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Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck

geschrieben von Terri 
Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
09. August 2018 06:30
Guten Tag erstmal,

ich hab heute ne Anfrage reinbekommen, ob ich eine Finne für ein Paddle drucken könnte.
Das Ding im CAD nachzubauen und alles ist ja kein Thema - der Punkt der mir Bedenken gibt sind die Maße: 300 x 110 x 3 mm
Also 300 hoch, 110 lang (unten am Sockel) und 3 mm breit - nach oben wahrscheinlich spitz zulaufend (?).
Ich habe das gebrochene Teil noch nicht gesehen, allerdings gibt mir diese Breite doch sehr zu denken. Je nach Wasserlage ist ein 3D Druck Teil hier doch schon allein vom Wasserdruck dazu prädestiniert, einfach wegzubrechen, oder?
Natürlich ist das Original ein Spritzguss Teil.

Ich weiß, dass wir hier ein paar Plastik-Spezialisten drin haben und auch einige, die unsere üblichen Stoffe schon "Stresstests" ausgesetzt haben.

Somit komm ich zu meinen Fragen:
1. Ist so ein dünner Körper (bei diesem Einsatzzweck) überhaupt im 3D Druck realisierbar? Oder sollte man hier auf andere Verfahren umsteigen? Wenn es geeignet ist, nehme ich mal an, dass SLS hier definitiv besser ist als FDM, oder?

2. Welches Plastik würde sich dafür am ehesten eignen? PLA und PETG sind denke ich ungeeignet. Aufgrund der Anwendung in Salzwasser ist Nylon denke ich auch keine Möglichkeit. Es bleibt also nur das harte ABS. Ein Gedankengang war noch ein hartes TPU Material, was entsprechende Stöße u.Ä. abfängt durch Verformung. Die Frage ist, ob sich das TPU entsprechend bei scharfen Kurven durch den Wasserdruck auch schon verformt und somit die Stabilität des Paddles beeinträchtigt.

3. Das Anbringen am Paddle. Eine Verschraubung ist nicht möglich, bleibt also nur Verklebung. Ich dachte direkt an 2K Epoxy Kleber, damit hab ich bisher immer sehr gute Erfahrungen gemacht. Allerdings weiß ich nicht, wie sich dieser in Salzwasser verhält. Gibt es hier noch Alternativen?

An alle die sich beteiligen, schon mal besten Dank im Voraus! smiling smiley

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.18 06:32.


Alle Angaben ohne Gewähr grinning smiley
VDX
Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
09. August 2018 09:51
... evtl. Negativ-Form drucken und dann mit Glasfaser- oder Kohlefaser-Gewebe und Gieß-Harz, so wie wir zu "vor 3D-Druck-Zeiten" die Rümpfe für Segelboote und Flugzeuge oder "schwierige" 3D-Objekte hergestellt haben?


Viktor
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Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
09. August 2018 09:59
Quote
VDX
... evtl. Negativ-Form drucken und dann mit Glasfaser- oder Kohlefaser-Gewebe und Gieß-Harz, so wie wir zu "vor 3D-Druck-Zeiten" die Rümpfe für Segelboote und Flugzeuge oder "schwierige" 3D-Objekte hergestellt haben?
Also meinst du auch, dass im klassischen 3D Druck verfahren (egal ob SLS oder FDM) das so nicht machbar ist?
Möcht halt dem Kunden keinen Mist erzählen und vermute fast, dass ich mit Negativ-Form sowie Glas- oder Kohlefaser Gewebe und Harz als Dienstleister dafür schon fast so viel verlangen kann wie er für nen neues Paddle am Ende bezahlt.


Alle Angaben ohne Gewähr grinning smiley
Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
09. August 2018 14:34
Die Frage ist doch, was möchte der Kunde? Möchte er diese Finne als Ersatzteil für Dauer?
oder möchte er es nur als Prototyp zum anschauen? Und ich behaupte mal, daß man die Finne
auch auf einem FDM drucken kann, aber dazu muß man schon im CAD konstruktive Vorbereitung
für zusätzliches Stützmaterial berücksichtigen was nachher wieder leicht entfernbar ist.
Die andere Frage ist noch wäre es nicht besser die Finne bei einem professionellen Dienstleister
über das Lasersinterverfahren machen zu lassen? iMaterialise oder Shapeways käme da in Frage,
was aber nicht ganz billig werden wird!

Aber lohnt sich das denn überhaupt auch preislich? Ist das eine Standardfinne die man als Ersatzteil
kaufen kann, oder ist das ein ganz spezielles Teil, daß es so nicht zu kaufen gibt?

Oder man macht es wie Viktor vorgeschlagen hat, man drucke eine Negativform
und laminiert so eine Finne!

Denn, ich behaupte mal, daß weder PLA, PETG, ABS oder andere Kunststoffe
über FDM Druck der dauerhaften Belastung der Finne stand halten würde. Ist halt kein
Spritzgußteil oder laminiertes Bauteil, daß eventuell schon beim Spritzguß mit Faserbestandteilen
mit versehen oder beim Laminieren die Faserrichtung des Gewebes der Belastung berücksichtigt
wird. Ich hab schon mal in einer Kunststoffspritzerei gearbeitet und auch da ist halt nicht
alles aus Kunststoff machbar gewesen!

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.18 14:36.


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Gruß Wutz
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Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
09. August 2018 16:23
Soll das eine Finne für so ein Stehpaddel Board sein – und dann noch ankleben?
Gedrucktes kannst du jedenfalls vergessen.
Auch wenn da weniger Querkräfte anfallen, bei der ersten Grundberührung ist das ab.

Habe jahrelang ziemlich extrem Windsurfen betrieben... smiling smiley



Gruß Michael

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.18 16:36.


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Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
10. August 2018 04:57
Quote
wersy
Soll das eine Finne für so ein Stehpaddel Board sein – und dann noch ankleben?
Gedrucktes kannst du jedenfalls vergessen.
Auch wenn da weniger Querkräfte anfallen, bei der ersten Grundberührung ist das ab.

Habe jahrelang ziemlich extrem Windsurfen betrieben... smiling smiley

[attachment 106520 Photo53kl.jpg]

Gruß Michael
Ich nehme an dass es für ein Stehpaddel wird. Ich hab es wie gesagt leider noch nicht gesehen.
Aber ich hatte irgendwie schon den Gedanken, dass du damit ganz bestimmt in irgendeiner Art und Weise Erfahrung hast - ob es nun aus dem Tragflächenbereich mit der Festigkeit und Konstruktion ist oder sogar direkt aus dem Surf-Bereich smiling smiley

Die Anbringung ist halt die große Frage. Dem Kunden ist die Finne beim Kontakt mit einem Fels unter Wasser gebrochen. Da ich es noch nicht gesehen habe (und mich mit den Dingern null auskenne) weiß ich natürlich nicht, ob das Teil von vornherein schon mit dem Brett "erstellt" wurde oder ob es irgendwie angeschraubt / geklemmt ist. Wäre es angeschraubt, könnte man auf viele Arten und Weisen arbeiten.

Wenn du auch sagst, dass Gedrucktes nichts taugt (außer evtl der Metalldruck bei Shapeways? grinning smiley ) würdest du auch empfehlen es zu gießen in einer Negativform?

Wobei dann natürlich wiederum gilt: wenn keine Anbring-Vorrichtung am Brett ist, kann es nur geklebt werden. Und ich nehme an nicht mal 2K Epoxy oder jeglicher anderer Kleber hält den Kräften unter Wasser stand.

Kurz mal google bemüht und ein paar Finnen angeschaut. Die meisten sind wohl eingelassen und mit einer Schraube fixiert. Ergo könnte man durchaus das ganze Teil drucken. Fraglich ist halt immer noch, ob das dann so gut hält... Für weitere Vorschläge jederzeit offen smiling smiley

@Wutz
Das Ganze soll natürlich als Ersatzteil für Dauer dienen - das Original ist ja gebrochen. Das sind alles genau meine Gedankengänge und ich muss halt erst mal eruieren, ob das alles überhaupt machbar ist. Ist es machbar, wird es kalkuliert. Ist der Preis abstruß hoch (also imo mehr als 30% des Neukaufpreises eines Paddles) dann würde ich es dem Kunden entsprechend auch so mitteilen. Liegen die Kosten aber darunter - wenn er das Board liebt, warum nicht? Man steckt ja auch Tausende von Euros in Oldtimer, weil es die Teile nur noch selten gibt smiling smiley


Fraglich wäre für mich noch: Könnte man ggf. auch die Finne drucken, egal ob FDM / SLS, und dann entsprechend mit einer Carbonfaser und Epoxy "laminieren"? Das müsste doch auch noch mal eine Steifigkeit reinbringen, oder? Zu beachten ist natürlich die Schicht(en) Carbonfaser + Epoxy, welche vom Originalteil abgezogen werden müssen.
Für mich ist der gesamte Bereich noch relativ neu (Ersatzteile im Großformat, stark belastetet Einsatzort, Veredelung / Versteifung mit anderen Materialien), bisher hab ich gedruckt und eingesetzt und es hat funktioniert.
Deswegen schon mal vielen Dank für die bisherigen Ideen smiling smiley


Alle Angaben ohne Gewähr grinning smiley
VDX
Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
10. August 2018 05:10
... in der CNC-Ecke habe Leute auch Teile aus PU-Schaum gefräst und dann mit Glasfasergewebe laminiert - wäre fast schneller, als zu drucken ...


Viktor
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Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
10. August 2018 06:10
Quote
VDX
... in der CNC-Ecke habe Leute auch Teile aus PU-Schaum gefräst und dann mit Glasfasergewebe laminiert - wäre fast schneller, als zu drucken ...
Ich brauch unbedingt nen Smiley, der sich an den Kopf greift. Dass ich nicht auf "Subtraktives Fertigungsverfahren" gekommen bin macht es ein wenig peinlich. Gerade weil man dort direkt mit Vollmaterialien arbeitet anstatt im Schichtverfahren... Danke Viktor! Ich denke das ist ein guter Ansatz!


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Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
10. August 2018 07:28
Quote
Terri
Quote
VDX
... in der CNC-Ecke habe Leute auch Teile aus PU-Schaum gefräst und dann mit Glasfasergewebe laminiert - wäre fast schneller, als zu drucken ...
Ich brauch unbedingt nen Smiley, der sich an den Kopf greift. Dass ich nicht auf "Subtraktives Fertigungsverfahren" gekommen bin macht es ein wenig peinlich. Gerade weil man dort direkt mit Vollmaterialien arbeitet anstatt im Schichtverfahren... Danke Viktor! Ich denke das ist ein guter Ansatz!

3 mm dick, und innen noch ein Schaumkern?
Und anschließend die Glasfasermatte außen glattschleifen - ich weiß nicht so recht...

Nachtrag:
Dann mach sie lieber aus Sperrholz und schleife das Profil:
[www.standup-pages.ch]

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.18 07:38.


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Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
10. August 2018 15:14
Form drucken und dann CFK.

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.18 15:14.


Mit Sch.... und Mist kein Drucken ist.
Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
11. August 2018 16:59
Sinnvoll wäre wohl nur ne Negativform, aber das rechnet sich absolut nicht für ein Einzelstück.
Was gehen würde, wäre nen untermaßiges Positiv und dann mit günstiger 163er Kohle beschichten. Ist aber viel Schleifarbeit um eine schöne Oberfläche zu bekommen.
Vielleicht würde carbonverstärktes Nylon gehen. Ich habe für mein M-Boot nen Ruder gedruckt: 270x60 von 5mm verjüngt auf 1mm. Ist flexibel genug, um nicht gleich zu brechen und stabil genug, um dem Wasserdruck stand zu halten.




MfG
Torti

______________________________________________________________________________________________________________________________
Hexa V2 mit Merlin-Hotend ; Spindeldelta mit Duet Wifi, V6, 650x300 ; Core 300x300x350 mit Zahnriemen-Z
Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
13. August 2018 06:16
Danke an alle für die Ideen. Nach meiner Kalkukation mit allem drum und dran sind wir dann aber in einem nicht unerheblichen dreistelligen Bereich. Wenn ich seh, dass es normale Finnen ab 15€ zu kaufen gibt weiß ich (noch) nicht, ob der Preis für den Kunden attraktiv genug ist. Ich werde es ihm heute mal unterbreiten.


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Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
13. August 2018 08:57
Daß eine Einzelanfertigung immer ins Geld geht, so was sollte aber auch doch jedem
irgendwie klar sein. Ein Massenprodukt wird als einzelnes Teil zum Kaufen immer
billiger sein! Und das wird nur all zu schnell immer wieder vergessen! winking smiley


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Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
14. August 2018 07:19
Bin eben zufällig drauf gestoßen.

Nach dem Motte: "Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel" hält's ja vielleicht ne Zeit lang.
Am besten immer eine in Reserve dabei haben.

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Gruß Michael


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Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
14. August 2018 09:14
So... Nach Rücksprache ist der Kostenfaktor durchaus bewusst gewesen und es ist angedacht, direkt 3-5 Stk zu machen.

Da diese Finne nicht mehr so erhältlich ist und beim "Frontalaufprall mit einem Stein nach hinten wegbiegt", allerdings beim seitlichen Aufprall bricht, weiß ich nicht was hier der bestmögliche Werkstoff wäre. Carbon und weitere Feststoffe würden auch beim Frontalaufprall direkt brechen.


Damit komme ich zu folgendem Gedankengang:
Drucken von ABS wurde dem Kunden nahegelegt. Da jedoch der 3D Druck ja die Sollbruchstellen aufweist, dachte ich entsprechend an 3D Fräsen aus ABS. Ist das realisierbar? Im Fräsbereich kenne ich mich gar nicht aus, wenn hier aber jemand sagt "Klar, warum nicht?" zieh ich damit entsprechend einmal in die CNC Ecke um und hoffe dort auf entsprechende Beratung.

Achja, bevor ichs vergesse: Meine Annahme ist, dass ABS nicht mal ansatzweise das "nach hinten wegbiegen" mitmachen würde. Andere Werkstoffe würden mir dafür jedoch nicht einfallen, wenn euch aber einer einfällt - immer her damit smiling smiley


Alle Angaben ohne Gewähr grinning smiley
Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
14. August 2018 10:34
Wie wäre es mit Nylon? Aber geh ruhig mal in die CNC Ecke, ich denke dort gibt
es ein paar gute Leute die sich mit Material auskennen.

3D Druck halte ich definitiv für eine Finne dieser Art und Belastung für total ungeeignet!
Außer man macht sich eine Negativform und laminiert sich das Ganze irgendswie.
Es ist auch schwierig da jetzt einen Tipp ab zu geben wenn man das Werkstück nicht
in den Händen hält um einen Eindruck vom Ganzen zu bekommen was zu machen
ist oder nicht! winking smiley

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.08.18 13:52.


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VDX
Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
14. August 2018 10:48
... mir fallen da jetzt nur diese "Super-Frisbees" mit in Silikon eingegossen Carbon-Kernen ein - hab' ein paar Wurf-Ringe in der Art -- die haben wir über 200m weit geworfen und die haben ohne Probleme einen Aufprall auf einen Baumstamm oder Stein überstanden ...


Viktor
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Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
16. August 2018 06:04
Okay... Entweder ich bin blind oder es existiert nicht (mehr).
Im deutschsprachigen Bereich haben wir ne Laser Ecke, aber keine CNC Ecke, korrekt?
Im Internationalen Raum gibt es nen "Besprechungsbereich" für CNC, aber kein schwarzes Brett, korrekt? grinning smiley

Brauch ja am Ende auch einen "in etwa" Preis für das Fräsen und ne Machbarkeit, bevor ich überhaupt irgendwas in Auftrag gebe..


Alle Angaben ohne Gewähr grinning smiley
Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
16. August 2018 09:06
Die Leute in diesem Forum fräsen alles mögliche, u.a. auch Formen aus Kunststoff:
[www.rc-network.de]

Gruß Michael


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Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
16. August 2018 10:39
Existiert denn die zerstörte Finne noch? Also kann man sie mit Kleber und Spachtel wieder zu einem Stück flicken? Wenn ja, könnte man die Form auch davon ablaminieren/-gießen. So bekommt man zügig eine Negativform aus der man neue herstellen kann ohne das ganze zu entwerfen und zu fräsen. Wenn das gute Stück natürlich im Wasser verblieben ist, scheidet das aus.


P3Steel Toolson MK2 / TMC2130 / Marlin 1.1.8 / Ramps 1.4 / 24V / S3D
Velleman Vertex K8402 / TMC 2100 / Marlin 1.1.8. / Ramps 1.4 / 24V / S3D
VDX
Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
16. August 2018 10:55
@Terri - Wutz meinte die "Peter's CNC-Ecke" -- [www.cncecke.de]

Das ist ein ziemlich aktives deutsches CNC-Forum - mußt dich aber anmelden ...


Viktor
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Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
16. August 2018 10:58
Soweit ich den Kunden verstanden habe, existiert die zerstörte Finne. Diese will ich natürlich zur Nachkonstruktion auch haben smiling smiley

Die Frage ist halt, welchen Gießwerkstoff man nimmt (und wer so etwas professionell machen kann) weshalb ich eher beim Fräsen bin. Da gibt es mehrere Anlaufstellen. Bringt dem Kunden nix, wenn ich ihm ne schöne Finne aus Epoxy oder Silikon gieße - bei denen passt dann das Sprichwort "auf biegen und brechen". Andere Gießwerkstoffe sind glaube ich weniger "anfängerfreundlich" - und da ich noch nie mit Negativform und Gießen zu tun hatte, würde ich diesen Teil lieber in Erfahrene Hände geben, sofern es darauf hinaus läuft.

Auf jedenfall auch ein Danke @wersy und @Viktor für die Links. Werd mich da mal anmelden und das Anliegen vortragen grinning smiley

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.08.18 08:12.


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Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
16. August 2018 11:51
Willst du dir das Positiv oder Negativ dann fräsen lassen?
Der Gedanke von mir war zwei schalig abformen und das dann ausgießen oder lamentieren. Hier darf man sich auch Gedanken über einen Kern aus GFK/ CFK/ Holz/ Metall machen.
Ausgießen würde ich es spontan mit einem schlagfesten Epoxid gemischt mit einem recht hohen Faseranteil. Vielleicht nicht mal in Form von Matten, sondern Schnippsel/ Flocken. Hier dann Kohle-/ Gkas-/ Hanf-/ Baumwollfasern.


P3Steel Toolson MK2 / TMC2130 / Marlin 1.1.8 / Ramps 1.4 / 24V / S3D
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Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
16. August 2018 15:12
Da der Threaderöffner geschrieben hat,

- ich hab heute ne Anfrage reinbekommen, ob ich eine Finne für ein Paddle drucken könnte.........

- Ich habe das gebrochene Teil noch nicht gesehen...........

- Möcht halt dem Kunden keinen Mist erzählen........

so sieht mir das dann doch stark nach einem Gewerbe aus und da bin ich der Meinung,
daß dies hier nicht ins Forum paßt!

Zu dem ist ja seine Eingangsfrage schon lange beantwortet worden, als Vorlage für eine Negativform = Ja,
als Gebrauchsteil = Nein! Und es driftet aber auch langsam hier zu einem Harz und Laminat Thread ab.

Aber dennoch sei der Tipp von mir erlaubt, entweder geht Terri mal zu einer Orthopädischen Werkstätte
die sich im Orthesenbau mit verschiedensten Kunststoffen, war mein erster Lehrberuf, und mit Harzen verschiedenster
Art und Laminaten von Pflanzlichen uber GFK bis zu CFK bestens auskennen, oder Terri geht mal
zu einem Bootsbauer und holt sich da mal Tipps. Natürlich sollen da auch die RC-Modellbau Vereine noch genannt sein,
die sich mit so was wie Formenbau, Harzen und Laminaten bestens auskennen! Und so ein RC Modellbau Verein gibt es doch
bestimmt auch in Terris Nähe! Aber auch die machen mittlerweile auch nix mehr umsonst!

Ich denke aber auch, daß Terri sich da langsam etwas übernommen hat? winking smiley

4-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.08.18 05:59.


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Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
17. August 2018 08:36
Quote
Wutz
Da der Threaderöffner geschrieben hat,

- ich hab heute ne Anfrage reinbekommen, ob ich eine Finne für ein Paddle drucken könnte.........

- Ich habe das gebrochene Teil noch nicht gesehen...........

- Möcht halt dem Kunden keinen Mist erzählen........

so sieht mir das dann doch stark nach einem Gewerbe aus und da bin ich der Meinung,
daß dies hier nicht ins Forum paßt!

Zu dem ist ja seine Eingangsfrage schon lange beantwortet worden, als Vorlage für eine Negativform = Ja,
als Gebrauchsteil = Nein! Und es driftet aber auch langsam hier zu einem Harz und Laminat Thread ab.

Aber dennoch sei der Tipp von mir erlaubt, entweder geht Terri mal zu einer Orthopädischen Werkstätte
die sich im Orthesenbau mit verschiedensten Kunststoffen, war mein erster Lehrberuf, und mit Harzen verschiedenster
Art und Laminaten von Pflanzlichen uber GFK bis zu CFK bestens auskennen, oder Terri geht mal
zu einem Bootsbauer und holt sich da mal Tipps. Natürlich sollen da auch die RC-Modellbau Vereine noch genannt sein,
die sich mit so was wie Formenbau, Harzen und Laminaten bestens auskennen! Und so ein RC Modellbau Verein gibt es doch
bestimmt auch in Terris Nähe! Aber auch die machen mittlerweile auch nix mehr umsonst!

Ich denke aber auch, daß Terri sich da langsam etwas übernommen hat? winking smiley

Hallo Wutz,
ich weiß nicht, warum dein Beitrag so einen faden Beigeschmack hat.
Es ist doch ziemlich egal, ob das eine Gewerbliche oder Freundschaftliche Sache ist, oder? Selbst Viktor als Administrator hat hier Empfehlungen geschrieben und keine Maßregelungen ála "Das gehört hier nicht hin" erwähnt.

In erster Linie geht es um eine Machbarkeitsfrage die, wie du schon richtig erkannt hast, bereits beantwortet wurde. Im 3D Druck ist das (ohne weiteres) nicht machbar.
In zweiter Linie hat mich ein >Kunde<, das ist korrekt, diesbezüglich kontaktiert. Ich habe dort nur gesagt, dass ich mich informiere inwiefern das machbar ist. Das habe ich hier getan. Daran ist noch kein gewerblicher Nutzen. Da das Fertigen davon aber definitiv Material kostet, ist es noch lange nicht gewerblich. Wenn ich also nur Kontaktdaten weiter gebe, so dass der Kunde alles nötige mit einem Fräser klärt oder am Ende ein Auftrag zu stande kommt, hat das hier in diesem Forum nix mit gewerblich zu tun. Da ging es dann nur um eine Machbarkeitsfrage.

Ich habe ab dem siebten Beitrag schon gesagt, dass das Subtraktive Fertigungsverfahren wohl der Gewinner sein wird und mich darauf fixiert. Die weitere Diskussion ums Hauptthema wurde von anderen getragen, womit ich kein Problem habe - ist ja reiner Input und vllt lernt jemand daraus noch was neues. Ich habe die CNC Ecke gesucht und bin in meiner folgenden Antwort vom 16.08. noch mal auf Gießen eingegangen, habe dort aber schon mir selbst eingestanden, dass "Gießen" für mich Neuland ist und ich es, >wenn es dazu kommen würde<, lieber in erfahrene Hände geben würde. Gleiches gilt für CNC Fräsen, weshalb ich ja die CNC Ecke gesucht habe. Habe mit beidem nix zu tun, bisher nur mit 3D Druck in diesen Bereichen.

Aber es gibt nichts schlimmeres, als dem Kunden, nem Kollegen oder einem Freund einfach nur zu sagen: "Nö, kann ich nicht" - wenn man doch auch einfach sagen kann "Kann ich nicht, aber ich hör mich mal um und mach mich schlau. Ich geb dir dann ne Info zurück." wenn man doch die Kontakte oder Möglichkeiten dazu hat. Niemand ist gezwungen darauf zu antworten. Deswegen auch hier noch mal ein dickes Danke an alle, die sich bei dieser Machbarkeitsfrage beteiligt haben smiling smiley

Was der von "dir selbst erlaubte Tipp" betrifft:
Die Orthopädische Werkstatt war mir bereits im Sinn für das Gießen. Danke trotzdem, denn an den Bootsbauverein dachte ich bspw nicht, habe hier aber einen fast vor der Tür.
Was die RC Vereine betrifft: Niemand sprach von Umsonst. Es geht entweder um Unkostenbeträge oder auch Zeitaufwandsbeträge. Das ist vollkommen legitim. Wir leben in einer Marktwirtschaft, da kostet alles Geld. Nur viele Leute, die im Büro oder sonstwo arbeiten und hobbytechnisch >nichts< mit 3D Druck, Fräsen oder sonstwas zu tun haben, haben halt oftmals kein Bild davon, was so ein Spaß am Ende kosten kann. Deswegen war anfangs auch mein Schwerpunkt auf den Kosten.

Zum letzten Satz: Es ist nicht die feine Art, einem Forumsmitglied seinen Gedanken unter die Nase zu reiben, dass er sich "übernommen" hat. Gehört hier einfach nicht hin, zumal ich schon sagte, dass ich das lieber in erfahrene Hände gebe... Da ist das irgendwie nur vorsätzliches Nachtreten.

Ich verstehe nur langsam immer mehr, warum sich "Urgesteine" immer weiter aus der RepRap Community zurückziehen und nur noch vereinzelt mal was schreiben.

Und zum Abschluss: Danke nochmals an alle die mir aufgezeigt haben, wie an dieses Problem auf verschiedene Arten und Weisen rangegangen werden kann. smiling smiley Ich werd mich dann in der CNC Ecke weiter umschauen.

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.08.18 08:37.


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Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
19. August 2018 05:02
Hallo,

falls du doch noch eine direkte "3D-gedruckte" Möglichkeit suchst, dann schau dich mal nach einem Markforged Drucker um, damit könntest du mit endlosen C-Fasern drucken. Wenn die Finne aufs Bett passt, dann Fasern in die Perimeter für die Belastbarkeit in "Fahrtrichtung" und bei den äußeren Schichten 45°/ -45° für eine gewisse Belastbarkeit in Querrichtung. Mit Nylon welches auch sehr schlagzäh ist, oder kurzfaserverstärktes Onyx welches einen edlen matt-glänzend-schwarz/grauen Eindruck hinterlässt. Es gibt mittlerweile einige Druckservice die den Mark Two haben.

Viele Grüße
Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
22. August 2018 11:12
Nur der Vollständigkeit halber und weil ich bei dem ersten und letzten Posting in diesem Thread wieder daran erinnert wurde:
[www.matterhackers.com]
Re: Machbarkeitsfrage: Finne im 3D Druck
27. August 2018 02:45
Obwohl das Thema "Finne" ja schon ausreichend behandelt wurde:

Ich musste lange suchen bis ich es wiedergefunden habe....

Dieses Video zeigt wie belastbar der 3D-Druck sein kann und ich behaupe mal das die Kräfte bei diesen Versuchen doch um einiges höher liegen als bei einer Finne. Interessanterweise ist nicht das Material nach der Erwartungshaltung das beste.... aber schaut selbst.


Die Dummheit ist rund. Niemand weiß, wo sie anfängt und wo sie aufhört.

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