ausgesetzt wird (Im Gegensatz zum Bottom-Up-Verfahren, wo sich das Druckteil am Boden festsaugt), kann man theoretisch Überhänge mit 89° Neigung drucken. Da müssten nur noch wirklich frei schwebende Flächen gestützt werden.

Eine andere Frage, die mich beschäftigt: Adsorbiert das Resin eigentlich UV-Strahlung komplett? Ich meine, wenn ich mit einem Beamer einen Querschnitt auf ein Resin-Becken projiziere, wird dann wirklich nur das Resin auf der Oberfläche ausgehärtet oder härtet zum Teil auch das Material dahinter noch aus?
VDX
Re: SLA/DLP-Drucker, lohnt es sich?
05. April 2015 18:04
Quote
SturmGhost
Quote
VDX
... wenn man z.B. bei ebay "diodelaser fiber" eingibt, tauchen immer wieder mal interessante Angebote auf -- leider meist in den USA ...

Passende Laserdioden gibt hier in D z.B. bei Lumics - die TO-packages mit 9W @975nm sind meist die günstigsten:
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Bei Lumics kann man als Privatmensch kaufen? Kennst du zufällig den Preis für die genannte Diode?

... ich weiß nicht, ob du da als 'Privatmann' kaufen kannst - ich habe es immer über Kooperation mit einer Firma oder als Selbständiger angefragt, da war es nie ein Problem gewesen.

Die erste 9W@975-Diode um 2007 herum hat mich 330€ Netto gekostet, in Stückzahlen wärs auf unter 200€ gesunken ... aktuell liegt der Einzelpreis bei etwa 400 - 450€ ... k.A., warum die teurer werden - in China gibts die inzwischen auch, und meist deutlich günstiger confused smiley


Viktor
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Call for the project "garbage-free seas" - [reprap.org]
VDX
Re: SLA/DLP-Drucker, lohnt es sich?
05. April 2015 18:09
Quote
Legion 2.3
...
Eine andere Frage, die mich beschäftigt: Adsorbiert das Resin eigentlich UV-Strahlung komplett? Ich meine, wenn ich mit einem Beamer einen Querschnitt auf ein Resin-Becken projiziere, wird dann wirklich nur das Resin auf der Oberfläche ausgehärtet oder härtet zum Teil auch das Material dahinter noch aus?

Je nach Resin und UV-Wellenlänge ist das Resin mehr oder weniger durchsichtig - bei einem Resin, das bis 500nm geeignet sein sollte, hatte ich bei Tests mit einer 445nm-Laserdiode nur auf dem Boden des Gefäßes Aushärtung ... darüber hat's nur durchgeleuchtet ...

Normal gibt man dem Resin etwas Farbe (wenige Prozent) als Absorber hinzu, was einmal die Aushärtetiefe pro Belichtungszeit definiert, und andererseits auch das langweilige 'durchsichtig' durch hübsche Farbnuancen ersetzt winking smiley


Viktor
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Re: SLA/DLP-Drucker, lohnt es sich?
05. April 2015 19:41
Sooo Viktor...dann erzähl mir aber auch bitte mal...was man mit den Teilen aus nem Harzpfuschen anfangen kann...außer ansehen.

Kann man funktionstüchtige Teile herstellen???
Ich glaube kaum. Und schon seh ich null Sinn darin.

Gruß Sven


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Power is nothing.....without control!
Re: SLA/DLP-Drucker, lohnt es sich?
06. April 2015 00:46
Quote
Legion 2.3
Überhänge lassen sich mit dem SLA/DLP-Verfahren doch prinzipiell besser drucken als mit FDM, oder?
Besonders, wenn man Top-Down arbeitet und das Druckteil quasi garkeiner Kraft ausgesetzt wird (Im Gegensatz zum Bottom-Up-Verfahren, wo sich das Druckteil am Boden festsaugt), kann man theoretisch Überhänge mit 89° Neigung drucken. Da müssten nur noch wirklich frei schwebende Flächen gestützt werden.

Ich habe mir gerade ein peachy printer video angesehen wo die eine spirale mit sehr starkem überhang gedruckt haben. Sehr interessant. Ich vermute dass sogar 90° verbindungsstege für rechtwinklige fenster kein problem sind, zumindest wenn die auf beiden seiten mit etwas verbunden sind.

Wie stabil die teile sind würde mich auch interessieren. Epoxy ist ja normal recht stabil.

Das mit der lasersicherheit muss man natürlich schon ernst nehmen. Aber soweit ich das verstehe sind die augen und feuersicherheit das größte problem. Also ein bausatz der vollständig ummantelt ist mit laser sicherem fenster, und sicherheits funktionen wie "not aus" wenn man ihn öffnet etc sollte ok sein. So wie ich das verstehe wird ein unfokussierter, sich bewegender 3W laserstrahl nicht gleich etwas in brand setzten. Aber ich habe auch schon überlegt ob ich mir nicht einen freistehenden kasten / schuppen im garten setzen sollte falls ich mir so ein SLS drucker bastele.

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.15 00:53.
VDX
Re: SLA/DLP-Drucker, lohnt es sich?
06. April 2015 16:04
Quote
Stud54
Sooo Viktor...dann erzähl mir aber auch bitte mal...was man mit den Teilen aus nem Harzpfuschen anfangen kann...außer ansehen.

Kann man funktionstüchtige Teile herstellen???
Ich glaube kaum. Und schon seh ich null Sinn darin.

Gruß Sven

... ich habe mir damit viele Prototypen, Funktionsteile und auch Positiv-/Negativ-Formen fürs Metallgießen machen lassen bzw. selber gemacht - anbei ein paar Bilder, die ich auch in der CNC-Ecke schonmal gepostet hatte -- nur die durchischtigen bzw. durchscheinenden Teile sind mit SLA hergestellt ... die anderen mit Pulver-Druck oder gefräst ...



Beim letzten Bild (SLA4.jpg) habe ich das Teil einmal "massiv" und einmal wegen geringerem Gewicht in "Hohlwaben-Struktur" machen lassen, wie's normal für "verlorene Form"-Gießen gemacht wird - das rechte (Hohlwaben-) Teil war 4-6 Jahre im Einsatz als Nanopositionierer in einem Bad aus Ferrofluid (daher die braunen Schlieren) ... hat aber keine Verformungen oder Erweichungen gezeigt ...


Viktor
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Re: SLA/DLP-Drucker, lohnt es sich?
06. April 2015 16:09
Danke für die Bilder Victor.

Ich habe zu Harzteilen eben keinen Bezug bzw Vergleich. Ich kenne nur Teile aus SLS Druckern, aus Nylon, die waren echt verdammt stabil. Da kannst du mit dem Hammer drauf hauen. Was bei FDM Druchteilen aufplatzt, bleibt bei den Teilen stabil.


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VDX
Re: SLA/DLP-Drucker, lohnt es sich?
06. April 2015 17:07
... obwohl ich das FDM-Drucken seit 2007 aktiv pushe, habe ich mir immer noch keinen FDM-Drucker für Daheim zusammengebaut -- einmal wegen der limitierten Festigkeit der Kunststoffteile, vor Allem aber wegen der mangelhaften Auflösung, die damit möglich ist eye rolling smiley

Die meisten Teile für meine Projekte fräse ich "aus dem Vollen" oder laminiere sie mit lasergeschnittenen Folien aus Kunststoff, Keramik oder Metall ... manchmal auch per SLS-Dienstleister aus den bisher verfügbaren Materielien.

Dafür bin ich aber auch schon länger (seit etwa 1988) an diversen Laserapplikationen dran -- von (3D-) Gravieren, Schneiden, Laminieren, Aufschweißen, Mikrostrukturieren bis zu komplexen Fertigungsverfahren aus Forschung/Entwicklung, die nur in (sauteuren) Förderprojekten entwickelt und verwendet werden und erst in Jahren für den 'Normalkunden' zur Verfügung stehen werden.

Ich sehe die aktuelle Entwicklung des "3D-Drucks" eher als Vorstufe zu einer wirklich ausgereiften Fertigungstechnologie, wo praktisch jede vorstellbare/konstruierbare Form aus beliebigen Materialien und Materialkombinationen zu einem auch für den Privatanwender erschwinglichen Preisen möglich wird ... und hier sind die Einstiegspreise vor Allem über die Anschaffungspreise für Lasersysteme definiert, was sich gerade (dank der Chinesen) in Richtung Kosten und Möglichkeiten/Lasertypen deutlich nach Unten entwickelt winking smiley


Viktor
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Re: SLA/DLP-Drucker, lohnt es sich?
30. August 2015 09:52
Hi

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Kobus
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