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Erster Eigenbau

geschrieben von MachWas 
Re: Erster Eigenbau
26. September 2018 11:28
Hallo Luclass,
danke für Deinen konstruktiven Beitrag und hier also kurz meine Pläne (hoffentlich) etwas besser definiert:

In erster Linie geht es mir darum einen Drucker zur Verfügung zu haben, mit welchem das Bestmögliche Resultat mit bestmöglicher Zuverlässigkeit erzielt werden kann. Und einen solchen Drucker zu kaufen liegt fern ab von unserem Budget, dies einer der Gründe für den Eigenbau.
Es soll mindestens ein Zweikopf Drucker werden wobei ich bei allen bisher gehabten oder gesehenen Zweikopf Systemen immer das Problem hatte, dass die perfekte Ausrichtung der Köpfe auf dieselbe Höhe ein unheimliches Theater und dann meist doch nicht zu 100 % ist. Dies also ein weiterer Grund für den Eigenbau.
Es ist natürlich eine rein persönliche Sache, aber ich mag Bowden Systeme nicht und wie erwähnt möchte ich besonders zu Beginn den Nutzern nicht auch noch die Unterschiedlichen Einstellungen zu Bowden und direct erklären müssen. (Denn ich müsste mich dann dort auch entsprechend einarbeiten wofür mir einfach der Kopf und die Zeit fehlt)
Durch die Verwendung der Linearsysteme, einem präzisen und stabilem Rahmen, erwarte ich eine erhebliche Reduktion der Vibrationen. Was mich zu dem Schluss führt, dass dies einen Beitrag zu höheren Geschwindigkeiten bei gut bleibendem Resultat beitragen könnte. Wobei ich bei meinen Vorstellungen von dem aus ging, was mir jemand welcher mit CNC Fräsen und 3D Druckern handelt als absolut möglich genannt hatte. Und ich schon immer davon ausging, dass sich diese Geschwindigkeiten dann auch erst bei entsprechend grossen Druckteilen mit vielen langen geraden Linien bemerkbar machen würde.
Komme ich nicht auf diese Geschwindigkeit, so ist dies für mich absolut keine Katastrophe, genauso wie auch der Zeitfaktor kein Thema für mich ist, wenn denn der Drucker auch über solch lange Zeiträume sich als zuverlässig erweist
Es sollen grosse Teile gemacht werden können, welche bei geringen Anforderungen dann auch eben mit einer grossen Düse und entsprechend "schnell" gedruckt werden können. Es soll genauso möglich sein die der Technik entsprechend maximale Qualität heraus holen zu können, wobei ich davon ausgehe, dass dem Eigenbau ein vergleichbar besseres Resultat erzielt wird als bei meinen aktuellen Druckern.
Und nicht zuletzt ist für mich Servicefreundlichkeit sowie Zugänglichkeit zu den Komponenten ein ganz wichtiges Argument wo ich bei beinahe allen bisher gesehenen Druckern etwas auszusetzen habe. Und da denke ich gibt es bei den meisten noch sehr viel besser zu machen.

Dass auch noch die Masse der Achsen bewegt werden muss habe ich nicht vergessen und genau dies hat mir schon immer die grössten Bedenken gemacht. Denn letztendlich bewegt sich bei der Z-Achse nur jeweils einer der gewichtigen Dyze Extruder. Während bei der X Achse eben dann wirklich Gewicht auf die Pfanne kommt. Und von wegen Hardware habe ich genau aus den von Dir genannten Gründen den Dyze, sowie das Duet3D gewählt. Und wie auch bereits erwähnt habe auch ich selbst meine Zweifel, ob die Masse mit Riemen überhaupt sauber genug beschleunigt und abgebremst werden kann.....
Doch was den Ultimaker angeht verstehe ich noch immer nicht, wie der solch gute Druckresultate abliefern kann,. Denn auf seinen dünnen Rundstangen mag zwar kaum Gewicht aufliegen, aber dennoch kommen bei mir immer gleich Assoziationen mit Vibrationen im Kopf auf. Und Linearführungen wie jene von HiWin oder Bosch machen mir da einfach mehr Vertrauen.

Was dann Letztendlich möglich ist oder nicht wird sich zeigen und dafür wird ja dann auch erst ein Proberahmen von mir gefräst, bevor ich die teuren Aluplatten werde machen lassen. BZT CNC Fräse ist bestellt, Profile habe ich rum liegen und die sauber schneiden, sowie an den Schnittstellen planfräsen zu lassen kostet nicht die Welt. Nur komme ich die Tage nicht dazu weiter zu zeichnen, weil ein Mist den anderen verfolgt.
Re: Erster Eigenbau
28. September 2018 07:05
MachWas:

In erster Linie geht es mir darum einen Drucker zur Verfügung zu haben, mit welchem das Bestmögliche Resultat mit bestmöglicher Zuverlässigkeit erzielt werden kann. Und einen solchen Drucker zu kaufen liegt fern ab von unserem Budget, dies einer der Gründe für den Eigenbau.
Ich hege ja wirklich ernsthafte Zweifel, das auch bei einem hohen Eigenanteil, das Budget im Verhältnis zu einem "Fertigdrucker" günstig zu halten ist.
Gerade bei Eigenentwicklungen ist man als Maker doch gerne geneigt, die wahren Kosten doch etwas schön zu reden. Bei einer echten Buchführung über die Kosten wird man doch recht schnell feststellen... selbst entwickeln ist deutlich teuerer als was fertiges zu nehmen, gerade weil die selbstgestellten Ansprüche (bei Dir "bestmögliche Resultate und Zuverlässigkeit") eben nun mal nicht für ´n Appel und ´n Ei zu haben sind. Ich sag mal dazu.. alleine Deine Wunschextruder (Dyze) schlagen schon mal mit ca 150€-200€ zu Buche. Und da ist dann noch nicht 1 Cent in das Gehäuse und die Antriebe geflossen.

Da wäre nach meinen heutigen Erfahrungsstand eher der Weg etwas fertiges kaufen und dieses dann pimpen, als das Rad neu zu erfinden... nur mal als Gedanke fürs Wochenende.

Durch die Verwendung der Linearsysteme, einem präzisen und stabilem Rahmen, erwarte ich eine erhebliche Reduktion der Vibrationen.
Welche Vibrationen denn eigentlich... die die durch Deine hohen Massen entstehen.. OK... da hilft auch kein Linearlager mit Spindelantrieb.

Nur mal so als Beispiel: Mein Prusa i3-MK3 ist mit Teilen zusammen genagelt, die Du nicht mal zum Einsatz in Deiner Maschine in Betracht ziehen würdest (z.B. Plastikteile für das Y-Lager mit Kabelbindern fixiert) und trotzdem ist der MK3 fast als Referenzmaschine anzusehen weil er erstklassige Druckergebnisse liefern kann.
.... will sagen die ausgewählten Materialien garantieren noch keinen Hauptgewinn.

Einen Tipp noch... um bei großen Bauräumen schnell viel drucken zu können: Schau Dir mal das Volcano-Hotend an (z.B. ob sich das mit dem Dyze kombinieren läßt)

Bitte nicht falsch verstehen...ich habe selber 2 Projekte versenkt weil ich an den eigenen Ansprüchen gescheitert bin... das hat mich auch etwas (um nicht zu sagen reichlich) gekostet und gerade wenn Du Deinem Team verpflichtet bist die Kohle zusammen zu halten.....solltest Du Dir mal ein wenig Papier oder ein Excel-Sheet mit den Kosten erstellen...ich bin sicher... da kommt Dir vielleicht das Schlucken..


Es ist natürlich eine rein persönliche Sache, aber ich mag Bowden Systeme nicht und wie erwähnt möchte ich besonders zu Beginn den Nutzern nicht auch noch die Unterschiedlichen Einstellungen zu Bowden und direct erklären müssen. (Denn ich müsste mich dann dort auch entsprechend einarbeiten wofür mir einfach der Kopf und die Zeit fehlt)

Reduziert auf die Fakten: Da braucht man kein Wissenschaftler werden... das spielt man etwas mit den Retractwerten und das wars dann aber auch schon und um der Wahrheit die Ehre zu geben...besonders weiche Flex-Filamente gehen etwas schwerer... aber das tuen sie auch bei Direktdrives... so gesehen... eigentlich kein echtes Problem, sondern nur ein "gefällt mir nicht"-Faktor der bei Licht betrachtet keine große Rolle spielt.



Doch was den Ultimaker angeht verstehe ich noch immer nicht, wie der solch gute Druckresultate abliefern kann,. Denn auf seinen dünnen Rundstangen mag zwar kaum Gewicht aufliegen, aber dennoch kommen bei mir immer gleich Assoziationen mit Vibrationen im Kopf auf. Und Linearführungen wie jene von HiWin oder Bosch machen mir da einfach mehr Vertrauen.

Da ist die Antwort wirklich mal ganz einfach: Reduzierte bewegte Massen (und Du beschreitest gerade den gegenteiligen Weg)


Abschliessend.... vielleicht ein CR-10s und diesen anständig modden.... da sind selbst die großen Modelle immer noch "preiswert" und erprobt am Markt.

Ich werde gerne weiterlesen..


Die Dummheit ist rund. Niemand weiß, wo sie anfängt und wo sie aufhört.

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CTC DIY - i3Clone - i3-Steel Eigenbau ( Mega2560/Ramps 1.4 ) - Prusa i3-MK3 - Red-DICE im Bau

Luclass
Re: Erster Eigenbau
29. September 2018 12:13
Hi Luclass,
also das alles zuerst einmal mit dem Erfassen der Kostenpunkte beginnt ist ja ein Ding der Selbstverständlichkeit. Ausser den Pulleys, Zahnriemen und ein paar Kleinteilen ist auch alles auf meinem Excel gelistet und Letzteres dürfte bei einer Berechnungsgrundlage von 5K sicherlich nicht der Art ins Gewicht fallen. ;-)

Was den Dyze betrifft so ist dies nicht mein Wunsch Extruder, sondern liegt der (noch) genauso wie auch das Duet WiFi bereits bei mir zuhause herum. Also zumindest was die Verarbeitung betrifft glaube ich daher doch schon mal eine Aussage darüber machen zu dürfen. Und aus dieser Perspektive genauso was auch was den Service angeht hat mich Dyze ganz einfach überzeugt.

Was aber die Vibrationen angeht sehe ich die Dinge ein wenig anders, denn da müsste ich bei einer Führung mittels Rundstangen ja Monster nehmen um in Bezug auf Vibrationen das selbe Ergebnis wie mit Linearführungen zu erzielen. ;-)

Aber klar, dass direct oder Bowden weitgehendst eine reine Frage vom Geschmack ist, darüber braucht man sich nicht zu streiten, das ist ohne Zweifel auch so. Für mich aber stellt einfach das Hin und Her switchen ein Problem dar und dieser Punkt ist somit mehr eine rein persönlich Sache.

Und: Ja auch für mich und auch zu Beginn war die bewegte Masse ein Punkt der Bedenken verursacht. Wobei ich aber dies betreffend eben auch Zweifel an den Zweifeln habe und wie erwähnt noch nicht ganz glauben kann, weshalb das was bei einer Portalfräse den wesentlichen Unterschied macht, nicht auch bei einem 3D Drucker eine wesentliche Rolle spielen sollte. Und meine Bedenken gehen mehr in Richtung Materialfluss und Haftung als was die zu bewegende Masse betrifft, weil mir bei Ersterem ja die Erfahrung fehlt, wessen ich mir jedoch absolut bewusst bin.

Doch das Geld ist ja auf keinen Fall versenkt, da zuerst einmal ein Prototyp mit Holz was kaum was kostet gefertigte werden soll und sollte es dann wirklich nicht in den Griff zu bekommen sein, dann können die Komponenten ja für eine andere Konstruktion verwendet werden. Danke dennoch, dass Du mich davor bewahren möchtest in mein Verderben zu rennen, doch habe ich mich wie eben erwähnt ja auch um einen Plan B gekümmert, um kein Geld zu versemmeln. Im schlimmsten Fall aber müsste ich eben ein paar Kleinteile welche nicht für einen anderen als den angedachten Drucker verwendet werden können aus eigener Tasche bezahlen. Da wir da nicht über einen grossen Betrag sprechen und die Profile welche einen Kostenfaktor darstellen würden sowieso nur bei mir herum liegen ist mir dies die Sache wert. ;-)

Nur leider muss ich nun wahrscheinlich noch bis November, also dem Liefertermin meiner BZT warten, da diese einfach mehr Präzision als meine aktuelle Fräse bietet und auch die aktuell noch fehlenden 100mm in der Y Achse dann haben wird. Was aber handkehrum auch wieder keine Katatstrophe ist, da ich mir sowieso auch einen anderen, einfacheren Drucker bauen wollte und somit die Zeit bis dahin dafür nutzen kann. Denn ich habe da noch win board aus Urzeiten herum liegen, welches mir zu schade ist um einfach entsorgt zu werden.
Re: Erster Eigenbau
17. December 2018 16:32
Bei m,einem ersten posting war es nicht meine Absicht ein Projekt der fernen Zukunft zu posten. Doch leider ist nun auch einige Zeit vergangen, ohne dass ich am Projekt weiter machen konnte. Die Suche nach Geldgebern für unser Sozialprojekt hat mir kaum noch Zeit gelassen um an dem Drucker weiter zu arbeiten und meinen Ferien folgte dann auch gleich eine Lungenentzündung, welche mich 6 Wochen flach gelegt hatte. Und weil damit so viel Zeit verstrichen ist, hatte ich mich dazu entschlossen noch länger abzuwarten, bis ich die notwendigen Gerätschaften habe um das Meiste selbst machen zu können.
Nun also ist diese Woche meine neue CNC angekommen und die alte konnte ich gerade ein paar Tage vor Ankunft der Neuen verkaufen. Ebenso habe ich eine Drehbank gefunden, bei welcher sehr viel Zubehör dabei war, was bei knappem Budget natürlich auch nicht ohne Belang ist.
Nun hoffe ich also, dass ich im Januar dann mit dem Drucker weiter machen kann, da bis dann die Maschinen hoffentlich fertig eingerichtet sein werden






Re: Erster Eigenbau
18. December 2018 04:36
Hallo Machwas,

Du hast dir eine schöne BZT Portalfrässmaschine geholt. Ich nehme an, ist eine aus der PFE-Serie Frage willst du damit die Rahmenteile für den Drucker Fräsen?
Ich hoffe du bist Dir im klaren, das du damit Holz, Acryl und evtl. Aluminium (NE-Metalle) bearbeiten kannst, wobei bei Alu eigentlich schon mit Kühlflüssigkeit gearbeitet werden muss (sonst klebt es und schmiert am Fäser).
Wenn Du beabsichtigst 3mm Stahl/ Werkzeugstahl wie ST52 zu bearbeiten, wirst du entäuscht, das kann die Mashine nicht.
Die Fräse ist eigentlich für den Einsatzbereich Formen und Modellbau sowie Gravuren in 2D und 3D vorgesehen.
Was für einen Tisch setzt du auf der Portalfäse ein? Opferplatte, Vakkuumtisch, oder ein Alutisch mit T-Nutprofil?
Hast du auch einen Werzeuglängentaster installiert?
Du solltest evtl. im Vorfeld, noch mal ein Auge auf die Spindelmotor bezüglich Leistung werfen. Ich vermute was ich auf dem Bild sehe
das du eine Elte HF-Spindel 1 KW drauf hast die ist für Holz und Kunstoff ausreichend .
Wenn du Dauerbetrieb hast, oder größere Arbeiten erledigen willst bringt Dir dieser Spindelmotor nicht viel, dann solltest du einen größeren Spindelmotor haben,
mit mindestens 2KW Leistung wie ISEL oder Jäger HF-Spindel haben, noch bessser wäre eine Flüssigkeitgekühlte Spindel. Ich spreche aus Erfahrung, habe vor 10-15 Jahren meherere solcher Portalfräsen gebaut.
Die waren noch etwas größer 1000x600 mm bei 300mm Durchfahrsthöhe.

Mit welcher Software willst du die Maschine steuern ? Mach3 oder baust du dir ein Interface mit Arduino + Ramps und lässt Repetierhost wie auf dem Drucker laufen ?

Gruss

Josef
Re: Erster Eigenbau
18. December 2018 05:42
Moin Josef,
ja es ist eine aus der PFE Serie mit einem Arbeitsweg von 1100 x 700 mit Portalerhöhung und Stahl war nie die Absicht zu fräsen, da solch eine Maschine in einer für mich unerreichbaren Preisklasse liegen würde. Die Nutenplatten habe ich abmontiert, damit das Teil überhaupt auf das Untergestell gehoben werden konnte, aber die kommen natürlich wieder drauf und einen kleinen Vakuumtisch werde ich mir natürlich auch fräsen.Und für die Aluteile (wofür meine Vorgänger Machine nicht geeignet war) habe ich natürlich einen Vernebler, also kein Problem.
Aber ja es sind vor allem die Alu- und Wandelemente, welche mich mit weitermachen an meinem Projekt auf die neue Fräse haben warten lassen. Denn ich gehe bei meinem ersten Eigenbau ganz Laienhaft zuerst einmal von Verwindungssteifigkei, Gewicht, Präzision und von dem was ich kann, respektive nicht kann aus. Präzision von Auge gemessen und dann von Hand gebohrt ist was ich absolut nicht kann, genauso wie auch für die Frästeile Handarbeit nicht unbedingt das Richtige ist.
Für 2.5D habe ich Penta und für 3D weiss ich noch nicht recht wohin die Reise geht. Am liebsten würde ich SolidCam haben, da sich dies direkt in mein SW einbinden lassen würde, doch leider ist auch SolidCam für mich nicht erschwinglich.
Und natürlich habe ich die CNC nicht nur für meinen Drucker gekauft, doch das is hier ja das Thema, also z.B. auch für die Boden und Top Platte ist Alu vorgesehen,welches ja bearbeitet werden muss. Genauso wie auch diverse Aufnahmen und planfräsen von z.B. der Schnittstellen der Z-Stützen beim Eigenbau dann die Themen sind.
Aber da es hier ja um konkrete und nicht um irgendwann einmal geplante Projekte geht, hatte ich ein schlechtes Gewissen und wollte mal wieder posten um zu sagen, dass die Verzögerungen beim Fortschritt nicht in meiner Absicht lagen. Und mich persönlich nervt es auch, dass ich nicht weiter gekommen bin, denn meinen Dyze Extruder endlich testen zu können brennt mir wie Sau unter den Fingernägeln. ;-)
Re: Erster Eigenbau
18. December 2018 15:07
Moin Machwas,

welches Alumaterial willst du den benutzen, ich würde dir AlSi10MnMg (aus dem Flugzeugbau), AlSi9MnMgZn (Maschinenbau), oder für höhere Temperaturen bzw. Spannungs und Gleiteigenschaften AlSi12CuNiMg empfehlen.

Wenn es auch noch Korrosionbeständig sein sollte, kann ich dir die Aluleguren empfehlen die Airbus bennutzt AlSi7Mg0,3 und AlSi7Mg0,6

Ansonsten sind gute Alulegierungen die man benutzen kann AlSi11Cu2Ni2Mg2Mn, AlSi10MnMg.

Wenn du nach Alumaterial suchst das man im Anschluss gut anodieseren kann, solltest du AlMg3 oder AlMg3Si nehmen.

Alumaterial das gut zum hochglanzpolieren nach Bearbetiung ist wäre AlMg5 oder AlMg5Si.

So ein bißchen Materialkunde habe vor Jahren mal Intensiv mit Aluminiumleguren zu tun gehabt. Wenn man AlZn10Si8Mg nimmt und diesen mit roten Posphor veredelt, kann man die Lamellen für Düsentriebwerke herstellen.
Auch Ölwannen z.B. für schwere Fahrzeuge, Kupplungscheiben, Mehrteillige Alufelgen werden aus dem oben genannten Aluminium leguren hergestellt jedoch werden diese dann mit Natrium, Strontium veredelt, bzw. muss das Material mit Stickstoff und Quirl ca. alle 60 Minuten für 5 Minuten durchgerührt werden damit man die Oxide aus dem Material dann oben abschöpfen kann.

Grüße

Josef
Re: Erster Eigenbau
18. December 2018 16:36
Quote
newbie71
Moin Machwas,

welches Alumaterial willst du den benutzen, ich würde dir AlSi10MnMg (aus dem Flugzeugbau), AlSi9MnMgZn (Maschinenbau), oder für höhere Temperaturen bzw. Spannungs und Gleiteigenschaften AlSi12CuNiMg empfehlen.

Wenn es auch noch Korrosionbeständig sein sollte, kann ich dir die Aluleguren empfehlen die Airbus bennutzt AlSi7Mg0,3 und AlSi7Mg0,6

Ansonsten sind gute Alulegierungen die man benutzen kann AlSi11Cu2Ni2Mg2Mn, AlSi10MnMg.

Wenn du nach Alumaterial suchst das man im Anschluss gut anodieseren kann, solltest du AlMg3 oder AlMg3Si nehmen.

Alumaterial das gut zum hochglanzpolieren nach Bearbetiung ist wäre AlMg5 oder AlMg5Si.

So ein bißchen Materialkunde habe vor Jahren mal Intensiv mit Aluminiumleguren zu tun gehabt. Wenn man AlZn10Si8Mg nimmt und diesen mit roten Posphor veredelt, kann man die Lamellen für Düsentriebwerke herstellen.
Auch Ölwannen z.B. für schwere Fahrzeuge, Kupplungscheiben, Mehrteillige Alufelgen werden aus dem oben genannten Aluminium leguren hergestellt jedoch werden diese dann mit Natrium, Strontium veredelt, bzw. muss das Material mit Stickstoff und Quirl ca. alle 60 Minuten für 5 Minuten durchgerührt werden damit man die Oxide aus dem Material dann oben abschöpfen kann.

Grüße

Josef

Hi Josef,
Ich will dir nicht zu nahe treten, aber ich finde immer, wenn man verschiedene Legierungen als "Flugzeuglegierungen" oder "Aus dem Maschinenbau" bezeichnet, hat das genau 0 aussagekraft. Alu, das man zum bauen der Armlehnenhalter an den Sitzen benutzt, ist nicht das selbe Alu, das man zur Befestigung der Tragflächen benutzt, obwohl beide technisch gesehen aus dem Flugzeugbau kommen. Das sind eher Begriffe, die man zum Beeindrucken von Laien benutzt.
Ich komme aus dem Maschinenbau, und dort benutzt man immer genau das Alu, das die Anforderungen erfüllt. Wenn es das billigste Gussalu tut, wird das benutzt, auch wenn das Bauteil auf einen Satelliten kommt.

Ich hab gesehen, du hast viele Legierungen mit Silizium vorgeschlagen. Während diese zwar weit verbreitet sind und gerne benutzt werden, ist dies meist nur aufgrund der guten Gusseigenschaften (Dank des Siliziums geringer Schwund beim Erstarren).
Das Problem daran ist, dass sich diese zwar sehr gut gießen lassen, aber eher mäßig zerspanen. Siliziumlegierungen schmieren gerne, brauchen exzellente Kühlung und sind trotzdem sehr Abrasiv, besonders die übereutaktischen (übersättigt mit Silizium)

Da MachWas Zerspanen will, sollte man besonders bei einer Fräse ohne Flutkühlung (Man benötigt mindestens eine MQL- Minimalmengenschmierung) Legierungen auswählen, die sich gut Zerspanen lassen, ergo nicht schmieren. Da kommen idealerweise Legierungen der 2000er Serie (Kupfer) und der 7000er serie (Zink) in frage, besonders 2017 (AlCuMg1) und 7075 (AlZnMgCu1,5). Diese sind ideal zu zerspanen. Generell gilt, je steifer eine Legierung, desto besser zum zerspanen.
7075 ist dabei nur unwesentlich teurer als das billigste AlMg3.

Als händler kann ich gemmel-metalle.de empfehlen. Die haben so gut wie alles auf lager, und man bekommt auch relativ schnell mengenrabatt. Außerdem haben die irre gute Sägetoleranzen von meist +0,1-0 und exzellente Parallelität, was wichtig beim Einspannen in den Schraubstock ist, wenn man keine Krallenbacken hat. Nachteil an denen ist dass die meist direkt 20€ versand verlangen, und ab 31 kg muss man direkt eine Palette nehmen per spedition für 75€.
Für 7075 zahle ich meist so um die 8€ das kg.

Grüße
Max
Re: Erster Eigenbau
18. December 2018 20:11
Danke für die Infos und Krallenbacken, sowie Minimalmengenschmierug habe ich natürlich. Da ich aber aus der Schweiz bin, ist es keine Option für mich, das Alu in Deutschland zu bestellen denn ich will ja nicht die Schweizer Zollbehörde noch reicher machen. ;-)
Doch mein grösstes Problem ist aktuell das Heizbett weil ich noch nicht weiss, wie ich die grosse Fläche beheizen soll...... Sollte es eine Lösung mit Leistungswiderständen, oder mit einer Heizmatte werden..... grübel. grübel......
Und wie Dick die Aluplatte vom Heizbett werden soll ist mir auch noch nicht ganz klar, also gerne nehme ich eure Meinung dazu entgegen.
Re: Erster Eigenbau
18. December 2018 21:21
Quote
MachWas
Danke für die Infos und Krallenbacken, sowie Minimalmengenschmierug habe ich natürlich. Da ich aber aus der Schweiz bin, ist es keine Option für mich, das Alu in Deutschland zu bestellen denn ich will ja nicht die Schweizer Zollbehörde noch reicher machen. ;-)
Doch mein grösstes Problem ist aktuell das Heizbett weil ich noch nicht weiss, wie ich die grosse Fläche beheizen soll...... Sollte es eine Lösung mit Leistungswiderständen, oder mit einer Heizmatte werden..... grübel. grübel......
Und wie Dick die Aluplatte vom Heizbett werden soll ist mir auch noch nicht ganz klar, also gerne nehme ich eure Meinung dazu entgegen.

Achso das habe ich wohl übergangen, sorry.
Guck mal für das Bett auf eBay nach plangefrästen feingussplatten, die sind Spannungsarm und kosten auch ähnlich wie Gemmel. Bei einem 500x500 Bett (Von der Fläche her) würde ich auf 12-15mm gehen. Da kannst du dann Verformen durch eigengewicht ausschließen, zudem verteilt sich dann die hitze besser.
[www.ebay.de]
Das ist jetzt nur ein beispiel, aber in der Schweiz gibt es bestimmt ähnliche Anbieter.
Unter 12mm würde ich nicht empfehlen, da unter 12mm die Ebenheit 0,4mm/m beträgt, und ab 12mm absinkt auf 0,13mm/m.
Re: Erster Eigenbau
19. December 2018 03:15
Hi Nitrofreak,

ich habe bei den Legierungen auf gute Spannbarkeit geachtet die AlSi7Mg0,3 (42 100) sowie AlSi7Mg0,6 (42 200), diese sind auch gut schweißbar.

Zusammensetzung von AlSi7Mg0,3 (42 100)



Zusammensetzung von AlSi7Mg0,6 (42 200)




Einige der genannten Legierungen werden Augrund Ihrer Eigenaschaften bezüglich der Schwingungsdämpfung auch als Achsträger im Automotiven Bereich eingesetzt.
Auch hier sind die Parameter sehr hohe Steiffigkeit gute Spannbarkeit etc.

Aber das Ziel von uns beiden ist es ja Machwas Informationen zu geben, es ist sicher nicht die Intension hier einen Krieg über Aluminiumleguren anzuzetteln. Ich habe fast ein Jahrezehnt in diesem Bereich gearbeitet Aluminiuimleguren, und deren nachfolgende Bearbeitung. Zudem sind noch viele andere Faktoren wichtig wie ist das Material, wärmbehandelt, teilausgehärtet,überaltert....
Ja ich gebe Dir Recht das die meisten damit nichts anfangen können.

Aber Machwas könnte sich an die Alusuisse (firmieren heute glaube ich unter dem Namen ALCAN und Constellium) wenden, dies ist in der Schweiz mit so der größte Anbieter, früher waren mal
die Standorte Schaffhausen und Zürich die größten.

Ein weiterer Anbieter wäre Allega, der Geschäftsfüher ist Ivo Frey, aber für Machwas wären wahrscheinlich die Kollegen im Bereich Verkauf Industrie der richtige Ansprechpartner (Hr. Marco Murano oder Marc Näf),

Allega GmbH | Niederglatt - Hauptsitz
Seeblerstrasse
CH-8172 Niederglatt
Tel. +41 (0)44 852 41 11
Fax +41 (0)44 852 43 44
E-Mail: info@allega.ch
E-Mail: verkauf@allega.ch
[www.allega.ch]

in Deutschland ist es die Rheinfelden-Alloys für Alu Rohmaterial bzw. die Rheifelden-Semis für Produkte wie Stangen, Ronden, etc.


@ Machwas "i bin an der schwitzer grenz, gebore und uf gwachse, bin am Ryfall dahei" "Für mi isch Züri Dialekt keis Problem" grinning smiley " au wenn i drümal am Tag über de Ry ins dütsche fahre mu"

- Enventuell macht es für dich Sinn doch im Grenzgebiet von Rheinfelden bis Konstanz, Dir das Alumaterial zu besorgen, mit dem "grüne Schi" (grünen Schein)
bekommst du bei verzollen die MwSt.19% zurück und zahlst da die 7% Umsatzsteuer. Die Händler im Grenzgebiet stellen die Scheine aus müssen nur noch am Zoll abgestempelt werden.
Zudem profitierst du noch vom günstigeren ALU Preis in Deutschland inklusive der schweizer 7% USt. macht das das ca.30%-40% gegenüber den Schwizerhändler aus.
In Singen am Hohentwiel (Grenzgebiet ) ist auch die ALCAN als auch Constellium ansässig,

Andere Händler im Grenzgebiet wären:

- Alu Menziken Extrusion AG (Rielasingen-Worblingen)
- Aluminium-Werke Wutöschingen AG & Co. KG
- Eisen Pfeiffer (Stockach)
- Eisen-Auer GmbH (Singen)
- Roland Müller Metallverarbeitung (Hohenfels) (er bearbeitet nicht nur sondern kann gewünschtes Material auch besorgen)

Grüße

Josef

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.12.18 03:34.
Re: Erster Eigenbau
20. December 2018 06:04
Danke für die Info's zum Alu, denn in Sachen Materialkunde kannste mich in der Pfeifer rauchen. Aber ich dachte eigentlich auch an 10-15mm Stärke (10 bei Heizmatte/15 bei Leistungswiderständen) hätte mich allerdings für die Legierung informieren müssen.
Und von wegen Einkauf in Deutschland so gehen wir auch jeden Monat einmal in D einkaufen, weil wir mit den Schweizer Preisen nicht über die Runden kommen würden. Aber bei grösseren Dingen welche bestellt werden müssen sahnt dann auch das Paket Depot entsprechend ab und wir müssten dann wahrscheinlich auch extra für die Platte den Weg machen, womit sich die Ersparnisse dann meist wieder aufheben. Aber "normales" Werkzeug holen wir auch oft bei Schachenmeier (vielleicht kennste den ja) in Deutschland, weil dort nicht nur der Preis, sondern auch die freundliche Bedienung stimmt.
Die Alu Profile habe ich noch von einem Messestand welchen wir damals bei Alprofi gekauft haben, welche damals noch extremst sympathisch waren. Leider wurde die Firma aufgekauft und beinahe die gesamte Belegschaft ausgetauscht. Und jetzt kaufe ich nur noch ungerne bei denen ein, weshalb der Einkauf von Profilen (wenn ich dann wieder welche brauche) über Deutschland schon eine Option sein könnte. Da wir beim Thema Drucker ja unter Längen von 1.5 Meter bleiben, muss ich das wohl mal ins Auge fassen.

Da sich aber die Einrichtung meiner Fräse sowieso nochmal verzögert habe ich über die Festtage vielleicht endlich einmal Zeit mich um die Aufhängung des Extruders/Druckkopf zu kümmern. Denn bei diesem Punkt bin ich immer noch am Grübeln, wie ich das Angedachte mit möglichst wenig Gewicht umsetzen soll. Habe mir wegen der Gewichtsersparniss auch schon Gedanken gemacht, ob ich es so wie E3D machen sollte. Also Montagebalken der X-Achse aus CFK, doch die Preise für das Rohmaterial sind dann doch sehr abschreckend und wegen den geplanten Abmessungen komme ich da auch nicht mehr mit einer kleinen Platte davon.

So einiges ist bei meinem Projekt also bereits ganz klar, während anderes noch einiger Überlegungen bedarf. Was ein weiterer Grund dafür war abzuwarten, denn mit meiner neuen Fräse schaffe ich es die Grundplatten ohne Umzuspannen zu fräsen, respektive eben diese erst aus Holz zu machen. Um dann an einem Prototypen die noch unklaren Punkte erst testen zu können, ohne dann plötzlich teure Aluplatten doch noch nachträglich anpassen zu müssen.
Re: Erster Eigenbau
20. December 2018 07:03
Hallo Machwas,

du meinst den in Efringen Kirchen, ich nehme an du kommst dann aus dem Baseler Land.

Grüße

Josef
Re: Erster Eigenbau
16. January 2019 19:57
So,
nachdem ich endlich die an den Schnittstellen plangefästen Profile erhalten hatte, fehlte es an Verbindungselementen für das Untergestell der CNC, also wieder diese bestellen und ein paar Tage warten. Nun jedoch ist endlich beinahe alles zusammen und in den nächsten 10 Tagen sollte ich die CNC dann auch endlich betriebsbereit haben. Bis dann sollte ich auch die CAD Datei soweit haben um die Profilschienen mit den Schlitten bestellen zu können. Und dann werde ich mir zuerst einmal die Unter- und Oberplatte aus Holz fräsen um einen Versuchsaufbau zu machen, bevor die teuren Aluplatten gefräst werden.
Auch das Duet mit Extension wartet schon darauf verbaut zu werden, genauso wie auch bereits einer der beiden Extruder mit Hotends schon hier sind und auf den Zweiten Extruder warte ich noch. Doch das Kribbeln in den Finger wird immer stärker und ich hoffe, endlich die Zeit dafür zu finden, den Drucker endlich weiter bringen zu können.






Re: Erster Eigenbau
16. January 2019 20:45
Schön zu sehen, dass es bei dir auch vorangeht thumbs up
Ich hab heut auch mein Duet bekommen.
Wozu brauchst du das Duex5? Du hast doch bloß zwei extruder.
Grüße
Max
Re: Erster Eigenbau
31. July 2019 16:33
Hallo Machwas....

wie ist den der aktuelle Baustatus ??

Berichte doch mal Deine Fortschritte.


Die Dummheit ist rund. Niemand weiß, wo sie anfängt und wo sie aufhört.

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Luclass
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