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Repstrap McGuire X Mendel

Posted by theodleif 
VDX
Re: Repstrap McGuire X Mendel
July 31, 2010 06:38PM
Hi Wolfgang,

... das ist oft recht leicht zu finden - einfach den zu suchenden Begriff und "Viktor" oder "VDX" eingeben ... z.B. "Viktor Parallelkinematik" (oder auch das ganze in Englisch) ... hab' zu ziemlich vielen Themen in den letzten 3 Jahren was geschrieben bzw. Infos gepostet spinning smiley sticking its tongue out

Das Problem ist eher, daß einige der alten Links nicht mehr funktionieren, so daß ich dann manchmal die Infos und Bilder aus meinen uralten Beackups raussuchen muß, oder neue Fotos von den Teilen reinstellen eye rolling smiley


Viktor
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Aufruf zum Projekt "Müll-freie Meere" - [reprap.org]
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Re: Repstrap McGuire X Mendel
July 31, 2010 06:50PM
Ja , stimmt du schreibst ja auch so wenig smiling smiley

Registered: 2 years ago
Posts: 2,093


Mfg
Wolfgang
Aller Anfang war schwer - Wolfstrap Reprap-fab.org Meine Meinung

Erfahrungen kann man leider schlecht weiter geben, die muss man selber machen.
VDX
Re: Repstrap McGuire X Mendel
July 31, 2010 07:07PM
... und das nur hier eye rolling smiley

Das Thema 3D/RP-Fertigung als Hobby mache ich schon seit den 80-er Jahren, so daß da noch viel mehr an Infos und Erfahrung da wäre ... und ein paar von den anderen Foren, in denen ich auch noch etwas aktiver bin, sind z.B. die CNC-Ecke und das Laserfreak-Forum winking smiley


Viktor
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Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 07, 2010 10:13AM
also, wenn ich mir das so ansehe, frage ich mich, ob die es sich zu einfach machen, oder ich mir zu kompliziert

Detlef
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 07, 2010 12:58PM
Auf dem Video ist ja nicht all die Vorarbeit zu sehen, das dürfte locker nochmal das doppelte an Aufwand erfordern. Einen Baukasten zusammensetzen war noch nie besonders schwer.


Generation 7 Electronics Teacup Firmware RepRap DIY
     
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 07, 2010 03:15PM
theodleif Wrote:
-------------------------------------------------------
> also, wenn ich mir das so ansehe, frage ich mich,
> ob die es sich zu einfach machen, oder ich mir zu
> kompliziert
>
> Detlef


Dann frag mal all die Leute die den McWire gebaut haben.... warum der sich kaum durchgesetzt hat.

Schau dir das Video vom Wolfstrap mal an, das ist kein M5 sondern M10... schneller gings nicht.


Mfg
Wolfgang
Aller Anfang war schwer - Wolfstrap Reprap-fab.org Meine Meinung

Erfahrungen kann man leider schlecht weiter geben, die muss man selber machen.
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 07, 2010 06:09PM
Quote

Schau dir das Video vom Wolfstrap mal an, das ist kein M5 sondern M10... schneller gings nicht.

Warum Du Deine Schrittmotoren nur im Schneckentempo laufen lässt wird mir ein Rätsel bleiben. Aber erzähle ruhig weiter bei jeder sich bietenden Gelegenheit, dass Gewindestangen notwendigerweise auch langsam sind. Die verschreckten Anfänger kommen schon irgendwann zurück.


Sorry für den persönlichen Ausbruch, doch Deinem Treiben wortlos zuzuschauen fällt schwer.


Generation 7 Electronics Teacup Firmware RepRap DIY
     
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 07, 2010 06:59PM
Sobald du die schneller laufen lässt hast du Schrittverluste.
Schrittmotoren haben im Vollschritt Grenzen in der Geschwindigkeit.
Vor allem die die wir hier verwenden. Je schneller sie laufen, desto weniger Kraft haben sie.

Ich alles mögliche gemacht um die schneller zu bekommen. Mit der Elektronik keine Chance.
Es geht nicht. Bei so vielen Stunden Laufzeit kannst du dir keinen Schrittverlust leisten.



Ich weis das es hier einige geschönte Filmchen gibt, wo entweder eine Achse um 100mm mit Volldampf in eine Richtung geschickt wird(, oder sogar die Filme einfach schneller laufen gelassen werden).

Das Problem sind nicht die langen Strecken sondern, die Richtungsänderungen. Da fehlt dann die Kraft, das Haltemoment. Der Motor läuft dann einfach ein paar Schritte weiter und das ist fatal.

Ja ich weis, Bremsrampen.... aber die funktionieren nicht richtig. Dann läuft die Z-Achse nicht mehr vernünftig (Fehler in der Software).

Du kannst es ja gerne selber ausprobieren... es hält dich keiner davon ab. Vielleicht werden ja dann deine Rätsel auch mal gelöst.

Ich hab jetzt über 10 Jahre mit Schrittmotoren gearbeitet.
Und beruflich 3 CNC-Gravier-Maschinen bauen müssen... und Jahre damit gearbeitet und meine Erfahrungen schon gesammelt.

Ich weis ja nicht welche Erfahrungen du in die Richtung schon hast, das du mich hier angreifst.
Beweise mir handfest das Gegenteil, bevor du anfängst die Pferde scheu zu machen.


Mfg
Wolfgang
Aller Anfang war schwer - Wolfstrap Reprap-fab.org Meine Meinung

Erfahrungen kann man leider schlecht weiter geben, die muss man selber machen.
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 03:01AM
Quote

Du kannst es ja gerne selber ausprobieren...

Längst passiert. Anfahr-/Bremsrampen funktionieren einwandfrei wenn man sie richtig programmiert und Schluss ist erst jenseits der 1000 min-1. Mit dem Motorstrom oder einem Schwungrad (soll helfen) auf der Achse habe ich noch gar nicht experimentiert.

Wenn bei Dir die Z-Achse nicht richtig funktioniert dann bringe das eben in Ordnung. Kein Grund, das Konzept selbst schwarz zu malen.


Generation 7 Electronics Teacup Firmware RepRap DIY
     
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 03:29AM
Vermutlich können auch die Datenblätter der Motoren helfen. (Leider kann ich nicht zu allen meinen Steppern welche finden, manche Händler scheinen das als "business secret" zu betrachten, indem sie No-Name-Produkte umetikettieren.)

Weiters habe ich noch nirgends gelesen, dass die Dinge mal durchberechnet und mechanisch ausgemessen werden: bewegte Masse, Reibung, wirkende Kräfte, Druckauf- und -abbau im Extruder, Wärmetransportverhalten usw. Da wird probiert und experimentiert, aber wenig gerechnet, zumindest habe ich solche Berechnungen noch nirgends in der RepRap-Community gesehen.

Wenn man programmieren kann, ist man natürlich im Vorteil. Nicht jeder kann das.
Was mich aber wundert: Adrian scheint eine 5D-DDA programmiert zu haben, was ja die Z-Achse und die Vorschub mit einschließen sollte. Wo liegt dann der Fehler? (Im Skeinforge?)

Das ist vielleicht auch ein Punkt, den die Chinesen mit ihrer Software anders gelöst haben.
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 03:33AM
Schrittverlust kann man außerdem noch mit Encodern kompensieren, wenn man dafür Geld ausgeben möchte. Und auch damit lässt sich messen, wann wie wo warum die auftreten.
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 07:05AM
Quote

Adrian scheint eine 5D-DDA programmiert zu haben, was ja die Z-Achse und die Vorschub mit einschließen sollte. Wo liegt dann der Fehler? (Im Skeinforge?)

Ja, vermutlich: [forums.reprap.org]

Mit der Lösung, Koordination von Beschleunigung und Maximalgeschwindigkeit der Host Software zu überlassen bin ich nicht besonders glücklich. Das sind beides Werte die sich aus der individuellen Maschine ergeben. Entsprechend sollte die Beschleunigung von der Firmware berechnet werden, die Maximalgeschwindigkeit sollte die Firmware kontrollieren und keine Überschreitung zulassen. So ist das bei CNC-Fräsmaschinen üblich bzw. durch deren Servomotoren vorgegeben.

Da der weniger optimale Weg jetzt erst mal eingeschlagen ist, wird sich bei der Firmware so schnell nichts ändern. Skeinforge sollte sich aber vergleichsweise einfach korrigieren lassen.

Ändert für das Gesamtthema hier wenig, denn es wird immer schnellere und langsamere Maschinen geben. Jemand mit einer funktionierenden, langsamen Maschine ist sehr viel weiter als Einer mit einer noch zu bauenden, schnellen Maschine. Die ersten Stereolithografiemaschinen haben bis zu einer ganzen Woche an einem Bauteil gebaut, trotzdem war das ein Riesenfortschritt.


Generation 7 Electronics Teacup Firmware RepRap DIY
     
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 07:06AM
Traumflug Wrote:
-------------------------------------------------------
> Du kannst es ja gerne selber ausprobieren...
>
> Längst passiert. Anfahr-/Bremsrampen
> funktionieren einwandfrei wenn man sie richtig
> programmiert und Schluss ist erst jenseits der
> 1000 min-1. Mit dem Motorstrom oder einem
> Schwungrad (soll helfen) auf der Achse habe ich
> noch gar nicht experimentiert.
>
> Wenn bei Dir die Z-Achse nicht richtig
> funktioniert dann bringe das eben in Ordnung. Kein
> Grund, das Konzept selbst schwarz zu malen.

Ja, mach du ein Schwungrad auf die Achsen... eye rolling smiley
Erhöhe den Motorstrom bis dir die Karten abrauchen wenn der Motor steht...eye popping smiley
Und Wunder dich das der schnell laufende Motor immer noch keine Kraft hat.... und dein Schwungrad nicht mehr gebremst bekommt.
Aber hör auf hier so einen Blödsinn zu verbreiten !

Ich bin mal gespannt wann du dein Erstes Frame-Vertex fertig hast. Und dir dann doch überlegst wie du an eine größere Übersetzung kommst.
Weil das Teil bestenfalls mehr wie 6 Stunden braucht.

Ich werde derweil weiter jedem davon abraten sich auf M-Gewindestangen ein zu lassen, weil ich es besser weis.

Mein Mendel steht, und hat schon dafür gesorgt das 4 Neue da sind . Von dir hör ich nur große Worte ohne jeden Hintergrund. Theoretische Traumgebilde

@Peer
Ich hab mit Skeinforge erst viel später angefangen. Nachdem ich auf Kugelketten umgestellt hatte.
Es gibt Datenblätter zu den Motoren. Auch diverse Tests zu dem Verhältniss von Motorgeschwindigkeit zu Motorstrom und somit zum Drehmoment des Motors. Die erste die ich finde :
[www.rn-wissen.de]
Aber da gibt es noch einige mehr.

Du brauchst ja nur die Optimaldrehzahl und Gewindesteigung zu nehmen, dann die Fläche eines z.B. Frame-Vertex
dann rechnest du aus wieviel Meter er laufen muß um die Fläche zu füllen... auf diese weise kann man bestimmt errechnen welche Zeiten da zusammen kommen.


Mfg
Wolfgang
Aller Anfang war schwer - Wolfstrap Reprap-fab.org Meine Meinung

Erfahrungen kann man leider schlecht weiter geben, die muss man selber machen.
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 07:23AM
So, bevor ich als Hobby-Archäologe nix mehr verstehe, müsst ihr mir aber schon verraten, ob das jetzt mit Gewindestangen funktioniert oder nicht.

Was ich auch nicht verstehe, ist warum ich, wenn ich Encoder verwende, Schrittmotoren brauche. Schon länger frage ich mich, warum ich nicht einen normalen Elektromotor nehmen kann und die Schritte mit einem winzigen Schrittmotor, den ich invers verwende, mitzähle. Wenn die Gewindestange eh viel zu hoch übersetzt, kommt es doch auf 0,01 mm nicht an, oder?

Detlef

PS: oder damit

Edited 1 time(s). Last edit at 08/08/2010 07:56AM by theodleif.
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 07:39AM
> Es gibt Datenblätter zu den Motoren.

Ich habe hier verschiedene Motoren und nicht für alle die passenden Datenblätter. Wie das im Prinzip aussieht, weiß ich ja, aber jeweils der spezielle Typ?

Mit dem Messen meinte ich nicht das Ausrechnen der Strecke (die gibt Skeinforge ja aus) (wobei man auch noch die Zahl der Richtungsänderungen berücksichtigen muss, wenn man mit Beschleunigungen arbeitet), sondern das Verhalten der Maschine, also bewegte Massen, Drehmomente usw. Davon hängen die erreichbaren Beschleunigungen ja ab.
Man könnte sie vielleicht mit Schwingungsexperimenten mit Federn messen, daraus dann die Massen und die Dämpfung bestimmen und die Schritte/Zeit geeignet anpassen.

Ein kleiner Motor an einer langen Gewindestange mit schwerem Wagen hat ja mehr Probleme damit als ein größerer, und auch bei Verwendung von Zahnriemen bleibt immer noch ein Unterschied.

Irgendwann grabe ich meine Physik vielleicht mal wieder aus und rechne mal etwas, um zu wissen, was da genau abläuft, wie groß die Reserven sind usw. Probieren geht natürlich auch, wenn man die Schrittzahl mit einem Encoder checken kann. Oder man macht Fahrserien mit Hinundherfahren gegen einen Endschalter, das geht natürlich auch.
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 07:54AM
peer Wrote:
-------------------------------------------------------

> Was mich aber wundert: Adrian scheint eine 5D-DDA
> programmiert zu haben, was ja die Z-Achse und die
> Vorschub mit einschließen sollte. Wo liegt dann
> der Fehler? (Im Skeinforge?)

Das (war) ist ja das Problem, die Z-Achse muß mit anderen Geschwindigkeiten gefahren werden als X und Y . Dadurch lief die Z-Achse teilweise zu schnell. Aber ich hab gelesen, das da mittlerweile was geändert wurde in der letzten Beta.
Nach der letzten Hostversion läuft das mit der Beschleunigung schon erheblich besser. Nur bei Z kommt es hin und wieder zu Problemen. Die seltsamerweise verschwinden wenn man die Beschleunigung abschaltet in der Firmware. Frag mich aber nicht warum.


Mfg
Wolfgang
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Erfahrungen kann man leider schlecht weiter geben, die muss man selber machen.
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 08:29AM
@theodleif


M-Gewindestangen sind eher nicht zu empfehlen, wenn
- man wenig Ahnung von Schrittmotoren, deren Ansteuerung und Rampen hat
- man günstige Elektronik und simple Software (Vollschritt) verwenden möchte
- man es möglichst einfach haben will

--> Ich würde daher von M-Gewindestangen abraten


Zu der anderen Frage:
Encoder sollten funktionieren, allerdings musst du dich dann um die Ansteuerung/Software teilweise selber kümmern und wohl je nach Lösung selber was programmieren - wenn du dir das zutraust und du das nötige Handwerkszeug hast ist es sicher möglich, aber Schrittmotoren sind vermutlich einfacher
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 09:48AM
Quote

M-Gewindestangen sind eher nicht zu empfehlen, wenn
- man wenig Ahnung von Schrittmotoren, deren Ansteuerung und Rampen hat
- man günstige Elektronik und simple Software (Vollschritt) verwenden möchte
- man es möglichst einfach haben will

Noch so ein Zahnriemen-Speed-Papst. Gewindestangen funktionieren einfach.

Software und Elektronik sind identisch, die Teile sind einfacher zu beschaffen und einfacher im Aufbau geht's auch nicht.


Generation 7 Electronics Teacup Firmware RepRap DIY
     
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 09:50AM
> Gewindestangen funktionieren einfach.

Poste doch mal ein paar Daten:
- wie schnell sie bei Dir laufen
- aussagekräftige Tests über Schrittverluste
- Spiel bei Richtungswechsel
- Messungen über die erreichte Genauigkeit und Wiederholbarkeit

Edited 1 time(s). Last edit at 08/08/2010 09:51AM by peer.
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 09:56AM
Ach lass ihn doch....

Ich behaupte demnächst auch, das Pferde mit 3 Beinen ein Rennen gewinnen können.

Wenn ich das dann oft genug behaupte wird es dann irgendwann zur Wahrheit.


Mfg
Wolfgang
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Erfahrungen kann man leider schlecht weiter geben, die muss man selber machen.
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 10:06AM
> Ach lass ihn doch...

Nee, wieso, die konkreten Zahlen interessieren mich. Genauso von der Zahnriemenlösung.
VDX
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 03:49PM
... bevor ihr euch in die Haare bekommt - wenn ihr ein paar (belastbare) Werte für Schrittmotoransteuerung mit Spindeln haben wollt:

1. - Meine CNC-Fräse fährt mit Standard-Steppern mit Halbschritt (= 400 Schritte/U) und einer KG-Spindel mit 5mm Steigung ohne Belastung und mit Bremsrampen maximal 6kHz, was 75mm/s, 4.5m/min oder 15 upm sind ... mehr ist nicht drin (die Steuerung kann 10kHz, dann aber mit Schrittverlusten durch Reibung und Staubkrümel in der Spindel) ... und wenn ich zuverlässig bleiben möchte, reduziere ich das ganze auf die Hälfte ... und mit Fräseingriff nochmal um die Hälfte eye rolling smiley


2. - Meine IMS-Mikroschritt-Treiber können bis 1/256 Mikroschritte (bzw. 51200 Schritte bei einem 200-Schritt-Stepper) mit max 10kHz ... für praktische (nicht Nanotech-) Anwendungen benutze ich die mit max. 1/32 oder auch mal mit 1/64 Mikrostepping ... leider auch nur mit max. 10 kHz eye rolling smiley

Die habe ich Testweise bei meinem Tripod und M5-Gewindestangen in Teflonblöcken auch bis 10kHz bei 1/64 Miklrostepping laufen lassen, da gings aber nicht um Tempo, sondern um hohe Auflösung ...


3. - Meine 4Nm-Berger-Lahr-Motoren mit Endstufen können bis 1000 Schritte pro Umdrehung mit max. 20kHz und im Mikroschritt-Mode 10.000 Schritte mit max. 200kHz, also gleiche Geschwindigkeit, nur im Mikroschrittmodus nochmals 10-fache Auflösung.

Die B&L-Endstufen dürften schon ziemlich grenzwertig sein, da sie mit den Auflösungen immer noch ziemlich genau auflösen (sie werden für Lasergravier-Druckwerke mit direkten Auflösungen bis in den Sub-Mikrometerbereich eingesetzt) - vom Preis her dürften sie aber auch eher nicht ins Hobbysegment passen ...


Also ist eine hochdynamischer Antrieb auch mit Spindeln und Gewindestangen schon möglich, allerdings nicht mit Mx-Muttern auf verzinkten Mx-Eisen-Gewindestangen aus dem Baumarkt, sondern eher mit Reibungsoptimierten Gewindemuttern auf z.B. glatten Edelstahl-Gewindestangen oder doch besser gleich mit Kugelgewindespindeln spinning smiley sticking its tongue out


Viktor
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Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 03:56PM
Eigentlich hätte ich auch was anderes zu tun dennoch habe ich mal mein neu ergattertes Laptop mit Kamera in Position gebracht, um ein kleines Video zu machen (siehe auch hier):



Hin-Weg: je 100 mm mit 300 und 600 mm/min, Rückweg (200 mm) mit 1000 mm/min. Die Beschleunigung ist sehr soft eingestellt, bei einer steiferen Maschine geht das auch zügiger.

Ton und Bild passen nicht ganz zusammen, das Eine möge als Illustration für das Andere dienen. Keine böse Absicht, ich habe einfach noch nicht herausgefunden wie man ein Theora Video schneidet bzw. wie die Webcam AVI liefert bzw. vom Einen ins andere ohne Verschiebung konvertiert.

Quote

- wie schnell sie bei Dir laufen

Etwa 1100 mm/min, das sind bei M8 etwa 800 U/min. Ist ein NEMA23.

Quote

- aussagekräftige Tests über Schrittverluste

Wenn Du mir sagst, wo die Schrittverluste her kommen sollen, kann ich Dir einen Test machen. Verluste gibt's nur in zwei Situationen: Die Geschwindigkeit ist insgesamt zu hoch oder die Mechanik klemmt. Beidesmal bleibt der Motor einfach stehen.

Verluste durch Geschwindigkeitssprünge können nicht auftreten, da die Firmware solche Sprünge nicht zulässt.

Quote

- Spiel bei Richtungswechsel

Das kommt auf die Präzision Deiner Spindelmutter an. Mit dem Messingdübel, den ich verwende, bin ich ganz zufrieden, da kein fühlbares Spiel. Eine Messuhr verkneife ich mir, da fange ich bei dieser weichen Maschine ohnehin nur das heulen an ;-)

Quote

- Messungen über die erreichte Genauigkeit und Wiederholbarkeit

Kann man auch rechnen.

Zahnriemen: Pi * Durchmesser / Schrittzahl. Da Halbschritte als ungenau gelten, sind das - wenn ich's recht im Kopf habe - 3,14 * 10 / 200 = 0,157 mm, also eineinhalb Zehntel. Gerade noch akzeptabel.

Gewindestange/Spindel: Steigung / Schrittzahl = 1,25 / 200 = 0,00625 mm oder 6,25 mikrometer. Deutlich genauer als notwendig.

Der Rest ist wiederum eine Frage der Schlittenmechanik, die hier nicht das Thema ist.


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Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 04:28PM
Interessante Zahlen, danke. Jetzt fehlen hier noch entsprechende Messwerte von Zahnriemenmaschinen.

Was auch noch auffällt, sind die Beschleunigungsrampen. In dem Video fährt die immer gut hörbar langsam hoch. Bei einem Zahnriemen muss aber nicht erst mit vielen Schritten eine Spindel beschleunigt (Schwungmasse) und betrieben werden, sondern nach ein paar Schritten ist die Position ja schon erreicht. Fräsen ist eine Sache, da fährt man wohl relativ langsam und immer ungefähr in dieselbe Richtung. Aber beim RepRappen tanzt der Druckkopf den Infill-Rap, da geht es innerhalb kurzer Strecke immer hin und her, sodass die Rampe immer eher in ihrem langsamen Bereich betrieben wird. Das dürfte Folgen für die Druckdauer haben.

Der richtige Vergleich wäre daher vermutlich die Dauer des Ausdrucks bestimmter Teile (mit gleichen Parametern, was Infill-Prozentsatz, Strangdicke usw. angeht, und man müsste vermutlich gleiche Extruder mit gleicher Düsenweite/Extrusionsstrangdicke verwenden). Wir können dann ja demnächst mal zum Wettdrucken antreten, wenn alle Geräte soweit sind. >grinning smiley<
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 04:57PM
Schön...
Dann lass den mal 5mm 500x immer hin und her laufen... und schau wo er nachher geblieben ist. Und mess mal wie lange er dafür braucht.

Den Wolfstrap eine Strecke von 100mm mit nem Affen Zahn vorwärts schicken konnte ich auch. Aber die langen Stecken sind garnicht das Problem.
Das wirst du aber noch feststellen.

Schau dir doch mal an wie ein Mendel auf dem Tisch hin und her geht...

[www.youtube.com]

Was glaubst du wie lange du für einen Mendel mit der Geschwindigkeit und den Rampen brauchst ? Du wirst dich wundern.
Mach scherzeshalber mal mit den Einstellungen ein Frame-Vertex . Und schau mal was er als Fertigungszeit angibt.


Mfg
Wolfgang
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Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 05:39PM
Quote

In dem Video fährt die immer gut hörbar langsam hoch.

Das ist ja die Absicht des Videos. Natürlich kann man die Rampe auch steiler einstellen, dann hört man sie aber nicht mehr so gut ;-)

Die Rampe hat auch nicht nur den Zweck den Schrittmotor schneller laufen zu lassen sondern auch, die Belastung ( = Verbiegung, Verschleiss) der Maschine gering zu halten. In diesem Sinne sind Rampen für Zahnriemen- und Spindelantriebe gleich wichtig. Die Standard-Firmware ignoriert das Problem einfach weg und nutzt gewissermassen die Verbiegung der Maschine als "Rampe".

Rampen kosten natürlich Zeit, wenn man um viele kleine Ecken fährt, da hat der Stoffel schon recht. Eine Lösung ist, die Ecken leicht abzurunden, vielleicht 0,5 mm Radius. Das ist aber noch nicht implementiert.

Eine andere Lösung ist, die vielen 180-Grad-Kehren möglichst zu vermeiden. Aus Sicht der Geschwindigkeitsoptimierung ist die derzeitige Zick-Zack-Strategie für die Füllung so ziemlich die schlechteste, die man sich vorstellen kann. Aber sie funktioniert, deswegen kann man sich erst beschweren wenn man eine Bessere hat.

Quote

Der richtige Vergleich wäre daher vermutlich die Dauer des Ausdrucks bestimmter Teile (mit gleichen Parametern, was Infill-Prozentsatz, Strangdicke usw. angeht, und man müsste vermutlich gleiche Extruder mit gleicher Düsenweite/Extrusionsstrangdicke verwenden)

Das kann man ja "trocken", d.h. ohne Extruder laufen lassen. Von Aufheiz-Zeiten mal abgesehen ist die Dauer eines Baus auch mit Rampen exakt vorgegeben. Die Frage ist, welche Parameter "verträgt" die Firmware-Mechanik-Combo und welche Qualität wird dabei erreicht?


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Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 06:02PM
@Traumflug
-------
Rampen kosten natürlich Zeit, wenn man um viele kleine Ecken fährt, da hat der Stoffel schon recht. Eine Lösung ist, die Ecken leicht abzurunden, vielleicht 0,5 mm Radius. Das ist aber noch nicht implementiert.
------

Hier machst du einen Denkfehler. Wenn du um die Ecke fährst wird die andere Achse angesprochen. Logischerweise fängt dann die Rampe der 2. Achse an. Die Bewegung geht ja dann von X nach Y . Da nutzen dir deine 0.5er Radien nicht viel.


Mfg
Wolfgang
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VDX
Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 08, 2010 06:10PM
... er meint wohl 'lookahead' - dabei bremst das Programm am Ende einer Linie nicht komplett bis zur Start/Stopp-Frequenz runter, sondern berechnet die Geschwindigkeit, mit der der Wechsel zur folgenden Linie erfolgen kann, so daß der Linienwechsel bei einem Kreisbogen mit einer viel höheren Geschwindigkeit erfolgt ... 'echte' Kreisbögen oder Kurven werden so nach der Anfangsbeschleunigung komplett mit der maximal möglichen Geschwindigkeit abgefahren, die bei einer anschließenden tangential anliegenden Linie auch ohne Zwischenabbremsung weitergeht ...


Viktor
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Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 09, 2010 08:09AM
Ein kleiner Vergleich gefällig ?

Strecke 180mm
Geschwindigkeit 14000 mm/min
Mendel Riementrieb



Das bekommt der Wolfstrap mit Riemen auch zustande.


Mfg
Wolfgang
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Re: Repstrap McGuire X Mendel
August 09, 2010 06:10PM
Heute ging mir etwas Komisches durch den Kopf, nachdem ich 40x40er Aluprofile sah.



Detlef

Edited 1 time(s). Last edit at 08/09/2010 06:11PM by theodleif.
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