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Erfahrungen mit großen Spulen (>2kg)

geschrieben von sechsteelement 
Erfahrungen mit großen Spulen (>2kg)
28. January 2019 05:08
Hallo

hat jemand Erfahrungen mit großen Spulen, z.B. DasFilament mit 2,6kg? Ich drucke hauptsächlich schwarzes PETG für Bauteile und habe aktuell 8-10 Reste a 10-40g.Ich würde daher gerne auf größere Spulen umsteigen und wollte Fragen ob es Nachteile durch das Gewicht der Spule gibt. Als Spulenahlter verwende ich den p3steel spool holder von toolson, einen ähnlichen aus einem Teil bestehend, könnte ich auch selbst konstruieren.

Viele Grüße
Re: Erfahrungen mit großen Spulen (>2kg)
28. January 2019 05:32
Moin Sven,

die großen Spulen vom Roman nutze ich auch gerne.
Das ist sogar eigentlich besser: Das Filament hat nicht so einen großen Biegeradius und geht damit "etwas" leichter durch den Bowden. Probleme hatte ich nie damit. Wenn dein Spulenhalter das Gewicht nicht tragen kann, konstruiere Dir doch einfach einen neuen dafür smiling smiley.

Gruß
Julien


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Drucker: Eigenbau I3 - V6-Clone - Profilrahmen - Ramps 1.4 24V - TMC2208 - Simplify3D - Octoprint - Marlin 1.1.8
Re: Erfahrungen mit großen Spulen (>2kg)
28. January 2019 11:03
... ich habe für die 2 Kg-Spulen eine "Büro-Hängemappenbox" hergerichtet. Da kann sie sich frei drin drehen. Den Schlauchausgang benutze ich selten bis gar nicht, geht auch so.

Weil die kleinen Kg-Spulen üblicherweise sehr voll sind, springen anfangs die Windungen gerne runter und dann gibts ein Wooling. Deshalb stelle ich die in eine aufgeschnittene Schachtel (oder stülpe sie drüber), die der Breite nach eng genug ist seitlich abzudichten. Die leicht erhöhte Reibung an den kurzen Standfläche der Spulen macht keinem der Drucker etwas aus.


H.
Re: Erfahrungen mit großen Spulen (>2kg)
28. January 2019 12:44
Also ganz so problemlos sehe ich die grossen Spulen nicht. Bei einem Direktextruder der mit einer Spule von oben gefüttert wird, kann es bei zu grossem Abrollwiderstand schon mal den Extruder unmerklich heben. Das sieht man dann im Druckbild anhand schwächerer Layer und fällt stärker auf, je feiner die Schichtstärke ist.

Wie auch immer: Ich mag auch die grossen Spulen am liebsten; und wenn die Rolle zentral gelagert ist (also nicht einfach direkt von einem Gestänge abgerollt wird), sollte es auch keinen zu grossen Abrollwiderstand geben.
Re: Erfahrungen mit großen Spulen (>2kg)
28. January 2019 14:54
Mein Anet A8 hat ja einen Direkt-Extruder und von Haus aus keinerlei Filamentführung.
Aus Platzgründen muss die Filametrolle seitlich-links, hinter der Elektronik angeordnet sein. Das bedingt einen recht weiten Weg, der auch über den Rahmen gehen muss, denn durch den Verfahrweg der X-Achse würde das Filament zu sehr um die Kanten gebogen oder gestaucht, wenn man es z. B. von hinten zuführen wollte. Dazu kommt, dass die Oberkante des Extruderschlittens bei großen Objekten höher ragt als die Unterkante des Rahmen - Folge wäre, dass das Filament in einem " S " um die Rahmenstrebe und den Extruderschlitten gezogen würde und das in ganz kleinen Radien.
Ergo - eine drehbare Ring-Öse gebaut und auf die linke obere Ecke des Rahmens geschraubt. Das Teil ist geschlitzt, damit Filament ohne Ausfädeln entnommen oder eingesetzt werden kann, dazu noch aus Küchenpapier eine "Röhre" getüttelt, die quer in der Ring-Öffnung wie ein Stück Schlauch steckt und die Biegung des Filaments bei Zug begrenzt. Ganz nebenbei entstaubt das Papier auch noch das Filament.
Weiterhin hat diese Anordnung auch den Vorteil, dass die mit Abstand größere Zugbelastung auf das Filament durch die X-Achsen-Bewegung stattfindet und die zieht jede dicke Scheibe Wurst vom Brot, ohne die Extrusion negativ zu beeinflussen.
Eine Federspiral-Führung auf dem Extruder habe ich wieder ausser Dienst gestellt, da überflüssig (weitgehend) und vor allem zu hinderlich beim Einfädeln des Filaments in die Förderöffnung des Extruders ist

Auf die Art habe ich eine Menge Fliegen mit einem Schlag erledigt, funktioniert einwandfrei.

H.

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.01.19 14:54.
Re: Erfahrungen mit großen Spulen (>2kg)
28. January 2019 15:21
Hallo,

vielen Dank für eure Tipps, ich werde dann mal welche kaufen. Bis jetzt hatte ich immer einen PTFE Schlauch zwischen Extruder und Rollenhalter, damit genau das mit dem Anheben nicht passieren kann. Ich werde mir noch einen guten Rollenhalter bauen oder suchen.

Viele Grüße
Re: Erfahrungen mit großen Spulen (>2kg)
29. January 2019 00:30
Hallo,

ich habe ähnliche Erfahrungen wie Horst gemacht.
Habe auch direkt-Extruder und da ist die größte Gefahr die X-Bewegung in Richtung Filamentspule.
Gefahr deshalb, weil das Filament von der Rolle hüpfen und sich irgendwo verhaspeln kann.
Bei den 1kg-Rollen hatte ich das mit Kugellager gelöst, sodass die Rolle sich vor und zurück drehen kann.
Die 2kg Rolle hat gerade noch so in den Ständer gepasst.
Bei der 4,5kg Rolle war dann Schluss.

Zudem war die 4,5kg Rolle (von m4p) so bescheuert gewickelt, dass die Spule randvoll gefüllt war - dabei sind es doch gerade die Spulenwände, die ein Springen von der Rolle verhindern.

Naja, ich habe mir dann auch eine Durchführung mit Bremse in Druckernähe gebaut. So kann der Rückweg des X-Schlittens die Rolle nicht mehr bewegen und das Filament springt auch nicht mehr von der Rolle.

Ich denke, wenn man dem Direktextruder einen Bowden als Zuführung spendieren würde, wäre das größte Problem bereits behoben.
Re: Erfahrungen mit großen Spulen (>2kg)
29. January 2019 03:45
Quote
Brummie

...
Ich denke, wenn man dem Direktextruder einen Bowden als Zuführung spendieren würde, wäre das größte Problem bereits behoben.

... sehe ich auch so, aber wenn, dann richtig angeschraubt (Gewinde schneiden) oder sonstwie formschlüssig befestigen *). Sone Federspange ähnlich Zugentlastung / Knickschutz wie am Bügeleisen, wie ich sie mir gebaut hatte, bringt nicht viel bis gar nichts oder ist sogar kontraproduktiv ;-(

*) ... und das ist das Problem!

H.

PS: jetzt, wo Du das ansprichst, fällt mir das auch auf! Meine Küchenpapier-Rolle in dem Durchlass von der oberen Führung wirkt weitgehend auch als "Rücklaufsperre". "weitgehend" insoweit, als das Filament nur dann zurückgeschoben wird (mit der Gefahr des Runterspringens von der Rolle, wenn sie noch sehr voll ist) , wenn der Extruder in gerader Linie zur Führung und Rolle steht. Ein paar cm außerhalb der Linie verbiegt sich der Strang und bildet eine große Schlaufe, die dann durch den Verbrauch wieder "aufgefressen" wird. Ist wohl eher aus Zufall denn durch Planung entstanden, aber hilft ;-)
Re: Erfahrungen mit großen Spulen (>2kg)
31. January 2019 02:52
Mal so ne Idee.
Wenn man den Extruderstepper parallel abgreift könnte man ja auch die schweren Filamentspulen motorisieren.

Gruß
Andreas


Einen Sparkcube 1.1XL für größere Objekte, einen Trinus3D im Gehäuse und einen Tantillus R im Bau
Sparkcube: Komplett auf 24V - DDP 8mm + 1,5mm Carbonplatte - RADDS 1.5 + Erweiterungsplatine + RAPS128 - Nema 17/1,7A 0,9 Grad - ind. Sensor für Z-Probe (kein ABL) - FTS - Titan Booster Hotend - Sparklab Extruder - Firmware Repetier mit @ Glatzemanns G33 - Repetier Server pro - Simplify3D
VDX
Re: Erfahrungen mit großen Spulen (>2kg)
31. January 2019 03:12
... sowas zur "Unterstützung" der Filamentzuführung mit einer "motorisierten" Spule hatten wir in der Anfangszeit mal vorgestellt - im Prinzip wird dabei eine definierte "Durchhängung" oder eauch eine Vorspannung des Filaments über Lichtschranken oder Drucktaster eingestellt ... wenn das Filament "verbraucht" wird und den Sensor auslöst, wird etwas nachgeschoben ...


Viktor
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Aufruf zum Projekt "Müll-freie Meere" - [reprap.org]
Call for the project "garbage-free seas" - [reprap.org]
Re: Erfahrungen mit großen Spulen (>2kg)
31. January 2019 05:02
... ist vor Urzeiten mal von jemandem in einem anderen Forum gemacht worden. Nur hatte derjenige den Teufel mit dem Belzebub austreiben, sprich einen Fehler am Drucker damit übertünchen wollen. Das war dann nix.

Derzeit verwende ich keine Großrolle am A8, aber für die kleinen Kg-Rollen habe ich eine kugelgelagerte Achse eingebaut. Die läuft mir fast zu gut. Wenn der Druckkopf im Bereich ~ X0 werkelt und die vorhandene Materialschlaufe aufgebraucht ist und dann der Schlitten unvermittelt gegen X200 fährt, gibt es schon einen heftigen Ruck und die Rolle läuft lange nach. Bislang ohne irgendwelche Folgen, aber wer weiss ... Am Mankati habe ich eine kleine Rolle an einer Zugfeder, die auf einem 2Kg-Türstopper befestigt ist. Wenn eine Rolle echt schlecht läuft, fädele ich das Ding ein, um Stöße abzufangen und den Zuführwinkel zum Extruder (Bowden, extern an der Geräte-Rückseite) stabil zu halten.

H.
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