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Drucken auf Glasplatte

geschrieben von Minihawk 
Drucken auf Glasplatte
14. April 2017 02:58
Hi,
ich habe halt so einen DIY-Drucker von Ebay, und da läuft auch fast alles rund...

Aber es gibt (gottseidank! smiling smiley ) viel herumzuprobieren und auszutesten.

Der Drucker hat so ein heizbares Druckbett (so ein rotes Teil Namens MK2a), und eine Borsilikat-Glasplatte vom Format 200mm x 210mm. Diese Glasplatte wird mit Klammern auf dem Heizbett befestigt.

Es ist sehr gut möglich, auf diese Glasplatte direkt zu drucken, in dem man diese nach dem Aufheizen mit starkem Haarspray einsprüht, das klappt aber leider nicht, wenn man wirklich die Fläche von knapp 200x200 mm zum Druck ausnutzen will, denn die Glasplatte scheint nicht komplett eben zu sein bzw. verzieht sich, wenn man sie auf das Heizbett klammert. Auch bei peinlich genauer Justage der vier Schrauben gibt es Bereiche, in dem das Material gut haftet, andere Bereiche, wo keine Haftung stattfindet.

Ich habe mir nun Gedanken gemacht, was es für Alternativen geben könnte. Die einfachste Alternative, die mir in den Kopf gekommen ist:

Die Glasplatte auf einer Seite mit einem Schmirgelpapier anschleifen, so dass eine rauhere Oberfläche entsteht.

Hat jemand so etwas schon einmal ausprobiert?

Danke für Eure Tipps!
Re: Drucken auf Glasplatte
14. April 2017 08:57
Ich hab gerade mal was anderes probiert:
ich habe meine Glasplatte mit einer Klebefolie beklebt (so eine d-c-fix-Folie, bzw. vergleichbar). Die Folie hab ich mit Wasser aufgeklebt, welches mit ein wenig Spülmittel versetzt war, da kann man dann herrlich die Luftblasen rauspressen mit einem Spachtel, bevor es komplett anklebt.

Diese Folie habe ich mit einem Schmirgel-Block ein wenig angerauht.

Darauf klappt der Druck recht gut, ich muss aber immer noch etwas Haarspray anwenden, wenn ich filigrane Sachen drucken will.

Ich drucke gerade etwas mit mehr Fläche, dann werde ich feststellen, ob sich die Sachen gut lösen lassen.

Das mit dem Haarspray brauche ich nur, weil meine Glasplatte in der Mitte höher ist als an den Rändern, ich wüsste im Moment auch nicht, wie ich das verändern kann. Ich bin daher auch noch auf der Suche nach Alternativen zum Haarspray, man liest schon mal was von Pritt-Stiften und so.

Grüße
Re: Drucken auf Glasplatte
14. April 2017 09:00
Wie hast Du festgestellt, dass die Glasplatte krumm ist?


Liebe Grüße aus Henstedt-Ulzburg.
Frithjof
Meine Seite
[www.facebook.com]
Re: Drucken auf Glasplatte
14. April 2017 09:34
Wenn ich die Glasplatte auf eine Ebene Platte lege, so wackelt sie.

Das macht sie auf beiden Seiten, also scheint das Glas in der Mitte dicker zu sein.
Re: Drucken auf Glasplatte
14. April 2017 10:06
Oder die Unterlage ist krumm.


Liebe Grüße aus Henstedt-Ulzburg.
Frithjof
Meine Seite
[www.facebook.com]
Re: Drucken auf Glasplatte
14. April 2017 10:17
Wenn die Unterlage krumm wäre, so müsste die Glasplatte anders wackeln, wenn ich sie z.B. um 90 oder 180 Grad drehe. Das tut sie aber nicht, sie wackelt weiterhin genau gleich. Sie ist nicht gerade.
Ist halt eine Glasplatte von einem CTC-Ebay-DIY-Drucker für 140 Euro. Da scheint man so etwas einkalkulieren zu müssen.
Re: Drucken auf Glasplatte
22. April 2017 09:40
Also, die Glasplatte kann nicht krumm sein. Schon alleine vom Herstellungsprozess. Glas wird ja aus Sand und Soda (und noch weitere Mittelchen wie in Deinem Beispiel) zusammengeschmolzen. Dann wird die Masse über flüssiges Zinnbad gezogen. Deshalb wird auch gern der Begriff Floatglas verwendet. Das flüssige Zinn ist so plan, dass Du das mit üblichen Messmethoden nicht nachmessen kannst - das geht dann kleiner 1/100tel.

Jetzt aber zu Deinem Problem:
Die einfachste Methode ist, Du klebst Kaptonfolie auf. Das geht recht einfach mit einem breiten Spatel. Mit etwas Übung bekommst Du das blasenfrei auch ohne die Naßklebemethode drauf. Hier z. B.
[www.amazon.de]

Der Nachteil ist, dass die Folie verschleißt. Also wenn Du z. B. sehr heiß druckst (ABS..) dann wirft das Ding blasen. Aber sehr günstig. Die Rolle hält locker 50 kg Kunststoffdruck aus. So hab ich auch angefangen.

Ich habe ich mir meine eigene Dauerdruckplatte gebaut. Ich habe mir für nen Appl & Ei diese Platte gekauft (0,5mm)
[www.masterplatex.de]
hier hab ich mir verschiedene Platten (Hartpapier, GFK, Carbon) bestellt und einfach mit gutem hitzebeständigem Klebeband (z. B. Scotch VHB Klebebänder -> [kleben.3mdeutschland.de] - ist zwar teuer, aber die Rolle hält dir ewig - deshalb auch viel günstiger als das übliche Transferklebeband, nimm aber das mit nur Klebefilm (0,1mm). Das Klebeband ist der Hammer, das wirst Du nicht mehr missen wollen).

Diese dünne Platte hab ich auf eine Ikea Spiegelfliese geklebt, und flächig (WICHTIG: grosser planer Schleifklotz) mit 400er Schleifpapier angeschliffen. Davon hab ich mir jetzt mehrere gemacht. Da hat den Vorteil, dass ich das einfach abnehmen kann und die gedruckten Stücke abnehmen kann, ohne den Drucktisch zu verstellen. Die Pertinaxplatte hat den weiteren Vortteil, wenn diese kalt ist, lösen die sich fast von alleine.

Buildtak hab ich auch versucht und für mich entschieden, das ist nix. Hält zwar sehr gut, geht aber schnell kaputt und die Haltekraft ist oft höher als erwünscht, dann gehen Dir die gedruckten Elemente beim herunternehmen kaputt. Auch eine Druckplatte von PEI? Beschichtung hab ich probiert (für 50EUR). Die hatte nicht die beschriebene Haftung. Ich sollte das dann anschleifen, damit ich eine bessere Haftung bekommen würde. Damit war für mich klar, das taugt nix und habs verkauft.

Und mit den üblichen Tinkturen (ABS aufgelöst in Aceton, Haarspray, Klebestifte usw.) ist mir eine zu große Sauerei. Außerdem hast Du immer das Problem dass Du das nicht gleichmäßig drauf bekommst.

Ich habe mit der Pertinaxplatte die Lösung gefunden, die für mich gut ist.

In der Anlage noch ein Bild

Grüße aus dem Schwoobaländle

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.04.17 09:45.
Anhänge:
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Re: Drucken auf Glasplatte
27. April 2017 18:34
Danke für den Tipp, die Pertinaxplatte hatte mir schon ein Kollege aus einem Modellflugformau ans Herz gelegt (mit genau dem Link smiling smiley ) und hatte mir auch einen 3M-Kleber genannt, wahrscheinlich genau das, was du auch empfiehlst.

Aber krummes Glas, ja, das gbibt es sehr wohl, jedenfalls bei meinem Drucker. Ich habe jetzt eine dünnere Glasplatte aus Haushalts-Glas, und damit klappt es bedeutend besser, denn die ist plan, mit Haarspray oder Pritt-Tinktur, die ich mit Spiritus ansetze.

Die Pertinax-Platte werde ich demnächst kaufen.


liebe Grüße

Minihawk

*** In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders ***
Re: Drucken auf Glasplatte
30. April 2017 02:49
In der Tat, es gibt krumme Glasplatten. Ich vermute, Verzug durch Temperaturdifferenzen beim Abkühlen.
Re: Drucken auf Glasplatte
30. April 2017 03:46
Ich habe Mal bei einer Firma gearbeitet, dort wurden Glaskühlöfen produziert, eben die riesig langen Teile, in denen das Glas langsam von der hohen Temperaturen auf Handhabbarkeit Temperatur abgekühlt wird.
Flachglas wird in solchen Öfen nicht auf einem Gitter Band transportiert, sondern auf Rollen, die in einem definierten Abstand voneinander liegen. Hier kann durchaus ein zu weiter Abstand zu Ungenauigkeiten führen, oder eine falsche Temperaturkurve.


liebe Grüße

Minihawk

*** In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders ***
Re: Drucken auf Glasplatte
11. May 2017 06:56
Hi Gemeinde,

ich habe auch den i3 Prusa-Clone von eBay und drucke auch auf die Glasplatte.

Mein Trick ist "Pritt"-Stift Clone.
Ich habe in jedem Laden der so auf meinen Wegen lag mal einen "Prittstift" mitgenommen und getestet. Das namensgebende Original taucht nix!

Der für mich beste "Prittstift" ist von Fa Stylex der Magic-Klebestift (Seite 82 im Onlinekatalog)

Magic weil ich beim Auftragen sehen kann wo ich schon eine dünne Schicht aufgetragen habe,
da der Stift entweder in blau oder lila zeichnet und nach kurzer Zeit wird die aufgetragene Schicht klar und unsichtbar.

Sinnvoll ist nach jedem Druck die Glasplatte unter klarem Wasser zu säubern.

Ein "Refresh" ist mit Wasser zwar möglich, ist aber qualitativ nicht zu empfehlen.

Das einzige Filamet mit welchem ich Probleme mit der Haftung habe ist das Maisgelbe PETG-Filament von DasFilament.
Diese Filament haftet aber auch nicht auf BlueTape.... da hab ich noch etwas Arbeit in Hinsicht auf Parametrierung.... jetzt denke ich schon mal über eine BuildTak-Platte nach.


Die Dummheit ist rund. Niemand weiß, wo sie anfängt und wo sie aufhört.

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CTC - i3Clone / i3-Steel Eigenbau ( Ramps 1.4 ) / Prusa i3-MK3 / (Red)-DICE

Luclass
Re: Drucken auf Glasplatte
11. May 2017 07:21
Ich bin ja im Moment auch schon einiges weiter. Bei einem beheizten Druckbett habe ich gute Erfahrungen mit Haarlack von DM gemacht, der in der Stärke 5. Da halten seblst höhere Modelle sehr gut drauf.

Leider ist im Moment mein Treiber auf dem Board für das Heizbett kaputt, und deshlab drucke ich höehre Modelle auch auf "Pritt".

Im Moment habe ich uralten UHU-Stick, den ich in Spiritus aufgelöst habe. Aufgelöst habe ich das in einem kleinen Glas (IKEA-Würzstreuer), welche sich in einem Wasserbad erhizt habe. Das ergibt einen zähen vertecihbaren Leim, der sich mit einem Pinsel gut auf dem Glasbrett verteilen lässt.

Damit habe ich ein Teil eines Modellflug-Rumpfes und auch eine hand mit 150mm Höhe drucken können, und das bei unbeheiztem Bett.

Ich werde mir gleich noch eine zweite Glasplatte schneiden lassen, ich nutze derzeit dünnes Glas (aus dem Bauhaus), welches dort für Bilderrahmen zugeschnitten werden kann. Dann kann ich nach einem Druck direkt auf einer weiteren Platte weitermachen...


liebe Grüße

Minihawk

*** In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders ***
Re: Drucken auf Glasplatte
01. June 2017 20:48
Bevor du viel rumfummelst, schau mal nach (Manual) Mesh Bed Leveling - wird von Marlin angeboten und sollte die einfachste und wohl auch beste Lösung sein für dich.

Gruß
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