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Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley

geschrieben von Legion 2.3 
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 08:49
Hallo
Bei meiner Isel-Fräse ist die Z-Achse nur oben doppelt gelagert,
die Führung übernehmen 2 Linearachsen.
Wenn die Profis das so machen, kann das nicht die schlechteste Lösung sein.
mfG Dieter
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 08:51
Er braucht bei seiner Konstruktion allerdings unten zumindest Loslager, da dort der Riemen längs geht.


Triffid Hunter's Calibration Guide --> X <-- Drill for new Monitor Most important Gcode.
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 09:00
Man kann sich aber auch verkonstruieren.....finde ich.
Mir ist das zu kompliziert gedacht.
Wenn die Spindel die Führungen beeinflusst, ist das alles nicht steif genug ausgelegt.
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 09:27
Quote
Stud54
Man kann sich aber auch verkonstruieren.....finde ich.
Mir ist das zu kompliziert gedacht.
Wenn die Spindel die Führungen beeinflusst, ist das alles nicht steif genug ausgelegt.

Finde ich allerdings auch, und aufpassen solltest du auch, dass du deine Lagerung nicht überbestimmst. Da ergeben sich in der Regel Effekte die keiner haben will. Darum mindestens bei Fest-Los bleiben.
Allerdings sehe ich dein Problem auch nicht bei der Spindel die unrund läuft, denn die Schwankungen sollten ja mehr als ausreichend von deinen 4!!! Wellen aufgenommen werden. Und genau hier denke ich liegt ein Problem deiner Konstruktion, auch wenn bei dir alles Größer ist als sonst, viel hilft nicht immer viel spinning smiley sticking its tongue out Und wie zopf richtig sagt, selbst bei Werkzeugmaschinen wird immer darauf geachtet nicht zu viele Führungen zu verwenden. Denn mit jeder Führung kommen Ausrichtungsfehler und eventuelles Spiel in den Lagern hinzu. Das ganze addiert sich natürlich. Und entgegenwirken kannst nur mit ner guten Lagerung der Wellen und dann Aufnahme deines Tisches oder vom Extruder.

Verwende die gut 200€ für eine gute Aufnahme der Lager an den drei Achsen. Hier sollte es in die Richtung spielfrei gehen. Die Spindeln entkoppelst ja dadurch. Und klar durch Linearführungen wird vieles besser, allerdings auch eine Preisfrage.

Grüße Jonas
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 10:31
@ Wurstnase

Wieso müssen unten Loslager hin? Für den Fall, dass der Riemen die Spindel verbiegt, sind doch schon Pendellager vorgesehen und nach unten muss die Spindel doch auf jeden Fall gestützt werden, sonst fällt die doch unten raus!

Ich habe (in dem Entwurf) doch oben ein Loslager! Oder habe ich da was übersehen?
Auf das Lager oben kann man ja theoretisch verzichten, aber unten doch auf keinen Fall.

Die Spindel bewegt die Achse ja auch nicht in X/Y, sondern nur in Z. Durch die massiven Z-Träger und die 8 (!) Kugelbuchsen kann der Tisch sich auch nur noch hoch/runter bewegen. Das sieht man ja auch am Druck, das sind keine "typischen" Wobble-Wellen, wie sie beim Prusa und Konsorten auftreten, sondern es sieht danach aus, dass bedingt durch die leicht unrund laufende Spindel die Z-Bewegung nicht gleichmäßg abläuft.
Die Achse ist durch die 8 Lager nicht überbestimmt, wenn ich die Spindeln auskopple, kann ich die Z-Achse sehr leicht und ohne rattern oder stocken bewegen.

Ich kann nach dem nächsten Druck nochmal die Spindeln auskoppeln und das ganze noch mal testen.

Die Lager sind mit ziemlich hoher wahrscheinlichkeit auch nicht verspannt. Erst mal sind die neuen Z-Träger aus PLA gedruckt, was sich schon mal wesentlich weniger verzieht als ABS (was ich vorher hatte) und die Lager werden nicht vollflächig, sondern nur punktuell mittig eingespannt. So können die sich eigentlich garnicht verspannen. Hätten die Lager übermäßig Spiel, sähe das auch anders aus. Dann würden die Auswirkungen weiter oben beim Druck stärker sichtbar sein, die Rillen sind aber auf der gesamten Höhe überall genau gleich stark ausgeprägt.

Die Rillen treten auch immer absolut genau im 2mm-Abstand auf, was der Streigung der Spindeln entspricht. Deswegen denke ich, dass es nur hierher kommen kann. Wenn das Problem von der Lagerung käme, wären die Rillen nicht so gleichmäßig verteilt, oder?

Ich hatte auch schon an Profilschienenführungen gedacht, nur die Kosten auch eine Menge und wenn sich danach heraus stellt, dass es doch an der Spindel hakt ...
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 10:37
Quote
Wurstnase
Kann es vielleicht sein, dass du ausversehen den Delay beim Treiber verstellt hast?

Dann wären die Rillen nicht genau alle 2 mm.

Quote
Fridi
Warum die Spindeln beidseitig lagern. Nur oben lagern sorgt für Ruhe im Antrieb. Die Führung wird ja mit den Stangen gemacht.

Wenn ich den Antrieb über einen Riemen laufen lasse, muss ich doch zwangsläufig unten radial lagern, sonst zieht mir der Riemen doch die Spindel weg.
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 10:45
Hallo Legion,

wenn Du die Spindel mit dem Zahnriemen nahe beim Schwenklager antreibst benötigst Du auf der anderen Seite kein Loslager bei einer hängenden Spindel. Die Führung wird vom Schwenklager und der Spindelmutter ausreichend geführt. Deshalb baue ich auch den Antrieb der Spindeln nach oben.

Gruß Edwin
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 10:56
Wie gesagt, kann man die Lager oben theoretisch auch weglassen, ich will mir nur die Option dafür offen halten.

Allerdings macht es dann auch keinen Sinn, die Spindel oben anzutreiben, zumindest nicht mit Riemen. Immerhin hätte man dann im ungünstigsten Fall 500 mm Hebellänge, über die der Riemen die Spindel gegen die Mutter drückt. Dann bräuchte man wieder ein Lager oben.

Ein Antrieb oben macht nur dann Sinn, wenn sich oben ein Festlager befindet, welches Radial - und Axialkräfte aufnimmt. Dafür müsste ich bei mir aber sehr viel ändern.
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 11:03
Ich bin auch der Meinung, das ein ordentliches Festlager unten reicht. Aber hier muss halt auch ein richtiges verbaut sein, was ohne Drehmaschine und Fräse nicht drin ist.
Geht super aus POM zu fertigen, zwei Schragkugellager rein und eine ordentliche Wellenmutter ist ausreichend.
Da reicht es aber leider nicht, die Spindel nur mal fix abzudrehen.

Sven

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.15 11:03.
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 11:18
Quote
Legion 2.3

Ich habe (in dem Entwurf) doch oben ein Loslager! Oder habe ich da was übersehen?
Auf das Lager oben kann man ja theoretisch verzichten, aber unten doch auf keinen Fall.

Genau so meinte ich das mit bleib bei fest-los. Das war auf dein Gedanke mit der zusätzlichen Axialen Lagerung bezogen.
Oben wird dir das Lager wenig nutzen, du hast meiner Meinung nach nur mehr Aufwand und keinen Nutzen.
Deswegen unten radial lagern, wie es hast, dass der Riemen die ganze Sache nicht verzieht. (hab nicht alles gelesen, aber warum nicht zwei Motoren wie bei Mendel90 und co? - Dann sparst dir auch die Pendellagerung)


Quote
Legion 2.3
Die Spindel bewegt die Achse ja auch nicht in X/Y, sondern nur in Z. Durch die massiven Z-Träger und die 8 (!) Kugelbuchsen kann der Tisch sich auch nur noch hoch/runter bewegen. Das sieht man ja auch am Druck, das sind keine "typischen" Wobble-Wellen, wie sie beim Prusa und Konsorten auftreten, sondern es sieht danach aus, dass bedingt durch die leicht unrund laufende Spindel die Z-Bewegung nicht gleichmäßg abläuft.
Die Achse ist durch die 8 Lager nicht überbestimmt, wenn ich die Spindeln auskopple, kann ich die Z-Achse sehr leicht und ohne rattern oder stocken bewegen.

Naja findest nicht dass man bei den "wobble" Bilder eine Verschiebung erkennen kann, des heißt wenn du eine "Beule" beim Druck nach außen hast, hast auch gleichzeitig eine nach innen. Wo das jetzt genau herkommt ist meiner Meinung nach von der Lagerung des Tisches. Vlt im Zusammenhang mit der Spindel, die dann immer eine Kraft in x oder y- Richtung ausübt. und das bei jeder vollständigen Umdrehung.

Quote
Legion 2.3
Hätten die Lager übermäßig Spiel, sähe das auch anders aus. Dann würden die Auswirkungen weiter oben beim Druck stärker sichtbar sein, die Rillen sind aber auf der gesamten Höhe überall genau gleich stark ausgeprägt.

Das Spiel der Z-Lager deines Tisches wird sich doch nicht vergrößern je weiter oben du druckst, das bleibt konstant über den Verlauf deiner Führungswelle.

Quote
Legion 2.3
Ich hatte auch schon an Profilschienenführungen gedacht, nur die Kosten auch eine Menge und wenn sich danach heraus stellt, dass es doch an der Spindel hakt ...

Lässt sich das denn während des Druckes das erkennen wenn er die Sprünge alle 2 mm macht?
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 11:20
Moin moin aus HU.
Ich gehe bei der Konstruktion von einem hängenden Antrieb für Z aus. So habe ich es bei mir gemacht. Oben habe ich nur je ein Lager und einen Endlosriemen In Zukunft dann einen Zahnradwinkelantrieb.

Gruß

Frithjof


Liebe Grüße aus Henstedt-Ulzburg.
Frithjof
Meine Seite
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Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 11:44
Quote
Stud54
Ich bin auch der Meinung, das ein ordentliches Festlager unten reicht. Aber hier muss halt auch ein richtiges verbaut sein, was ohne Drehmaschine und Fräse nicht drin ist.
Geht super aus POM zu fertigen, zwei Schragkugellager rein und eine ordentliche Wellenmutter ist ausreichend.
Da reicht es aber leider nicht, die Spindel nur mal fix abzudrehen.

Sven

Meinst du, ein Pendellager reicht da nicht? Ich habe die Lasten im Rechner von FAG eingegeben, demnach sind die Lager stark überdimensioniert. Es wird explizit angegeben, dass die Lager für Radial - und Axiallasten ausgelegt sind.

Quote
Luft
(hab nicht alles gelesen, aber warum nicht zwei Motoren wie bei Mendel90 und co? - Dann sparst dir auch die Pendellagerung)

So habe ich es ja jetzt! Daher kommen ja (vermutlich) die Probleme.

Quote
Luft

Das Spiel der Z-Lager deines Tisches wird sich doch nicht vergrößern je weiter oben du druckst, das bleibt konstant über den Verlauf deiner Führungswelle.

Wenn die Z-Lagerung Spiel hat, kann der Tisch dadurch kippeln, also eine Drehbewegung vollziehen.
Je weiter die Düse von dem Drehpunkt (Zentrum der Z-Träger) entfernt ist, desto größer ist der Weg, den das Druckteil oben relativ zur Düse zurücklegt.
Beispiel: bei 100 mm Höhe und einem Drehwinkel a bewegt sich das Teil oben relativ zur Düse 0,1 mm.
bei 200 mm Höhe und dem selben Drehwinkel bewegt sich das Teil oben relativ zur Düse 0,2 mm und so weiter.



Quote
Luft

Naja findest nicht dass man bei den "wobble" Bilder eine Verschiebung erkennen kann, des heißt wenn du eine "Beule" beim Druck nach außen hast, hast auch gleichzeitig eine nach innen. Wo das jetzt genau herkommt ist meiner Meinung nach von der Lagerung des Tisches. Vlt im Zusammenhang mit der Spindel, die dann immer eine Kraft in x oder y- Richtung ausübt. und das bei jeder vollständigen Umdrehung.

Schwer zu sagen, es sieht wie ein Sprung in Z-Richtung aus. Ich kann mir aber bei einer derart massiven Lagerung nicht vorstellen, dass diese kleine 10 mm-Spindel tatsächlich den Tisch zum Kippen bringen kann.
Außerdem sieht es so aus, als wäre die Linie über die gesamte Länge (y-Richtung, längs zur Spindel) gleich. Wenn das Bett kippen würde, müsste die Linie zu den Seiten hin deutlicher werden und zur Mitte hin verschwinden.
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 12:27
Quote
Legion 2.3


Wenn die Z-Lagerung Spiel hat, kann der Tisch dadurch kippeln, also eine Drehbewegung vollziehen.
Je weiter die Düse von dem Drehpunkt (Zentrum der Z-Träger) entfernt ist, desto größer ist der Weg, den das Druckteil oben relativ zur Düse zurücklegt.
Beispiel: bei 100 mm Höhe und einem Drehwinkel a bewegt sich das Teil oben relativ zur Düse 0,1 mm.
bei 200 mm Höhe und dem selben Drehwinkel bewegt sich das Teil oben relativ zur Düse 0,2 mm und so weiter.


Schwer zu sagen, es sieht wie ein Sprung in Z-Richtung aus. Ich kann mir aber bei einer derart massiven Lagerung nicht vorstellen, dass diese kleine 10 mm-Spindel tatsächlich den Tisch zum Kippen bringen kann.
Außerdem sieht es so aus, als wäre die Linie über die gesamte Länge (y-Richtung, längs zur Spindel) gleich. Wenn das Bett kippen würde, müsste die Linie zu den Seiten hin deutlicher werden und zur Mitte hin verschwinden.

Ja da hast du absolut recht, dachte anfangs immer du hast eine Verschiebung in x Richtung. Zumindest sah es so aus auf den Bildern. Also dass dieser wobble, nur in x richtung auftritt, also bei Wänden die senkrecht zur x-achse und parallel zur y Achse stehen. Aber wenn dass in alle Richtungen diese Wellen macht, ist das garantiert nicht die Spindel.
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 12:28
Möglicherweise besteht das Problem momentan auch darin, dass die Spindel nicht absolut konzentrisch zur Motorwelle läuft und der dadurch umlaufende Schlag diesen Sprung bewirkt. Der Motor ist zurzeit mit einer gedruckten, geteilten Starrkupplungen mit der Spindeln verbunden.
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 12:41
Quote
Luft
Quote
Legion 2.3


Wenn die Z-Lagerung Spiel hat, kann der Tisch dadurch kippeln, also eine Drehbewegung vollziehen.
Je weiter die Düse von dem Drehpunkt (Zentrum der Z-Träger) entfernt ist, desto größer ist der Weg, den das Druckteil oben relativ zur Düse zurücklegt.
Beispiel: bei 100 mm Höhe und einem Drehwinkel a bewegt sich das Teil oben relativ zur Düse 0,1 mm.
bei 200 mm Höhe und dem selben Drehwinkel bewegt sich das Teil oben relativ zur Düse 0,2 mm und so weiter.


Schwer zu sagen, es sieht wie ein Sprung in Z-Richtung aus. Ich kann mir aber bei einer derart massiven Lagerung nicht vorstellen, dass diese kleine 10 mm-Spindel tatsächlich den Tisch zum Kippen bringen kann.
Außerdem sieht es so aus, als wäre die Linie über die gesamte Länge (y-Richtung, längs zur Spindel) gleich. Wenn das Bett kippen würde, müsste die Linie zu den Seiten hin deutlicher werden und zur Mitte hin verschwinden.

Ja da hast du absolut recht, dachte anfangs immer du hast eine Verschiebung in x Richtung. Zumindest sah es so aus auf den Bildern. Also dass dieser wobble, nur in x richtung auftritt, also bei Wänden die senkrecht zur x-achse und parallel zur y Achse stehen. Aber wenn dass in alle Richtungen diese Wellen macht, ist das garantiert nicht die Spindel.

Die Linien sind auf dem ganzen Teil gleich erkennbar, allerdings an der einen Spindelseite mehr als auf der anderen (also scheint nur eine Spindel davon betroffen zu sein).
Da, wo die Linien auftreten, sieht es so aus, als wäre bei einer Schicht zu viel, bei der darauf folgenden Schicht zu wenig extrudiert worden. Das ist ja der Fall, wenn die Bewegung in Z-Richtung ungleichmäßig verläuft.
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 12:54
Wenn es nicht schon gemacht hast, aber mal alles von links nach rechts getauscht? Also als erstes mal nur Spindelmuttern vertauschen, dann die Spindeln selber. Dann sieht man ja ob die einen Einfluss haben oder ob es durch das die nicht fluchtende Spindel und Motorabtriebswelle hervorgerufen wird.
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
05. January 2015 13:01
Das habe ich noch nicht gemacht, aber selbst, wenn es funktionieren sollte... die Lagerung, wie sie jetzt aufgebaut ist, ist einfach suboptimal. Die kleinste Fehlstellung des Motors verursacht ein unrundes Laufen der Spindeln. Das hatte ich vorher nicht berücksichtigt.

Das blöde ist, dass ich die Spindeln, so wie sie jetzt aufgebaut sind, nicht richtig fest lagern kann, entkoppelt von den Motorlagern. Dazu müsste ich die Spindeln abdrehen lassen und würde damit einige Höhenzentimeter Bauraum verschenken.

Ich denke, auf lange Sicht werde ich um gescheite, separat gelagerte Spindeln nicht drumherum kommen...
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
06. January 2015 03:48
Quote
Stud54
Ich bin auch der Meinung, das ein ordentliches Festlager unten reicht. Aber hier muss halt auch ein richtiges verbaut sein, was ohne Drehmaschine und Fräse nicht drin ist.
Geht super aus POM zu fertigen, zwei Schragkugellager rein und eine ordentliche Wellenmutter ist ausreichend.
Da reicht es aber leider nicht, die Spindel nur mal fix abzudrehen.

Sven

Auf eine Dreh/Fräsmaschine habe ich keinen Zugriff, ich muss mit gedruckten Teilen auskommen. Da muss man davon ausgehen, dass eventuell Winkelfehler auftreten.
Ich habe diese Parameter mal für die Lagerauswahl von Medias verwendet ( [medias.schaeffler.de] ), also statischer Winkelfehler, Axial - und Radiallast und 10 mm Wellendurchmesser, da bleiben nur noch Pendelkugellager übrig.
Was ist an den Lagern verkehrt?
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
06. January 2015 04:11
Hallo,

also ich würde doch mal genau messen wo das Problem des Z-Wobbel wirklich entsteht.
Einfach mal eine Mikrometermessuhr von der Druckplatte zu allen Teilen beim bewegen der Z-Achse messen. Da wird bestimmt etwas erstaunliches raus kommen. Bei mir ist gerade das am Wochenende passiert. Z-Wobbel nach umbau auf TR8x1.5 in der Z-Achse von 2/100 mm. Bei mir bedeutet es kompletter Gehäuseumbau oder vielleicht einfacher Gehäuseneubau. Bei mir verbiegt sich das 12mm Holzgehäuse, das wollten auch Kumpels nicht glauben, bis ich es vorführte per Video.

mfg,
Rickenharp
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
07. January 2015 14:09
Ich habe noch eine potentielle Ursache für das Z-Problem entdeckt. Es sprang mir quasi entgegen, als ich die Trapezgewindemutter ausbauen wollte:



Die Motorhalterung ist verzogen! Ich weiß nicht, ob ich das vorher einfach nicht bemerkt habe oder ob das erst über die Zeit hinweg entstanden ist, ich tippe aber auf Ersteres. So kann sich die Spindel nur krumm ziehen.

Ich habe jetzt den Motor einseitig mit M4er Unterlegscheiben unterfüttert und so Achsparallel zu den Führungsstangen ausgerichtet.

Die ersten Testdrucke sehen (mal wieder) vielversprechend aus:



Ich bin gespannt, ob das jetzt auch auf Dauer so bleibt oder das Problem wieder nach ein paar Drucken zurückkehrt.

Die neue Spindel werde ich dennoch anpeilen.
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
08. January 2015 07:13
Das Angebot von Igus ist da:

97,59 € für EINE Spindel aus C15,
153,12 € für EINE Spindel aus Edelstahl.

Ich denke, da bleib ich besser bei Misumi, kostet ja fast nur die Hälfte ...
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
08. January 2015 07:17
Ich hatte mal für meinen Würfel angefragt. Die wollten 80.93€ haben für ne C15 Spindel mit abgedrehten Enden. Da bin ich dann doch erst mal lieber bei meiner M6-Stange geblieben smiling smiley


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Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
09. January 2015 06:20
Jetzt machen mir die Kugellager sorgen, diese kleinen 5mm-Rillenkugellager, die die Antriebswellen lagern. In unregelmäßigen Abständen geben die ein, mal mehr, mal weniger lautes "Klocken" von sich. Man fühlt in dem Moment auch ein gewisses Schlagen an den Lagerböcken. Außerdem bildet sich an den Wellen etwas Passungsrost.

Jetzt frage ich mich, ob das an den Lagern liegt oder an der Einbaulage (evtl. verspannt durch Biegung der Welle?). Leider gibt es keine Pendelkugellager in der Größe, erst ab 6 mm. Vielleicht Sinterbronze-Lager?

Die Lager sind von Conrad, schon beim Einbau habe ich bei der Bohrung der Lager eine recht große Streuung festgestellt. Manche Lager gingen sehr leicht auf die Wellen, andere garnicht. Verursacht vielleicht zu großes Spiel dieses Geräusch? Taugen die Lager von Conrad nichts? Was meint ihr?

Inzwischen habe ich eine Druckzeit von ca. 500 Stunden auf der Uhr.



(zum Bild: der Kunststoffabrieb links hat nichts damit zu tun)
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
09. January 2015 07:22
Hallo,

also geräusche dürfen aus dem Kugellager gar nicht kommen. Wenn ja ist etwas im Kugellager rein gekommen (auch die dichten Kugellager sind nicht richtig dicht) oder eine Kugel ist defekt. So etwas kann schon mal vorkommen. Es kann auch sein das extreme Kräfte aufgetreten sind und es kaputt gegangen ist. Aber bei einer Kunststofflagerung kann so etwas normalerweise nicht passieren, da gibt der Kunststoff nach bevor das Lager defekt geht. Ich bin dazu über gegangen von den Einpressen von Kugellagern in ABS ca. 15 sec die Lagerschale mit etwas Aceton anzulösen und beim aushärten des ABS mit einer Stange den Lagersitz zu kontrollieren und gegebenenfalls zu korrigieren. So vermeide ich das typische Klemmen der Kugellager wenn die etwas schief eingepresst wurden. Es kommt schon mal vor das Aceton mit gelösten ABS ins Kugellager rein läuft, was hinterher einen etwas rauhen lauf bewirkt. Aber nach kurzer Laufzeit ist das weg.
Manchmal findet man exotische Kugellager im Bastelfundus. Habe hier gerade Tital Kugellager verbaut, die sind extrem leichtgängig bei wenig Spiel...

mfg,
Rickenharp
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
09. January 2015 07:44
Hi,

die Conrad-Kugellager verwende ich schon lange nicht mehr, da die Qualität zu sehr nachgelassen hat. Kugellager müssen immer sauber laufen und Geräusche daraus weisen auf einen Defekt, oder minderwertige Qualität hin. Klar könnte das auch bei Deinem Problem mitwirken. Ich denke gerade, daß Du wahrscheinlich nicht ein einzelnes davon hast, sondern eine Summer kleiner und im Zusammenspiel wirkender Probleme hast. Da ist es natürlich besonders schwierig diese auch zu lösen.
Ich habe mir übrigens heute mal die Lager vom Kugellagerexpress genauer angesehen.....für den Preis kann man sich nicht beschweren. Die sind zwar nicht die höchste Qualität, aber bei den für Kugellager geringen Drehzahlen vollkommen i.O.

Gruß Edwin
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
09. January 2015 09:13
@Edwin
Quote
Ich denke gerade, daß Du wahrscheinlich nicht ein einzelnes davon hast, sondern eine Summer kleiner und im Zusammenspiel wirkender Probleme hast.
Das denke ich auch!

LG

Wolfgang
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
15. March 2015 11:15
Ich melde mich mal wieder von der Front

Die neuen Kugellager von Kugellagerexpress sind eingebaut und laufen bis jetzt tadellos. Allerdings war die Streuung bei den Bohrungen auch hier recht groß, einige Bohrungen musste ich aufschleifen.

Inzwischen habe ich es auch mal geschafft, endlich die neuen TR20x4-Spindeln von Misumi einzubauen, zusammen mit Igus-Spindelmuttern. Das Ausrichten der Lagerpunkte und der Muttern hat ziemlich lange gedauert: Diese Igus-Muttern sind bei Radialkräften durch Verspannung seeehr sensibel.





Die Lagerhalter oben und Unten sind mit Langlöchern ausgeführt, damit man die Spindel schnell einfach ausrichten kann.



Wie angekündigt werden die Spindeln unten und oben mit Pendelkugellagern geführt.



Da ein Motor nun die Arbeit von zweien erledigen muss, verwende ich vorläufig den übrigen Motor als provisorischen Kühlkörper. Der Motor wird sonst zu warm. Ich habe bereits einen Nanotec-Motor mit dem doppelten Drehmoment bestellt, der dieses Provisorium ablösen und für mehr Betriebssicherheit sorgen soll.



Leider ist selbst jetzt immer noch ein gewisser Wobble zu erkennen:











Der Wobble passt auch hier wieder zur Spindelsteigung.
Die Auswirkungen sind aber wegen der größeren Abstände und der weicheren Wellenform weniger deutlich zu sehen als zuvor und nur im richtigen Licht deutlich zu sehen (Vergleich Bild 9 - Bild 10) .
Das ist auch definitiv kein XY- Wobble, sondern auf jeden Fall ein Z-Wobble, verursacht durch eine nicht ganz lineare Bewegung.

Trotzdem wurmt es mich, dass es trotz aller Mühen (stundenlanges Aufbauen, Ausrichten, ...) immer noch nicht komplett verschwunden ist, obwohl die Spindel durch die beidseitige Lagerung scheinbar perfekt rund läuft und leichtgängig ist. Nur beim schnellen Verfahren HÖRT man, dass das Motordrehmoment periodisch etwas schwankt, also die Spindel je nach Position mal mehr, mal weniger Reibung hervorruft.
Möglicherweise ist die Spindel auch nicht perfekt gerade (vielleicht 1/10 mm Rundlauffehler) und dadurch wird der immer noch leicht vorhandene Wobble verursacht.

Langsam gehen mir da echt die Ideen aus und ich habe auch keine Lust mehr, nochmal alles umzubauen, um dann wieder festzustellen, dass es immer noch nicht perfekt ist.
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
19. March 2015 14:55
ich glaube einfach, dass viel mehr an Präzision mit gedruckten Halterungen etc. nicht geht!

Für alles, was darüber hinaus geht (zumindest in der Größenordnung des Druckers)

braucht es da eben Linearschienenführungen mit den dazugehörigen vorgespannten Wagen, überfräste Aluprofile, die mittels ebenfalls überfräster Aluplatten von 15-20mm Dicke und entsprechenden Anschlagskanten so rechtwinkleig wie möglich zueinander ausgerichtet sind,
keine Trapezspindeln mehr und schon gar keine gerollten, sondern gewirbelte Kugelumlaufspindeln in entsprechender Stärke und dazu passende Muttern, sowie alle Halterungen so gefräst, dass sie etwaige Lager saugend aufnehmen.

Das ist alles sicher auch ein Kostenfaktor, aber anders kann ich mir kaum vorstellen, dass man das wirklich 100% hinbekommt.bzw. wegbekommt.

Zumindest jegliche Anbauteile anstatt Kunstoff, dann wirklich aus Alu/Metall gefräst, das sollte schon einiges bringen und dazu die Rechtwinkeligkeit des gesamten Aufbaus bzw. der Z-achse zum Rest des Druckers nochmal mit Präzisionsmessinstrumenten wie Haarlineal und/oder Messuhr samt Stativhalterung abfahren/überprüfen.

Letztlich lassen sich so relativ schnell die "Bösewichte" finden.

denn, wenn dein Z-Wobble tatsächlich von der Z-Achse herrrührt, lässt sich das sofort und sehr deutlich mit hilfe einer mitfahrenden Messuhr ablesen, die dann z.B. auf dem Bett steht und gegen eines der senkrechten Profile misst.
Schlägt diese dann periodisch aus, weisst du mit ziemlicher Sicherheit, dass es sich hierbei nicht um die Toleranzen des Alustrangprofils handelt, sondern um Spiel/Toleranzen etc. in der Z-Achse.


So würde ich vorgehen - je nach Ergebnis dieser "Diagnose" kann man dann immernoch entscheiden, wie man das ganze therapiert ;-)

Wünsche Dir viel Erfolg bei der Lösung der Z-wobble Problematik,

Alexander

Ps: ich habe nie so wirklich verstanden, warum so viele Leute 8, 10 oder 12mm Stahlwellen als Linearführungen einsetzen - gut sie sind billig - das wars dann aber auch.
Die kann man ja schon mit dem Finger zig Millimeter durchbiegen!
Wenn das ganze dann noch dynamisch belastet wird, dann ists es vorbei und es findet eine Verformung statt, auch wenn diese nicht zwangsläufig sehr groß sein muss.
Toll finde ich hingegen Linearschienenführungen auf die Aluprofile geschraubt! (muss ja nicht auf jeder Achse sein, aber zumindest dort, wo höhere Belastungen auftauchen).

Oft sieht man Konstruktionen, die einen recht stabilen Rahmen (im Sinne von verwindungssteif) haben, dann aber 8 oder 10mm Stahlwellen nutzen, die dann sich hoffnungslos verbiegen und Schwingen, sobald etwas flotter verfahren wird.
Und am Ende wundert man sich, warum man immernoch ghosting Artefakte im Druckbild sieht ;-)

nicht umsonst haben Drucker wie der Felix oder der mini Kossel ein so schickes Druckbild - da hier (wenn auch vermutlich Kopien) der HiWin Linearschienenführungen zum EInsatz kommen.
Wenn man dann bedenkt wie katastrophal der Felix Rahmen aufgebaut ist, was die Aufnahme von wirkenden Kräften angeht, ist es erstaunlich, was diese Führungen ausmachen!

Nicht auszumalen, was erreichbar wäre, wenn endlich mal jemand nen Drucker "vernünftig" (bitte nicht falsch verstehen) im Sinner einer CNC Maschine konstruiert.
Sicher sind dann bestimmt 1500€ - 2000€ nur für die Hardware fällig - dafür kann man sich dann auch auf die Z-Achse draufstellen (sollte klappen, vom Versuch wird abgeraten) während diese nach oben verfährt^^ (90er Profile, Nema 23 Motoren und 16er KUS, sowie 25mm Schienen) ^^

4-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.15 15:04.
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
19. March 2015 15:20
Wieso sollte man sich auf eine sauber konstruierte ZAchse draufstellen müssen können???

Das geht doch an der Kernaussage vorbei....smiling smiley


[www.facebook.com]

Power is nothing.....without control!
Re: Eigenentwicklung "MOAP", riesen-Gerät smiling smiley
19. March 2015 15:50
Teilweise würde ich Alexander Recht geben. Viele Ungenauigkeiten kann man sicher dadurch beseitigen, dass man alle statischen Teile wie Halter der Z-Achse wirklich aus ALU fertigt. Bis auf die Mehrkosten hätte das keine Nachteile sondern erhöht einfach die Stabilität.
Anders sieht es aber bei allen dynamischen Teilen aus!
Je größer die dynamischen Massen sind desto größer müssen die Antriebsleistungen sein.
Bei extremen Beschleunigungen wie wir sie bei sehr schnellen 3D-Druckern gerne hätten sind die Vibrationen die durch die gesamte Mechanik laufen um so höher je größer die dynamischen Massen werden! Das Kugelumlaufspindeln optimaler als Trapezspindeln sind ist absolut klar!

Ich glaube allerdings, dass der Grundgedanke bei der ganzen Druckerbauerei bei uns Privatleuten eine ganz andere ist!
Vermutlich ist es auch das was Stud meint.
Was hier alle wollen ist doch ein perfekter Druck mit einer Mechanik die nur lächerliche paar hundert Euro kosten darf!
Wir versuchen konstruktiv den Mangel an Geld auszugleichen und das weil es Spaß macht!
Und das Erstaunlichste ist, wie gut die Druckergebnisse inzwischen doch geworden sind!

LG

Wolfgang
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