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Delta - Schwergängigkeit eines Towers bei Riemenspannung

geschrieben von Terri 
Delta - Schwergängigkeit eines Towers bei Riemenspannung
10. January 2019 06:20
Guten Tag zusammen,

ich bin heute auf ein Problem gestoßen, für welches ich keine passende Lösung auf Anhieb parat habe...

Zuerst einmal:
Delta Drucker - ATOM 2.0
Linearschienen für die Carriages
Umlenkrollen oben, Motoren mit T20 Pulleys unten.
GT2 Belts
Belt-Tensioner am Carriage per Schraube

Vorgang:
Aus Interesse habe ich mal die TMC2208 in den Drucker gepackt - mit großem Erfolg. Die Lautstärke wurde so stark reduziert, dass ich mir für den Drucker definitiv einen Satz ordern werde.

Allerdings habe ich ein Problem:
Bei dem ganzen Vorgang fiel mir auf, dass der C Tower (hinten) irgendwie Mucken macht. Hackelt ein wenig rum könnte man sagen. Ich dachte mir: "Okay, vllt hat nach über einem Jahr nix an den Riemen ändern sich was gelockert, ziehen wir mal nach" - hab dann alle Riemen mal auf Gehör möglichst gleich gespannt. A und B laufen sauber, C hackt immer noch. Homing ist eine Katastrophe, da er den C-Carriage gar nicht vom Fleck kriegt. Erst wenn ich vom C Tower ordentlich Riemenspannung wegnehme, schafft es der Motor den Riemen zu bewegen. Eine Lösung ist das aber nicht..

Also zu aller erst den Carriage vom Belt getrennt. Der flitzt problemlos über die Schiene ohne auch nur irgendwelche Behinderungen zu haben.
Carriage - Check.
Also langsam am Belt gezogen. Sehr, sehr schwergängig. Über die gesamte Länge!
Die Spannung vom Belt genommen und oben über das Umlenklager (bestehend aus 2x Flanschlager auf einer M5 Schraube meine ich, inkl. Abstandshülsen zur richtigen Positionierung) gerollt. Beide Lager laufen geschmeidig. Auch beim Abmontieren des Riemens lassen sich die Lager problemlos drehen und es ist kein Widerstand spürbar.
Umlenklager - Check.
Was bleibt mir noch? Der Motor. Also auch hier wieder ohne Riemenspannung den Riemen beidseitig über den Pulley hoch und runter gezogen - Also so, wie es der Drucker auch macht. (Natürlich nicht angeschlossen, wir wollen ja keine Treiber grillen)
Problemlos. Der übliche, leichte Schrittmotorwiderstand.
Motor - Check.

Ich habe dann versucht, mit möglichst viel Zug auf dem Riemen sowohl die Umlenkrollen als auch den Pulley zu testen. Auch hier wieder - Kein Problem. Verdacht war, dass sich vllt die Schraube der Umlenklager oder die Motorachse verbogen hat. Aber nichts dergleichen darüber feststellbar.

Somit die Frage:
Hat jemand schon mal ein Ähnliches Problem gehabt? Oder kann sich anhand der hoffentlich ausreichenden Erklärung ein Bild davon machen und hat einen Verdacht?
Sauberer Schlitten, sauberer Motor, saubere Umlenklager - aber trotzdem hakt der Riemen sobald eine ordentliche Spannung drauf ist?

Edit: was mir bei weiteren Tests noch aufgefallen ist: Die Probleme sind beim >hochziehen< des Carriages natürlich stärker vorhanden als beim >runterfahren<. Manuell sowie motorisiert.

Besten Dank im Voraus.

2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.19 06:24.


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Re: Delta - Schwergängigkeit eines Towers bei Riemenspannung
10. January 2019 08:09
ei gude Terri,

ich bin selber noch nicht so der 3D Drucker Profi, habe aber mal eine Frage dazu.

wie du den Bully/Umlenklager Check gemacht hast, waren da die Riemen gespannt. so wie im Betriebszustand ???
Ich frage deshalb, ich habe es auch schon gehabt, das die Lager sauber laufen und so bald etwas Belastung drauf kam haben sie heftig gerieben,
was ein Zeichen für Lagerschaden ist.

Die gleiche Frage hätte ich auch für den Schrittmotor und die Linearschienen (Bei den Linearschienen Lager, ist das China wahre oder Original Hiwin)

Ich hoffe meine Fragen sind nicht zu doof gestellt.

Gruß
Ferdi
Re: Delta - Schwergängigkeit eines Towers bei Riemenspannung
10. January 2019 09:35
Moin Ferdi,

Ich hab so ziemlich alles durch.
Lager ohne alles, Lager lose mit aufliegendem Riemen über den Riemen bewegt, und eben mit gewissem Zug auf dem Riemen (händisch). War genug Zug, dass ein Schwingungston vom Riemen kommt, wenn man an ihm zupft. Zum Schluss Riemen wieder nach und nach gespannt. Ab einem gewissen Punkt mit ordentlich Spannung setzt der C-Tower aus, A und B machen problemlos weiter.
Gleiches gilt für den Motor.
Ich hab jetzt erstmal die Riemen auf allen Türmen so weit runter gespannt, dass er druckt. Wenn ichs in Gitarrensaiten ausdrücken müsste, ist es tiefer als das E einer Bassgitarre.

Das Druckergebnis ist gut, trotzdem wundert mich dieser Vorfall und ich hätte durchaus gerne etwas mehr Spannung auf den Riemen.

Was die Linearschienen betrifft: Es sind die original verbauten cpc Schienen.MR9M Made in Taiwan. Haben bisher nie gemuckt und wie gesagt - sie laufen sauber.


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Re: Delta - Schwergängigkeit eines Towers bei Riemenspannung
11. January 2019 04:32
Terri,
wie ist denn der Riemen am Carriage befestigt. Mittig oder aussermittig? Vielleicht kommt es beim Spannen zum leichten Verkanten weil Dein Problem-Wagen Spiel entwickelt hat. (eher unwahrscheinlich...) Hast Du mal ohne Spannung/Riemen dran "gewackelt!?
Sind die Motorachsen gegengelagert? Sieht man bei den Delta Konstruktionen leider sehr selten, halte ich aber in Bezug auf Lebensdauer für nicht für unwichtig... Ich konstruiere auch gerade einen Delta der meinen uralt-Hex ersetzen soll. Gegenlager sind eingeplant...

Grüße
Manuel

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.19 04:39.


Daeltabot - mein Deltadrucker Fotodocku meines Daeltabots, Bautagebuch und Delta-Kalibrieranleitung, TR by Toolson/Protoprinter,
Ashray - mein 445nm Lasercutter]
Re: Delta - Schwergängigkeit eines Towers bei Riemenspannung
11. January 2019 04:42
Moin Manuel,

Hier ein Bild vom Carriage: (auch wenns winzig ist :/ )


Großflächig auf der einen Seite des Carriage befestigt. Diese "Riemenspanner" Vorrichtung ist auf der kompletten Fläche in einer Einlassung im Carriage drin. Also nicht nur die Schraube dient als Haltepunkt, sondern der komplette Riemenspanner ist versenkt.

Ich habe auch an allen drei Wagen gewackelt. Kein ungewöhnliches Spiel (auch im Unterschied zwischen den drei Towern) bemerkbar.

Leider sind die Motoren nicht gegengelagert.
Die Nemas im Atom sind knapp 60mm tief. Die Welle schaut noch mal ca 25mm raus. (leider nur grob messbar im eingebauten Zustand)

Ich nehme an ich hab die Riemen viel zu fest angeknallt. Trotzdem sollte der C-Tower nicht solche Probleme machen.

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.19 05:08.


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Re: Delta - Schwergängigkeit eines Towers bei Riemenspannung
11. January 2019 06:01
Ich tippe auf den Stepper, scheint mir am wahrscheinlichsten wenn Du den Idler ausschließen kannst. Ich vermute mal den Motor kann man nicht mal eben tauschen? Beim Hex ist das eine Katastrophe...beim nächsten Delta sind bei mir die Motoren oben eye rolling smiley
Wenn man sich die Summe der 3D Drucker anschaut, sind die wenigsten Motoren gegengelagert - und halten ewig...aber das ist natürlich auch immer eine Frage der Riemenspannung. Ich erinnere mich an Lars´ Bild von der gebrochenen Stepperwelle grinning smiley

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.19 06:02.


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Re: Delta - Schwergängigkeit eines Towers bei Riemenspannung
11. January 2019 06:21
Naja, dadurch dass ich den Drucker eh wegen der Treiber offen habe, geht es. Mitm Inbus kommt man da ran, Motor lösen und rausziehen.
Wäre der Boden jetzt nicht offen wäre es mehr Akt.






Leider hab ich hier aktuell nur Schwarz zur Verfügung. Ich hab mal versucht das ganze etwas besser zu belichten. Ich brauche mehr Hände..
Vorteil der 2208er: Ich kann nun meine Accel von 1200 auf 1500+ hoch fahren, ohne dass der Drucker ins Stottern gerät. Obendrein bin ich nicht mehr auf 60mm/s limitiert, 90mm/s klappt damit auch.

Man sieht ganz klar, dass der 90mm/s Würfel ein Ghosting im X drin hat. Bin mir aber unsicher, ob das nun am Riemen liegt oder an was anderem. Hotend sitzt fest.
Ansonsten:
PETG DasFilament Schwarz
210 (60mm/s) 220 (90mm/s) °C
30% Infill
3 Perims, 3 Top/Bottom
Layer Height: 0.1 mm
Nozzle: 0.4 mm

Je nach Lichteinfall sieht das so... unruhig aus. Ist mit dem Fingernagel aber nicht mal spürbar.


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