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3D-Drucken mit UV-Licht und Harz

geschrieben von Feuerkraft 
3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
13. June 2012 17:35
Hallo zusammen,

bin gerade beim surfen über folgendes gestolpert und wollte es euch nicht vorenthalten, da ich glaube das die wenigsten davon wissen (mich eingeschlossen).

Es geht um einen Eigenbau 3D- Drucker
der mit UV -Licht ein UV empfindliches
Harz, ich glaube es wird Resin genannt zum erhärten bringt. Das Gerät arbeitet super fein.


[www.youtube.com]

Schönen Gruß
VDX
Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
13. June 2012 17:52
... lies dich hier mal rein - speziell die Beiträge von Fernando (User 'spota') mit seinen UV-Resins sind dafür interessant: [forums.reprap.org]


Viktor
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Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
14. June 2012 08:56
oder hier [www.cncecke.de]

...

Grüße

Joachim
VDX
Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
14. June 2012 10:29
... in der CNC-Ecke kann man (leider) nur was lesen, wenn man angemeldet/eingeloggt ist eye rolling smiley


Viktor
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Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
24. August 2012 16:30
Ließe sich das nicht auch mit einem UV-Laser und zwei von den Dingern machen? Ließen sich die über einen Arduino ansteuern (und mit welchem Aufwand?)
[www.ebay.com]

Für SLS sollte das eventuall auch gehen, oder?
VDX
Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
25. August 2012 16:20
... schau dir die Bilder hier an: [laserfreak.net]

Das sind die Komponenten von einem typischen SLA-Drucker.

Ähnliche Galvos und passende Analog-Treiber gibt's gelegentlich bei ebay oder im Laserfreak-Forum, die dafür üblicherweise verwendete Software ist aber eher für Lasershow-Anwendungen gemacht und nur bedingt zum Drucken geeignet.

Meine Teile stammen aus einem SLA-Drucker, der vor etwa 20 Jahren um die 600k€ gekostet hat - heute wäre das deutlich günstiger, aber immer noch nichts für den Hausgebrauch.

Fürs selberbauen wäre ein UV-Laser auf einer CNC-Fräse zwar langsamer, aber deutlich genauer und einfacher aufzubauen, als ein DIY-XY-Scanner.

Noch besser für den DIY-Bereich geeignet ist die Lsung mit einem modifizierten DLP-Beamer, der durch den Boden einer Glaswanne hindurch belichtet - dazu gibt's im Link in meinem ersten Thread ein paar Beispiele ...


Viktor
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Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
25. August 2012 21:00
Danke für den Link. mit den beamern gibt es ja zweiProbhleme:
1: Sie sind nach wie vor recht teuer
2: wenn der UV-Filter entfernt wird, ist die Lebensdauer eingeschränkt.

Daher der Gedanke, anstelle eines Beamers einen Laser mit zwei Galvos von untern belichten zu lassen, oder - wenn die Dinger das Aushalten auch von oben auf ein Pulverbett für SLS. Die Videos von SLS-Systemen, die ich bisher gesehen habe, lassen darauf schließen, daß die einen Ähnlichen Aufbau haben.
VDX
Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
26. August 2012 16:31
... ich habe einige unterschideliche IR-Laser, die stark genug sind, Pulver aufzuschmelzen und habe den XY-Scanner auch eigentlich dafür vorgesehen - das wird aber noch etwas warten müssen ...

Für einen UV-Beamer-Drucker habe ich einen UV-Pulslaser, der sich sehr gut als 'Lampe' für einen DLP-Beamer eignen sollte. Der Strahl ist nicht so stark gebündelt, da die Laserkavität nur etwa 50mm lang ist, aber viel homogener, als der einer UV-Lampe, so daß die 'Abbildung' viel schärfer wäre.

Die Leistung ist sehr hoch (ca. 400kW max.), läßt sich aber soweit reduzieren und aufweiten, daß die Spiegelelemente nicht verdampfen, wend der Laser pulst.
Die Belichtungszeit bei normalen UV-Lampen liegt bei etwa 4-8s pro Schicht, mit dem Laser ließe sich das auf ein paar ms reduzieren, was einen ziemlich schnellen Aufbau von extrem dünnen und präzis konturierten Schichten erlauben würde.

Ich muß noch ausprobieren, ob es möglichist, dafür eine Vorrichtung aufzubauen, die es erlaubt, mehrere Zustellungen pro Sekunde durchzuführen, ohne daß sich beim Hochfahren des ausgehärteten Teils (bzw. der gerade härtenden Schicht) Vakuumblasen im Gießharz bilden ...


Viktor
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Hi,

ich beschäftige mich seit ein paar Monaten mit dem Thema.
Bin jetzt soweit, dass ich an der Mechanik arbeite, um einen XY-Scanner aufzubauen.
Der wird dann einen violetten Laser (420nm) auf Resin strahlen lassen. Die Software wird erst mal eine einfach Vector-Verfolgung sein, um die Belichtungszeiten zu checken.
Die Bodenplatte wird im Resin abgesenkt für die Z-Ablenkung.
Mein Resin wird zuerst ein einfaches UV-härtendes Harz sein.
Mal sehen, ob man nicht evtl. mit einem 300mW-Laser und 420nm auch mit einfachem UV-Harz eine vernünftige Form hinbekommt und man auf das teure Resin aus USA verzichten kann (das kostet so ca. 200 Euro/Liter mit Zoll.
Das UV-härtende Harz ist für 35,- Euro/Liter zu haben, glasklar oder pigmentiert.

Hat hier evtl. schon Jemand Erfahrung damit?

Gruss
Peer
VDX
Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
05. October 2012 17:43
Hi Peer,

ich habe ca. 1,5kg für um die 80€ + 30€ Porto von Fernando (RepRap-user spota) - du findest hier ein paar Basistypen: [www.spotamaterials.com]

Das Zeug ist perfekt für 405nm geeignet und kann viel länger gelagert werden, als die meisten handelsüblichen Resins.

Er probiert auch mit Additiven für elastische Solids und Wachs-microspheres fürs Ausbrennen ...


Viktor
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Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
07. October 2012 07:55
Hi Viktor,

ich habe mir die Seite mal angeschaut, wirklich spannend, was er anbietet.
Meinst Du, dass mein 420nm Laser da auch geht? Ich meine, die Frequenz ist ja nur eine Basisfrequenz, da ist eine gewisse Brandbreite vorhanden, ich weiß nur nicht, wie groß die ist.
Fernando hat ja die Bandbreite von bis zu 420nm angegeben. Ich werde sehen, wie der Laser das belichten kann.
Und Du hast recht: Das mit dem Aushärten von 1k-Harzen ist natürlich ein Problem, schon dann, wenn die Belichtung bzw. das ziehen des Objektes ein paar Stunden dauert, wenn es größer ist. Da könnte das andere, einfache Harz dann schon so langsam anfangen, auszuhärten...
Ich glaube, ich werde das Resin von Fernando mal testen, auch wenn es doch ein Stück teurer ist, aber so viel Resin verbraucht ein Modell ja auch nicht.
Das mit den Wachsads ist auch sehr spannend. Dann kann man alle möglichen Teile gießen. Oft reicht es ja schon, die aus Zinn zu gießen, wenn man spezielle Teile braucht oder nur Dekosachen basteln möchte. Da ergeben sich vielfältige Möglichkeiten...super!

Ich fange jetzt an, die Hardware zusammenzuschrauben und die Software zu programmieren zur Ansteuerung. Wie gesagt, es wird zum Testen erst mal ein einfacher Vectorfolger werden und im zweiten Schritt ein Dotter.
Mal sehen, wenn das gut geht, werde ich den Laser evtl. gegen einen richtig guten im UV-Bereich ersetzen, damit die Belichtung schneller geht.


Es wird spannend....

Gruss
Peer
VDX
Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
08. October 2012 07:02
Hi Peer,

was für einen Laser hast du, daß der 420nm hat?

Die meisten UV-Laserdioden haben 405nm, die meisten UV-Laserröhren unter 340nm.

Bei meinem Harz habe ich mit 445nm bei 500mW nur eine extrem langsame Aushärtung (durch das Harz hindurch, auf dem Boden!) hinbekommen, während die 405nm-Laserdioden und LED's eine sehr schnelle Aushärtung von der Oberfläche aus schaffen.

Du kannst ihn auch fragen, ob er dir ein besser zu deiner Wellenlänge passendes Resin zusammenmischt ...


Viktor
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Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
09. October 2012 04:04
Hi Viktor,

ich habe einen Diodengepumpten KTP-Kristall. Daher die Frequenz. Momentan habe ich mir aber auch schon einen 405nm Laser mit 200mW besorgt. Mal sehen, wie die beiden funktionieren.

Ich möchte Fernando nicht extra mit einem anderen Harz beauftragen, wenn es nicht unbedingt nötig ist.

Kannst Du mir ca. sagen, wie lange das Harz zur Härtung braucht, wenn man es mit einem 200mW Laser beschießt?
Also wie schnell ich den Strahl verfahren kann?
Ich fahre -wie schon gesagt- Vectoren ab, eher wie bei den "Presswurstdruckern", also nicht mit einem DLP.
Der Strahl wird also direkt das Harz belichten im Brennpunkt.

Viele Grüße
Peer
VDX
Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
09. October 2012 04:17
Hi Peer,

... da reichen je nach Mischung und Energiedichte (Fokussierung) ein paar ms zur Aktivierung - ich habe noch keine genauen Zeittests gemacht, will bei Gelegenheit (wenn ich die Stickstoff-Versorgung zusammen habe) aber auch noch ausprobieren, was ich mit dem N2-UV-Pulslaser mit 337nm und 300ps langen Pulsen bei dem Resin von Fernando und einem UV-Kleber aus dem Bauhaus erreichen kann ...


Viktor
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Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
09. October 2012 05:36
Hi Viktor,

ein paar ms meinst Du? Dann kann die Kiste ja richtig schnell arbeiten, ich hatte schon Sorge, dass die Linienleistung bei irgendwie eine paar mm/s liegt. Das kann ich dann wohl eher auf ein paar cm/Sekunde steigern.
Mit direktem Strahl ist das dann ja richtig schnell zum Drucken geeignet.

Mir ist die Auflösung zunächst noch nicht so wichtig, deshalb werde ich wohl erst mal mit "Draft"-Ausdrücken zufrieden sein und brauche keinen allzu genauen Focus.
Auflösungen im <1mm Bereich reicht mir zunächst. Die Mechanik wird zwar mehr hergeben, aber das wollte ich Schritt für Schritt verbessern. Zuerst mal Erfahrung mit dem Laser und dem Harz sammeln.

Übrigens habe ich ein Harz mit UV-Aktivierung gefunden, dass nur 30,- Euro/Liter kostet und glasklar ist: (www.harzsepzialisten.de ...komisch, ist momentan für mich nicht erreichbar...).

Könnte auch mal ein Versuch wert sein.

Hast Du den N2-Laser selbst gebaut oder irgendwo abgestaubt?

Gruss
Peer
VDX
Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
09. October 2012 06:04
Hi Peer,

soviel ich weiß, war in dem alten SLA-Drucker ein HeCd-Laser drin mit [email protected] - und die haben damit mit bis zu einigen 10m/s und 0.05mm Auflösung gedruckt eye popping smiley ... da sollten die [email protected] ähnliche oder sogar bessere Werte mit Fernandos auf 405nm optimiertem Resin hinbekommen grinning smiley

Die N2-TAE-Pulslaser sind eine ziemlich alte Entwicklung von Arnold Neracher (von ca. 1978), die später von amerikanischen Forschungs-Instituten und der DARPA verwendet wurden - hier siehts du das gleiche (evtl. sogar das selbe?) Teil wie meins in Aktion: [www.youtube.com]

Fürs XY-Scannen ist die Kohärenzgüte (bzw. kleinster möglicher Fokusdurchmesser) nicht wirklich brauchbar, dafür gibt das Teil aber eine perfekte UV-'Lampe' für einen UV-DLP-Beamer ab, wenn ich die gesamte Optik entferne und den Strahl über den DMD-Chip aufs Target lenke.

Eventuell geht das soweit, daß ich den Strahl vorher auf etwa 40mm aufweite und dann leicht fokussierend über den DLP-Chip auf einen ca. 2mm großen Fleck fokussiert bekomme ... dann sollte mit den ca. 16 Mikrometer großen Spiegeln eine 'Bildauflösung' von ca. 5µ und eine ca. 25 mal höhere Energiedichte als am DMD-Chip möglich sein ... evtl. ausreichend für die Mikro-Materialbearbeitung (ähnlich wie mit einem Excimer Laser), ohne gleich die Mikro-Spiegel wegzudampfen winking smiley

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.10.12 06:13.


Viktor
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Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
09. October 2012 07:29
interessantes Teil, der Laser...

Zum XY-Scannen: Wie gesagt, die Auflösung soll nicht so hoch werden, ich fange erst mal an. Den Laser kann ich später immernoch gegen einen hochwertigen Strahler austauschen mit hoher Strahlgüte.
Ich möchte vor allem größere Teile mit verminderter Auflösung machen. Da ist die Güte nicht so ganz wichtig, zumindest nicht am Anfang.

Einige 10m/s, hui, da kommen die Stepper aber nicht mehr mit moody smiley

Vielen Dank für die Infos, kann ich gar nicht hoch genug einschätzen....

Gruss
Peer
VDX
Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
09. October 2012 07:51
... willst du Stepper für die Spiegel-Ablenkung verwenden? ... dafür werden meist Galvos eingesetzt - hier z.B. ein Komplett-Set für 88€: [www.ebay.de]

Bei Steppern mußt du auf die physikalische Voll- gegen Mikro-Schrittauflösung und maximal mögliche Taktraten achten - ich habe z.B. Motoren und Treiber von Berger-Lahr/Positec mit 1000 Schritten pro Umdrehung Vollschritt bis 20kHz Taktrate und 1/10 Mikroschritt-Auflösung bis 200kHz (=>gleiche Winkel-Geschwindigkeit!) ... oder Treiber mit 'hyper'-Mikroschrittauflösungen bis 1/256 (=51200 Schritte Pro Umdrehung) mit bis zu 10MHz Taktrate, aber noch keinen Controller, der schnell genug dafür wäre confused smiley


Viktor
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Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
10. October 2012 03:47
ich wollte den kleinen Laser direkt sozusagen als Druckkopf verfahren (Wobei die Galvanoeinheit ja wirklich unglaublich günstig ist!). Eine Ansteuerung für die Galvanos ist mathematisch doch recht aufwändig, wegen der Paralaxe. Da trau ich micht nicht ran.
Allerdings möchte ich die Software selbst programmieren, und da ist eine XY-Verfahrung einfacher anzusteuern.
Bezüglich der Stepper ist es richtig, da muss man die Einzelschritte(Microschritte) und die Verfahrgeschwindigkeit und die notwendige Übersetzung berechnen.
Mir war z.B. noch nicht klar, dass die Treiber ein Geschwindigkeitsproblem haben. Auf jeden Fall sollte man wohl keine Anfahrrampen verwenden sondern nur linear verfahren, sonst stimmen die Koordinaten der Achsen ja nie überein, soweit klar. Verzögerungen sind hier natürlich auch tödlich...
Die Motoren und Treiber müssen also recht kräftig sein (nicht die kleinsten verwenden) um die Trägheit des Laseraufbaus auszuschließen, der ja immer mitfährt.
Wichtig, wichtig.

Soweit erstmal danke....

Gruss
Peer
VDX
Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
10. October 2012 05:47
... für sowas habe ich mir einen etwas stabileren DIN-A3 Flachbett-Plotter zugelegt, bei dem der Arm beidseitig über Zahnriemen angetrieben wird und wo ich die Endstufen irgendwann durch die 1/256-Mikroschrittreiber ersetzen will - die gibts immer wieder mal für wenig Geld bei ebay (hab' meinen für 50€ von einem Laserfreak-Fori)

Der Plotter ist stabil/kräftig genug, um auch schwerere Laserköpfe zu bewegen (siehe Bild "...Koepfe.jpg") ... der Hersteller bietet als Zuatz-Option Frässpindeln oder noch schwerere Beschriftungslaser an.

Ich hab's damit noch nicht wirklich probiert, da ich die bisherigen Laser-Applikationen auf der CNC-Fräse machen konnte - fürs Lasersintern mit vielen Layern und im Tisch verenkbarer Aufbauplatte werde ich mir den aber irgendwann doch nochmal vornehmen müssen ... hab' für sowas aber auch noch den 40W-CO2-Lasergravierer, bei dem ich ebenfalls ein Loch unter die Arbeitsebene machen kann - mal sehen, was ich zuerst hinbekomme ...


Viktor
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Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
10. October 2012 06:23
An einen A3-Plotter hatte ich auch schon gedacht, aber ich komme immer wieder auf den Selbstbau zurück, weil ich denke, dass der Umbau oft fast schon aufwändiger ist, als ein einfacher Neubau. Die Linearantriebe würde ich über Zahnriehmen machen, die Führung auf Chromstahlstäben mit Linearführung. Da kann man sich heute billiger Standardbauteile bediehnen. Allerdings sind im Plotter ja auch schon Motoren und die gesamte Mechanik vorhanden...
Man, gar nicht so einfach. Möchte mir natürlich auch keinen Aufwand machen, der für ein paar Euro so zu bekommen ist...

Gruss
Peer
Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
12. October 2012 05:28
Der CO2-Lasergravierer: Ist das ein Chinamodell? Die werden ja wirklich billig für ca. 1200,- Euro bei Ebay angeboten.
Finde ich unglaublich, den Preis.
Wie hoch ist eigentlich der CO2-Verbrauch bei so einem Ding?

Gruss
Peer
VDX
Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
12. October 2012 05:39
Hi Peer,

das sind versiegelte Röhren mit einer Einmal-Füllung ohne CO2-Verbrauch mit einer 'garantierten' Lebensdauer von 1000-1300 Stunden (laut Hersteller) - in echt läßt die Leistung meist schon nach ein paar Hundert Stunden merklich nach ... wenn du Pech hast, auch schonmal nach 50 Stunden eye rolling smiley

Such bei ebay mal nach "lasergraviermaschine" und schau dir die Teile mit 40Watt an - sind alles die gleichen Typen ...


Viktor
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Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
12. October 2012 07:21
OK, versiegelte Röhren. Das die soviel Leistung ausgeben ist ja wirklich was.
Was kosten Die Röhren denn, wenn man Nachschub braucht? Oder kann man die sogar evtl. pimpen, dass die Füllung erneuert werden kann?

Gruss
Peer
VDX
Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
12. October 2012 07:38
... gibts von den Chinesen als 'nackte' 40W-Röhre mit Netzteil für knapp 250€ bis zu etwas über 1000€ für eine 130W-Röhre ...


Viktor
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Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
12. October 2012 07:45
wow, das wird ja immer interessanter. Mit 130 W kann man aber schon Einiges schneiden...natürlich noch kein Metall, aber dickes Sperrholz mit 5-10 mm sollte da drin sein.
Ich glaube, mit 40W schafft man ca. 3 mm Sperrholz mit einigermaßen vernünftiger Zeit...

Gruss
Peer
VDX
Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
12. October 2012 08:01
... ich hab' den CO2-Gravierer als "leicht defekt mit nur wenigen Stunden Testbetrieb" auf Verdacht hin eingetauscht - ich plane damit was in Richtung Pulversintern/Aufschweißen für durchsichtiges Glaspulver und helle Kunststoffpulver oder Angelschnur ... da reichen mir schon 3-5Watt, allerdings fehlte mir bisher die Wellenlänge für durchsichtige/helle organische Materialien.

Fürs Schneiden von dickeren Platten habe ich immer noch den 50Watt-Faserlaser, den ich auf unter 10µ fokussieren kann. Mit einem kleinsten möglichen Spot von z.B. 5µ und 1070nm wäre ich von der Energiedichte in etwa in der kW-Klasse der NdYAG-Laser ... da fehlt dann nur noch die Gesamtleistung für stark wärmeleitenden Werkstoffe, sonst könnte ich damit statt 0.5mm-Stahlfolien auch Stahlplatten von ein paar cm Dicke durchtrennen.

Auf dem Bild vom DIN-A3-Plotter siehst du eine Laserdiode und einen optischen Kopf - der Kopf ist der Kollimator vom Faserlaser mit einer davorgesetzten Fokussierlinse - den kann ich. so wie er ist, direkt anstelle der CO2-Röhre ins Gehäuse reinsetzen und die gleichen Umlenk-Spiegel verwenden ... müßte nur die CO2-Fokussierlinse gegen die im Kopf austauschen ...

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.10.12 08:03.


Viktor
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Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
15. October 2012 04:31
Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass man mit 3-5 Watt (und der richtigen Wellenlänge und dem passenden Material) tatsächlich schon Pulversintern kann...oder mit einem Faserlaser tatsächlich so gut Focussieren kann, dass man damit Stahlplatten schneiden kann!

Da ist ja anscheinen so einiges drin, selbst mit relativ "schwachen" Lasern.

Dazu ist doch aber eine eigene Entwicklungseinheit bzw. Mechanik dann optimal, um all die Möglichkeiten mal auszutesten. Ein anderer Laser eingebaut, eine andere Materialwanne/Funktion (Resin, Pulver, Blech usw.) installiert und los geht es.
Besonders, weil man dann alle Parameter nicht immer wieder neu aufbauen muß. Die Verfahrung ist dann einheitlich und man braucht die Ansteuerung nicht immer wieder neu zu "erfinden".

Meinst Du nicht auch?

Ich habe Zugang zu einem Dienstleister, der mir Teile Lasern kann. Dann wird es auch nicht so eine einfacher Sperrholzaufbau, der schon bei erhöhter Luftfeuchtigkeit verzieht, sondern alles aus 5mm Alu z.B. Außerdem wird die Sache dann recht schwingungsarm, was für Schrittmotorverfahrung nicht ganz unwichtig ist, vorausgesetzt man konstruiert die Kiste korrekt.

Der violette Laser mit 300mW/420 nm ist jetzt da. Der Strahl ist noch ca. 2mm im Durchmesser und nahezu kreisrund. Den Rest werde ich über eine Blende "hinzirkeln" und dann mit einer einfachen Linse bündeln. Mal sehen, was ich da so an Leistung heraus bekomme.
Die Blue-ray-Diode 200-300mW/405nm mit Kollimator ist unterwegs, hat einen Kühlblock und einen kleinen Ventilator zur Wärmeabfuhr. Den würde ich dann direkt auf den Druckkopf flanschen bzw. das ist dann schon der Druckkopf.
Für die Mechanik kontruiere ich noch die Grundplatte auf CAD, die geht noch in diesem Jahr zum lasern.
Ich bin noch etwas hin und hergerissen, ob ich die Verfahrung mit Zahnriehmen oder mit Spindel machen soll. Zahnriehmen dämpft schön und hat keinen Schlupf, dazu ist der Laser zu leicht. Die Spindel ist natürlich genauer zu verfahren, ist aber dadurch auch langsam. Ich möchte halt nicht die Höchstauflösung fahren, (ca. 0,1mm), sondern schnell sintern/belichten...

Gruss
Peer
VDX
Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
15. October 2012 05:13
... mit normalen Stepern und -Treibern ist Zahnriemen deutlich schneller, du mußt aber min. 1/8 Mikroschritt fahren, sonst vibriert dein Aufbau und resonieren die Zahnriemen trotzdem noch, was du dann vor Allem am 'Wackeln' bei schrägen Linien siehst.

Ich habe die Isel-Fräse als 'Standard-Mechanik' mit diversen Wechselköpfen fürs Fräsen, FDM-Drucken, Paste-Dispensen oder Lasern - die hat zwar nur 1/2-Schritt, hat dafür mit 5mm/U-Spindelantrieb aber immer noch 0.0125mm Schrittweite bei etwa 30mm/s max. speed, so daß sich das kompensiert und ich damit auch halbwegs präzise und schnell Lasern kann.

Der A3-Plotter ist mit doppeltem Zahnriemenantrieb für die leichten Laserköpfe auch (evtl. sogar besser) geeignet - den und den Lasergravierer habe ich aber noch nicht im Einsatz gehabt ... bisher alles auf der Fräse gemacht.

Für höhere Auflösungen und Geschwindigkeiten mit Spindeln habe ich noch 3 hochpräzise, vorgespannt Linearachsen mit 180mm Weg und Motoren+Treiber mit 10000 Schritten pro Umdrehung bei bis zu 200kHz Schrittfrequenz - das macht eine Schritt-Auflösung von 0.0005mm (bzw. 500nm) bei einer maximal möglichen Geschwindigkeit von bis zu 100mm/s, was für die meisten Aufgaben, für die das Teil gedacht ist, ausreichend wäre ...

Zur Laserleistung - der Faserlaser kann dünne Stahlbleche (ich schätze mal max. 1mm) mit einem extrem dünnen Schnittspalt schneiden - bei dickeren Platten wird die Energie zu schnell abgeführt, so daß er nicht mehr durchkommt, sondern nur eine Gravierspur mit Schmelzgrund hinbekommt ... eventuell kann ich da mit Druckluft zum Ausblasen der Schmelze und mehrfach drübergehen mehr erreichen ...

Fürs Pulver-Schmelzen - hier habe ich mit etwa 2-4W Leistung aus einer IR-Laserdiode schwarze Gestein-Mikrokugeln (ca. 0.2mm) auf weiße Keramik-Fliesen aufschmelzen können ... der fokussierte Faserlaser war bei 2W schon viel zu stark - der hat die Mikrokugeln komplett verdampft, so daß sie sich als grünes/durchsichtiges 'Kondensat' in Form von noch kleineren Kugeln agesetzt haben ... hier kann ich die Leistungsdichte durch Aufweiten soweit reduzieren, daß es die Mikrokugeln 'nur' aufschmilzt ...

Wenn du überlegst, daß du mit einer 200mW-Diode aus einem DVD-Brenner die ca. 0.3mm dicke schwarze Rückseite einer CD-Hülle lochen oder schneiden kannst, dann sollte es auch klar sein, daß fürs Aufschmelzen einer z.B. 0.1mm dicken schicht aus schwarzem ABS-Pulver viel weniger Leistung erforderlich ist - du willst ja das Pulver nur verflüssigen und nicht wegdampfen!

Pulversintern mit Kunststoff hat (gegenüber Metall) neben der viel geringeren erforderlichen Leistung auch noch den Riesen-Vorteil, daß du kein Schutzgas benötigst winking smiley


Viktor
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Re: 3D-Drucken mit UV-Licht und Harz
15. October 2012 05:45
VDX Wrote:
-------------------------------------------------------
> Wenn du überlegst, daß du mit einer 200mW-Diode
> aus einem DVD-Brenner die ca. 0.3mm dicke schwarze
> Rückseite einer CD-Hülle lochen oder schneiden
> kannst, dann sollte es auch klar sein, daß fürs
> Aufschmelzen einer z.B. 0.1mm dicken schicht aus
> schwarzem ABS-Pulver viel weniger Leistung
> erforderlich ist - du willst ja das Pulver nur
> verflüssigen und nicht wegdampfen!

Hi,

du willst ja "sprinten" nicht "kriechen" mit dem Laser d.h. er bleibt ja nich lange an einer Stelle um die volle Energie abzugeben, oder?

cu
Hirte
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