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Kurze Vorstellung und Sparkcube XL

geschrieben von dakkar 
Kurze Vorstellung und Sparkcube XL
16. January 2016 11:30
Hallo zusammen

Ich les jetzt hier schon ein paar Wochen mit und so langsam wird mein Plan bzgl eines 3D Druckers konkreter.

Zum Anfang: was will ich?
Ich bin zum einen an der Technik an sich interessiert. Ich bastle gerne und daher kommt ein Plung'n'Play Drucker für mich eher nicht in Frage. Zusätzlich kommt zu einem Bausatz/Eigenbau noch der (vermeintliche) Preisvorteil.
Der Punkt spielt zu ca 50% in meine Überlegungen mit rein.

Die anderen 50% sind der Bedarf an Drucken an sich. Ich mach recht viel im DIY Bereich und da braucht man ständig irgendwelche Gehäuse, Halterungen etc. Einen echten "Return of Invest" erwarte ich allerding eher nicht winking smiley Da müsste ich schon verdammt viel Drucken

Soviel zum Background.

Nun bin ich beim hier rumstöbern recht schnell auf den sparkcube gestoßen und da ich mir die Größe offenhalten will in der XL Bauweise. Bein ersten groben Zusammenstellen einer BOM ist mir allerdings klar geworden, dass ich entweder etwas falsch mache und das Ding einfach zu teuer für mich ist. Anfänglich hab ich grobe Kostenrahmen von +-800€ gelesen. Das ist ein Budget, welches ich bei meiner Frau durchfechten könnte. Ich komme allerdings auf um die 1400€, was fast doppelt so hoch wäre sad smiley Das wird eher nichts mit dem "Woman Acceptance Factor" Mach ich was falsch? Meinungen?

EDIT: Eins hab ich noch vergessen: Ich hab hier auch schon gelesen, dass viele den Weg über ein günstiges Modell gegangen sind. Das ist theoretisch auch möglich, allerdings hab ich nicht den Platz, mehrere Drucker im Betrieb zu haben. Von daher der Gedanke gleich einen "richtigen" zu bauen.

LG
Dakky

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.16 12:16.
Re: Kurze Vorstellung und Sparkcube XL
17. January 2016 02:07
Den Sparkcube kannst du für 600-800€ bauen. Der Sparkcube XL kommt auf ca. 1200€

Zeig doch mal deine BOM, vielleicht kann man noch Tips geben.

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.01.16 02:08.


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Microsoft MVP in den Kategorien DirectX/XNA * Visual C++ * Visual Studio and Development Technologies seit 2011

  • Mein Erster (RAMPS 1.4, Selbstbau WolfStrap-Derivat mit Linearführungen, Wade Extruder und E3D lite6 Hotend)
  • Cub44 (Selbstbau Dual Wire Gantry Derivat mit Zahnriemen und Linearschienen, RADDS 1.5 und DUE, Custom Hotend - E3D like, Compact Bowden Extruder)
  • HexMax (sechseckiger Delta (eigenes Design) mit Druckraum 300mm Durchmesser und >=400mm Höhe, RADDS 1.5, 24V, Custom Hotend, Compact Bowden Extruder)
  • P3Steel Toolson MK2 - Keine Zeit zum selbst planen ;-)

Andere Projekte: FSR Board (ABL-Sensor-Platine inkl. Firmware) * ThirtyTwo (32Bit RepRap-Firmware)
Re: Kurze Vorstellung und Sparkcube XL
17. January 2016 03:58
Ah daher kommt die Verwirrung meinerseits. Da hab ich wohl in meinem Anfangenthusiasmus nicht bemerkt, dass das 800€ Budget nur fuer den "kleinen" sparklecube war.

Hmm ok da das Budget erstmal relativ fix ist, wirds wohl doch der klassische Weg werden: ein "Einstiegsmodell" zum Erfahrung sammeln und erst wenn ich mir sicher bin, dass das was langfristiges wird, nen Sparkcube in gross grinning smiley

Ich fang mal an mich hier zu den alternativen zu belesen.
Auch wenn es sicher hier schonmal irgendwo steht: ich würde so aus dem Stegreif mal in den Raum werfen:

* Sparkcube (non XL grinning smiley )
* Prusa i3 (da scheints ja zig untermodelle zu geben !? zwischen 300€ und 800€)
* ...
Re: Kurze Vorstellung und Sparkcube XL
17. January 2016 04:26
Hi Dakky,

auch bei den 3D Druckern ist es wie mit allem im Leben. Kaufst du billig, kaufst du zweimal. Wobei es bei den Druckern schon Möglichkeiten gibt Geld zu sparen, jedoch bitte nicht an der falschen Stelle. An der Mechanik solltest du definitiv nicht sparen. Ob du dann so einen "Schnickschnack" wie die leisen TMC Treiber, Igus Lager oder eine DDP benutzt, bleibt dir überlassen.

Bei der Mechanik solltest du keine Abstriche machen, das rächt sich später.

Ich persönlich bin kein Fan der CoreXY und das sag ich mit allem Respekt vor Vincents Arbeit mit dem Sparkcube. Hängt jedoch alles auch stark von deinem eigenen Empfinden ab. Der Einstiegsdrucker schlecht hin ist und bleibt für mich ein Prusa i3. Die darf man jedoch nicht alle über einen Kamm scheren. Das Image des i3 leidet extrem unter den ganzen lieblos hingerotzen China i3s. Es gibt 2 grundsolide i3 Aufbauten welche sehr stabil sind und mit welchen du auch lange Zeit deinen Spaß hast.

1. Graber i3

Extrem durchdachter und stabiler Rahmen. Sehr Stabil und äußerst Kompakt. Durch die geschlossene Bauweise kannst du den ganzen Drucker auch einfach mal am oberen Steg packen und durch die Weltgeschichte tragen. smiling smiley Dieser Drucker war meine 1. Wahl und ich habe es nie bereut. Habe es jedoch nicht 1:1 nachgebaut sondern nutze eine gedruckte X-Achse und Bowdenantrieb. Hier mal ein Bild das du es dir besser vorstellen kannst. Das war die 1. Evolutionsstufe meines Druckers, hat sich seit dem schon viel geändert. Hochwertiges MDF ist auch bei weitem nicht so temperatursensitiv und fragil wie hier oft behauptet wird.



2. P3Steel

Ebenfalls sehr durchdachter und stabiler Rahmen. Wie du sicher schon bemerkt hast herrscht hier dank toolson ein richtiger P3Steel Hype und der ist auch berechtigt. Dank toolson bekommst du mit dem P3Steel toolson Edition ein rundes Gesamtpaket. Im Gegensatz zum Graber ist der P3Steel etwas größer und ausladender. Das hat Vorteile als auch Nachteile. Unterm Strich bleibt das alles Geschmackssache. Mit keinem der 2 Drucker machst du irgendwas falsch. Anbei mal ein Foto von toolsons Drucker.



Pro / Contra i3 - Sparkcube

Was viele sicher als Vorteil ansehen, ist für mich eher ein Nachteil. Durch die industrielle Bauweise sieht der Sparkcube erwachsen aus. Alles ist aufgeräumt und man kann die Elektronik verstecken. Das sieht professionell aus, erschwert aber die Wartungsarbeiten. Bei dem i3 liegt alles offen und ist leicht zugänglich.

Sehr viele haben Probleme mit Ihren Sparkcubes schnell und schön zu drucken. Aufgrund der langen Riemen müssen da Abstriche gemacht werden. Sicher wird der i3 sich etwas früher bei schnellen Geschwindigkeiten aufschaukeln wie der Sparkcube. Mir konnte hier jedoch noch niemand ein Druckstück zeigen welches mit einem i3 nicht auch möglich gewesen wäre. Wenn ich sage schnell meine ich nicht nur die Druckgeschwindigkeit, sondern vor allem die Beschleunigungswerte.

Die Königsklasse der Drucker sind die Deltas. Würde ich jedoch keinem Anfänger empfehlen.

Jetzt lehne ich mich entspannt zurück und warte auf den Shitstorm der CoreXY Nutzer. grinning smiley


Gruß,
Steffen

Geetech Full-Acrylic Graber Air V3 SteBa Edition, v6 J-HEAD v5 E3D Custom Hotend, 230v Induktionskochfeldheizplatte mit Aceton Beschichtung, Rumpsbaradds 64-Bit AliExpress Edition, Softeisextruder
Re: Kurze Vorstellung und Sparkcube XL
17. January 2016 11:20
Hallo SteBa

erstmal vielen Dank für die ausführliche Erläuterung deinerseits!

Hab jetzt mal ein wenig rumgestöbert, und es wird wohl erstmal ein i3.
Noch eine Verständnisfrage: der P3Steel toolson Edition ist ein regulär kaufbarer P3Steel, bei dem viele Komponenten nachträglich durch die toolson Teile ausgetauscht wurden (siehe [scheuten.me] )? Oder sollte man den komplett neu aufbauen? Dann hätte ich ja wieder das Henne-Ei Problem grinning smiley kein Drucker, keine Druckerteile, kein Drucker *nuschel*

[hier ist vor dem Absenden ein ganzes bisschen Zeit vergangen grinning smiley ]

Hab jetzt hier den Thread von toolson gefunden. Bin mir nicht sicher, ob ich den selbständig zusammengebaut bekomme. *unsicher*

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.01.16 11:21.
Re: Kurze Vorstellung und Sparkcube XL
17. January 2016 14:37
Du bekommst die Kunstoffteil von toolson.

Wenn man den aber so aufbaut, wie toolson das gemacht hat, dann geht der auch in Richtung 600-800€ wenn ich mich nicht irre.


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  • Cub44 (Selbstbau Dual Wire Gantry Derivat mit Zahnriemen und Linearschienen, RADDS 1.5 und DUE, Custom Hotend - E3D like, Compact Bowden Extruder)
  • HexMax (sechseckiger Delta (eigenes Design) mit Druckraum 300mm Durchmesser und >=400mm Höhe, RADDS 1.5, 24V, Custom Hotend, Compact Bowden Extruder)
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Re: Kurze Vorstellung und Sparkcube XL
17. January 2016 16:12
Hallo dakkar,

ich würde dir auch zu einem Prusa i3 raten, da kann man nichts falsch machen und man kann (siehe Toolsen) alles nach seinen Wünschen und Vorstellungen überarbeiten/verbessern/verschlechtern. Das ist beim Sparkcube schon schwieriger, der Platz ist gering und es ist schwer großartige Veränderungen vor nehmen zu können.
Ich habe hier ein Prusa und ein Sparkcube stehen, beide drucken ähnlich schön. Einen schönen Prusa bekommt man schon mit gut 500€ hin, danach kann man immer nochmal mit kleinen Beträgen (das merkt die Frau dann auch nicht) den Drucker in einigen bereichen "tunen" z.B. TMC etc


@SteBa die Holzoptik vom i3 finde ich richtig gut, nicht dieser Dibond Mainstream thumbs up

Viele Grüße

Hage
Re: Kurze Vorstellung und Sparkcube XL
19. January 2016 01:39
Herzlich willkommen!

Ein Prusa ist ein super Einstieg. Wenn der vernünftig aufgebaut wird, steht der einem CoreXY in nichts nach. Ich kann SteBa was Kompromisse bei Geschwindigkeit/Qualität angeht beim CoreXY zu 100% recht geben, vor allem beim XL. Achte bei der Prusa Variante auf einen gestützten Rahmen (haben die genannten) und ein anständiges Druckbett. Mit Druckbett Haftung und Einstellung habe ich zu Anfang die meiste Zeit verbracht.
Und mit etwas Erfahrung und Übung baust Du dann mit dem Prusa einen Delta ;-)

Grüße,
Manu

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.01.16 01:43.


Deltadrucker, Tantillus Reborn by Toolson/Protoprinter, meine kommerzielle Webseite
Re: Kurze Vorstellung und Sparkcube XL
19. January 2016 01:45
Danke euch für die Erläuterungen und vor allem fürs Mut machen!

LG
Dakky
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