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Ideensammlung und Zeitplanung ...

Posted by VDX 
VDX
Ideensammlung und Zeitplanung ...
November 08, 2018 05:41PM
Hier der erste Entwurf der "Ideen-Sammlung" mit einigen der interessanteren Konzepte grob zusammengefaßt:

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Gedanken zum Projekt "Schwimmende Inseln in den Müll-Kontinenten"

Status: - in allen Weltmeeren haben sich "Müll-Strudel" gebildet, in denen sich bedingt durch die Meeresströmungen, riesige Mengen treibenden Mülls sammeln.
Die größten befinden sich im Pazifik - hier gibt es zwei "Müll-Strudel", einer Richtung Australien, einer Richtung Amerika.
Die "Größe" des größten würde in etwa der Ausdehnung von Mitteleuropa entsprechen, also über 1000 Kilometer im Durchmesser!
Die aktuell in den Meeren befindliche Müll-menge wird auf etwa 150 Millionen Tonnen geschätzt, was aber eventuell noch weit untertrieben sein könnte ...


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Ideen-Sammlung anderer Projekte:
- an der Oberfläche treibenden Müll sammeln, an Land schaffen und da trennen/sortieren und recyceln (Projekt "The Ocen Clean-up" macht sowas als Test)
Kritik: nur an der Oberfläche schwimmender Müll, Wege von und zum Land dauern sehr lange

- Müll-Ausbringen aus den Flüssen in die Meere stoppen - wird von einigen Ländern schon angegangen, die meisten überlegen noch oder machen gar nichts

- Fischerboote sollen den "Müll-Beifang" in den Netzen nicht wieder ins Meer kippen, sondern separat sammeln und gegen "Pfand" in den Häfen abgeben - einige fahren auch schon nur für den "Müll" raus ...

- Diverse Projekt um die Meeresküsten zu säubern ...

- Holländer bauen bereits schwimmende Plattformen für Wohn-Häuser und Gewächs-Häuser anstatt sich um höhere Dämme zum Schutz der Küstenbereiche vor immer mehr steigendem Meeresspiegel zu kümmern -- funktioniert so nur in Flüssen/Fluß-Mündungen und in geschützten Küstenbereichen, nicht auf offener See (Sturm und zu hoher Wellengang)

- Projekt "Seasteading" will "Schwimmende Städte" in Häfen und "ruhigen" Küstenbereichen aufbauen - "Ringwälle" als Schutz vor Wellen, nur bedingt "hochseetauglich" -- zunächst nur als "See-Domizile" für Reiche und Super-Reiche geplant ...


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Unterschied des Projekts "Schwimmende Inseln in den Müll-Kontinenten"
- zunächst sollen große Schiffe (ausrangierte Container-Schiffe und Frachter, die aktuell günstig zum "Schrottpreis" zu haben sind, da die Handels-Schiffahrt eingebrochen ist) als "Stützpunkte" mit Anlagen und Maschinen zum Kunststoff-Recyceln und "Verkohlen", sowie Ausstattung und Anlagen für den Groß-Bau mit ausreichend großen Mannschaften für einen Langfristigen/"Dauerhaften" Aufenthalt zu den "Müll-Kontinenten" fahren, und vor Ort (ohne lange An-/Abfahrtszeiten) anfangen, große/dicke schwimmende Strukturen zu bauen.

- aus diesen großen/dicken (einige Zehn bis Hundert Meter Größe, mehrere Zehn Meter Dicke/Höhe) Eelementen sollen dann noch größere "Flöße" zusammengesetzt werden, die durch ihre Größe/Masse und Stabilität selber schon Stürme und Wellengang bis über 30m Höhe überstehen können und im Verbund auch als "Wellenbrecher" für weiter im Inneren verbaute Strukturen dienen sollen.

- diese "Basis"-Elemente sollen nicht wie Schiffe mit Wänden und Hohlräumen gebaut werden, sondern eher als massive Körper mit vielen kleinen Hohlräumen für den Auftrieb - ideal ist es, wenn sie so schwer sind und soviel Auftrieb haben, daß sie z.B. bei einer Größe von 100x100 Metern und 50 Metern Dicke zur Hälfte (oder mehr) im Wasser und zur Hälfte (oder weniger) darüber treiben - darauf können dann "empfindlichere" Strukturen wie z.B. Häuser aufgebaut werden.

- als Baumaterial bieten sich alle möglichen stabilen Festkörper an, die ihrerseits beim Zerkleinern über die Zeit (Sonne, Wellengang, Zusammenstöße, ...) keinen Kunststoff abgeben - z.B. Steine, Sand, (Korallen-)Kalk, Pflanzen-/Tang-Fasern, Glas-Fasern, Metall-Drähten und -Stäben (für die Verbindung/Verspannung), Glas-Hohlkugeln (für den Auftrieb), aus dem Kunststoff-Müll extrahierte und chemisch umgewandelte (inerte) Festkörper-Material wie z.B. Kohle ...
Als Bindemittel, um das zu einer stabilen, Beton-artingen Masse (siehe z.B. Polymer-Beton für hochstabile Industrie-Anlagen, der aus Sand, Kies und Gieß-Harz/Polymer aufgebaut wird) zu vebinden, eignen sich Pflanzen-Harze - z.B. Lignin, was aktuell ein Abfallprodukt bei der Papierherstelung ist und später auch aus auf/um den/die Inseln angepflanzten Bäumen/Pflanzen und Tang/Seegras gewonnen werden könnte.

- mit der Zeit werden sich um/unter den Inseln auch selber maritime Biotope (Korallen-Riffe o.Ä.) bilden bzw. sollten auch selber angelegt werden (z.B. als Rohstoff-Quelle für Korallen-kalk oder auch Fische für die Lebensmittel-Versorgung)

- Energiegewinnung vor Ort durch Sonne, Wind, Wellengang, Strömung, Temperatur-Differenzen, Verdunstung, ...

- mit ausreichend Energie kann aus dem Meerwasser mehr als genug Trinkwasser gewonnen werden - aber auch Salz und aus dem Salz praktisch alle uns bekannten Materialien/Chemikalien der im Meerwasser gelösten chemischen Elemente, die z.B. durch chemische/galvanische Prozesse extrahiert und separiert werden können ...

- auf diese ersten "Flöße" kann mit der Zeit noch mehr stabiles Material "Aufgebaut" werden, um sie zu "echten" schwimmenden Inseln mit genug Masse/Tragkraft und Größe für eine dauerhafte Bepflanzung mit Bäumen und Pflanzen (auch zur Lebensmittel-Versorgung) zu erweitern.
Mit der Zeit könnten das auch "schwimmende Kontinente" mit einem vielfältigen Aufbau mit Küste/Innenland-Bereichen und auch großen innenliegenden Süßwasser-Seen oder Salzwasser-Binnen-Meeren (nach Unten zum Ozean offen oder gefiltert) zu ermöglichen.

- für den im Meer, unterhalb der Oberfläche treibenden (oder auch schon auf dem Grund abgesackten) Müll mussen auch noch Methoden zum Sammeln entwickelt werden - hier Anfangs mit Schiffen/Flößen als "Versorguns-Basen" eine Armada von kleineren (autonomen) Booten, Drohnen und U-Booten aufbauen, von denen aus noch kleinere U-Boot-Drohen starten und "Mikro-Drohnen" in der Nähe von unter Wasser treibendem Müll aussetzen, deren einzige Aufgabe es ist, sich am Müll "festzuklammern" und "Schwimmblasen" aufzublasen, mit denen der Müll an die Oberfläche treibt und dort konventionell aufgesammelt werden kann ...


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Politische Implikationen:
- "künstliche Inseln" außerhalb der 200-Kilometer-AWZ-Bereiche um die Küstenlinien herum befinden sich in einem "rechtsfreien" Raum, in dem nur noch das See- und das Völkerrecht gilt - darauf können also völlig eigenständige Regeln und Rechtsstrukturen oder auch "Nationalitäten" entstehen!

- damit würde sich sowas auch anbieten, um den aktuell "untergehenden" Mikro-Nationen, die kleine Inseln bewohnen, welche innerhalb der nächsten Jahrzehnte vom steigenden Meeresspiegel überschwemmt werden, einen alternativen Wohnraum anzubieten -- aktuell haben mehrere von diesen Mikro-Nationen bereits Verhandlungen mit anderen Ländern angefangen, um ihre Bevölkerung dort unterbringen zu können.

- wegen diesem "rechtsfreien" Umfeld muß man sich aber auch schon Gedanken machen über den Schutz der Inseln gegen z.B. Piraten oder Übergriffe anderer Nationen - anfangs ginge sowas mit Söldnern/Schutztruppen und Verträgen mit Ländern auf dem näheren Festland oder benachbarten "Inseln" - später sollte das dann über die eigene Bevölkerung in Form von Freiwilligen oder auch "Wehrpflicht" geregelt werden ...


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Ideen zur Umsetzung und für den "Start", schrittweiser Aus-/Aufbau:
- Idee bekanntmachen, Unterstützer, Spendengelder und aktive Mitglieder gewinnen
- Ausrüstung zusammenstellen - Schiffe, Lebenshaltung/Versorgung/Energie, Kunststoff-Verarbeitung/Recycling/Verkohlung, Baumaterial und -Anlagen, ...
- "Start-Projekte" mit kleineren Schiffen in Küstennähe über einige Wochen/Monate als Vor-Übung und "show-case" für die Interessenten und Medien
- "Langzeit-Projekte" mit Freiwilligen über mehrere Monate/Jahre mit größeren Schiffen und Bau-Teams/-Anlagen direkt in den "Müll-Strudeln"
- Aufbau immer größerer "Flöße", um die Seefestigkeit und Dauerstabilität zu demonstrieren und um die Verabeitungskapazität für den gesammelten Müll zu erhöhen
- Anlegen der ersten "selbstversorgten" Floß-/Insel-Strukturen mit Gewinnung von Energie, Lebensmitteln und Baumaterial vor Ort
- ...

Edited 1 time(s). Last edit at 01/22/2020 03:40AM by VDX.


Viktor
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VDX
Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
November 17, 2018 04:12AM
... noch ein paar Gedanken zum schnelleren Auf- und Ausbau der "Mega-Strukturen" und zur Nachhaltigkeit:

- statt massiver Grundkörper aus schon "umgewandeltem" bzw. beinahe komplett auf Kohle reduziertem gesammeltem Müll, sollten nur eine massive "Schale" ("Shell") mit ein paar Metern Dicke und im Inneren mit vielen Hohlräumen und Zugangswegen dahin aufgebaut werden.

- diese Hohlräume werden dann nur noch mit dem aus dem Meer zusammengesammelten Material (am Besten schon sortenrein) verfüllt - das ist eigentlich ein enorm wertvoller Rohstoff, wenn wir mal "großvolumige Molekular-Technologien" entwickelt haben, mit denen der Kunststoff und die anderen Bestandteile des "Mülls" direkt in die Basismoleküle zerlegt und verarbeitet werden können.

- um schnell und effizient an die Hohlräume dranzukommen, sollten schräge und spiralige Rampen-Tunnel mit ausreichend Breite/Höhe für Fahrzeuge durch die Insel-Basis verlaufen - so kann jederzeit Material von und zu den jeweiligen Zielorten verschoben werden.

Damit ließen sich relativ schnell große schwimmende Grundkörper aufbauen, die dann mit dem zusammengesammelten und nur teilweise für die Bausubstanz "umgewandeltem" Material nach und nach zu ihrer vollen Größe/Dicke aufgebaut werden.

Ich stelle mir das so vor, daß die "Körper" der schwimmenden Inseln aus einer Art von mit Sand, Kohle und Stützfasern versetzem "Bernstein" in Dicken von einigen bis zu einigen Zehn Metern und vielen abgeschotteten (teiweise komplett "dichten", teilweise zugänglichen) Hohläumen im Inneren bestehen - so ähnlich, wie unsere "kleinen" 3D-Druck-Teile mit einer "Shell" und einer Hohlwaben-Füllung.

Das ist einerseits enorm stabil, zerfällt über die Zeit z.B. bei Kollisionen oder Abbröckelungen wegen Alterung durch Sonne und Wellengang aber nur in die relativ harmlosen Partikel, aus denen die "Shell" aufgebaut wurde ...


Viktor
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VDX
Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
November 17, 2018 07:59AM
Noch was zu den Überlegungen, wie das Material zu "Schwimmenden Inseln" aufgebaut/aufegtürmt werden kann:

Auch eine Überlegung wäre, das ganze nicht nur in Form von "flachen Mega-Flößen" aufzubauen, sondern in einer Art "invertierter Schicht-Kuchen" -- z.B. zu Anfang erstmal eine praktisch massive schwimmende Plattform ... dann obendrauf die nächste "Etage" am Umfang größer als die Ebene darunter ... u.s.w., u.s.f. ...

Damit ließen sich beliebig große/tiefe Teile aufbauen, die über Wasser noch relativ eben (oder auch nach Innen/Unten kegelförmig hohl, z.B. als Becken für einen Süßwasser-See) sind, unter Wasser aber stufenweise oder einfach auch nur als flacher Kegel immer tiefer werden, bis sie evtl. sogar auf dem Meeresgrund oder einer Erhöhung auf dem Meeresboden aufsetzen.

Der Druck mit zunehmeeder Tiefe (jeweils +1bar pro 10m Tiefe!) würde bei inneren Hohlräumen das Hüllen-Material also auch entsprechend zusammenpressen (was es zusätzlich stabilisiert und verfestigt), was für die "Wandstärken" berücksichtigt werden muß ... oder ab einer gewissen Tiefe die weiter Außen gelegenen Hohläume massiv verfüllen, um so auch die Festigkeit/Stabilität des Unterbaus zu erhöhen ...


Viktor
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VDX
Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
December 03, 2018 04:05AM
... ein paar Gedanken zur aktuellen Klimaschutz-Konferenz in Polen:

So wie ich es sehe, werden sich die Länder voraussichtlich nicht so stark und schnell "ins Zeug legen", daß sie die "max.+2°C oder +1.5°C Erwärmung des Weltklimas bis 2100" schaffen werden eye rolling smiley

Die ersten negativen Auswirkungen könnten mit der Zunahme der Dürren, Überschwemmungen und Waldbrände der letzten Zeit schon daher kommen -- reichen aber bei Weitem noch nicht aus, ein generelles Umdenken und "ernsthafte" Aktionen auszulösen sad smiley

Ich frage mich, ob es einen "Plan B" gibt, der greifen soll, wenn das Alles nichts hilft und die Meere deutlich schneller und stärker ansteigen?

Auch die großflächigen Auswirkungen bei immer häufigeren Dürren/Überschwemmungen und Fehlernten bzw. bei einer dramatischen Zunahme von "lokalen" Unwetter-Katastrophen (Starkregen, Waldbrände, Windbruch, Ernteausfälle, ...) sind nicht wirklich absehbar - das Einzige, was ich bisher erkennen kann, ist, daß sich die Versicherer auf höhere Versicherungsprämien einstellen eye popping smiley

Möglicherweise sollten die Ideen zum Aufbau von solchen riesigen "Mega-Strukturen" aus dem in den Meeren treibendem Abfall nicht nur in die Ferne, auf die offene See fokussiert sein, sondern auch Überlegungen angestellt werden, ob das auch jetzt schon was für unsere lokalen Probleme auf dem Festland bringen könnte?

Ich denke da an eine massive "Umgestaltung" von Bach-Läufen und Flüssen sowie Hügel-Formationen, um damit einmal den Ablauf von Wasser bei immer häufigerem Stakregen zu kanalisieren bzw. zu puffern, ohne die Umwelt zu schädigen (á la "künstliche Biber-Dämme"), was auch im Falle einer Dürre-Phase als Wasser-Reservoir herhalten könnte ... andererseits aber auch "Wind-Fänger" in die Landschaft zu stellen, um die ebenfalls zunehmenden Starkwinde und Tornados abzupuffern ...

Ich erinnere mich noch, was ich von der "Kultivierung" der riesigen sumpfigen oder steppenartigen (flachen) Landschaftsgebiete in West-Rußland von den deutschen Siedlern vor 100 bis 200 Jahren gehört und gelesen habe.

Um sumpfige Gebiete urbar zu machen, haben sie mit Drainage-Systemen aus unterirdisch verlegten Ton-Rohren riesige Sumpfgebiete in fruchtbares Farmland umgewandelt - nachdem die Deutschen deportiert wurden und die russischen Bauern mit ihren tieferen Pflügen die Drainage-Rohre aus dem Boden gerissen haben, ist da einiges wieder versumpft.

In den trockeneren Steppen-Gebieten, wo es im Sommer nur selten regnet, hatten sie Parzellen-Felder mit Busch-Hecken und Bäumen dazwischen angelegt, die im Winter den Schnee "abgefangen" hatten, der dann im Frühjahr schmolz und den Boden so bewässert hatte - das waren vor und auch noch kurz nach 1900 die "Kornkammern der Welt"!

Nachdem hier ebenfalls die russischen "Großfelder-Wirtschaft" mit zusammenhängenden Feldern bis/über den Horizont eingeführt und die Hecken und Bäume dafür entfernt wurden, haben sie jetzt da auch häufige Ernteausfälle wegen Dürre oder massive Anstrengungen zur künstlichen Bewässerung (Flüsse umgeleitet und riesige Seen trockengelegt!) ... und der Wind weht jetzt auch noch den fruchtbaren Humus-Boden weg und läßt Flüsse und Seen in Windrichtung "verlanden"

Wenn sowas mit den damaligen (vor 200 Jahren) Möglichkeiten zu machen war -- dann warum nicht heute auch mal wieder in diese Richtung umdenken?


Viktor
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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
February 09, 2019 04:31AM
... ich habe gehofft, hier etwas schneller eine Diskussionsbasis für neue Ideen und Alternativen zum "großvolumigen Meeres-Müll-Sammeln" zu starten - wird aber wohl noch dauern ...

Dann erstmal ein weiterer Vorschlag von mir, um schneller größere Mengen an die Oberfläche zu bringen:

- dazu können 4 oder mehr Schiffe (oder Flöße/Inseln) im Abstand von mehreren Hundert Metern dazwischen ein zusammengelegtes möglichst großes (hunderte Meter?) zusammengrolltes Netz an Verbindungsseilen zwischen den Schiffen bis kurz über den Meeresboden absenken ... dort ausrollen lassen ... und so langsam hochziehen, daß Fische und anderes bewegliche Meeresgetier die Möglichkeit hat zu entkommen ... damit sie nicht das gesamte Netz durchschwimmen müssen, sollten in regelmäßigen Abständen größere Lücken als "Notausgänge" im Netz sein ...

Beim Absenken geht das zusammengerollte Netz und die Tragseile ohne größere Verwirbelungen durch die treibenden Partikel durch - dafür können die Schiffe auch nahe beieinander sein ... erst zum Hochziehen und "Aufspannen" des Netzes sollen sie sich dann voneinander wegbewegen.

Hier ein paar Gedanken dazu:
- das Zusammenlegen/Zusammenrollen und spätere Aufklappen des Netzes kann ähnlich einem Fallschirm erfolgen
- die erforderliche Maschengröße und Anzahl/Anordnung der "Notausgangslöcher" kann erst mit den ersten Tests bestimmt werden
- wenn das Netz schon mit Müll gefült ist, wird die "Maschengröße" immer kleiner und auch die "Notausgangslöcher" könnten verstopft werden
- statt Schiffen könnten auch größere mit Preßluft (oder Gas aus chemischer Reaktion) aufgeblasene "Schwimmblasen" für den Auftrieb sorgen
- statt riesigen Netzten könnten auch viele kleinere mit dann möglichen feineren Maschen das "Kleinzeugs" hochbringen
- ...


Viktor
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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
February 09, 2019 07:48AM
Ein großes Problem stellt sich aber. In einem Beitrag im Fernsehen wurde mitgeteilt, dass zum Beispiel Fähren, die in so einem verseuchten Gebiet fahren, Motorschäden haben, weil der Kunststoff die Kühlung blockiert und Kanäle verstopft. Ein Gitter vor dem Kühlungseinlass ist sicherlich nicht die Lösung, da sich das auch schnell zusetzt.
Es ging da um den Verschleiß von mehreren Motoren im Jahr.

Edited 1 time(s). Last edit at 02/09/2019 07:49AM by Fridi.


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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
February 09, 2019 01:57PM
Hi Frithjof,

die Leute haben einfach zuwenig Ideen oder keinen Zugang zu den alten Infos -- für "schwierige" Filter-Situationen mit Schwebepartikeln im angesaugten oder passiv durchlaufenden Filtrat hat man vor *zig Jahren schon Filtermatten auf "Förderbändern" verwendet, die schräge vor der "sauberen" Ansaugrohr stehen und langsam in einen "Reinigungsbereich" bewegt wurden, wo der aufliegende "Filterkuchen" entfernt und das Filtermattenband wieder freigemacht wurde.

Ich habe um 1998/99 herum bei einem AiF-Projekt für die Firma FAUDI als "externer Wissenschaftler" mitgearbeitet, in dem es ebenfalls um "großvolumige Treibstofffilter" für die Flugzeugbetankung ging (Zeit ist halt Geld) - allerdings ging es hier um feststehende Filter mit "Druckstoß-Rückspülung" als Reinigungsmethode ... und denen später nochmal etwas ähnliches wie diese "Durchlauffilter" für Flugkraftstoff vorgeschlagen ... und ein paar Herstellungskonzepte für neuartige monolithische Filter zur "Mikro-Filtration" (zu filternde Partikel bis runter zu 1 Mikrometer Größe - z.B. Bakterien - für Trinkwasser oder Treibstoff), die einerseits deutlich langsamer zusetzen (spezielle Spaltformen), aber auch viel besser zu reinigen gingen und auch eine iel längere "Lebensdauer" hätten, als Filtersiebe - wurde nie umgesetzt, weil die Firma in der Zwischenzeit Konkurs ging ... danach wurden Teile der Firma wieder reaktiviert, so daß es sie heute wieder gibt ...

Möglichkeiten und schonmal entwickelte Verfahren gäbe es da genug - die bereits bekannten Methoden und Systeme sind aber nur mühsam über einer Recherche zu finden, weil die Schlagworte nicht immer das sind, was heute dafür verwendet wird eye rolling smiley

Edited 1 time(s). Last edit at 02/09/2019 01:59PM by VDX.


Viktor
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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
February 09, 2019 05:26PM
In dem einen Film war zu sehen, dass da im Jahr so 4-6 Motoren über den Jordan gingen. Das waren aber kleinere Boote und ich frage mich, warum die da keinen Ringkühler eingebaut haben wie alle etwas größere Jachten. Der Freund meine Kusine hatte das bei seinem 20 Meter Boot mit den 2 Motoren auch und auch die Fischkutter haben so was.

Edited 1 time(s). Last edit at 02/09/2019 05:26PM by Fridi.


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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
February 09, 2019 06:13PM
... das ist oft "Bequemlichkeit" oder schlicht Unkenntnis und keine Lust sich tiefer in ein Problem reinzudenken bzw. Zeit/Mühe für eine Lösung aufzuwenden eye rolling smiley

Andererseits ist das meist auch den Gegebenheiten vor Ort bzw. den beteiligten Personen geschuldet - man nimmt einfach nur was man kennt oder gerade zur Verfügung hat ...


Viktor
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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
June 05, 2019 06:57PM
... um das Thema hier mal wieder etwas zu beleben, und auch um zu zeigen, daß die Ideen/Konzepte nicht unbedingt nur "jenseits des Horizonts" sinnvoll sind ...

Mit aus Plastik- (und sonstigem) Müll hergestellten Baumaterialien können auch auf dem Land bzw. in den Städten Gebäude oder Infrastruktur aufgebaut werden ... sowas wird oft auch schon für Gehweg-Platten oder Rabatten-Abgrenzunge gemacht ... warum nicht auch "größer" denken und bauen?

Ein anderer Punkt - immer mehr Berichte fokussieren auf kommende "Trinkwasserknappheit nach Dürre-Sommern" -- in einigen Ländern, wie Spanien, ist das schon so dramatisch, daß die Leute wie die Irren (illegale) Brunnenbohrungen bis in über 100m Tiefe machen, um (wenn überhaupt) ans Grundwasser zu kommen eye popping smiley

Mich hat schon immer etwas gestört, daß ich einmal fürs Leitungswasser zahle ... und dann auch nochmal fürs Abwasser sad smiley

Es gibt zwar schon einige Amsätze mit Regenwasser-Zisternen oder einem künstlichen Teich mit "Ufer-Filtrat-Brauchwasser" ... aber noch viel zu wenig.

Es gab mal ein paar Projekte für kleine "persönliche" Verdunstungs-Wassersammler, die aber wieder eingegangen sind.

Ein Konzept, daß mir persönlich gut gefällt, ist ein durchsichtiger Kegel mit einem unten umlaufenden hochgewölbten Rand, der auf die Wasseroberfläche von einer Pfütze oder Teich gesetzt wird und über ein paar Stunden per Kondensation und Abtropfen des im Kegel verdunstenden und aufsteigenden Wasserdampfs im unteren Rand einige 10 bis 100ml destiliertes/sauberes Wasser ansammelt -- das geht auch auf Brackwasser, so daß damit auch "Schmutzwasser" lokal recycelt und evtl. auch gleich wiederverwendet werden könnte.

Um aus auf diese Art destiliertem Wasser sauberes Trinkwasser zu machen, brauchts nur etwas Salz beizugeben und umzurühren!

Um das effektiv und in größerem Umfang machen zu können, sollte dieser "Kegel" statt in der Größe von einem Fußball (so wie im Original-Projekt) eher in Größe eines Gartenhauses oder noch größer sein und von Oben bis Unten spiralig ablaufende "Rinnen" das Wasser gleich in die Sammelaufnahe ableiten.

Im Prinzip könnte man sowas auch schon in die Kühltürme von Kraftwerken oder Industrie-Anlagen reinsetzen -- was da in den Himmel aufsteigt, ist ganz sauberes destiliertes Wasser!!

Edited 2 time(s). Last edit at 06/05/2019 06:58PM by VDX.


Viktor
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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
June 06, 2019 05:00AM
Moin Viktor.
Bei uns im Biotop, wo ic h jeden Tag mit dem Wauzi meine Runden drehe, hat die Gemeinde bei Graben- und Wegeabsperrungen und Geländern anstatt gespaltetem Holz jetzt Pfähle aus recycelten Kunststoff eingesetzt. Die muss man nicht alle paar Jahre austauschen, weil sie weg gefault sind.


Liebe Grüße aus Henstedt-Ulzburg.
Frithjof
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VDX
Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
June 06, 2019 05:43AM
... ich kenne auch Bänke und Mülleimer-Ports aus Recycling-Kunststoff - das ist aber noch viel zu wenig bzw. zu teuer und bringt angesichts der Mengen an täglich anfallendem neuen Müll nicht wirklich was eye rolling smiley

Ich hoffe, daß das mal um 3 bis 4 Größenordnungen "größer" angedacht und umgesetzt wird, um halbwegs mit der Müll-Menge zurechtzukommen ... dann bräuchten die Städte und Gemeinden das nicht mehr Zügeweise nach Polen zu exportieren, wo das auf offenen Deponien landet und regelmäßig abgebrannt wird eye popping smiley

Auch hier könnte der Ansatz mit "Verschwelung ohne Sauerstoff" zu kohleartigem Festkörper und daraus generierte "Polymer-Beton"-artige Baumaterialien für wirklich große Bauten, wie Häuser, Fabrikhallen, Brücken, Straßenbeläge, (u.s.w.) helfen ...


Viktor
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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
August 29, 2019 11:29AM
... hab' mir mal aus Neugier den "Jetson Nano KI Developer Kit" bestellt und schaue mal, ob ich die Zeit finde, mich da soweit reinzuarbeiten, daß/ob ich den als Basis für "Bot-Schwärme" bzw. zur Steuerung und Interaktion von mehreren Bots (Drohnen, Boote, U-Boote, ...) verwenden kann:




Das Teil sollte leistungsfähig genug sein, um auch die Echtzeit-3D-Simulation und -Anzeige von Bot-Schwärmen in einer VR/AR Darstellung der Umgebung anhand von übertragenen Positionsdaten machen zu können cool smiley


Viktor
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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
September 26, 2019 04:33AM
... nach den letzten Berichten und Prognosen zum Zustand der Erde und des Klimas sind die Leute erstmal "aufgescheucht wie die Hühner" - mal schauen, was sich dann nach ein paar Monaten als Konsens herauskristallisiert.

Für einige ist es schon "fünf nach 12" ... andere zweifeln immer noch eye rolling smiley

Ich habe das "Schwimmende Inseln"-Konzept zwar auf eine längere Startphase von 5 bis 10 Jahren angelegt -- aber, je früher eingestiegen, umso schneller und einfacher gäbe es die ersten Ergebnisse und Erfolge ...


Viktor
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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
September 26, 2019 08:19PM
... hmmm ... scheint hier recht ruhig geworden zu sein eye rolling smiley


Viktor
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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
September 27, 2019 01:57AM
Tut mit leid Viktor, aber ich finde das hier auch etwas deplaziert. Ich betreibe dieses Hobby um den Alltagproblemen zu entkommen und nicht um darüber zu diskutieren.
Solange man die grossen Umweltsünder (Industrie, Transport) schont und die Geburten va. in der dritten Welt nicht in den Griff bekommt, bin ich auch nicht mehr bereit auf vieles zu verzichten und mich einzuschränken.
Die Pflästerliideen welche hier diskutiert werden nützen auch nichts so lange die Ursachen nicht gestopt sind.


Gruass us dr Schwiiz
Hansjürg
Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
September 27, 2019 05:56AM
Ich bin da anderer Meinung. Den meisten Verpackungsmüll erzeugt der Konsument, also wir.
Ich finde es auch nicht deplatziert. Sowas sollte es in jedem Forum geben. Dafür ist das Tema zu wichtig.
Dich wird ja der Anstieg des Meeres auf der Alm nicht merklich berühren. Nur der Weg zum Baden im Mittelmeer wird etwas kürzer. Wenn Du Deinen Alltagsproblemen entkommen willst, Bau Hanf an und rauch Dir eine.


Liebe Grüße aus Henstedt-Ulzburg.
Frithjof
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VDX
Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
September 27, 2019 06:17AM
... ich habe dazu testweise auch eine (offene) Facebook-Gruppe gestartet - [www.facebook.com]

Und zur "Unabhängigkeit" von Berg- oder Meeres-Anwohnern (und auch den Leuten dazwischen) - die "Kreisläufe" von Luft und Wasser und auch die "Biotope" sind voneinander abhängig:
- ohne Gletscher trocknen die Flüsse und Seen aus (weniger bzw. kein Trinkwasser) ...
- mit weniger Grundwasser gibt's auch weniger Wald, was das "Lokalklima" stark verändert -> bis nach Skandinavien "spanische Verhältnisse" mit regelmäßigen Dürren und Staubstürmen ...
- weniger bis keine (je nach Art) Fische aus dem Meer ...
- bei wärmeren und größeren Meeres-Oberflächen auch heftigere Wirbelstürme ... auch da, wo man sie vorher nicht kannte ...
- u.s.w. ... u.s.f. ...


Viktor
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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
September 27, 2019 09:28AM
Bei meiner Aussage bin ich erst einmal vom Plastikmüll ausgegangen. Natürlich sind wir alle an der dreckigen Lüft beteiligt. Jeder kann da was tun.
Ich habe meinen Kaminofen wieder abgeschaltet.
Jetzt allerdings kommt meine Nachtspeicherheizung zum tragen. Es stellt sich ja immer die Frage, wie speichere ich Strom. Ich tue es mit elektrischer Fußbodenheizung und Nachtspeicheröfen. Dazu ein 300Ltr Warmwasserspeicher mit Solarterme und Stromheizung und meiner PV-Anlage.
Für die Anlagen habe ich eine Förderung von ca 1400 € erhalten und eine Rückerstattung der Meerschweinsteuer von ca 5000€.
Jetzt macht die Sonne mein Wasser und das Haus warm.
Wie man sieht, kann jeder war tun und man schläft besser.

Allein diese Maßnahmen würden mit Ausbau des Ökostromes uns in die gute Schadstoffbilanz bringen.


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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
September 27, 2019 10:15AM
... ich bin auch am Überlegen, ob ich bei meinem Altbau noch irgendwas in richtung Solar machen soll ...

Vor Jahren hatte ich mir auch mal überlegt, statt einer konventionellen PV-Anlage mit "Rückeinspeisung" eher was gebrauchtes aus dem Bereich Camping für 12V/24V/48V oder selber aus PV-Zellen-Bruch (gab's recht günstig Karton-weise) was aufbauen und dann im Haus 12V/24V-Anschlüsse verteilen und auf entsprechende Geräte und Netzteile umstellen ...

Jetzt bin ich eher am schauen und noch etwas abwarten, bis sich "der Staub gelegt hat", was da als Konsens dabei übrigbleibt -- da müßte sich in den nächsten Jahren einiges tun ... oder mein "Insel-Projekt" zieht an - dann heißt's wohl eher "Koffer packen" ...


Viktor
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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
September 27, 2019 10:23AM
@hafo

zu: "... Die Pflästerliideen welche hier diskutiert werden nützen auch nichts so lange die Ursachen nicht gestopt sind."

Da bin ich teilweise auch bei dir - hab' mir über die letzten 20 Jahre (beihnahe 40, seit ich '82 mit dem Tauchen anfing und bei Tauchgängen im Mittelmeer vor Spanien und Frankreich den Müll am Boden gesehn habe) so einiges angeschaut und sehe auch schon die ersten Anstrengungen zumindest den "sichtbaren" Müll einzudämmen und auch, das leicht erreichbare Zeugs einzusammeln.

Da gibt es genug und immer mehr Projekte, Initiativen und Druck auf die Politik.

Ich gehe da aber noch etwas weiter (zeitlich) -- mit eine der Haupt-Quellen für Mikroplastik und Gefährdung der maritimen Fauna kommt aber eben von diesen "garbage-patches" ("Müll-Strudeln") unter der Meeres-Oberfläche und auf dem Meeresboden -- und da sehe ich noch überhaupt keine Anstrengungen oder "politische Ambitionen" in der Richtung was zu unternehmen confused smiley

Deswegen habe ich das mal "aus der Versenkung geholt" und versuche erstmal das Bewußtsen dafür zu wecken ... und eventuell auch schon was in Richtung des "Generationen-Projekts" loszutreten ... je früher das angegangen wird, umso besser ...

Edited 2 time(s). Last edit at 09/27/2019 10:27AM by VDX.


Viktor
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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
January 22, 2020 04:02AM
... hier eine nicht ganz uninteressante Diskussion aus dem "Software"-Subforum:


*** Zitat:

[VDX]:
... da wir schon so tief in der KI-Entwicklung stecken -- kennst du meinen Projektvorschlag für das "Generationenprojekt floating islands"?

Eins der Kernkonzepte wäre ein immer größer werdender Schwarm aus teil- oder ganz autonomen Boot- und U-Boot-Drohnen, die sich zu einem großen "Netzwerk" arrangieren und sowohl ihre Umgebung erkunden, als auch gezielt unter Wasser treibenden Müll mit Auftriebskörpern bestücken sollen, damit er an die Oberfläche treiben und "abgeschöpft" werden kann.

Als "Vorübung" dafür könnten kleine Boote oder Unterwasser-Drohnen entwickelt werden, die z.B. in einem See oder Fluß das Gebiet bis zum Boder erfassen und kartieren können -- sowas kann auch schon für "Dienstleistungen" an z.B. Gewässer-Verwalter oder DLRG oder Feuerwehr/Polizei angeboten werden, um das Hauptprojekt bekannt zu machen und evtl. auch schon etwas zu finanzieren grinning smiley

Ein paar Komponenten hätte ich schon zusammen, aber aktuell nur wenig Zeit, mich intensiver darum zu kümmern -- hier wäre der Aufbau einer Projektgruppe aber schon was Sinnvolles ... eigentlich rechne ich erst in 2-3 Jahren mit gesteigertem Interesse an dem Thema - wäre aber kein Problem, das schon etwas früher anzufangen cool smiley


************************
[dragon3d]:
Quote
VDX
... da wir schon so tief in der KI-Entwicklung stecken -- kennst du meinen Projektvorschlag für das "Generationenprojekt floating islands"?

Also ehrlich gesagt habe ich noch gar nichts entwickelt, weil das Thema eigentlich nicht meins, sondern Deins ist. Aber prinzipiell ist es wirklich egal, da man bei dem Projekt, was Du da anpeilst, irgendwann so tief in die Materie eintaucht (im wahrsten Sinne des Wortes), dass man wahrscheinlich auch eine Überwachung für 3D-Drucker als Randprodukt daraus ableiten kann.

Quote
VDX
Eins der Kernkonzepte wäre ein immer größer werdender Schwarm aus teil- oder ganz autonomen Boot- und U-Boot-Drohnen, die sich zu einem großen "Netzwerk" arrangieren und sowohl ihre Umgebung erkunden, als auch gezielt unter Wasser treibenden Müll mit Auftriebskörpern bestücken sollen, damit er an die Oberfläche treiben und "abgeschöpft" werden kann.

Als "Vorübung" dafür könnten kleine Boote oder Unterwasser-Drohnen entwickelt werden, die z.B. in einem See oder Fluß das Gebiet bis zum Boder erfassen und kartieren können -- sowas kann auch schon für "Dienstleistungen" an z.B. Gewässer-Verwalter oder DLRG oder Feuerwehr/Polizei angeboten werden, um das Hauptprojekt bekannt zu machen und evtl. auch schon etwas zu finanzieren grinning smiley

Das einzige Problem, was ich mit diesem Projekt habe, ist der hohe Grad an Verwertbarkeit für militärische Zwecke. Vielleicht ist das auch mit ein Grund dafür, das hier so keiner richtig einsteigen mag.
Aber wie bei allen Dingen im Leben gilt auch hier: Ein Messer kann man zum Brotschneiden nehmen, oder aber auch andere, böse Dinge damit tun.
Da der Trend weltweit momentan eher in die letztere Richtung schwenkt, verstehe ich so einige Bedenken zu Deinem Projekt in den Kommentaren.

Quote
VDX
Ein paar Komponenten hätte ich schon zusammen, aber aktuell nur wenig Zeit, mich intensiver darum zu kümmern -- hier wäre der Aufbau einer Projektgruppe aber schon was Sinnvolles ... eigentlich rechne ich erst in 2-3 Jahren mit gesteigertem Interesse an dem Thema - wäre aber kein Problem, das schon etwas früher anzufangen cool smiley

Wenn ich heute nach Davos in die Schweiz schaue und sehe und höre, wie extrem verantwortungsbeladene Menschen mit diesem globalen Thema umgehen, sehe ich wenig Sinn darin, meine Zeit in solch ein Projekt zu investieren.
Weltraumtourismus, militärische Interventionen und Kriegsschauplätze an Orten, die reich an Bodenschätzen sind und Plastik aus dem Meer fischen sind irgendwie Dinge, deren gemeinsamen Nenner ausfindig zu machen ein Problem für eine KI zu sein scheint, da die Menschheit zu doof oder faul dafür ist?


**********************
[VDX]:
... die "Verwertbarkeit für miltitärische Zwecke" hat's bei einigen anderen meiner Themen und alten F&E-Projektentwicklungen auch -- hab' ich in der Vergangenheit auch schon ein paarmal entsprechende Angebote abgelehnt oder nicht weiterverfolgt eye rolling smiley

Wenn es aber mit der Zeit immer kritscher werden sollte, bzw. die "Umwelt-Krise" ihr volles Potential entwickelt, dürfte die Situation schon anders ausschauen bzw. auch anders gewertet werden -- wenn es denn wirklich um unser "Überleben" gehen sollte, dann brauchts auch mal "radikalere" Konzepte und Ideen cool smiley


Viktor
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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
January 22, 2020 08:28AM
Eine militärische Verwendbarkeit z.B. der U-Boot Schwärme schließe ich persönlich aus. Das Militär ist sicher schon viel weiter, als wir es uns mit unseren bregrenzten Wissen überhaupt vorstellen könnten.
Einzig die evtl. kostengünstigere und einfachere Technik einer privaten Entwicklung könnte dem Militär evtl. helfen oder wird den hohen Standart dort sowieso nicht gerecht.

Ich muß echt Mal schauen ob ich den Artikel von dem einen Modellbauer wiederfinde. Der hatte wie gesagt schon so eine Art Minischwarm.

Die Idee sowas als Dienstleister anzubieten zu können, um z.B. vermisste Personen oder Gegenstände in Gewässern schneller finden zu können, finde ich schon Mal einen guten Ansatz um sowas zu
Entwickeln oder Geld/Entwikler dafür zu finden.

Gruß Micha
VDX
Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
January 22, 2020 09:35AM
Hi Micha,

wäre interessant, wenn du das wiederfändest!

Als ich noch aktiv getaucht bin, hatten wir in unserem ortliche Bade-See (wo auch unsere Tauchgruppe ihre Basis hatte) von den Anliegern immer wieder mal Anfragen, ob wir mal ins Wasser gefallene Schlüssel oder Wertsachen suchen könnten -- manchmal haben wir sie auch wiedergefunden grinning smiley ... oder auch bei den Unterwasser-Anlagen/Armaturen helfen könnten.

Ertrunkene haben unsere Taucher auch ein paar mal bergen helfen (wenn vom benachbarten DLRG keiner mit Tauchequipment da war) - einmal hat' einen Auslands-Austausch-Schüler aus der Klasse meine ältesten Sohns erwischt -- der ist dann nach der Reanimation an Land gestorben sad smiley

Und vorher, als Kind habe ich neben einem großen Stausee gewohnt, wo im Sommer immer wieder mal junge Männer nach Alkohol-Mutproben nicht wieder aufgetaucht sind oder über den tiefen Bereichen Krämpfe bekamen und sofort weg waren (evtl. kalte Wirbel?) -- direkt neben unserem Haus war auch eine unbesetzte "Bergungs-Station" bzw. eine Baracke mit Schlauchboot und etwas Equipment für den Fall der Fälle ... hab' mir da als Kind ein paar mal mit angesehen, wie sie die Wasserleichen reingebracht hatten ... manchmal auch erst nach Wochen, weil sie nicht gefunden wurden oder zu tief lagen, um geborgen zu werden eye rolling smiley

Viel lieber wäre es mir, wenn autonome Tauch-Drohnen nicht nur für die Bergung Ertrunkener nützlich wären, sondern praktisch als "autonome Rettungs-Schwimmer" mit passender KI vor Ort patroilieren würden oder im Ernstfall innerhalb von wenigen Minuten eingreifen könnten!

Edited 1 time(s). Last edit at 01/22/2020 09:40AM by VDX.


Viktor
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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
January 22, 2020 10:12AM
Sind nicht Drohnen Schwärme irgendwo Sylvester aufgestiegen und haben ein Feuerwerk simuliert? Ich meine, Sylvester so etwas gesehen zu haben.


Liebe Grüße aus Henstedt-Ulzburg.
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VDX
Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
January 22, 2020 01:08PM
... ja, gab's ein paarmal auf Events (glaube auch bei uns in Frankfurt) statt Feuerwerk -- in China und Japan ist das inzwischen schon fast Standard, statt den "Himmels-Laternen" - sie können so auch bei Theater-Aufführungen einen Teil der Bühne in die Luft verlagern bzw. völlig neue Sachen präsentieren.

Das ist aber noch keine "KI-Steuerung", sondern eine rein komplexe XYZ+Zeit+Farbe-Positionierung ... das Militär ist da schon deutlich weiter mit kleinen bis mittelgroßen "Späh"-Drohnen oder kleinen Drohnenschwärmen ... inzwischen zeige sie auf den Messen auch schon "Personenbekämpfung", wo sich eine Drohne einen Menschen zielgerichtet aussucht und entweder eine Sprengladung oder eine Kugel "ins Ziel bring" -- da muß also nichts mehr "zurückgeahlten" werden ... das haben sie Alles schon eye rolling smiley


Viktor
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Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
January 22, 2020 03:11PM
Die DLRG hat teilweise schon Drohnen. Allerdings ohne KI im Test. Einmal Flugdrohnen, die dem Ertrinkendem innerhalb Sekunden eine Schwimmhilfe abwerfen und "Baywatch" Rettungsbojen mit Antrieb, die Ferngesteuert werden können oder dem Rettungsschwimmer Kraft sparen helfen.

Eine KI die Strände Überwacht und Alarm schlägt und dann auch noch einen ersten Rettungsversuch startet wär auf alle Fälle sinnvoll. Ich bin selbst Rettungsschwimmer und weiß, das es für einen Menschen unmöglich ist alles zu sehen, wenn im Wasser richtig was los ist.
VDX
Re: Ideensammlung und Zeitplanung ...
January 22, 2020 04:09PM
... da gäbe es auch noch die Option, den Badegästen zur Sicherheit eine "smart-watch" mitzugeben -- einige Bäder haben ja sowieso schon den Spind-Schlüssel mit einem Gummi-Armband und RFID-Chip drin kombiniert - da noch etwas mehr Optionen reinzupacken und das ganze mit einer Cloud und/oder KI zu kombinieren klingt zwar erstmal nach "Überwachung", wäre in bestimmten Situationen aber enorm hilfreich!


Viktor
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