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Anpassung Parameter nach Extrudertausch

geschrieben von herkra 
Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
26. January 2019 11:35
Quote
horst.w
.... weil es einen Pfropf VOR der Schmelzkammer bildet und stockt.

Ja aber ich, (bzw. mein Drucker) hat doch imho kein Problem mit Verstopfung confused smiley
Oder weisen o.g. Druckergebnise auf eine stockende Filamentzuführung hin?


Prusa I3 mit Anpassungen nach toolson | MK3 Heizbett | 0.4 / 1,75mm E3D-Clone mit 40W Heizpatrone und Bowden-Compact-Extruder | Marlin bugfix 1.1.x auf ArduinoMega+Ramps 1.6 | Simplify3D 4.0.0
Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
26. January 2019 11:52
Lüfterleistung erhöhen, mit diesem hier.


Oozing wird durch mehr erhitztes Filament (Ausdehnung) unterstützt, der Druck wird nicht direkt entzogen beim Retract, wirkt wie Kaugummi.
Zum Glück ist dein Hotend gut zusammen gebaut, sonst gäbe es dazu noch Verstopfungen.


DIY Graber i3, based on Ramps 1.4 / LCD-SD-support / Marlin / MK8 upgraded direct drive

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Und sollte ich vergessen haben, jemanden zu beschimpfen, dann bitte ich um Verzeihung!
Johannes Brahms
Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
26. January 2019 12:50
Hi Jörg
Quote
helijoy
Lüfterleistung erhöhen, mit diesem hier.

OK. Ich habe jetzt zwei Lüfter am HE probiert.
- Einen Chinalböller. Von dem habe ich keine technischen Daten. War nur laut wie Sau.
- Sunon Ha30101v3-000u-a99. War schon leiser. Aufm Tisch definitiv. Am HE verbaut hat sich das dann wieder etwas relativiert. Waren wohl die Strömungsgeräusche an den Lamellen. Aber immer noch besser wie der Noname auch CN
Aber leider war dann auch mit dem Sunon wieder das Druckergebnis schlechter.

Also sehe ich auch einen direkten Zusammenhang zwischen Coldend-Kühlung und Druckergebnis.

Der von dir verlinkte Sunon hat mehr Power als mein Sunon. 9,24 m³/h <-> 5,88 m³/h. Allerdings dreht er auch höher 9500rpm/23db(A) <-> 7000rpm/17,6db(A)
Hoffe ich habe dann nicht wieder denselben Hörgenuss wie mit dem Chinateil.

Würde ich mit einem 40er Lüfter nicht einen noch höheren Durchsatz bekommen?
Am alten 3mm Extruder hatte ich einen 40x40 dran. Den hab ich sogar mit Vorwiderstand laufen lassen, und hatte diese Probleme nicht..

Quote
helijoy
Oozing wird durch mehr erhitztes Filament (Ausdehnung) unterstützt, der Druck wird nicht direkt entzogen beim Retract, wirkt wie Kaugummi.
Ja, das leuchtet mir ein.
Macht sich das Oozing dann auch an den Stellen bemerkbar? Da macht der Druckkopf ja nur einen Haken. Hmmm..... dazu muss er Abbremsen und Beschleunigen.



Quote
helijoy
Zum Glück ist dein Hotend gut zusammen gebaut, sonst gäbe es dazu noch Verstopfungen.
Irgendwo muss ich ja auchmal Glück haben eye rolling smiley
Könnte man da noch etwas optimieren?
Ich hab innen einen Teflonschlauch bis ans Heatbreak. Im Heatbreak ist dann auch noch ein kleiner Tefloninliner.


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Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
26. January 2019 13:58
Unsaubere Stellen - Ja, gerade beim Abbremsen wird dann der überflüssige Druck abgebaut und oozed.

Aufbau Hotend Heatbreak ist so ok, so läuft das bei mir auch auf 1,75er Filament, habe auch genau diesen Hotendlüfter nachgerüstet.

Ob ein 40iger ausreicht, kann nur der angegebene Volumenstrom sagen und wie gut er ohne Hindernis geleitet wird.


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Johannes Brahms
Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
26. January 2019 15:07
Quote
helijoy
Unsaubere Stellen - Ja, gerade beim Abbremsen wird dann der überflüssige Druck abgebaut und oozed.
...

... eben! Wenn die Schmelze dünnflüssiger ist, hat die bei mehr Zeit auf dem gleichen Weg eben auch mehr Gelegenheit bei geringerem Widerstand auszutreten. Das habe ich gestern erst mal wieder gemerkt, als ich mit steigender Drucktemperatur immer schlechtere Ergebnisse bekommen habe; waren aber nur Probewinkel für Klebeversuche, da ist das nicht ins Gewicht gefallen, sonst hätte ich das Zeug wegschmeißen können. Kommen aber noch ein paar suboptimale Einstelllungen dazu, nur sind die bei geringerer Temperatureinstellung nicht so sichtbar gewesen. Bei 3D-Druck greifengefühlte 1.000 Rädchen ineinander.

Quote
helijoy

...
Ob ein 40iger ausreicht, kann nur der angegebene Volumenstrom sagen und wie gut er ohne Hindernis geleitet wird.

Nicht allein das reine Volumen ist entscheidend, auch die Art, wie und wo es durch geht.
Die Wärme steigt nun mal von unten nach oben auf. Da nützt es wenig, wenn man nur eine gute Kühlung im oberen Bereich erreicht. Eine gleichmäßige Verteilung ist da schon besser und optimal wird es, wenn die ersten Lamellen von unten besonders gut bedacht werden. Da gibt es allerdings kein Patentrezept, wie es mir scheint. Ich habe da viel mit rum experimentiert. z.B. das Abkleben vom oberen Teil bringt gar nichts. Offenbar entsteht ein Rückstau statt einer Konzentration. Eindeutig am besten war bei meinen beiden Druckern das Abschotten nach unten-hinten zu den Lamellen, sodass der Luftstrom sich im unteren Bereich wohl nicht mehr im gleichen Umfang verwirbeln konnte. Seither habe ich einigermaßen Ruh. Beim Anet habe ich zusätzlich eine ziemlich große U-Scheibe zusätzlich zwischen den Heizblock und den Extruderrahmen gebaut; das bewirkt einerseits eine Abschirmung von Strahlungshitze und andererseits ist es eine zusätzliche Kühlfläche mit relativ großer Masse, die ja auch aufgeheizt wird und somit Wärme verzehrt.

H.

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.01.19 15:10.
Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
26. January 2019 15:26
Quote
horst.w
Nicht allein das reine Volumen ist entscheidend, auch die Art, wie und wo es durch geht.
Die Wärme steigt nun mal von unten nach oben auf. Da nützt es wenig, wenn man nur eine gute Kühlung im oberen Bereich erreicht. Eine gleichmäßige Verteilung ist da schon besser und optimal wird es, wenn die ersten Lamellen von unten besonders gut bedacht werden.
H.

Hehe... genau das hab ich mir auch gerade überlegt.
toolson hat doch zwei verschiedene Halterungen. v3.4 (30er Lüfter) und v3.6 (25er Lüfter)
Bei letztere Variante ist der kleinere Lüfter im unteren Bereich angebracht. Ergo genau das, was du oben angesprochen hast.
Also wenn die beiden Lüfter denselben Luftdurchsatz haben, knallt der kleinere gezielter auf die kritischen Bereiche.

Klingt jetzt alles logisch.

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.01.19 15:42.


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Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
29. January 2019 18:25
Hallo wieder mal.

Der 25er Hotend-Lüfter ist da und verbaut.
Damit gleich mal den TempTower gedruckt:
Links mit dem 30er Lüfter, rechts mit dem 25er Lüfter.
Man sieht schon eine deutliche Verbesserung.


Beim Kalibrierwürfel stellen sich leider noch nicht so die finalen Ergebnisse ein.
Ich hab den Würfel bewusst ohne Retract gedruckt. Bei 230°C, 2 Perimeter (I->O), 50mm/s
Die Kanten sind exakter und auch mit weniger Blobs. Das Y sieht auch deutlich besser aus.
Aber das X ist immer noch grausam. Wieso auf der einen Seite eine Verbesserung, auf der anderen nicht?
Links wieder mit dem 30er Lüfter, rechts mit dem 25er Lüfter.



Ich hab dann noch einige Parameter geändert
230° -> 220°: Keine sichtbare Veränderung
EM:0,92 -> EM0,9: Keine sichtbare Veränderung
50mm/s -> 30mm/s: Da sieht man schon, dass es besser wird, aber den Effekt hatte ich immer schon.

Jetzt wenn noch jemand eine Idee hat, dann her damit.


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Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
30. January 2019 04:17
Hotend-Lüfter ist das Eine, Objekt-Lüfter das Andere! Ob man will oder nicht, die Lüfter erzeugen im Druckraum (umbauter Drucker) oder im Nahbereich (offene Bauweise) einen Luftstrom, der von der Bewegung des Druckkopfs noch verstärkt wird. Das bleibt (bei mir) nicht ohne Folgen, die "wind-abgewandte" resp. die "wind-zugewandte" Seite eines Drucks unterscheiden sich klar. Wenn es um Schönheit geht, muss ich das beachten. Am A8 war das besonders ausgeprägt und deshalb habe ich eine "Rundum-Belüftung" gebaut, die mir einerseits im Innenbereich die Kühlluft besser rundum verteilt und andererseits Einflüsse über die Aussenseite mindestens mal verringert. Der Qualitätsunterschied ist schon sehr deutlich.

Wenn Du den Retract ganz abgeschaltet hast, ist das eine Möglichkeit, es geht aber auch
- mit Retract ohne Restart-Distanz
- mit Retract mit negativer R-D (~ -0,1 - -0,2 mm) (positive Distanz schließe ich mal aus)
beide jeweils
- mit / ohne Lift-Distanz - und wenn wieviel und wie schnell ?
Coast At End und / oder Wipe halte ich bei diesen Objekten für nicht sehr sinnvoll, es stünde aber einem Test auch nichts im Wege.

Die Spielwiese ist also recht groß! ;-)

Kannst Du die Druckabfolge Inside- / Outdside First einstellen? Ich würde vorzugsweise dieses Kleingekruschel der Buchstaben-Ausformung mit Inside First probieren (Erfahrungswert), kann aber genauso gut anders rum sein ;-)
Weiter Frage wäre, wo ein neuer Layer angesetzt wird, in S3D kann man das regeln, ebenso die Geschwindigkeit für Layer, deren Druckzeit unterhalb einer einstellbaren Zeitspanne liegen.
Beispiel: Geschwindigkeit 50 mm/sec; Einstellung für Layer unter 15 sec darf der Slicer auf 20% reduzieren. Würde dann bedeuten, dass dieses Kleinzeug wahrscheinlich nur noch 10 mm/sec gedruckt wird (20% von 50); dann verharrt das Hotend recht lange an den kritischen Stellen und verhunzt Dir den Druck allein durch Strahlungswärme. Aber auch der Kontakt des austretenden Materials aus der Düsenöffnung bleibt länger bestehen, wird als heißer und damit flüssiger bei gleichzeitig unverändertem Pressdruck des Extruders. Und die Düse wird zudem durch den derart geringen Durchfluss heißer als an anderen Stellen des Drucks. Sieht man ja an den Stellen, an denen "lange" Bahnen gedruckt werden. Und die "Krebsgeschwüre" an den Kanten kommen ja auch nicht von ungefähr.

Packs an, es gibt was zu tun ;-)

H.

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.01.19 04:25.
Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
30. January 2019 06:28
@horst.w
Ja, alles sehr interessante Gesichtspunkte.

Mag durchaus sein, dass das X aus dem Grund sch.. aussieht, weil der HE-Lüfter die Warme Luft auf die Vorderseite des Druckers bläst, und dort das Filament etwas langsamer abkühlt.

Ich dachte gestern schon an ein Achsenproblem, nachdem die Y-Seite schön, und die X-Seite verrunzelt war.
Aber ich drehe heute Abend mal den Würfel jeweils um 90° und drucke ihn in den anderen 3 Stellungen aus.
Da gibts dann bestimmt neue Erkenntnisse

Inside First hab ich eingestellt. Dann sind die auch die Ecken beim Layerwechsel sauberer.

Retract hab ich vorerst abgeschalten, um einfach zu sehen, wie weit die Düse nachsabbert. Ohne gehts natürlich nicht. Das hab ich gestern bei einem Druck mit Travels bemerkt, da hat er ganz schöne Fäden gezogen.


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Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
30. January 2019 07:15
... nun ja, die Druckqualität allein aufgrund dieses Würfels zu beurteilen, ist etwas kritisch, weil das Ding schon eine Herausforderung darstellt.
1x wegen der geringen Größe, abder auch eben wegen den Aussparungen, die dann die Buchstaben bilden. Statt einmal glatt durchzulaufen, sind auf Höhe des V-förmigen Einschnitts bei den X und den Y's ja bis zu 8 Richtungswechsel erforderlich, und das im ganz großen Klein-Klein. Da soll so ein armer Drucker mal nicht "heckewelsch" (konfus) werden. Ich nehme auch an, dass die Buchstaben-Flanken nicht angeschrägt sind, sondern stumpf-rechtwinklich. Also eigentlich ein Fall für Support. Ob das dann soweit anschaulich gelingt, ist auch eine Frage von der Layerhöhe und etlichen anderen Dingen.
Anders rum betrachtet, wer so einen Würfel makellos drucken kann, hat entweder Glück gehabt oder weiss wirklich wie er damit umzugehen hat. Es kommt auf sehr viele Feinheiten an.

H.
Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
30. January 2019 14:52
@horst.w
Wie oben angesprochen, eine kleine Testreihe mit gedrehten Würfeln.
Der Text beschreibt immer die Position an der der Buchstabe gedruckt wurde.




Erkenntnis: Die Buchstaben, die links und rechts gedruckt wurden, sehen deutlich besser aus.
Allerdings ist zwischen vorne und hinten kein grosser Unterschied sichtbar.
Spricht doch etwas gegen die Lüftertheorie, da ich sonst vorne deutlich schlechtere Ergebnisse als hinten erwartet hätte.
Kann es evtl. auch daher kommen, dass der Heizblock nicht quadratisch ist, und die Düse nicht in der Mitte sitzt. Bei mir ist er so verbaut, dass die schmale Seite vorne ist.
Oder es ist eine Kombination von beiden.

BTW: Ich hab die letzten Würfel ohne Verhüterli gedruckt. Grade läuft noch ein Druck mit Socke. Bild folgt.

Quote

... nun ja, die Druckqualität allein aufgrund dieses Würfels zu beurteilen, ist etwas kritisch, weil das Ding schon eine Herausforderung darstellt.
Das mag auch sein, und lässt mich etwas aufatmen.
Ich hab ja wenig Vergleiche. Konnte die Qualität nach dem Umbau nur immer mit der vor dem Umbau vergleichen. Und da hat der Würfel etwas besser ausgesehen. klick
Da wars halt ein Wade Direkt mit anders aufgebautem Hotend.

Ich glaube aber, dass es sinnvoller ist, den Drucker an einem schwierigen Objekt zu kalibrieren, Wenn dann die Drucke hinterher besser aussehen, weil sie "einfacher" sind, dann kann es mir ja nur recht sein.
Was meinst du?
Auf alle Fälle hab ich mit der Aktion einiges dazu gelernt.

Wär auch mal interessant, wie die Würfel bei anderen Kollegen aussehen.


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Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
30. January 2019 16:09
Quote
herkra

...
Ich glaube aber, dass es sinnvoller ist, den Drucker an einem schwierigen Objekt zu kalibrieren, Wenn dann die Drucke hinterher besser aussehen, weil sie "einfacher" sind, dann kann es mir ja nur recht sein.
Was meinst du?
...

Sozusagen Geschmackssache und Frage der Leidensfähigkeit ;-)

Ich sage für mich, dass ich erst an einem "normalen" Würfel, d.h. klare, glatte Flächen und Kanten, Einstellungen teste, bis es mir gefällt und ich kein Verbesserungspotential mehr sehe. Dann kann ich an die kleine, feinen Sachen gehen.
Bleibt jedem überlassen, wie er da dran gehen will, aber ich brauche mich dann mit "Grundeinstellungen" nicht mehr rumzuplagen, das passt dann alles schon von vorn herein.
Habe gerade gestern (mit Erschrecken) feststellen müssen, dass mein 1,75er Green Tech Filament unrund ist. 1,75 mm / 1,71 mm, sollte man nicht meinen, was das ausmacht. Ich habe die Zahlenwerte nicht mehr im Kopf, aber so ungefähr bei einem Verbrauch von 2.250 mm zu 2.140 mm hats für Min / Max gelegen, also satte 100 mm mehr oder weniger Material bei einem Kleinteil. Natürlich wird das über den Multi oder Flow ausgeglichen - wenn man drum weiss und an den Knöpfen dreht. Äußert sich das z.B. eher nur an den Kanten und Ecken oder wie bei Dir an den Buchstaben, ist das schon ein ziemliche Fehlerquelle, die man erst mal finden und beheben muss. Und dazu gehört, dass man wirklich dabei bleibt und sehr genau hinschaut.

Auch wenn es mühsam erscheint, sollte man immer nur einen Parameter ändern, damit man Einflüsse unmittelbar zuschreiben kann.
Natürlich bin ich faul und bequem. Deshalb speichere ich mir von gelungene Drucken alle Einstellungen für spätere Drucke ab. Das wirkt aber immer nur für max dieses eine Filament und spätestens mit einer neuen Rolle, muss man die Einstellungen halt wieder überprüfen.

Deine Versuche haben ja gezeigt, dass die Druckrichtung schon wichtig sein kann. Wo da nun der Hase im Pfeffer liegt, kann ich Dir auf die Distanz auch nicht sagen. Ich kann ja nur von meinem Bedingungen (Drucker, Material, Einstellungen, Modell-Charakteristika usw.) "hochrechnen" und darstellen, wo sich bei mir Probleme ergeben haben und wie ich sie bei mir behoben oder zumindest abgemildert habe. Ich glaube, den idealen Druck gibt es nicht, irgendwo hapert es immer. Und FDM-Druck darf man nun mal nicht mit gegossenen, gepressten Teilen aus Industriemaschinen vergleichen.

H.
Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
30. January 2019 16:31
Quote
herkra

...
Erkenntnis: Die Buchstaben, die links und rechts gedruckt wurden, sehen deutlich besser aus.
Allerdings ist zwischen vorne und hinten kein grosser Unterschied sichtbar.
Spricht doch etwas gegen die Lüftertheorie, da ich sonst vorne deutlich schlechtere Ergebnisse als hinten erwartet hätte.
...

Also, ich sehe schon erhebliche Unterschiede, oder besser, ich empfinde es so!
Insgesamt ist das Y besser gedruckt als das X. Unde die guten Seiten von Y sind besser als die guten Seiten von X
Bezogen auf die Seitenrichtung würde ich es je Buchstabe so einstufen (von + nach -):

X ... rechts - links - hinten - vorne
Y ... links - rechts - hinten - vorne

darüber lässt sich natürlich trefflich streiten, allein schon weil auf den Bildern die Perspektiven verzogen sind. Und dann ist noch die Frage, ob Störungen an den jeweils zugehörigen Kanten dieser Druckseite zuzurechnen sind oder doch mehr nur "um die Ecke" von den schlechteren Seiten her beeinflusst wurden.
Und für dieses Ergebnis muss es einen Grund geben - nur welcher, und dann kann man sowohl Läuse als auch Flöhe haben und die Krätz noch dazu.

H.
Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
30. January 2019 16:52
Betrachte und bewerte mal die Würfel nur halbseitig, von unten nach oben.

Der senkrechte Stiel des Y ist bei Rechts, Links gut, bei Vorne gehts und bei Hinten mäßig.
Im Vergleich dazu das X, da ist das äußere, von unten aufsteigende Dreieck soweit einheitlich gut, die Innenflanken bei Rechts und Links soweit ok, bei Vorne katastrophal und bei Hinten nicht viel besser.
Ich denke, da gibt es Zusammenhänge, was ich schon mal angesprochen hatte: dem Ding fehlt Support.
Bei Y stehen die Layer im Bereich des Stiels übereinander, also kein Überhang. Desgleichen auch für das außenliegende Dreieck beim X, die Steigung fällt nach innen spitz zu.
Diesen Effekt kannst Du auch an der Oberen Hälfte erkennen, die Überhänge sind deutlich schlechter als die anderen Kanten und sogar beim X sind die aufsteigenden Außenkanten soweit ok.
Also eine Fehlerquelle ist erkannt. Würde ich mal sagen. Das wirst Du ohne Support kaum total weg bekommen, geringere Temperatur und somit höhere Viskosität können helfen; welchen anderen Fehlerteufel man damit aus der Deckung lockt, bliebe abzuwarten.

H.

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.01.19 16:55.
Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
31. January 2019 14:52
Und hier der Würfel mit 45° Drehung:




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Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
31. January 2019 16:12
... nichts für ungut, aber was erwartest Du an den Seiten, wenn die Deckfläche vom Z schon so mäßig ist???

Das ist was ich meine, wenn ich argumentiere, man soll zuerst einen Druck rausbringen, der an Qualität nichts oder max. geringfügig zu wünschen übrig lässt, bevor man sich an Spezialitäten wagt. Ich habe echt keine Idee, wie man die Seiten fein und sauber hin bekommen kann, wenn es oben schon so hapert.

H.
Re: Anpassung Parameter nach Extrudertausch
01. February 2019 12:11
Danke...

Ok, jetzt mal den Würfel in den typischen Spezifikationen drucken, dies kommt auch dem Problem des Fördervolumens bei höherer Geschwindigkeit zu gute.


Layerhöhe von 0.2 -> 0.1, dies ruhig mit deinen Werten und kann auch weiterhing 45° gedreht sein.
Dann einen zweiten mit 0.1 Layerhöhe und einem EM=1, EW=0.48, alles bei 50mm/s. Ergebnis der Topfläche und der Buchstaben werden dann interessant

Zusatz: Anbei mal ABS Testfilament, welches nicht optimal für schnellen Druck geeignet ist, war auch sonst recht unregelmäßig im Durchmesser 1.65-1.72
Der Druck findet bei 80/60mm/s Inner/Outer-Perimeter, Top/Infill bei 80mm/s mit 245° statt.
Würfel links in 0.1 Layerhöhe, Mitte 0.2, beide mit gleichem Filament Durchmesser,
rechts mit 0.2 und zu hohem Filament Durchmesser, deswegen Unterextrusion.



Hier sieht man sehr gut (na ja, weiß ist nicht so optimal), welchen Einfluß der max. mögliche Volumenstrom des Hotends in Kombination mit Filament Eigenschaft hat
und wie man bei nicht erkennen, schnell an den falschen Parametern dreht, um den Drucker zu kalibrieren oder die optimalen Slicer Einstellungen zu finden.
Bei dem mittleren und rechten Würfel, sieht man sehr schön, wie sich auf der Topfläche an den Wendepunkten, das Material aufschiebt, trotz Unterextrusion beim Rechten.
Auch sieht man bei diesen, wie die Perimeter abmagern, bei dem rechten sind auch die Unterschichten der Toplayer zu sehen, leider jetzt so zusammengefaßt nicht herausstellbar.

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.02.19 09:34.


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