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Schrittmotor Hysterese

geschrieben von windiesel 
Schrittmotor Hysterese
21. March 2016 05:50
Hallo Forum,

es gibt eine Sache die ich einfach nicht verstehe.

Mein Drucker ist ein Delta mit RADDS, RAPS128 und 1,8° Schrittmotoren.
Er läuft auf 12V. Motoren laufen auf 1/128 schritte mit 20iger pully. Ich habe 640 Schritte Pro millimeter.

Wenn ich beim kalibrieren das Papier einklemme bei Z0 und dann in 0,1mm schritten hoch fahre kann ich bei 0,3mm das papier wieder bewegen. Wenn ich dann wieder runter fahre bewegt sich nicht und ich kann das Papier noch bei 0,2mm bewegen und ich habe nicht das gefühl das der drucker sich bewegt hat. Erst wenn ich dann auf 0,1mm runter gehe ruckt der Effektor und das Papier ist wieder geklemmt.
Theoretisch sollte der Drucker doch eine Auflösung von 1/640 mm haben.

Ich kann mir nur vorstellen das ich den decay doch nicht richtig eingestellt habe aber eigentlich habe ich das getan Oo.

vielleicht habt ihr eine Idee.

Gruß
Keivn
VDX
Re: Schrittmotor Hysterese
21. March 2016 07:03
... das ist meist die "Elastizität" in Kombination mit der Haftreibung bei Zahnriemen-Antrieben oder nicht vorgespannten Spindel-Antrieben.

Du brauchst eine Mindest-Kraft zum 'Losbrechen' des Schlittens nach einem Stop, was mehrere (bis viele) Schritte benötigt, bis es sich bewegt ...


Viktor
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Re: Schrittmotor Hysterese
21. March 2016 07:32
meinst du es hilft den strom zu erhöhen? ich fahre mit etwa 0,6A und könnte bis 1,8A aufdrehen.
VDX
Re: Schrittmotor Hysterese
21. March 2016 09:16
... an der Elastizität des Zahnriemen ändert das auch nichts ...


Viktor
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Re: Schrittmotor Hysterese
27. March 2016 09:04
Doch, ein Erhöhen des Stroms könnte auch helfen.

Der Schrittmotor selber verhält sich auch elastisch. Das merkt man z.B, wenn man eine größere Riemenscheibe am Motor montiert ,diesen bestromt und dann die Scheibe von Hand drehen möchte. Die Scheibe lässt sich quasi elastisch drehen, bis das Haltemoment überschritten und ein Schritt übersprungen wird. Der Motor wirkt also wie eine Feder. Zusammen mit dem Widerstand durch die Führungen und den Riemen kommt diese Hysterese zu stande, dazu kommt noch durch den Riemen ein wenig Umkehrspiel.
Das Haltemoment und analog dazu die Federrate können durch den Strom erhöht werden, dadurch kann die Hysterese reduziert werden. Außerdem kann es helfen, wenn du (falls möglich) die Führung leichtgängiger machst. Der Riemen sollte auch ausreichend stramm gespannt sein, um das Umkehrspiel zu reduzieren.

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.03.16 09:05.
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