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Druckbett fällt nach dem abschalten nach unten

geschrieben von Daniel22 
Druckbett fällt nach dem abschalten nach unten
03. March 2019 05:31
Hallo zusammen,

ich habe meinem Drucker eine neue Alugussplatte spendiert.
Mein Drucktisch ist jeweils links und rechts mit einer Spindel und zwei Rundprofielen gehalten/geführt.

Nun mit der neuen doch recht schweren Patte habe ich folgendes Problem:
Wenn der Drucker an ist halten die beiden Motoren der z-Achse den Tisch und haben auch genug kraft um diesen hoch und runter zu fahren. Sobald ich den Drucker jedoch ausschalte rutscht der Drucktisch von ganz oben (hier ist der Extruder,...) runter. Dadurch habe ich mir beim ersten mal ausprobieren gleich mal mein Ramps zerschossen eye rolling smiley
Nun ist die frage, wie ich die Platte auch im ausgeschalteten zustand des Druckers an Ort und Stelle halten kann? Hatte jemand von euch ein ähnliches Problem und wie habt ihr es gelöst?

Herzlichen Dank für eure Infos.
Re: Druckbett fällt nach dem abschalten nach unten
03. March 2019 06:14
Hallo Daniel,

leider hast Du uns null Angaben zum Drucker selbst gemacht, darum packe ich mal meine Glaskugel aus und tippe los:

- Du hast Steilgewindespindeln (Annahme)
- Dein Druckbett bewegt bei ausgeschaltetem Motor diese Spindeln (weil keine Selbshemmung)
- Dein RAMPS ist nicht kaputt, höchstens ein Treiber oder der Arduino

Abhilfe:

- Druckbett nach Druckende komplett nach unten fahren (was unten ist, kann nicht mehr fallen...)
- stärkere Motoren für Z einbauen
- Spindel mit Selbsthemmung für Z einbauen

Gruß
Julien


Wer rasiert mit mir KingKong? Der wichtigste Guide - Triffid Hunter's Calibration Guide

Drucker: Eigenbau I3 - V6-Clone - Profilrahmen - Ramps 1.4 24V - TMC2208 - Simplify3D - Octoprint - Marlin 1.1.8
Re: Druckbett fällt nach dem abschalten nach unten
03. March 2019 06:21
Hallo Julien,

erstmal danke für die Infos.

Ja deine Annahmen stimmen so weit alle.
Sobald die Motoren keine Haltespannung mehr bekommen drehen sie sich durch das Gewicht des Drucktisches und somit sinkt dieser recht schnell ab.

Denn Drucktisch nach unten zu fahren klinkt schon mal nicht zu schlecht, da die z-Achse jedoch 40cm lang ist kann dies etwas dauern. Alternativ habe ich mir auch schon überlegt ein stück Holz unter den Drucktisch zu klemmen, dann kann dieser auch nicht absinken. Diese beiden Lösungen finde ich jedoch nicht so elegant.

Die Spindeln mit Selbsthemmung hören sich ganz gut an. Was ist das denn genau? Und gibt es irgend eine Möglichkeit dies bei meinen Sindeln nachzurüsten, sodass ich diese nicht komplett neu kaufen muss?

MfG
Daniel
VDX
Re: Druckbett fällt nach dem abschalten nach unten
03. March 2019 06:35
... für "Selbsthemmung" gibt es z.B. Schleifkupplungen an der hinteren Motorachse, die für den Betrieb über Strom gelöst werden.

Alternativ gibt's auch "Gegenegewichte" mit Seil oder Zahnriemen über eine Rolle und einem Gewicht, das in etwa dem Druckbett+Teil entspricht ...


Viktor
--------
Aufruf zum Projekt "Müll-freie Meere" - [reprap.org] -- Deutsche Facebook-Gruppe - [www.facebook.com]

Call for the project "garbage-free seas" - [reprap.org]
Re: Druckbett fällt nach dem abschalten nach unten
03. March 2019 09:19
Da Du uns immer noch nichts zu Deinem Gerät sagst, nehme ich weiter an, dass die üblichen China-Trapezgewinde TR8x8 verbaut sind...

Jetzt könntest Du (für Unbedarfte der Schwierigkeit nach ansteigend)...:

- den Drucktisch nach Druckende runterfahren (ggf. Geschwindigkeit erhöhen)
- das Gegengewicht über eine Angelschnur und je eine Umlenkrolle einbauen
- die Spindeln gegen (Beispielsweise) TR8x2, oder auch einfache Gewindestangen M5 etc. tauschen (mglw. Umkonstruieren der Spindelaufnahme an der Z-Achse nötig)
- die von Viktor genannten Bremsen verbauen

Das mit dem Holz würde ich lassen. Irgendwann vergisst Du es zu entfernen und baust einen Crash...
Worin liegt das Problem, nach einem 4h+ Druck das Druckbett für vielleicht 2-3 Minuten (Annahme: "langsame" 2mm/s) verfahren zu müssen? Das ist zumindest temporär die eleganteste Lösung, auf lange Sicht würde ich aber die Spindeln ändern.

Gruß
Julien


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Drucker: Eigenbau I3 - V6-Clone - Profilrahmen - Ramps 1.4 24V - TMC2208 - Simplify3D - Octoprint - Marlin 1.1.8
Re: Druckbett fällt nach dem abschalten nach unten
03. March 2019 18:33
Moin Daniel,

ich habe so ziemlich das gleiche Problem, bis auf dass bei meinem Drucker nicht das Bett, sondern die X-Achse auf den Z-Wellen liegt - ist aber auch zuviel Gewicht, so dass geringe Erschütterungen reichen, das X-Carriage (im Zweifelsfall asymmetrisch) absacken zu lassen. Die Ursache ist genau die gleiche: Tr8x8 Steilgewindespindeln. Siehe mein Thread hier: [reprap.org].
Kurzer Exkurs: die hintere 8 gibt an, dass du bei einer vollen Umdrehung der Spindel eine Verschiebung der aufsitzenden Mutter um 8 mm erzielst. In Relation zum Durchmesser der Spindel - auch 8 mm - ist dies sehr steil. Zum Vergleich: eine normale metrische Maschinenschraube mit Durchmesser 8 mm, also eine M8, hat eine Steigung von 1,25 mm. Als Gegenbeispiel kannst du dir beispielsweise die Wendeln von Bohrern anschauen. Je steiler die Nuten sind, desto weniger axiale Kraft muss man aufbringen, um die Welle fremdzubewegen (Mechanik-Stichwort: schiefe Ebene).
Du kannst also an deinen Spindeln keine Selbsthemmung nachrüsten, außer du siehst die Bremsen, die Viktor erwähnt hat, als Selbsthemmung an. Das dürfte aber mehr kosten als neue Spindeln. Ansonsten hat Julien dir ja schon die sinnvollen Möglichkeiten aufgezählt, weitere fallen mir auch nicht ein.


Hardware: Geeetech i3 Pro W mit GT2560 A+ Board
Software: Marlin 1.1.8 und Slic3r
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