Drucker von Steuer absetzen
18. December 2019 04:03
Hallo,

ich denk hier gibt es keine Steuerberater, aber mich würden mal Erfahrungen interessieren.
Ich bin Maschinenbaustudent - Fachrichtung Konstruktion & Entwicklung und arbeite ab März als Werkstudent in der Abteilung "additive Manufacturing" einer großen Firma.
Da mein Geeetech Drucker langsam den Geist aufgibt bzw ich ihm nicht mehr richtig traue (durchgeschmorter Netzteilstecker an Platine - Brandgefahr, da anscheinend die Elektrik sehr knapp ausgelegt) und es immer wieder sehr viele Fehlversuche gibt, will ich upgraden und mir einen Original Prusa Bausatz kaufen.
Hat schonmal jemand als Privatperson einen Drucker (auch anteilig) von der Steuer abgesetzt? Bzw wie schätzt ihr die Chancen in meiner Situation ein?

Vielen Dank und schonmal frohe Weihnachten,
Max
Re: Drucker von Steuer absetzen
18. December 2019 14:11
Hi Max,

ich denke mal als Werkstudent zahlst du ja keine Steuern, und vom Null-Steuern gibt es auch nichts zu holen.
Meiner Meinung sehen deine Chancen nicht gut aus.


Gruß,
Michael

Acrylic I3 / Arduino Mega 2560 R3 / RAMPS 1.4 / 12864 LCD mit Wlan-SD Karte / TMC2100 / MK8 m. Bowden / 5mm DDP (PEI) / Tr8x4 / Mosfet 30A / Marlin-1.1.8 / Repetier-Host. / PrusaSlicer-2.3.0
In Planung, Ultimaker-Kinematic mit Kugellagern und 30X30 Profilen
LCD mit Wlan-SD Karte -- Mein I3 u. leise Y-Achse mit Mittelmotor
Re: Drucker von Steuer absetzen
18. December 2019 15:15
Danke für die schnelle Antwort. Doch, ich zahle Steuern, und es ist so eine Art duales Studium, aber nicht so wie mans kennt, sondern es sind Aspekte eines Werkstudentenvertrags mit drin. Ist etwas verwirrend, deshalb hab ich Werkstudent geschrieben.

Was würde passieren, wenn ichs einfach mit angeb?
Im schlimmsten Fall wirds einfach rausgestrichen, oder passiert da noch mehr?

Viele Grüße
Max
VDX
Re: Drucker von Steuer absetzen
18. December 2019 15:52
... du mußt es evtl. über 3 Jahre "abschreiben" -- bekommst also nur anteilig pro Jahr und mußt das dann die nächsten Jahre auch mitlaufen lassen ...


Viktor
--------
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Re: Drucker von Steuer absetzen
30. December 2019 03:47
Quote
max96
Danke für die schnelle Antwort. Doch, ich zahle Steuern, und es ist so eine Art duales Studium, aber nicht so wie mans kennt, sondern es sind Aspekte eines Werkstudentenvertrags mit drin. Ist etwas verwirrend, deshalb hab ich Werkstudent geschrieben.

Was würde passieren, wenn ichs einfach mit angeb?
Im schlimmsten Fall wirds einfach rausgestrichen, oder passiert da noch mehr?

Viele Grüße
Max

Und warum fragt man ganz einfach nicht mal beim Finanzamt nach ob sich das absetzen läßt?
Wenn ja, wie und wo muß man das dann angeben, was muß als Nachweis mit gegeben werden?
Wenn Nein, dann halt Nein!
Das Finazamt ist Auskunftspflichtig! Traust Du Dich nicht? Hast Du was zu verbergen? Möchtest Du
schummeln oder was? Die Finanzamt Angestellten sind auch nur Menschen.
Ehrlichkeit währt am Längsten! winking smiley
Re: Drucker von Steuer absetzen
30. December 2019 09:17
Hallo, grüßt Euch.

Nur mal kurz zum Thema Finanzamt:
Die Ämter sind zwar "Auskunftspflichtig" aaaaber, irR antworten die Mitarbeiter nur auf einzelne konkrete Fragen und das nur kurzund knapp.
Das wie man etwas bei seiner Steuer/ Umsatzsteuererklärung einsetzt , ist nicht deren Aufgabe. Dafür sind die Personen des Steuerberatenden Gewerbes da.
Also, entweder kennt man jemanden der einem in solchen Fragen weiter hilft, holt sich "online-Hilfe" im Netz oder man bemüht einen Steuerberater.
Die netten Mitarbeiter der Finanzämter streichen dir dann schon das aus der Erklärung was ihrermeinung da so nicht rein gehört.
Sie müssen dir aber nicht sagen, wie denn . . .

Das ist eine bittere Pille, ist aber so und nicht zu ändern.

Übrigens alles was "kompliziert ist", mögen die beim Finanzamt nicht und streichen das und du hast dan die Wahl, akzeptieren oder drum Streiten.

Kleiner Tip von mir: Melde für 20,-€ ein "Klein-Gewerbe" an und setze alles ein in deiner Steuererklärung, was Sinn macht für deinen "Betrieb".
Ist zwar mehr Arbeit, bringt aber idR wesendlich mehr. Oder du lässt es besser. Denn für einen Drucker der vielleicht 600€ kostet,
solch einen Aufwand zu betreiben, wage ich zu bezweifeln. Das bringt dir vielleicht zwischen 100 - 200€ an Abzug vom zu versteuernden Einkommen.

LG Didi

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.12.19 09:20.


Aktuell:
Selfmade-Drucker mit Wasserkühlung u. Carbon-Wechselplatte,
Selfmade-Drucker ( Nr. 7 in Arbeit . . . ), CAD Creo 3.0/4.0 , Mac, Cura, Prusa Slicer . . .
Re: Drucker von Steuer absetzen
30. December 2019 14:42
Quote
vw-styler
Hallo, grüßt Euch.

Nur mal kurz zum Thema Finanzamt:
Die Ämter sind zwar "Auskunftspflichtig" aaaaber, irR antworten die Mitarbeiter nur auf einzelne konkrete Fragen und das nur kurzund knapp.
Das wie man etwas bei seiner Steuer/ Umsatzsteuererklärung einsetzt , ist nicht deren Aufgabe. Dafür sind die Personen des Steuerberatenden Gewerbes da.
Also, entweder kennt man jemanden der einem in solchen Fragen weiter hilft, holt sich "online-Hilfe" im Netz oder man bemüht einen Steuerberater.
Die netten Mitarbeiter der Finanzämter streichen dir dann schon das aus der Erklärung was ihrermeinung da so nicht rein gehört.
Sie müssen dir aber nicht sagen, wie denn . . .

Du mußt aber ganz schön unfreundliche Finanzbeamte in Deiner Gegend haben! Ich bekomme alle
Auskünfte bei denen ich nicht klar komme, auch wenn ich trotz Anleitung mal nicht durchsteige.
Naja, es gibt halt Solche und "Solche Finanzbeamte". Von den "Solchen" scheint es aber immer mehr zu geben! grinning smiley
Re: Drucker von Steuer absetzen
31. December 2019 05:57
Dann sei froh und freu dich, denn es nicht die Regel (ehr die Ausnahme).
Allen einen guten Rutschhhh ins neue Jahr smileys with beer Didi


Aktuell:
Selfmade-Drucker mit Wasserkühlung u. Carbon-Wechselplatte,
Selfmade-Drucker ( Nr. 7 in Arbeit . . . ), CAD Creo 3.0/4.0 , Mac, Cura, Prusa Slicer . . .
Re: Drucker von Steuer absetzen
09. February 2020 10:57
Eine Steuererklärung kannst du nur machen wenn du auch "zu versteuerndes Einkommen" hast. D.h. ein Einkommen aus selbsständiger o. nichtselbsständiger Arbeit auf das auch Steuern gezahlt werden.
Wenn du keine Steuern zahlst, kannst du auch nichts zurück bekommen.
Bei Stdenten ist das in der Regel nur der Fall wenn sie sich im Studium was dazuu verdienen wollen.

Aber selbst dann gilt, dass Dinge die du geltend machen willst, mit diesem Einkommen in Zusammenhang stehen müssen. Im diesem Fall wohl "Arbeitsmittel" oder so, und wie oben schon gesagt wurde: ab nem gewissen Wert muss die Abschreibung über mehrere Jahre stattfinden.

Soll heißen: Wenn du nebenbei iwo kellnerst oder hinter der Bar stehst, wird es schwer das Finanzamt zu überzeugen, dass du dafür einen 3D-Drucker brauchst.

Wenn dir aber das Unternehmen bei dem du als Werksstudent tätig bist etwas zahlt, und auf dieses Einkommen auch Steuern fällig sind (Du bekämst dann ja eine monatliche Abrechnung), wäre es unter Umständen durchaus möglich den Drucker als Arbeitsmittel anzusetzen. In dem Fall würde ich es einfach probieren, und ggf. mit Eigenbeleg (kleiner Mehrzeiler mit was, warum, wieso) und/oder mit einer Bestätigung deines Unternehmens (wenn es dir sowas ausstellt) untermauern.

Grüße
Zerbi
Re: Drucker von Steuer absetzen
10. February 2020 05:47
Quote
Zerberus
Eine Steuererklärung kannst du nur machen wenn du auch "zu versteuerndes Einkommen" hast. D.h. ein Einkommen aus selbsständiger o. nichtselbsständiger Arbeit auf das auch Steuern gezahlt werden.
Wenn du keine Steuern zahlst, kannst du auch nichts zurück bekommen.
Bei Stdenten ist das in der Regel nur der Fall wenn sie sich im Studium was dazuu verdienen wollen.

Aber selbst dann gilt, dass Dinge die du geltend machen willst, mit diesem Einkommen in Zusammenhang stehen müssen. Im diesem Fall wohl "Arbeitsmittel" oder so, und wie oben schon gesagt wurde: ab nem gewissen Wert muss die Abschreibung über mehrere Jahre stattfinden.

[...]

Das ist leider nicht richtig.
Nur weil Du kein Einkommen hast, heißt das nicht, dass Du keine Steuern zahlst, immerhin ist die Mehrwertsteuer (Studiengebühren und -material) auch eine Steuer - wer hätte es gedacht winking smiley.
Leider machen sich nicht viele Studis die Mühe (wow, ist eine ganze Stunde im Jahr...), da bei den meisten nicht viel rausspringt.

Du kannst alles an Werbungskosten absetzen, sei es nun für Arbeit oder Weiterbildung! Darunter müsste auch der Drucker fallen, dazu solltest Du aber der Erklärung einen Dreizeiler mit Angabe des Studienganges oder des Moduls beifügen.
Trotz allem würde ich vorab bei z.B. der VLH anrufen und dort unverbindlich nachfragen.

So mache ich es übrigens seit Jahren, es muss nur ordentlich aufgeführt werden.

Gruß
Julien


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Drucker:
CoreXY in 2502x300 - geschlossen & beheizt für ABS - Duet2WiFi - Eigenbau Wasserkühlung
Eigenbau I3 - V6-Clon- Profilrahmen - Ramps 1.4 24V - TMC2208 - Simplify3D - Octoprint - Marlin 1.1.8
Re: Drucker von Steuer absetzen
10. February 2020 11:34
Quote
ZipZap

Das ist leider nicht richtig.
Nur weil Du kein Einkommen hast, heißt das nicht, dass Du keine Steuern zahlst, immerhin ist die Mehrwertsteuer (Studiengebühren und -material) auch eine Steuer - wer hätte es gedacht


Da hast du natürlich recht, wollte das heute noch abändern/ergänzen, aber da bist du mir zuvor gekommen!

Wie gesagt, ich würde es per Eigenbeleg und/oder Bestätigung der Uni/Unternehmen einfach probieren. Im schlimmsten Fall wird es halt nicht anerkannt. Ob man sich dann darüber mit dem FA streiten will ist dann ne andere Sache.
Re: Drucker von Steuer absetzen
21. February 2020 06:12
Hallo, nach längerer Zeit bin ich mal wieder hier, nachdem der Bachelor jetzt fertig ist.

Ich habe mich dazu entschieden den Drucker einfach mal mit anzugeben, vllt krieg ich ja vom Prof ne Bestätigung oder so (Fach: additive Fertigung und reverse Engineering).

Die Frage, die sich mir jetzt nur noch stellt:
Welchen Drucker genau?
Ich bin bei einem original Prusa i3 mk3s Bausatz, vor allem aufgrund der guten Blog berichte und dem Support/ Community.
Die Tatsache, dass das ganze Bett mit bewegt wird stört mich nicht. Auf die Taktzeit kommts bei mir echt nicht drauf an.
Was aber mein Mechanikherz bedrückt ist die Tatsache, dass die Führungen "eingepresst" werden und dann mit Kabelbindern fixiert.

Die Frage: Gibt es (bis absolut maximal 850€) "bessere Drucker/ Hersteller?
Zaribo habe ich mir schon angesehen, gibt es noch mehr in Richtung "hochwertige Prusa i3s" ?
Es geht nicht nur da drum, gute Drucke zu haben, sondern auch um die Sicherheit/ Auslegung des Druckers.
Unterdimensionierte/ deshalb durchgebrannte Stecker wie bei meinem Geeetech will ich nicht nochmal haben

Wichtig wäre vor allem Autoleveling, guter Support/ Community, Zuverlässigkeit, Direct Drive Extruder (u.a. für TPU), ungefähr gleicher Bauraum, Heizbett logischerweise (Umhausung baue ich so oder so) und die Drucke müssen sich gut lösen lassen (egal ob Federblechplatte oder anders).

Vielen Dank, Max

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.02.20 06:17.
Re: Drucker von Steuer absetzen
24. February 2020 06:27
Du kannst dir für das Geld die Teile für einem P3 Steel, Toolson Edition zulegen und ihn selbst zusammenbauen. Sollte im Preisrahmen bleiben, hat 'ne Menge Fans.

Ansonsten hat der Prusa I3 gerade bei einem Test in der Make als gnadenlos zuverlässiges und qualitativ hochwertiges Gerät die bisherige Latte des Spitzengerätes gerissen. Die Make ist IMHO nicht so kritisch wie die ct', aber auch kein reiner Jubelverein.
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