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DLP mit epoxy

geschrieben von Gerard Choinka 
DLP mit epoxy
15. August 2012 17:03
Hallo, bei den 3D Druckern die auf flussigen Kunststoffund UV aushartung setzen ist ja immer das problem das der Kunststoff recht teuer ist, ich habe mich gefragt ob man nicht normales epoxy nahmen kann welches gekuehlt ist, so wie ich es verstanden habe braucht die reaktion zum ausharten eine mindest temperatur, dort wo der beamer beleuchten wurde koennte diese temperatur erreicht werden
oder man bringt auf andere weise warme in das epoxy

naturlich ist das nicht einfach das ganze kalt zu halten, weil das ausharten auch warme veruhrsacht und wenn man nicht aufpasst hat man ein grossen block erzeugt aber die kosten fuer epoxy sind recht moderart, ausserdem kann man jeden beamer nutzen nicht nur dlp weil man braucht nur licht und nicht UV

ausserdem ist kondenzwasser auch ein problem

was denkt ihr kann man mit gekuehlten epoxy ein dlp 3d drucker bauen?

bye gerard
Re: DLP mit epoxy
15. August 2012 17:21
Sag niemals nie..., doch hier bin ich versucht zu sagen, dass das nicht geht, da die Polymerisation des Epoxys auch bei geringer Temperatur stattfinden sollte - nur langsamer und mit geringerer Endfestigkeit (die häufig angegebene Mindesttemperatur bezieht sich nach meinem Verständnis nur darauf, dass die spezifizierte Festigkeit erreicht wird).

LG, Willy
Re: DLP mit epoxy
16. August 2012 01:20
Hi,

ich habe bereits einen 3D DLP Printer gebaut und mich intensiv damit beschäftigt:

Nicht direkt die Temperatur ist entscheidend für das Aushärten, sondern die durch beigemischte Fotoinitiatoren ausgelöste Molekülverkettung.

Das Teure sind gerade diese Fotoinitiatoren, nicht der Grundwerkstoff Harz.

Fernando von Spotamaterials.com ist bisher der günstigste mir bekannte Europa Anbieter von Harz mit ca.80 - 90 EUR pro Liter.

Man muss schon froh sein, dass er überhaupt an Privatpersonen verkauft.

Die Harze sind übrigens nicht ganz ohne , es gibt da alles von stark krebserregend bis atemwegsschädigend, aber auch "neutral"....
VDX
Re: DLP mit epoxy
16. August 2012 02:48
... was auch noch geht - UV-härtende Kleber mit einem lichtichten Dispenser und UV-LED's drumrum zum Aushärten nach dem Auftragen - [isp-UV.jpg" target="_blank" rel="nofollow">reprap.org]

Das funktioniert dann genauso wie FDM-Drucken und auch mit den gleichen Programmen/G-Code-Files.

Ein gut handhabbares (aber ziemlich stark riechendes/giftiges Zeug) ist z.B. Acrifix192 oder die (nicht stinkenden) Bondic-Kleber.

Nach Menge/Volumen sind die aber teurer, als Fernando's Resin ...


Viktor
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Re: DLP mit epoxy
05. September 2012 10:33
Hallo Jack

Auf der Suche nach Infos zu einem SLA / DLP Drucker bin ich auf dem Forum hier gelandet.

Bezüglich Materialien habe ich folgendes soweit gefunden :

- UV aktivierbare Lacke: [3dprinter.wikidot.com] ab ca. 21$ pro 950ml

- Rezepte für UV + Vis aktivierbare Lacke: [3dprinter.wikidot.com] ab ca. 17 bis 40$ pro kg

Ich hoffe die Preise klingen atraktiver ;-)

Aktuell bin ich auf der suche nach Tips & Tricks die man beim Bau eines DLP 3D Pinter beachten sollte.
(z.b. wo gibt es günstige Lineartische, wie verändert man die Optik des Beamers, Muss man das Farbrad entfernen, ... und auch Dinge wie wo braucht man Support Strukturen, wie erzeugt man sie,..)

Über Feedback würde ich mich freuen

Jack_n Wrote:
-------------------------------------------------------
> Hi,
>
> ich habe bereits einen 3D DLP Printer gebaut und
> mich intensiv damit beschäftigt:
>
> Nicht direkt die Temperatur ist entscheidend für
> das Aushärten, sondern die durch beigemischte
> Fotoinitiatoren ausgelöste Molekülverkettung.
>
> Das Teure sind gerade diese Fotoinitiatoren, nicht
> der Grundwerkstoff Harz.
>
> Fernando von Spotamaterials.com ist bisher der
> günstigste mir bekannte Europa Anbieter von Harz
> mit ca.80 - 90 EUR pro Liter.
>
> Man muss schon froh sein, dass er überhaupt an
> Privatpersonen verkauft.
>
> Die Harze sind übrigens nicht ganz ohne , es gibt
> da alles von stark krebserregend bis
> atemwegsschädigend, aber auch "neutral"....
Re: DLP mit epoxy
05. September 2012 11:13
Hi,

wenn Du Dich nicht mit Misserfolgen quälen willst, dann beginne mit dem Harz von Fernando (Spotamtaerials.com).
Wenn dann mal alles läuft kannst Du immer noch Alternativen suchen.

1 Liter reicht für viel Leidenszeit eye rolling smiley

Lineartisch brauchst Du keinen, bei dem DLP Printer wird in X und Y eigentlich nicht verfahren.
Du brauchst eine Z-Achse und einen Abzieh/Ablösemechanismus.
Du brauchst einen Slicer, der Bilddateien erzeugt und Mach3 als Steuerung für den Drucker.

Die Z-Achse könnte ich Dir verkaufen, Kugelrollspindel mit Nema 23 Antrieb.
Fahrweg ca. 200mm
Preis 150 EUR + Versand.

Melde Dich am besten in Peters CNC Ecke an, da kannst Du noch mehr erfahren.

Es reicht ein normaler DLP Beamer, ich habe auch noch einen da bei dem das Farbrad schon entfernt ist, kommt Dich auf 200 EUR wenn Du ihn willst (Acer X1130P).

Mit dem bekommst Du die Auflösung hin die ich in der CNC Ecke zeige.
VDX
Re: DLP mit epoxy
05. September 2012 14:50
... ich gehe einen etwas anderen Weg und habe mir dafür gerade bei ebay einen als 'defekt' gekennzeichneten DLP-Beamer, bei dem die Lampe ausgebrannt ist, für 30€ ersteigert und baue da die Lampenhalterung und alle Filter und störenden Teile aus, um mit einem UV-Laser direkt über den DLP-Chip das Resin zu belichten.

Als Slicer eigent sich der Freesteel-Slicer - hab' mit dem schon ein paar Sachen ausprobiert, um das richtig komfortabel zu machen, könnte ich mir eine mini-App programmieren, bei der die Parameter per Maus und Variablen eingestellt werden können, statt in einem Batch-file.

Fürs Slicen mit Support könnte sich auch Slic3r eignen, wenn's umprogrammiert wird, um statt einzelner Bahnen komplette Ebenen-Konturen als SVG auszugeben ... da gab's aber schonmal was ähnliches um die originale RepRap-Host-Software.

Im David-Forum habe ich vorgeschlagen, die Glaswanne mit dem UV-Resin nicht linear zu verschieben, sondern kontinuierlich zu drehen (dafür dann eine größere runde Wanne/Schüssel nehmen), damit erschlägt man gleich 'mehrere Fliegen mit einer Klappe' ...

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.09.12 14:52.


Viktor
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Re: DLP mit epoxy
06. September 2012 01:33
Im David-Forum habe ich vorgeschlagen, die Glaswanne mit dem UV-Resin nicht linear zu verschieben, sondern kontinuierlich zu drehen (dafür dann eine größere runde Wanne/Schüssel nehmen), damit erschlägt man gleich 'mehrere Fliegen mit einer Klappe' ...

-> Das habe ich mal probier, Ergebniss war leider das sich eine "Scheibe" ausgehärtetem Harz wie ein Rotationskörper aus der aktuellen Schicht bildet.
VDX
Re: DLP mit epoxy
06. September 2012 01:50
... die Wanne soll nicht konstant durchdrehen, sondern für die Belichtungs-/Reaktionszeit still stehen und dann, statt linear weg und wieder zurück, einfach um etwas mehr als die Belichtungsfläche weiterdrehen.

Wass auch noch gehen könnte - auf den Wannenboden aufgeklebte Glasscheiben, durch die hindurbelichtet wird, dann dreht die Wanne soweit, daß die Glasscheibe unter dem Teil weg ist und ein tieferer Bereich zum Spülen/Auffüllen drunter durchfährt, dann einen Schritt in Z rauf und wieder weiterdrehen bis die nächste Glasscheibe mit gleicher Höhe (oder die gleiche bei 360° Umdrehung) darunter ist, dann weiterbelichten ...


Viktor
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Re: DLP mit epoxy
05. October 2012 13:26
Hi,

Ihr seid ja schon ordentlich dabei.
Ich bin seit ca. 6 Monaten am entwickeln.
Ich möchte allerdings den Weg über einen UV-Laser gehen (bzw. 420nm, also tief Violett).
Die Tips mit dem Resin sind super. Ich suche nun schon seit ein paar Wochen nach Alternativen.
Auch im Bereich Siebdruck gibt es UV-Farben und Hersteller bzw. UV-Harze.
Die sind allesamt billiger, als profi-UV-Resin, ob die aber wie gewünscht funktionieren, ist fraglich.

Ich möchte mit dem Laser zuerst Vectoren abfahren, wahlweise könnte man dann auch auf doting umstellen, also die gesamte Fläche abfahren, und Punkt für Punkt belichten. Das ist aber wohl wieder recht zeitaufwändig, wenn die Auflösung hoch sein soll.

Habt Ihr da Erfahrungen oder Hinweise für mich?

Meine Problem ist vor allem, dass die Harzschichten so dünn wie möglich sind, wenn die nächste Schicht gelasert wird.
Nach meinen Infos wird nach Auftragen der nächsten Harzschicht mit einem Wischer das überschüssige Harz entfernt, wie bei einem Pulverdrucker.
Man könnte es natürlich auch mit einer schnellen Rotation auf eine dünne, neue Schicht bringen, aber ob das bisher gedruckte Objekt nicht darunter leidet?

Hoffe auf Infos.

Gruss
Peer
Re: DLP mit epoxy
05. October 2012 14:16
Kennst du schon den B9Creator [www.youtube.com] ? ich denke der Löst das Problem sehr schön.
hd
Re: DLP mit epoxy
05. October 2012 16:20
schön, aber wo kippt man die spüllösung hin? yawning smiley
guss hd
Re: DLP mit epoxy
07. October 2012 08:03
Wenn ich das richtig sehe, ist das Isoprop. also Alkohol. Stehen lassen, und das verdampft. Das Gefäß hat dann nur noch einen festen Bodenbelag.
Den kann man dann mit den Tüchern dort entsorgen wo man Lacke und andere Stoffe auch abgeben kann (Schadstoffmobil,oder so was)


Mfg
Wolfgang
Aller Anfang war schwer - Wolfstrap Reprap-fab.org Meine Meinung

Erfahrungen kann man leider schlecht weiter geben, die muss man selber machen.
Re: DLP mit epoxy
07. October 2012 08:41
aha, also einmal schütteln bitte...kann Resin eigentlich mit irgenwas verdünnt werden, also um die Viskosität herabzusetzen, damit es wie Wasser wird?
Dann ist tauchen (also das Druckteil langsam in das Resin absenken), die einfachste Möglicheit. Dazu muss das Resin aber sehr dünnflüssig sein, um nicht durch die Oberflächenspannung beim Eintauchen an den Kanten des Objektes "stehen zu bleiben"...

Gruss
Peer
VDX
Re: DLP mit epoxy
08. October 2012 07:25
... die Viskosität wird beim zusammenstellen eingestellt - eine nennenswerte Verdünnung reduziert die Aushärtungsfähigkeit, normal wird nur etwas Acrylfarbe reingemischt, um die Basisfarbe des fertigen Teils und eine reduzierung der Aushärtetiefe pro Belichtung zu erreichen.

Fürs konventionelle UV-Drucken mit 'eintauchendem' Teil wird normal das Teil zunächst tiefer eingetaucht, so daß es komplett 'absäuft', dann wieder hochgefahren, bis es einen Schritt unterhalb der Oberfläche ist, und dann mit einem Schieber das überschüssige Resin runtergewischt ...


Viktor
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Re: DLP mit epoxy
09. October 2012 04:08
Hi Viktor,

alles klar. Der Schieber ist also wirklich nötig, was? (wahrscheinlich außer man möchte dicke Schichten belichten...)

Also noch ein Kanal.

Gibt es bestimmte Vorgehensweisen, wie der Schieber gereinigt wird, z.B. könnte man den immer wieder im Harz absenken, damit am Schieber nichts anhaftet und den rechtzeitig aus dem Harz holen, bevor er wieder schieben soll.
Oder ist das nicht so relevant, weil in einem Druckvorgang am Schieber nichts anhaftet?

(Ich weiß, ist schon sehr speziell, aber wenn denn Wissen vorhanden ist, warum den gleichen Fehler zweimal machen.)

Gruss
Peer
VDX
Re: DLP mit epoxy
09. October 2012 04:35
Hi Peer,

in meinem alten SLA-Drucker von 3DSystems wird der Wischer über der Oberfläche nur hinundher bewegt, nicht abgesenkt.

Eine Z-Achse bewegt die Druckplatte, die aus Lochblech besteht ... und an die Wanne angebaut scheint noch eine Umwälzpumpe und evtl. eine Nivellier-Vorrichtung zum Messen und Einhalten eines definierten Füll-Levels zu sein - hab den Teil noch nicht auseinander gehabt ...

Da das Resin kaum (bzw. sehr langsam) eintrocknet, sondern nur bei Belichtung aushärtet, wird die Wanne abgedunkelt stehen lassen, solange das Resin noch in Ordnung ist.

Der eigentliche Wischer ist ein an eine horizontale Linearführung angeschraubtes Blatt aus Kunststoff, das bei anhaftenden Verklumpungen, die ncht mehr mit einem Lösemittel zu entfernen sind, vermutlich einfach ausgewechselt wird.

Ich kann bei Interesse heute Abend ein paar Bilder von der Wanne und dem Abstreifer machen ...

Anbei ein Bild von dem SLA-Drucker, bevor ich ihn zerlegt und die Einzelteile mitgenommen hatte - links siehst du die Resin-Wanne aus Alu mit der Umwälz-/Nivellierpumpe (schwarzer Turm-Anbau)




Viktor
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Re: DLP mit epoxy
09. October 2012 05:25
Hi Viktor,

super! Vielen Dank für die vielen Infos. Das bringt mich sehr weiter.
Alle Bilder helfen, keine Fehler bedeutet schneller Erfolg.
Ich fange gerade an, mir Teile lasern zu lassen für das Chassis.

Gruss
peer
VDX
Re: DLP mit epoxy
09. October 2012 15:03
... anbei ein Bild von der Wanne mit dem einseitig geführten Schieber:





... und hier die Niveau-Regelung - der Höhenausgleich erfolg durch einen Kunststoff-Verdrängungs-Körper (gelblicher Block), der über eine Spindel in der Höhe verstellt werden kann. Die Messung der Füllhöhe erfolgt durch eine Reflex-Lichtschranke:




Viktor
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Öffnen | Download - Resin-Wanne.jpg (344.9 KB)
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Re: DLP mit epoxy
10. October 2012 03:52
Ach, der Flüssigkeitsstand läuft über einen Verdrängungkörper, das ist natürlich tricky (klar, der Flüssigkeitsstand muss natürlich immer ausgeregelt werden). Ich bin immer davon ausgegangen, dass ich nicht so viel Resin pro Objekt verbrauche um das auszugleichen, wenn der Tank groß genug ist, das ist aber natürlich nicht ganz (bzw. nur selten) richtig und zu kurz gedacht.
So langsam wird die Sache rund.
Vielen Dank noch mal für die vielen Infos.
Ohne die würde ich schnell ins leere laufen.

Gruss
Peer
VDX
Re: DLP mit epoxy
10. October 2012 04:36
... ich kann mir auch vorstellen, daß die ''Überflutung" der Oberfläche nach jedem Z-Shritt nach unten mit dem Verdrängungskörper gemacht und danach per 'Feintuning' nachjustiert wird ...

Dann liefe das mit der Z-Steuerung auch deutlich simpler, als mit tiefer eintauchen und wieder zurück bis knapp unter die Oberfläche.

Die Abfolge dürfte dann so sein:
- ein Z-Schritt tiefer
- Verdrängungskörper [+N]-Schritte tief eintauchen
- und wieder um [-N]-Schritte hochfahren
- Füllstandsanstieg (durch zusätzlich eintauchende Druckbett-Haltestege) über Lichtschranke und Verdrängungskörper ausgleichen
- Schieber drüberfahren lassen

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.10.12 04:37.


Viktor
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Re: DLP mit epoxy
10. October 2012 06:19
ach , ich hatte gerade einen Denkfehler: Beim Belichten wird das Volumen des Resins sich ja nicht verändern. Der Körper wird ja im Resin abgesenkt und damit bleibt das Gesamtvolumen ja stabil. Der Verdrängungskörper wird natürlich benötigt, um die eintauchende Plattform bzw. die Halterungen dafür auszugleichen, letztlich bleibt es der gleiche Vorgang, wie Du oben beschireben hast. Den Füllstand kann man ja sehr schön mit einem Ultraschallsensor machen, muß nur mal sehen, ob die Genauigkeit ausreichend ist, sonst halt optisch.
Der Schieber ist also, wie man sieht, sehr wichtig, denn der erzeugt die Schichtdicke.
Wenn man das Objekt ganz aus dem Resin ziehen würde, würde auch eine dünne Schicht auf dem Druck verlbeiben... (deren Höhe allerdings abhängig ist von der Stegbreite und der Oberflächenspannung des Resins...ne, geht nur mit Schieber).

Für die Ansteuerung würde ich übrigens einen Microcontroller nehmen, der über USB mit dem Rechner kommuniziert.
Wie machst Du das sonst?

Gruss
peer
VDX
Re: DLP mit epoxy
10. October 2012 06:31
Elex Wrote:
-------------------------------------------------------
> Für die Ansteuerung würde ich übrigens einen
> Microcontroller nehmen, der über USB mit dem
> Rechner kommuniziert.
> Wie machst Du das sonst?

... ich passe entweder den jeweiligen PP fü meine Isel-Fräse an und mach's über eins der CAM-Programme ... oder ersetz die Interfacekarte im CNC-Controller durch eine Adapterkarte zum Arduino (siehe Bild) und kanns dann über eins der Programme für RepRap machen ... oder schreib mir ein eigenes Programm für entweder Isel-NCP-Format oder angepaßten G-Code für den Arduino - dann habe ich völlige Kontrolle über Handshake und Optionen ...


Viktor
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Re: DLP mit epoxy
10. October 2012 07:02
OK, da ich gerne komplett unabhängig bin was Software und Konsorten angeht, werde ich es also per MC machen. Da ist dann auch die Schrittmotoransteuerung und Skalierung für mich gar kein Problem mehr.
Ausgehend vom STL-Format sollte die Programmierung nicht ganz so schwer sein.
Evtl. gehe ich aber auch einen anderen Weg für den Anfang, denn es soll ja ein einfach Linienfolger sein, der muß noch nicht 3D-Formate verarbeiten können, sondern einfachen Vectoren folgen. Die kann ich dann in der Folge immernoch aus dem 3D-Modell extrahieren und vectorisieren.
Wie ich es sehe, ist das Resin ja sehr stabil nach dem Druck und muß nicht viel mit Stützstrukturen versehen werden, wenn die Wandstärke stimmt.

Gruss
Peer
VDX
Re: DLP mit epoxy
10. October 2012 07:14
Hi Peer,

ich würde dir für den Anfang Reptier/Slic3r und einen Arduino als Controller für deinen XY+Z+Wischer+Laserbelichter-Aufbau empfehlen - da wird ein STL reingeladen, in Ebenen unterteilt, die mit Linien und einstellparen Füll-Optionen abgefahren werden und wenn erforderlich, auch ein Support mit berechnet und ausgegeben - siehe anhängendes Bild.

Das Programm oder auch der Source-Code sind für deine Erfordernisse frei anpassbar - bis du sowas selber programmiert hast, dürfte einiges an Zeit ins Land gehen ...

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.10.12 07:15.


Viktor
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Re: DLP mit epoxy
10. October 2012 07:48
Hi Viktor,

vielen Dank für die Infos.
Du hast recht: Die Programmierung eines rudimentären Tools ist keine Sache von ein paar Tagen.
Ich werde mir die Software mal genau anschauen, ist wohl wirklich der beste Weg.

Ich wusste nicht, dass die Programme über eine freie Konfektionierbarkeit verfügen was z.B. einen Wischer angeht usw.

Gruss
peer

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.10.12 10:09.
VDX
Re: DLP mit epoxy
10. October 2012 10:35
... du kannst das Thema von mehreren Seiten her angehen.

Die Slicer-Programme berechnen die Schnittebenen und die Pfade, um die jewilige Ebene mit Linien abzufahren ... und erzeugen ein G-Code-File (oder drucken mit dem G-Code direkt auf einen angeschlossenen RepRap)

Der Arduino interpretiert den G-Code, um die Mechanik und eventuelle Heizer, Kühler o.ä. anzusteuern.

Zur Anpassung/Umprogrammierung:
- du kannst beim Slicern z.B. frei definierbaren Zusatz-G-Code beim Ebenenwechsel einfügen - damit kannst du z.B. einen User-G-Code einfügen, der vom CNC-Controller (z.B. Arduino) als Befehl zum Starten einer 'Wischer-Routine' interpretiert wird.

- in der Arduino-Software kannst du im G-Code-Parser eigene Methoden einfügen, um beliebige Steuerungsaufgaben zu realisieren ... beim Isel-CNC-Contoller könnte ich im PP ebenfalls Code einfügen oder ein externes Modul starten, das solange wartet, bis der Wischer fertig ist und die nächste Ebene erst dann weiterlaufen läßt ...


Viktor
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Re: DLP mit epoxy
12. October 2012 05:34
Die gesamte Ansteuerung muß ich mal genau lernen. Da bin ich mit den fertigen Proceduren noch im Trüben.
Aber G-Code ist soweit klar. Mal sehen, wann ich das zum ersten mal am Laufen haben.
Ich werde aber zunächst mit einem einfach Linienfolger starten und damit vectorielle Objekte drucken, um die Belichtungszeiten zu checken und die gesamte Mechanik auszutesten.
Im zweiten Schritt werde ich dann in die "Welt von Slicer & Co." eintreten, um die Lernkurve flach zu halten.
Es handelt sich ja genaugenommen um zwei Projekte, einmal Hardware und dann der Druck von 3D-Objekten aus C4D. Zuerst wird es halt ein einfaches Ansteuerprogramm zur Linienverfolgung, also ein prozedfurale Formgebung fürs Objekt, wenn Du verstehst, was ich meine.
Wenn das geht und der gesamte Ablauf und Mechanik funktionieren, gehe ich an den Slicer.

Gruss
Peer
Re: DLP mit epoxy
29. January 2013 05:45
Hi,

das Thema ist in der CNC Ecke wieder etwas aktiver geworden.

[www.cncecke.de]

(Ich glaube aber man muss registriert sein um mitlesen zu können)

Viele Grüße

Joachim
VDX
Re: DLP mit epoxy
29. January 2013 07:03
Hi Joachim,

ja, du mußt bei der CNC-Ecke registriert und eingeloggt sein, um den Thread lesen zu können eye rolling smiley

Ich habe Christian's aktuelle Ergebnisse hier gepostet: [forums.reprap.org]


Viktor
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