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Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing

geschrieben von RVirma 
Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
02. January 2019 10:34
Moin,

vorweg einmal: Da dies mein erster Beitrag hier ist, seid bitte gnädig bei etwaigen Fehlern winking smiley

Nun zu meinem Problem: Ich habe seit Weihnachten einen Geeetech A20M. Ist auch an für sich ein schickes Teil, nur leider ist mir seitdem kein Durck wirklich gelungen... Euren Weihnachtsanfängerbegrüßthread hab ich schon durch und bin leider mit meinem Latein am Ende. Mein Druck will einfach nicht richtig am Druckbett haften und zusätzlich zieht es so extreme Fäden, dass selbst, wenn mal ein kurzes Stück gelingt, der Druckkopf sein Werk wieder mitreißt und sich alles um den Druckkopf sammelt.
Was ich schon probiert habe:
Druckbett kalibriert natürlich
Diverse Unterlagen, fürs Druckbett, die an unterschiedlicher Stelle empfohlen wurden (komplett mit Alk gereinigte Platte, Papier, etc) sowie Klebestift und Haarspray, brachte keinen nennenswerten Effekt.
Temperatur variiert (Filament schmilzt ab circa 180°C bis 200 hab ichs getestet).
Druckbett Temperatur variiert (50 - 70°C brachte keinen nennenswerten Unterschied, Haftung wurde minimal besser)
zu extrudierende Materialmenge variiert.
Geschwindigkeit verändert (ging etwas besser, bin inzwischen bei 10mm/s)
Skirt uä.

Was ich bisher beobachten konnte: die extrudierte Materialmenge hat keinen nennenswerten Einfluss auf die Effekte, während bei höherer Temperatur die Haftung ein wenig besser wird, aber auch das Stringing so sehr zunimmt, dass der Druck zum Scheitern verurteilt ist und der Düse nach kurzer Zeit das Filament um sich gesammelt hat.

Technische Daten:
Drucker: Geeetech A20M
Filament: Renkforce PLA 1,75mm schwarz

Weitere Infos kann ich bei Bedarf gerne nachreichen.
Vielen Dank im voraus für eure Unterstützung!

2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.01.19 10:50.
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
02. January 2019 11:37
Hey (hier entsprechenden Namen einfügen),

willkommen hier in unserem Forum.
Zuerst einmal muss das Gerät komplett eingestellt werden (Guide in meiner Signatur). Das Filament muss mit gaaaaanz leichtem Zug Abgelegt werden, weder stark nachgezogen oder vor sich hergedrückt werden (sonst Geschmiere). Ein paar Bilder von Testdrucken wären Hilfreich.
Der Rest hört sich sehr nach Stringing wg. falscher Retraction an. Dazu ein entsprechendes Kalibrierobjekt von Thingiverse nehmen und auch das einpegeln. Bauteilkühlung ist bei Deinem Filament (verm. PLA) sehr hilfreich, also einschalten. Ist keine Kühlung vorhanden, am Besten nachrüsten.

Viel Spaß mit Deinem neuen Spielzeug winking smiley.

Gruß
Julien


Wer rasiert mit mir KingKong? Der wichtigste Guide - Triffid Hunter's Calibration Guide

Drucker: Eigenbau I3 - V6-Clone - Profilrahmen - Ramps 1.4 24V - TMC2208 - Simplify3D - Octoprint - Marlin 1.1.8
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
02. January 2019 12:49
Vielen Dank für die Antwort, ich werde dann wohl den Drucker nochmal komplett reinigen und es dann nur mit der Anleitung versuchen. Seh ich das richtig, dass Punkt 3-5 nur für Selbstbaudrucker nötig sind? Kühlung hab ich und ist eingeschaltet, vergessen zu erwähnen. Mir ist zudem noch aufgefallen, dass auch ohne aktiven Druck aus dem Extruder immer relativ lange Filament rauskommt, wenn dieser aufgeheizt ist. Wie kann ich das verhindern? Hatte den schon einmal leerlaufen lassen und nach dem nächsten Test wieder dasselbe, scheint mir so, dass das das Problem unterstützt.
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
02. January 2019 13:00
Quote
RVirma
dass auch ohne aktiven Druck aus dem Extruder immer relativ lange Filament rauskommt, wenn dieser aufgeheizt ist. Wie kann ich das verhindern?

Hey,

das ist OK und ohne Weiteres nicht zu verhindern (ggf. mit äusserst langem Retract nach dem Druck). Dies ist aber nicht dein Problem. Am Anfang eines Drucks machst du einen Skirt um dein Druckobjekt, wie Julien bereits sagte. Bei ausreichend langem Skirtdruck ist die Düse "sauber", dann sollte nichts mehr herumsabbern.

Gegen Haftungsprobleme gibt es eigentlich wirklich nur, den Drucker "richtig" einzustellen und sich dann durch Versuche an das Optimum heranarbeiten. Ich wage die Behauptung, jeder, der sich hier ernsthaft mit dem Thema 3d-Druck beschäftigt, hat genau mit diesem Thema etliche Stunden, sogar Tage verbracht.

Allso nach so kurzer Zeit nicht die Flinte ins Korn werfen und probieren, probieren, probieren... Die für dich "perfekten" EInstellungen kann dir niemand sagen!

Gruß
Sven


Delta Hexagon M ** Repetier FW ** Repetier Server Pro
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
02. January 2019 17:17
Danke für deine ermutigenden Worte, ich werde mich dann die Nacht über mal ransetzen... Ich wollte auf keinen Fall die Flinte ins Korn werfen, nur war ich nach sieben Tagen, an denen ich mindestens 3 Stunden dranhing irgendwann natürlich wie ich oben sagte mit meinem Latein am Ende. Deswegen bedanke ich mich schon Mal für die freundliche Aufnahme und Hilfestellung hier im Forum.
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
02. January 2019 17:41
Quote
RVirma
[...]

nur war ich nach sieben Tagen, an denen ich mindestens 3 Stunden dranhing irgendwann natürlich wie ich oben sagte mit meinem Latein am Ende.

[...]

Ach wie süß...
Was glaubst Du machen wir, wenn es keine fertige Lösung gibt? Ich habe am Anfang ganze Wochenenden durchgemacht und dran gesessen, bis ich eine Lösung gefunden habe winking smiley.

Das Thema ist ein großer Selbslernprozess. Den größten Gefallen tust Du Dir, wenn Du vor dem Stellen einer Frage erstmal eine ganze Weile auf Recherche gehst. Da springt am meisten für Dich raus und Du verstehst die Hintergründe deutlich besser. Dieses Hobby ist selten Plug-And-Play, es ist viel Eigenengagement und um-die-Ecke-denken vonnöten, da hast Du Dir was eingebrockt grinning smiley.

Viel Vergnügen mit Deinem neuen Hobby und Gruß
Julien


Wer rasiert mit mir KingKong? Der wichtigste Guide - Triffid Hunter's Calibration Guide

Drucker: Eigenbau I3 - V6-Clone - Profilrahmen - Ramps 1.4 24V - TMC2208 - Simplify3D - Octoprint - Marlin 1.1.8
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
03. January 2019 10:29
Mal abgesehen von dem was bereits gesagt wurde:

In meinen Anfängen hatte ich es auch mit Klebestiften versucht, was absolut nicht funktionierte... Anscheinend gibt es solche bei welchen das funzt und bei anderen wieder nicht.
Was aber bei mir funzte war das Rezept von mit Wasser verdünntem Holzleim was an und für sich eine recht günstige Lösung ist. Allerdings gibt dies im Gegensatz zu Dimafix eine kleine Schweinerei, weshalb ich in der Regel Dimafix benutze.
Was aber bei Dir auch noch die Haftung verhindern könnte wäre ein total verzogenes Druckbett, was ja bei manchen Modellen keine Seltenheit sein soll und dann hast Du tatsächlich die A.. Karte gezogen wenn die Druckplatte ganz arg verzogen sein sollte. Dann aber würde ich bei einem neuen Drucker reklamieren, oder ansonsten eine bis zwei Schichten Bluetape über die Druckplatte drüber und ne Glasplatte drauf setzen. Wobei Du dir dann auch bewusst sein musst,dass die angezeigte <Temperatur vom Druckbett wahrscheinlich nicht mehr ganz stimmen wird, was aber bei PLA ja keine Katastrophe ist.
Jedoch liegt die Vermutung doch sehr nahe, dass Du die Druckplatform ganz einfach nicht gut genug libertarian hast, was in den Anfängen ja tatsächlich eine verzwickte Sache sein kann. Und hierzu noch ein kleiner Hinweis:
Bei so einigen Konstruktionen (ich vermute bei den meisten im bezahlbaren Bereich) geht die Druckplatform nicht sofort nach oben, wenn man die Stellschraube nur ein ganz klein wenig lockert. Weshalb ich immer zuerst so viel lockere, dass das Papier echt klemmt und von da aus mit Anziehen und nicht mit lockern kalibriere. Und ich kalibriere immer in mehr als einem einzelnen Durchgang, was sich bisher bewährt hat.
Doch das Tempo auf 10mm/sek runter zu schrauben kann ja keine Lösung sein....
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
07. January 2019 15:45
Hallo "unbekannt"

Einige hier haben schon recht, es geht nichts über Test testen, testen und testen.
Als erstes muss natürlich sichergestellt sein ob das Druckbild genau ausgerichtet ist und die x-Achse auch parallel zum Druckbett verfährt.

Ich habe seit Mitte Dezember ein Geetech A10, welcher ja deinem in Sachen Druckbett und Achsen sehr ähnelt, bzw. gleich ist
Mit dem Drucker den ich vorher hatte, hatte ich nie Probleme mit dem ersten Layer, mit dem Geeetech dagegen habe ich es heute noch nicht geschaft über die gesamte Druckplatte einen guten ersten Layer zu drucken.

Sind bei dir die einzelnen Filamentstreifen vom Infill am Boden miteinander verbunden oder wie bei mir, immer zwei benachbarte, eine kleine Lücke und dann wieder zwei benachbarte?

Wenn ja, ist wahrscheinlich bei einer Achse die Riemenspannung zu gering. Bei meinem Drucker musste ich die x-Achse etwas nachspannen.

Beim Hotend steckte kein PTFE Inliner im Hotend. Ich habe den Boden einfach bis zum Anschlag eingeführt. Ein Wunder, dass überhaupt etwas aus der Düse kam.

Das Extruderzahnrad war etwas zu stumpf und der Motorstrom für den Extruder zu gering.


Die Düse hatte ich auf 0,1 mm Abstand zum Druckbett eingestellt, aber keinen akzeptablen ersten Layer hinbekommen, jedenfalls nicht über das ganze Druckbett verteilt.

Düsenduchrmesser 0,4mm und Extrusionbreite 0,5 mm.
1stLayerHigh auf 75%.

Damit hatte ich zwar an einer Stelle erfolgreich 21 mm Würfel drucken können, aber an einer anderen Stelle nicht.

Höher konnte ich mit der Düse nicht gehen, da sonst das Filament nicht gehaftet hätte.

Ich bin systematisch etliche Einstellungen durchgegangen, habe mir alles notiert und weiter getestet.

Gestern hatte ich dann die Nase voll und habe statt des Druckkopfes eine Meßuhr montiert. Und ich hatte es geahnt. Das Druckbett ist uneben.

Wenn ich mit ca. 20 mm Versatz vom Rand die vordere linke Ecke auf 0,1mm justiere bekomme ich noch die vordere rechts hin,... auf 0,1mm , hinten rechts hat dann 0,04 zuviel und hinten links 0,07.

Alle gleich geht nicht!

Das Fläche habe ich dann im 50 mm Rater vermessen.......an einigen Punkten Abweichungen...-0,33m....+0,1mm....mal wieder 0,00 ....woanders wieder+0,08....oder -0,18...

Dass ich mit so einer Druckplatte keinen vernünftigen ersten Layer an jeder Stelle hin bekomme ist klar. Fazit eine neue Druckplatte muss her.

Bis dahin versuche ich eine Einstellung zu finden, die passt wenn ich einen Düsenabstand von 0,2 mm einstelle, da habe ich etwas Spielraum und muss mich damit abfinden, dass ich die Fläche nicht komplett nutzen kann.

Ich habe mir auch mal mal den TL-Touch bestellt, damit kann der Drucker wohl vom Druckbett ein Höhennetz erstellen. In wieweit das funktioniert und sich beim Drucken auf die weiten Layer auswirkt, kann ich mir noch nicht vorstellen.

Gruß,

Andre

Vielleicht ist es ja bei dir genauso? Zeig mal ein paar Bilder von Drucken, wo nur der erste Layer zu sehen.
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
08. January 2019 01:56
Moin!

Wäre es ggf eine Lösung, statt ein neues Druckbett zu besorgen, die vorhandene mit Pertinax zu bekleben (s. toolson-Lösung)?
Mit anschliessendem Schleifen (seeeehr lange ;-) ) könnte man so auf jeden Fall bis zu 0,5 mm ausgleichen (theoretisch, ich habe damit 0,15 mm ausgleichen müssen und können - wichtig: bei aufgeheiztem Bett schleifen, hab ich anfangs übersehen - und anschliessend wirklich mit der Meßuhr abfahren. Hab die dazu an meinem Schleifblock angebracht, so dass ich zwischendurch immer wieder messen konnte, ob es ok ist).
Dann ist auch die Haftung (zumindtest bei PLA) kein Problem. Hab das so im Einsatz und nur beim Druck einer Kiste mit 1 mm Wandstärke und 20 mm Höhe ohne Skirt und Brim Probleme gehabt, da riss es mir das Teil kurz vor der letzten Lage vom Druckbett, aber das ist bei der geringen Bodenfläche eigentlich schon klar gewesen.
Ansonsten bin ich hoch zufrieden damit.

Gruß
Knut
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
08. January 2019 04:48
Moin, ich häng mich noch mit ran....eye rolling smiley

eigentlich wollte ich einen eigenen Beitrag erstellen....

was hast du denn für ein Druckbett? Welche Lösung von Toolson meinst du?

Ich hatte auch irgendwo etwas von Pertinax gelesen.......wirklich Pertinax oder doch eher FR4?
Warum bei aufgeheiztem Bett, ist das nicht egal. Plan ist plan, oder?

Dann könnte ich die Geetechplatte Superunplate ja auch bekleben, ich würde auf Carbon setzen. Aber dann kommt ja noch ein wärmeübergang dazu.
Wenn die Carbonplatten, sagen wir mal mit 1,1 mm Dicke, im unbelasteten Zustand plan sind, dann könnte man sie doch mit Wärmeleitpaste auflegen und nur gegen verschieben sichern, somit sind die unebenheiten ausgelichen, wenn es aber stark vezogen ist ist funktioniert das warscheinlich nicht.

Mit dem Schleifen finde ich interressant, würde aber lieber erstmal versuchen es auch ohne hinzubekommen.

Am Besten ist es warscheinlich die Superunplate zu entfernen (mit Gittarensaite). Dann auf das MK Druckbett etweder direkt die Druckplatte - Carbon oder sonstwas - darauf aufbringen.
Als Montagemöglichkeit habe ich auch folgendes überlegt - vorrausgesetzt die Druckplatte ist plan - : Die Platte mit Epoxidharz auf das Heizbett kleben und dabei soviel Harz nehmen, dass alle Unebenheiten des Heizplatte ausgeglichen werden ohne die Druckplatte zu verziehen. So wie beim Verfliesen.

Aber das möchte ich in eienm Extra Beitrag erörtern, oder?

LG,
Andre
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
08. January 2019 13:10
Moin Andre!

Wirklich Pertinax und dann mit Klebefolie.
Alles weitere hier: [reprap.org] bzw auf Lars' Website.
Hat wunderbar geklappt.
Die Schraubenlöcher nach dem Aufkleben so nachbearbeiten, dass die Köpfe von Senkkopfschrauben unterhalb des Pertinax landen. (Hab gerade kein Bild parat, kann ich bei Bedarf nachliefern)
Ich hab ein MK2B-Heizbett (von orballo, 200x200mm, 12V, 200W)

Bei beheiztem Bett, da sich das bei Wärme ausdehnt und leider nicht ganz gleichmäßig. Hab das mal mit Messungen in kaltem und im warmen Zustand nachgeprüft, macht einige 100stel aus.


Grüße von der Nordsee
Knut
- - - -
P3Steel toolson MK2 [scheuten.me] - RAMPS 1.4 - TMC2100 - 2x ext. MOSFET - S3D-Hotends (0,3 mm Airbrush + 0,4mm Düse) - Marlin 1.1.9 - RasberryPi 3 (octoprint, pronterface) - Cura 4.0.1 - openSCAD 2019.05
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
08. January 2019 15:43
'nabend Knut,

den Beitrag hatte ich auch schon gefunden und sehr interresant.....smiling smiley

Ich hatte bisher noch nichts gelesen, dass Pertinax als Druckoberfläche geeignet ist, ......aber ich kenne Viele die Pertinax mit FR4 verwechseln.

Muss ich morgen gleich mal nach suchen.....
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
08. January 2019 16:02
Also was für mich aus dem A20M nicht ersichtlich ist:
Was genau ist die Druckplatte? Alu-HB + Glas? Alu-HB + X? Es sieht leicht spiegelnd auf den Bildern aus, in den Beschreibungen wird wie für China üblich kein Wort darüber verloren. Aber hauptsache man kann "360° sehen!" grinning smiley

Ich hab inzwischen Glas, BlueTape, PEI, Buildtak sowie GeckoTek durch.
Glas => Ohne Haftmittel keine Chance. Nen normaler Prittstift hat es allerdings getan. War mir aber zu doof, also schnell auf
BlueTape => Ohne jegliche Heizung haftet PLA ohne Probleme darauf. Größere Drucke (150mm+) können zum Warpen neigen, hier die richtige Heizeinstellung finden oder alternativ das BlueTape mit Spiritus abwischen. Danach musst aber das Tape austauschen.
PEI => PLA war darauf für mich schwer druckbar ohne Brim. Schwere Haftungsprobleme. PETG ging ab 90°C.
BuildTak & GeckoTek => m.E. nur noch eine Sache der Optik. Beides hat Bombenhaftung mit PLA und PETG, PLA vllt bei BuildTak ein bisschen schlechter. Buildtak macht eine Matte Unterseite, GeckoTek spiegelglatt.

Ich würde mir heute aber nichts anderes mehr als GraviFlex auf das Druckbett kleben. Auf eine entsprechende Federstahlplatte kommt dann nur noch die Druckunterlage der Wahl, egal ob Pertinax, FR4, PEI, GeckoTek oder Buildtak. Nach dem Druck die Platte abnehmen, Druck durch biegen abmachen und direkt weitedrucken ohne großartig eine Abkühlzeit im Drucker zu haben.

Und um nochmal auf das Haftungsproblem zurück zu kommen:
Egal welche Druckunterlage du nimmst. Meine Erfahrung bisher war:
Keine Haftung: zeigt sich dadurch, dass er die Wurst hinter sich her zieht.
Schlechte Haftung: Sporadisch haftet was, aber die Düse verschmiert eher alles, da immer nur dort wo es haftet sich eher "Ballen" bilden, welche von der Düse wieder mitgenommen werden.
Zu großer Abstand: Bei unebenem Bett sieht man hier deutlich, dass eine / mehrere Seiten des Drucks mehr Abstand haben. Insbesondere im First Layer von unten sieht man das als Abstand zwischen den Linien.
Zu geringer Abstand: Während des Drucks des ersten Layers sieht man einen deutlichen Unterschied zum gewohnten Layer. Er ist dünner, u.U. schimmert die Druckunterlage durch. Der Extruder fängt evtl an zu "klacken", da er kein Filament mehr fördern kann, da die Düse nicht genug auslassen kann.


Alle Angaben ohne Gewähr grinning smiley
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
09. January 2019 02:38
Die Geeetech Super Plate ist eine ca. 3 mm dicke Glasscheibe, die mit irgendetwas struckturiertem bedruckt ist.
Haftung bei PLA mit 60 bis 70 °C (Anzeige) hervorragend - wenn das unebene Bett einem keinen Strich durch die Rechnung macht - nach kurzem abkühlen, lassen sich die Teile sehr leicht lösen.

Ich wäre mit der Platte zufrieden und würde erstmal nichts anderes suchen, wenn das Schei..teil gerade wäre und nicht - 0,35 mm bis +0,1 mm Dickenabweichumg hätte ; und das nur an nur 16 Punkten gemessen.
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
09. January 2019 04:37
Joa, da die Dinger auf dem Weg aber immer irgendwie krumm werden (oder schon krumm produziert werden?) ist das Federstahlblech imo ne super Alternative. Klar, durch das Auftragen der ganzen Schichten (Graviflex, Federstahl, Material der Wahl) verliere ich 0,x mm in Z und die Temperatur stimmt ggf. nicht mehr 100% mit der Displayanzeige - aber das ist allemal besser als +/- 0,3mm Differenz im Bett.
Und die Möglichkeit, mit mehreren Federstahlblechen zu arbeiten und somit zwischen PEI, BuildTak, GeckoTek, Carbon o. Pertinax zu wechseln... Hey, durchaus verlockend. Nicht ganz günstige Anschaffung im Komplettpaket, aber auch jederzeit zukaufbar. Und ist das Bett einmal nivelliert, ist das austauschen wirklich ein Klacks.
Wie gesagt, meine Meinung. Bevor ich mir noch mal fix eine Druckunterlage montiere, montier ich mir Graviflex. smiling smiley

Wegen dem BL-Touch:
Kurze Anmerkung dazu:
Der Drucker vermisst das Druckbett mit der Height Map und hat an den angegebenen Koordinaten die Werte hinterlegt. Im Druck weiß der Drucker nun, wie viel Abstand zum Bett in Z an den Koordinaten X/Y beträgt. Somit wird im gesamten Druckbereich nicht nur X/Y verfahren, sondern auch Z. Differenzen zwischen den Messpunkten werden einfach "verbunden". Bei starken Abweichungen zwischen den Messkoordinaten hilft das aber nicht viel.

Die unerwünschte Nebenwirkung im Kartesischen Bereich: Eine unsaubere Z-Achse (bspw. Wobble) hinterlässt nun zusätzlich Artefakte im Druck.
Wies bei CoreXY Einfluss hat weiß ich nicht, nehme aber an der gleiche.

Auswirkungen auf weitere Layer: Das hatte ich mich auch schon gefragt. Ich nutze in einem Delta ABL, habe mir in Repetier auch mal die Height-Map Werte angeschaut. Funktion: einwandfrei. Drucke: Sauber, Maßhaltig. ICh konnte nicht feststellen, dass die Unebenheiten des Bettes sich auf das Druckteil übertragen hätten. Ich gehe also davon aus, dass sich das ganze über die Höhe ausgleicht (also nur die erste(n) layer mithilfe von Z ausgeglichen werden) und das ganze nach oben hin immer weiter ausgeglichen wird.


Alle Angaben ohne Gewähr grinning smiley
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
09. January 2019 06:12
Hi,

ich hatte dir berets ne PN geschickt, bovor ich dein Post gelesen hatte eye rolling smiley

Zum Ausgleich mit Touch, ich glaube auch, dass sich das mit zunehmender Höhe egalisiert.

Theroretisch wäre es dann ja so, dass wenn sehr große unbenheiten vorhanden wären, diese sich fortpflanzen müssten. Buckelpiste.

Zu Graviflex.....welche Dicke verwendest du?

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.19 06:39.
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
14. January 2019 10:57
@anjoku

Lars hat mich auf den Pertinax-Zug gesetzt.

Zum Anfang hatte ich doch etwas Enttäuschungsempfinden... das war aber schnell revidiert.
Was mich an Pertinax gegeistert:
Preiswert, leicht anzubringen und für meine Kunststoffe sehr gut geeignet (PLA diverse Anbieter und PETG von DasFilament)
Ich habe eine 0,5 mm Pertinaxplatte mit der 3M-486 (glaube ich) Klebefolie auf eine Glasscheibe gepappt, das Pertinax mit 600´er Nassschleifpapier so angerauht das die glänzende Schicht vollständig verschwunden war (das war der besch....ene Teil der Vorbereitung). Der Erfolg (ist wahrscheinlich auch bei FR4 so) ist einen sehr gute Haftung (60° für PLA und 75° für PETG) und nach Abkühlung lassen sich die Modelle fast von der Druckplatte pusten.
Das hat geht besser als das Magigoo auf Glas.
Nachdem ich nun nicht mehr alle 14 Tage beim Glaser neue Platten bestellen brauche bin ich recht glücklich diesen Tipp genutzt zu haben.


Die Dummheit ist rund. Niemand weiß, wo sie anfängt und wo sie aufhört.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
CTC DIY - i3Clone - i3-Steel Eigenbau ( Mega2560/Ramps 1.4 ) - Prusa i3-MK3 - Red-DICE im Bau

Luclass
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
14. January 2019 13:47
Quote
luclass
@anjoku

Lars hat mich auf den Pertinax-Zug gesetzt.

Zum Anfang hatte ich doch etwas Enttäuschungsempfinden... das war aber schnell revidiert.
Was mich an Pertinax gegeistert:
Preiswert, leicht anzubringen und für meine Kunststoffe sehr gut geeignet (PLA diverse Anbieter und PETG von DasFilament)
Ich habe eine 0,5 mm Pertinaxplatte mit der 3M-486 (glaube ich) Klebefolie auf eine Glasscheibe gepappt, das Pertinax mit 600´er Nassschleifpapier so angerauht das die glänzende Schicht vollständig verschwunden war (das war der besch....ene Teil der Vorbereitung). Der Erfolg (ist wahrscheinlich auch bei FR4 so) ist einen sehr gute Haftung (60° für PLA und 75° für PETG) und nach Abkühlung lassen sich die Modelle fast von der Druckplatte pusten.
Das hat geht besser als das Magigoo auf Glas.
Nachdem ich nun nicht mehr alle 14 Tage beim Glaser neue Platten bestellen brauche bin ich recht glücklich diesen Tipp genutzt zu haben.

Hallo Luclass,

schleifst du die Pertinax mit Wasser oder trocken?


Gruß
Armin

Sparkcube | DuetWifi | PanelDue 4.3 | Meanwell RSP 320-15 | Extruder RepRap.Fab Microbarrel, Big Booster direkt |
DICE | AZSMZ-Mini | Raspberry Pi3 | RPI USV+ | MicroBarrel RepRap.Fab | Delta-Eigenbau | Radds | Raspberry Pi3 | e3D V6
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
15. January 2019 03:51
astau55:

Ich schleife nass.
Der Vorteil besteht darin das dann kein Schleifstaub entsteht und auch das die Standzeit des Schleifpapiers deutlich länger ist.
Weiterhin kann sich beim Trockenschleifen das Schleifpapier derartig zusetzen, das dort Körnchen entstehen die dann doch etwas zu grob auf die Schleifarbeit wirken und dann Riefen enstehen die man dann mühsam wieder ausschleifen muss. Durch das Nassschleifen ensteht halt nur ein "Brei" der sich dann auch sehr bequem von der Oberfläche mit einem Küchentuch abwischen läßt.
..... aber... es ist gerade mit 600´er Papier schon schweisstreibend....


Die Dummheit ist rund. Niemand weiß, wo sie anfängt und wo sie aufhört.

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Luclass
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
15. January 2019 09:29
Quote
luclass
astau55:

Ich schleife nass.
Der Vorteil besteht darin das dann kein Schleifstaub entsteht und auch das die Standzeit des Schleifpapiers deutlich länger ist.
Weiterhin kann sich beim Trockenschleifen das Schleifpapier derartig zusetzen, das dort Körnchen entstehen die dann doch etwas zu grob auf die Schleifarbeit wirken und dann Riefen enstehen die man dann mühsam wieder ausschleifen muss. Durch das Nassschleifen ensteht halt nur ein "Brei" der sich dann auch sehr bequem von der Oberfläche mit einem Küchentuch abwischen läßt.
..... aber... es ist gerade mit 600´er Papier schon schweisstreibend....
Was ist mit der "Autoschleifmethode" vom Drucker selbst? Die müsste doch - theoretisch - auch nass gehen, oder nicht? Klar, mit gewisser Vorsicht zu genießen, vllt eher "feucht schleifen" statt "nass", aber die wäre dann nicht schweißtreibend grinning smiley


Alle Angaben ohne Gewähr grinning smiley
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
15. January 2019 14:05
feucht / nass schleifen bei 60° Betttemperatur ist nicht so pralle ...
Quote
hotprinter
feucht / nass schleifen bei 60° Betttemperatur ist nicht so pralle ...

Wird ja wohl keiner so dämlich sein daß bei aufgeheiztem Druckbett zu machen, oder etwa doch? eye rolling smiley
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
16. January 2019 04:26
@luclass

ich habe mir auch schon eine Tafel 1 mm Pertinax bestellt. Zu meinem Erstaunen, ist diese aber eher elefantengrau und geschliffen.
1 mm FR 4 habe ich auch schon mal bestellt.

Mit der Autoschleifmethode mit dem Drucker, habe ich aber bei meinem Drucker bedenken. Die Z-Achse hat nur eine Gwewindestange. Beim Drcuekn macht das anscheinend nichts aus, aber ich glaube, dass wenn der Schleifkopf an das Ende von X fahrt, die Führung nach oben gedrückt wird. Auch wenn nur sehr wenig zugestellt wird.

Mann könnte aber auch den Schleifkopf so konstruieren, dass der Schleifklotz in der Höhe verstellbar ist. Dann die Z-Achse festgestellt wird; links und rechts.

Dann kann sich beim Schleifen die Z-Höhe nicht mehr ändern, es muss jedoch der Schleifkopf manuell zugestellt werden. OK, das ist lästig, aber es kann sicher auch mehr zugestellt werden.

Nassschleifen bei 60°C, sollte doch auch klappen. Ich würde das Wasser mit einem Tropf zuführen.

Obwohl das alles sicher gut funktioniert, finde ich die Vorstellung nicht gut, dass man im aufgeheizten Zustand schleifen muss, weil die Heizplatte, die Platte, an der sie fest montiert ist verbiegt.
Es ist doch besser, dass man vesucht zu verhindern, dass sich das ganze verbiegt.

Ich werde folgendes probieren:

Die MK3 Heizplatte unter eine plane 4 mm Aluminumplatte montieren.....aber nicht kleben sondern mit Wärmeleitpaste...."schwimmend"...Die Befestigung so, dass die MK3 ausdehnen kann.

Auf die Aluplatte kommt dann die eigentliche Druckoberfläche, zB. Federstahl, Pertinax, FR4 oder was beliebt.

Gruß,
Andre

Ich werde es magnetisch ausführen.
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
16. January 2019 04:44
Quote
Wutz
Wird ja wohl keiner so dämlich sein daß bei aufgeheiztem Druckbett zu machen, oder etwa doch?
Finde ich jetzt nicht so schlimm, mein Vorschlag wäre permanent Wassertropfenzuführung per Tropf......oder heizes Wasser ? eye rolling smiley grinning smiley
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
16. January 2019 07:08
Quote
Wutz
Quote
hotprinter
feucht / nass schleifen bei 60° Betttemperatur ist nicht so pralle ...

Wird ja wohl keiner so dämlich sein daß bei aufgeheiztem Druckbett zu machen, oder etwa doch? eye rolling smiley
Recht hat er schon Wutz. Lars empfiehlt, beim Autoschleifen das Heizbett anzuschalten, da somit der thermische Verzug direkt weggeschliffen wird. Somit wird das Bett optimal plan.

Da wird das wirklich etwas haarig, daran hab ich nicht gedacht. Danke fürs dran erinnern @hotprinter smiling smiley


Alle Angaben ohne Gewähr grinning smiley
Quote
Terri

Wird ja wohl keiner so dämlich sein daß bei aufgeheiztem Druckbett zu machen, oder etwa doch? eye rolling smiley
Recht hat er schon Wutz. Lars empfiehlt, beim Autoschleifen das Heizbett anzuschalten, da somit der thermische Verzug direkt weggeschliffen wird. Somit wird das Bett optimal plan.

[/quote]

Und wie sieht es dann mit dem Verzug aus wenn es wieder kalt ist?
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
16. January 2019 09:51
Quote
Wutz
Und wie sieht es dann mit dem Verzug aus wenn es wieder kalt ist?

Dein Ernst? winking smiley Druckst du auf's kalte Bett?


Best regards / Viele Grüße
Till
Quote
microfortnight
Quote
Wutz
Und wie sieht es dann mit dem Verzug aus wenn es wieder kalt ist?

Dein Ernst? winking smiley Druckst du auf's kalte Bett?

Du weißt nicht auf was ich hinaus möchte? Ja glaubst Du denn, wenn ich den Verzug im Beheizten
Zustand wegschleife, daß dann der Verzug tatsächlich auch noch weg ist wenn man wieder
aus dem kalten Zustand hoch heizt? Ich kann mir das nicht vorstellen!

Zudem kann ich mir noch viel weniger vorstellen, daß man das von Hand, egal ob naß oder trocken,
egal bei kaltem oder beheizten Druckbett, den Verzug gleichmäßig genug weg bekommen kann.

2-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.19 13:33.
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
17. January 2019 05:25
ich möchte mich das Wutzs Überlegungen anschließen, auch wenn es hier bei einigen wohl gut funktioniert hat.

Ich bin noch nicht so weit und habe mir erst gestern eine Aluplatte geholt.

Mein Ansatz wird sein, dass ich bereits bei der Montage der MK3 versuche, diese so zu montieren, dass sich die Ausdehnung der Heizplatte nicht auf die Aluplatte überträgt.
In der stillen Hoffnung, dass die Aluplatte sich nicht auch nur durch die Wärme verzieht, dann hätte ich ein Problem.


Quote
Wutz
Zudem kann ich mir noch viel weniger vorstellen, daß man das von Hand, egal ob naß oder trocken,
egal bei kaltem oder beheizten Druckbett, den Verzug gleichmäßig genug weg bekommen kann.

Verzug kann man sicher nicht wegarbeiten,........ mir geht es darum - ein verzugsfreie Platte angenommen - die Unebenheiten zu minimieren.

Obwohl ich langsam glaube, dass das gar nicht nötig ist, wenn ich eine Federstahlplatte auf die Platte lege. Die Federstahlplatte ist ja sehr plan.

Ich werde berichten.
Re: Anfänger hat Probleme mit Haftung am Druckbett und Stringing
17. January 2019 06:56
Ich kann nicht aus eigener Erfahrung sprechen was schleifen und kalt/warm Verzug betrifft.
Ich weiß allerdings, dass viele inzw. die Methode von Lars angewendet haben und zufrieden sind. Schleifpapier auf den Druckkopf, Bett hochgeheizt und stundenlang den Druckkopf schleifen lassen.
Bin kein Experte für thermischen Verzug, aber ich denke mal die Abweichung im thermischen Verzug beim erkalten und wieder aufheizen ist zu vernachlässigen.

Ich persönlich halte thermischen Verzug für den "Hobby Bereich" generell vernachlässigbar. Da reden wir - je nach Heizbett Qualität - von 100stel Millimetern oder weniger.

Aufm Delta habe ich (noch) einfach GeckoTek auf einer Glasplatte auf einem Heizbett. ABL und fertig.
Auf dem DICE und dem Tantillus habe ich GraviFlex & Federstahl + GeckoTek. Ich seh auf der Unterseite keine nennenswerten Unterschiede durch thermischen Verzug. Haftung passt, glatte Unterseite - was will ich mehr.

Soll heißen: schleife ich mein Bett im warmen Zustand an und drucke am Ende auf eine kalte Platte, sind die Unterschiede marginal.
@Wutz
Solltest du dauerhaft mit kaltem und warmen Heizbett im Wechsel drucken, so bietet sich das Druckbett-Wechselsystem mit GraviFlex durchaus an. Druckst warm haust du dir die Federstahlplatte die warm angeschliffen wurde drauf. Druckst kalt, haust die kalt geschliffene drauf. Das ist ja das schöne: Willst du Perfektion hast du die Möglichkeiten. Aber Perfektion kostet halt auch immer etwas smiling smiley


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