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Anfänger verzweifelt am Eigenbau-Delta

geschrieben von RoRi 
Anfänger verzweifelt am Eigenbau-Delta
10. September 2015 04:18
Hallo Leute,

ich hoffe hier Hilfe zu finden für das Einstellen eines Eigenbau-Deltas, da ich langsam aber sicher daran verzweifele.

Ich bin folgendermaßen vorgegangen:

1. Zuerst habe ich das Druckbett mit einer Maschinenwasserwaage ausgerichtet.
2. Anschließend habe ich mich G132 S1 (Repetier-Host) die Endschalter "kalibriert. Damit müsste die Düse ja genau bei X0 Y0 stehen.
3. Dann habe ich die Düse soweit zum Druckbett runter gefahren, dass ich mir genau bei X0 Y0 eine Markierung auf dem Druckbett machen konnte.
4. Dann habe ich wieder eine HOME ausgeführt, das Hotend ausgebaut und ein Lot durch das Coldend geführt.
5. Als nächstes habe ich dann die Einstellschrauben so lange verstellt, bis das Lot genau über der Markierung auf dem Druckbett war. Daher müsste der Drucker doch jetzt eigenlich genau senkrecht ausgerichtet sein...
6. Nun habe ich eine Messuhr am Coldend montiert und eine "Höhenkarte" des Druckbetts erzeugt. Dazu habe ich verschiedene Punkte eines Quadrats gemessen und mir die Werte notiert. Anschließend habe ich sie durch das Programm von Willy ), dass ich beim stöbern gefunden habe, geschickt und die entsprechenden Werte im EEPROM verändert.

Das hat auch eine Verbesserung ergeben. Anfänglich hatte ich ca. 3 mm Abweichung und nach der Änderung der Werte sind es immer noch ca. 0,5 mm. Zudem kann ich nicht sagen, dass ich irgendein System in den Werten erkennen kann. Es ist also nicht so, dass ich bei X0 Y0 den geringsten Wert an der Messuhr ablese und es zu den Rändern dann mehr oder weniger wird. Vielmehr ist es so, dass die Werte "springen".

Jetzt stehe ich hier wie der Ochse vorm Berg und habe keine Ahnung was ich weiter unternehmen soll...

Hat vielleicht einer eine Idee, was ich falsch gemacht haben könnte?

Schöne Grüße,
Robert
Re: Anfänger verzweifelt am Eigenbau-Delta
10. September 2015 04:30
Ist das Bett evtl. einfach nicht 100% plan?
ch4
Re: Anfänger verzweifelt am Eigenbau-Delta
10. September 2015 05:42
Hallo Robert,

wieso das Prozedere mit der Wasserwage? Das Bett muss zur Achse des Druckkopfs parallel sein und nicht zum Wasser!
Ich habe den Kopf auf ca. 0.5mm runtergedreht und mit 1Blatt Papier (natürlich nur mit einem Streifen) das Bett Ecke für Ecke auf Blattdicke ausgerichtet. Somit ist das Bett parallel zur x und y Achse.

Gruss Christian
Re: Anfänger verzweifelt am Eigenbau-Delta
10. September 2015 06:02
@ Malcshour
Ich habe als oberste Ebene des Druckbetts einen runden 55 cm Spiegel von IK**. Der müsste eigentlich plan sein. Kann das aber leider nicht mit den mir zur Verfügung stehende Mitteln exakt nachmessen.

@ch4
Ich war mir nicht ganz sicher, dass ich die senkrechten Achsen mit einem Federwinkel genau genug ausgerichtet bekomme. Daher habe ich mir den Weg mit dem Ausrichten des Druckbetts und dem Lot überlegt. So wie ich das sehe, müsste jetzt alles senkrecht und parallel zueinander stehen. Leider kann ich den Printer_Radius auch nur mit einem Zollstock recht grob messen. So wie ich das gelesen habe, soll dieser Wert einen großen Einfluss auf die xy-Ebene haben. Also ob sie konvex oder konkav wird. Solange ich diesen Wert nicht so genau wie möglich habe, kann ich das Druckbett doch nicht anhand der von dir beschriebenen Methode ausrichten, oder?

Schöne Grüße,
Robert
Re: Anfänger verzweifelt am Eigenbau-Delta
10. September 2015 06:46
Ganz genau Robert! Da kommt Kraut und Rüben bei raus weil der Kopf ohne Kalibrierung nicht auf einer z-Ebene verfährt sondern eher eine leichte konkave/konvexe Form abfährt. Ich habe damals das Druckbett mit aufgelegtem Effektor ohne Hotend eingestellt - besser gesagt überprüft. Ich will ein Druckbett das möglichst parallel zum Effektor ist. Die tatsächliche Parallelität habe ich dann wie folgt gemacht:

Man nehme ein Blatt Papier. In Deinem Host 4 Tasten programmieren ABC jeweils möglich nah vor den Türmen, dann noch genau mittig. (zur Sicherheit fahre ich immer Z= 1mm an und senke händisch ab...) Jetzt werden ABC angefahren und die Softwareendstops angepasst bis an drei Punkten ABC die Düse leicht am Papier kratzt. Nach Änderungen der Endstops homen nicht vergessen! Dann die Mitte anfahren. Bei Z=0 ist die Düse dann entweder über oder unter der Druckbettebene.
Wenn sie über der Ebene liegt, ist Delta_Radius zu erhöhen. Nach dem homen ändert sich in der Mitte erstmal nix (diese Tatsache hat mich eine Nacht gekostet), vielmehr sind Deine Punkete ABC jetzt höher und müssen (eigentlich um jeweils den selben Betrag) abgesenkt spricht Offset erhöht werden. Das ganze braucht dann 2-3 Iterationen ;-) Dann sollte der Drucker zumindest an den 4 Punkten den selben Abstand haben.

Dann noch die Größe eines 20x20 Würfels einstellen über Rod_Length. Wenn X/Y Dimension nicht stimmt und Deine Kreise nicht ganz rund sind, kann ich Dir dieses Thingiverse Teil noch ans Herz legen. Beim Delta sind es halt die Dimensionen A/B/C die passen müssen. Durch geringe Änderungen in der Rod_length für ABC passt es dann auch in X/Y Richtung...

2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.15 06:49.


Deltadrucker, Tantillus Reborn by Toolson/Protoprinter, Ashray - (445nm Lasercutter), die Delta-Kalibrieranleitung
ch4
Re: Anfänger verzweifelt am Eigenbau-Delta
10. September 2015 08:27
Sorry Robert, ich hab das "Delta" lesetechnisch überflogen und bin von einem x/y/z bewegten Printer ausgegangen.

Gruss Christian
Re: Anfänger verzweifelt am Eigenbau-Delta
10. September 2015 13:15
@Protoprinter:
Danke für die Anleitung. Werde ich heute oder morgen mal testen.

@ch4: Kein Ding

Gruss Robert
Re: Anfänger verzweifelt am Eigenbau-Delta
10. September 2015 13:41
Quote
RoRi

6. Nun habe ich eine Messuhr am Coldend montiert und eine "Höhenkarte" des Druckbetts erzeugt. Dazu habe ich verschiedene Punkte eines Quadrats gemessen und mir die Werte notiert. Anschließend habe ich sie durch das Programm von Willy ), dass ich beim stöbern gefunden habe, geschickt und die entsprechenden Werte im EEPROM verändert.

Das hat auch eine Verbesserung ergeben. Anfänglich hatte ich ca. 3 mm Abweichung und nach der Änderung der Werte sind es immer noch ca. 0,5 mm. Zudem kann ich nicht sagen, dass ich irgendein System in den Werten erkennen kann. Es ist also nicht so, dass ich bei X0 Y0 den geringsten Wert an der Messuhr ablese und es zu den Rändern dann mehr oder weniger wird. Vielmehr ist es so, dass die Werte "springen".

Wie hast du gemessen? Die Messuhr über den Tisch gefahren. Oder jeden Messpunkt mit einer Bewegung in Z angefahren?


Lars - Blog, Thingiverse, Git

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Re: Anfänger verzweifelt am Eigenbau-Delta
11. September 2015 02:59
Moin,

ich habe jeden Punkt seperat angefahren. Hab mir dazu einen kurz gcode geschrieben, so dass ich immer die gleichen Punkte messen konnte. Vom Prinzip her geht der Drucker mit Eilgeschwindigkeit immer ca. 3 cm über den Punkt und dann langsam senkrecht auf den Punkt. Hatte bisher bei anderen CNC-Projekten die Erfahrung gemacht, dass eine "schleifende" Messuhr nicht unbedingt wiederholgenau ist. Zumindest meine nicht. Da werden schon mal gerne ein bis anderhalb zehntel falsch angezeigt.
Re: Anfänger verzweifelt am Eigenbau-Delta
11. September 2015 05:32
Wenn dein Deltamechnik nicht 100% Spielfrei ist, ergibt eine Messung mit Bewgung Z nur Mist.

Benutze die Uhr wie das Hotend, also schleifend. Vermutlich wirst du andere Werte erhalten.


Lars - Blog, Thingiverse, Git

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Re: Anfänger verzweifelt am Eigenbau-Delta
15. September 2015 15:43
So... Jetzt bin ich endlich wieder zum basteln gekommen und scheinbar hat die Einstellmöglichkeit von Protoprinter geholfen.

Jetzt muss ich mal ein wenig mit den Temperaturen, etc. spielen.

Schon mal vielen Dank.

Robert
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