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Layer klonen weil Skeinforge "eiert"

geschrieben von wersy 
Layer klonen weil Skeinforge "eiert"
20. June 2014 15:04
Ich benutze fast ausschließlich Skeinforge weil z.B. damit die Lage der Layerwechsel, in den meisten Fällen, an einer bestimmten Position (vorn, links) liegen. Auch gibt es keine Kleckse an den Innenseiten von Hohlkörpern. Außerdem gelingen mir damit bessere Brücken.
Mir sind aber einige Nachteile aufgefallen:

1. Flache Kurven werden unterschiedlich berechnet.
Dadurch kommt es, dass die Layer stellenweise nicht übereinander liegen. Das sieht nicht nur unschön aus, das kann auch bei Wänden mit nur einem Perimeter zu geschwächten Stellen, und bei Tragflächen zu Ausschuss führen.

Nun ist es mir endlich gelungen, dieses Problem mit Hilfe geklonter Layer zu lösen.
Dabei wird der GCODE eines Referenzlayers beliebig oft übereinander kopiert. Das geht natürlich nur, wenn es sich um gleichbleibende Profile handelt.
Bei der Gelegenheit kann man gleich Leerfahrten löschen. Das lohnt sich schon bei 500 Layern.

2. Große Kurven werden sehr grob segmentiert.
Was bei kleineren Radien kaum auffällt, macht sich bei großen Bögen unübersehbar bemerkbar.
Wo Slice3r 13 oder 19 Segmente ausgibt, berechnet Skeinforge nur 3 oder 4.

Andererseits kommt Skeinforge wieder besser mit filigranen Objekten zurecht.
Man kann eben nicht alles haben…

Gruß Michael

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.06.14 15:31.


Konstruktionen: [www.thingiverse.com]
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Re: Layer klonen weil Skeinforge "eiert"
23. June 2014 05:12
Quote
walder
Ich benutze fast ausschließlich Skeinforge weil z.B. damit die Lage der Layerwechsel, in den meisten Fällen, an einer bestimmten Position (vorn, links) liegen...
Bei nicht 100%ig exakter Kalibrierung haeißt das aber auch: deutlich sichtbare Naht

Quote
walder
1. Flache Kurven werden unterschiedlich berechnet. Dadurch kommt es, dass die Layer stellenweise nicht übereinander liegen.
Neben der entsetzlich langssamen Geschwindigkeit der Hauptgrund, weshalb ich mich mit dem Konfigurationstohuwabu irgendwann nicht mehr eingehend beschäftigt habe.

Quote
walder
2. Große Kurven werden sehr grob segmentiert.
Was bei kleineren Radien kaum auffällt, macht sich bei großen Bögen unübersehbar bemerkbar.
Wo Slice3r 13 oder 19 Segmente ausgibt, berechnet Skeinforge nur 3 oder 4.
Ohne konkretes Beispiel kann ich da momentan nicht folgen..
Ich hoffe, wir verstehen dasselbe unter Segmente, aber ich betrachte die oftmals hohe Segmantanzahl eher als verbesserungswürdig

Quote
walder
Andererseits kommt Skeinforge wieder besser mit filigranen Objekten zurecht.
Das fand ich nicht, imho sind beide gleich "schlecht", wenn auch unterschiedlich.
Es hängt sehr vom konkreten Objekt ab, welcher Slicer das bessere Ergebnis liefert.
Hast Du mal Cura getestet?
Bei filigranen Objekten (Perimeter < 1 mm so ca.) ist bei sämtlichen von mir ausgetesten Objekten Cura klar überlegen.
Cura basiert nach meiner Kenntnis übrigens auf Skeinforge winking smiley
Es ehrt Dich, dass Du Dich so eingehend mit Skeinforge beschäftigt hast.
Nachdem ich bei meinen Objekten keinen schnellen Erfolgen erzielen konnte und anfing, mich im Kreis zu drehen, habe ich mich davon schleunigst verabschiedet.
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, schiebst Du den G-Code in einen Editor und verunstaltest ihn dort so lange, bis es passt.
Dazu muss man sich aber zusätzlich noch mit dem G-Code auseinander setzen...
Es soll auch noch COBOL Programmierer geben. winking smiley

Quote
walder
Man kann eben nicht alles haben…
Wohl wahr..

PS. Stichwort 1-Perimeter-Wände..hast Du mal einen aktuellen Slic3R angetestet, spiral vase?

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.06.14 05:18.
Re: Layer klonen weil Skeinforge "eiert"
23. June 2014 16:29
Quote
bianchifan
Bei nicht 100%ig exakter Kalibrierung haeißt das aber auch: deutlich sichtbare Naht

Da hast Du vollkommen recht. Die sind bei mir auch nur selten gut und ich habe mich damit noch nicht näher beschäftigt.

Quote
walder
Wo Slice3r 13 oder 19 Segmente ausgibt, berechnet Skeinforge nur 3 oder 4.
Quote
bianchifan
Ohne konkretes Beispiel kann ich da momentan nicht folgen..
Ich hoffe, wir verstehen dasselbe unter Segmente, aber ich betrachte die oftmals hohe Segmantanzahl eher als verbesserungswürdig

Man kann die Anzahl der Segmente beim Exportieren regeln. Das hat aber nur einen Einfluss auf die Dateigröße, Slice3r ist mit seine vielen Segmenten immer noch viel schneller als Skeinforge und die Firmware hat keine Probleme

Was ich genau damit meine, kannst Du erkennen, wenn Du dieses Teil slicst, welches ich hier unter dem Titel " Erfahrungen mit "Spannungsfreiglühen" von PLA" hochgeladen habe: [forums.reprap.org]
Die Bögen werden mit Skeinforge nicht nur etwas eckig, sie verlaufen auch mal weiter rein oder raus. Cura macht das genau so.

Quote
walder
Andererseits kommt Skeinforge wieder besser mit filigranen Objekten zurecht.
Quote
bianchifan
Das fand ich nicht, imho sind beide gleich "schlecht", wenn auch unterschiedlich. Es hängt sehr vom konkreten Objekt ab, welcher Slicer das bessere Ergebnis liefert.
Hast Du mal Cura getestet?
Bei filigranen Objekten (Perimeter < 1 mm so ca.) ist bei sämtlichen von mir ausgetesten Objekten Cura klar überlegen.
Cura basiert nach meiner Kenntnis übrigens auf Skeinforge winking smiley

Cura habe ich schon getestet, als Ableger von Skeinforge, genau das Gleiche, nur abgespeckt. Außerdem kann man in Cura die Würste in kritischen Bereichen nicht genau beurteilen. Dazu muss ich den GCODE erst in Repetier laden.
Bis jetzt habe ich mit Skeinforge alles slicen können. Ich gebe aber zu, dass ich viel tüfteln musste. Es wäre auch besser gewesen, ich hätte mir das immer aufgeschrieben...
Ich bin überzeugt, dass aus Skeinforge noch viel rauszuholen ist. Schade nur, dass es von Skeinforge keine vollständige Dokumentation gibt.

Quote
bianchifan
Es ehrt Dich, dass Du Dich so eingehend mit Skeinforge beschäftigt hast.

Nein, das war keine Ehrenaufgabe, das war pure Not, wenn man beim Drucken in Grenzbereiche vorstoßen muss: hauchdünn, superleicht und trotzdem stabil genug.
Mein erstes Flugzeug wollten schon viele drucken, aber nach inzwischen einem Jahr hat es noch niemand zu Ende gebracht. Bei meinem zweiten - wenn es denn überhaupt in die Luft geht - wird niemand auch nur daran denken ;-)

Quote
bianchifan
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, schiebst Du den G-Code in einen Editor und verunstaltest ihn dort so lange, bis es passt.Dazu muss man sich aber zusätzlich noch mit dem G-Code auseinander setzen...
Es soll auch noch COBOL Programmierer geben. winking smiley

COBOL? Oh nein, ich bin kein Programmierer. Für mich war es schon umständlich genug, einen dünnen Steg (2 aneinander liegende Perimeter) in einer einzigen Ebene zu kürzen. Um nicht auch noch die einzelnen Extruderwerte entsprechend zu verkleinern, habe ich die Bahnen weiter auseinander geschoben, damit nicht zu viel Material gegeneinander staucht.
Bei meinem Klonen wird einfach nur der GCODE von einer Ebene genommen und vervielfacht und die alten Ebenen gelöscht.
Es ist aber nicht allein damit getan, nur jeweils den Z-Wert zu erhöhen. Zumindest beim Code von Skeinforge werden alle Extruderwerte aufaddiert, d.h. es stehen absolute Werte drin.

Als Laie, habe ich die Werte zunächst unbekümmert übernommen und mich gewundert, dass schon bei der zweiten Ebene kein Filament mehr rauskam, obwohl der Extruder fleißig drehte. Das wurde in den Ebenen darüber auch nicht besser. Bis mir auffiel, dass es vor jedem Layerwechsel einen Retract gab, der exakt der Menge einer Ebene entspricht ;-)

Zu Glück haben wir genug Leute im Hackerspace Ffm, die etwas davon verstehen. Es fehlte der G92 Befehl, der den Extruder auf den Vorlayerwert zurücksetzt. Einer hat mir sogar ein Programm geschrieben, damit ich nicht alle Layer von Hand kopieren und die Z-Werte editieren muss.
Trotzdem bleibt noch genug Handarbeit, um die Boden- und Decklayer nahtlos einzubinden.
Natürlich machen die geklonten Layer das Teil nicht runder, sie liegen dann nur übereinander.

Quote
bianchifan
PS. Stichwort 1-Perimeter-Wände..hast Du mal einen aktuellen Slic3R angetestet, spiral vase?

Spiral Vase?
Das ist mein absoluter Favorit. Ich würde am liebsten alles damit drucken. Leider lassen sich damit keine Decken drucken. Man ist dadurch konstruktiv sehr eingeschränkt. Schrägen dürfen maximal 45° haben, sonst werden die Wände nicht geschlossen. Löcher sind nur im Boden möglich. Was man trotz allem damit machen kann, kannst Du an meinen Booten sehen:
Vom Miniboot zum Doppel- und Tragflächenboot bis hin zum Speedboot - alles dabei :-) [www.thingiverse.com]

Gruß Michael


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Re: Layer klonen weil Skeinforge "eiert"
28. June 2014 01:31
Kurz und gut, ich hätte mir meine Antwort schenken können, Du hast auf deutlich mehr Ahnung und bist Spezialist für Ein-Perimeter-Gebilde.
Trotzdem frage ich mich, warum un alles in der Wlt Du Deinen Beitrag zum "Spannungsfrühglühen" offtopic einsortiert hast eye rolling smileyconfused smiley
Re: Layer klonen weil Skeinforge "eiert"
29. June 2014 14:41
Quote
bianchifan
Kurz und gut, ich hätte mir meine Antwort schenken können, Du hast auf deutlich mehr Ahnung und bist Spezialist für Ein-Perimeter-Gebilde.
Trotzdem frage ich mich, warum un alles in der Wlt Du Deinen Beitrag zum "Spannungsfrühglühen" offtopic einsortiert hast eye rolling smileyconfused smiley

Es war eher ein "Spätglühen" als ein "Frühglühen", die Wärmebehandlung wurde ja NACH dem Drucken durchgeführt ;-)

Ich meine, Deine Antwort war schon angebracht, da ich recht knapp formuliert hatte und der Eine oder Andere vielleicht ähnliche Fragen oder Hinweise gehabt hätte.

Da ich glaube, das außer mir kaum jemand so problematisches und unnützes Zeug druckt, ist es in Offtopic gut aufgehoben;-)

Gruß Michael


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Re: Layer klonen weil Skeinforge "eiert"
01. July 2014 08:01
K.A., was ich da getippt habe, bei Dir sind ebenfalls Rechtschreibefehler vorhanden winking smiley

Quote
walder
Da ich glaube, das außer mir kaum jemand so problematisches und unnützes Zeug druckt
Das mag ja so sein, trotzdem erwarte ich unter "offtopic" eher so Themen wie Fußball-WM, Handsche häkeln oder Finanzamttips winking smiley

Ich hab mal versucht, Dein Modell zu slicen, hat ewig gedauert und am Schluss hat RepHost die Ausgabe nicht gefunden.
Jedenfalls sagt mir das Ergebnis nicht so wirklich zu.

Sogar das neue Cura streikt da bei mir.
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