Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
18. May 2017 19:11
Hallo jojoS,

"Bilder von einem Würfel hatte ich hier: [forums.reprap.org]
Nach tropfen sieht das für mich nicht aus"

Nach meiner Erinnerung trat das Tropfen für v=30mm/sec so bei a=300mm/sec ² bei mir deutlich auf.

Aber: Das hängt natürlich an der Gesamt-Geschwindigkeit. Wenn die Gesamt-Geschwindigkeit erhöht wird, dann ist die Geschwindigkeitsdifferenz und damit der Unterschied in der Verweildauer in solchen Ecken größer. Der Extruder bringt ja dann pro Zeit mehr Filament durch die Düse und das merkt man in den Ecken, wenn die Geschwindigkeit kurzfristig 0 wird. Dann muß auch die Beschleunigung ensprechend erhöht werden, um das Tropfen zu vermeiden.
Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
19. May 2017 05:56
Hier noch ein Tipp zur Usb-Schnittstelle, ich habe die auch schon mal bei einen Mega 2560 Board gekillt. Einfach die Leitungen vom defekten Chip trennen und dort einen USB-Seriell Wandler anschließen, es gibt auch welche die zusätzlich als Programmer arbeiten können da bist Du für jeden Fall gerüstet. Kostet max 5€ in der Bucht und läuft dann wieder einwandfrei. Ein Nachteil ist nur das da denn noch ein Teil ins Gehäuse muss.


Velleman 8200. Arduino Mega2560, Ramps v1.4 mit RepRapdiscount Full GraphicDisplay, MK2B, 1,75 mm Direcktextruder (China), Optische Endstops für Min und Max, 2X16A 12V Netzteil, Doppelkühlung mit Luftführung, 2 Z-Achse mit Motor wie andere Seite und demnächst Leveling.
Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
19. May 2017 09:05
Hallo vokars,

ich habe gerade mal die Änderungen und Doku der neuen Marlin 1.1 durchgesehen und bin da beim 'jerk' hängengeblieben:
Den habe ich von 20 auf 15 verringert weil ich das so verstanden habe das sich damit der maximale jerk (Ruck) verringert. In der Doku finde ich jetzt folgenden Satz:

[marlinfw.org]
'Jerk sets the floor for accelerated moves. If the change in top speed for a given axis between segments is less than the jerk value for the axis, an instantaneous change in speed may be allowed. Limits placed on other axes also apply. Basically, lower jerk values result in more accelerated moves, '

Das heisst doch eher das ein kleinerer jerk Wert heftigere Beschleunigung verursacht. Wobei ich den vorhergehenden Satz dann nicht verstehe: wenn eine Geschwindigkeitsänderung kleiner als jerk ist wirkt sie unverzüglich. Also bei jerk = 15 wirkt eine Änderung von 0 auf 15 sofort, bei jerk = 50 sogar eine Änderung von 0 auf 50 sofort? Danach macht ein grosser jerk Wert doch mehr ruckartige Beschleunigung.

Und Beulen bei meinem Würfel passieren eher beim Infill drucken wenn der Kopf da schnell hin- und herrattert. Die Perimeter werden ja erst sauber gelegt aber dann eben vom Infill gestört, so interpretiere ich das. Ich versuche das mal genauer zu beobachten und werde mit dem jerk nochmal spielen.

Noch ein Nachtrag:
habe noch weiter nach jerk gesucht, die Fehler die das produziert heissen da ringing, echo oder ghosting. Danach müsste es mit jerk 10 oder kleiner besser werden:
[www.akeric.com]
[3dprinterwiki.info]

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.05.17 10:05.


K8200 [Optimierungsphase}
Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
19. May 2017 14:53
Hallo Harry,

Also ich habe die Platine abgebaut. Von oben Ok, aber von hinten an den Klemmen für die 12/15V Versorgungsspannung - schwer durchgebraten. Dort muß sich mal der - Pol gelöst haben und einen schleichenden Kurzen al la Elektoschweißgerät verursacht haben. Graus - richtig tief in die Platine hinein tief verkohlt. (Siehe Bild) Ein Wunder dass nicht mehr passiert ist. Die Netzteile sind i.O.

Also neuer Controller. Ich habe mal das RADDS bestellt. Ich lese viel Gutes und daher bin ich mal zu dem Experiment aufgelegt.

Ich hoffe die Treiber haben es nicht erwischt..... Wäre schade um die SilentStepSticks

Danke für euren Rat, aber der hilft in diesem Fall nicht.

Grüße


Umgesetzt:

- 2 Z-Achsen mit TR10-2 und zusätzlich Z-Wobblekompensator (Linearlager) (Eigenkonstruktion)
- X & Y und Z Achse mit 0.9 Schrittmotoren,
- Arduino Due + RADDS mit Marlin 2.0.x
- SilentStepStick TMC 2130 Treiber auf X, Y, Z und E (X, Y 64 Mikroschritte und 256x interpoliert) = 1285 Schritte/mm und Extruder(64 Mikroschritte und 256x interpoliert) = 2300 Schritte/mm)
- Igus Gleitlager für X und Y Achsen - Lagerspiel einstellbar,
- X & Y-Achse auf 10mm beschichtete Aluminium Stange,
- Alu Wellenhalter für X-Achse
- Autobedleveling mit induktivem Näherungsschalter,
- Stärkeres (150W) 15V Netzteil, separates 24V Netzteil für Bett,
- laterale Verstärkung/Abstützung des Z-Achsenrahmens durch zusätzliche Profile & Schlitten mit L-Profilen verstärkt,
- Octoprint auf R-Pi mit USV für geordnetes Herunterfahren,
- Extruder auf GT2 Riemen umgerüstet
- MK3 Heizbett
- Energieketten
- E3D mit 40mm Lüfter,
- Neue Hot-End Aufnahme (Eigenkonstruktion) mit Teilelüfter
- Schaltung des Controller Lüfter und Extruder Lüfter über den Controller
- Filamentsensor am Raspi - Octoprint - Pause (Plugin)
- RGB Beleuchtung / Statusanzeige über Octoprint gesteuert.
- Weitere neu konstruierte Teile in Thingiverse unter "rudyard_kipling"
- Automatisches Abschalten des Druckers nach Abschluss des Drucks mittles FHEM und Intertechno Zwischenstecker

Noch in Arbeit:
- Full Graphic Controller Screen - will ich noch hinzufügen, da ich jetzt die pins frei habe.

Zukunft:
- CoreXY Umbau (reduziert das Gewicht am Schlitten um ca. 370g)
- Filamendickenmessung - optisch
Anhänge:
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Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
19. May 2017 17:04
Naja, so schlimm sieht das doch nicht aus. Ordentlich auskratzen und mit ein bisschen Draht schön verlöten...
Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
19. May 2017 19:16
Das dürfte die Plusleitung sein die zu den MosFETs geht, da fließt der Strom fürs Hotend und Heizbett durch. Wenn man ein stärkeres Heizbett hat sollte man das über einen externen Treiber schalten, du hast das Nadelöhr gefunden...Da hat die Elektronik vermutlich auch keine 5 V mehr bekommen, nur über den USB Anschluss an den FTDI chip. Das müsste sich aber flicken lassen.


K8200 [Optimierungsphase}
Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
20. May 2017 02:25
@Industrial Spiderman:
Da ist mit Firmware flashen wohl nicht viel zu machen.
Aber ich finde auch, dass das halb so schlimm ist. Ich würde auch sagen: "Mit Lötzinn und Draht flicken und weiter geht's".

Bei mir läuft das Heizbett über meine Eigenbau-Relais-Schaltung. D. h. die 15V vom Board schalten ein 12V-Finder-Relais, welches wiederum
ein 24V-Netzteil auf das Bett aufschaltet. Zwischen Relais und Board natürlich eine Freilaufdiode. (Kann man natürlich auch mit MosFET lösen winking smiley)
D. h. bei mir muss das Board nur die Heizpatrone vom Hotend mit 30-40W befeuern und ist um die Leistung des Heizbetts befreit.

Wenn das kleine Board alles befeuern muss und Du irgendwo möglicherweise nur eine kleine kalte Lötstelle hast fängt das dort an zu schmoren.
So wird das wahrscheinlich bei Dir passiert sein. Die Amperchen die da fließen sind nicht zu unterschätzen.

Gruß

Oli

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.05.17 02:26.


3DRag alias Velleman K8200, 80mm Objektlüfter, Extruder mit GT2-Riemenantrieb, E3D-Hotend mit 40mm Lüfter,
Z-Links: 1 x Kugelumlaufspindel 12x4, Z-Rechts: 2. Kugelbüchse, X/Y-Umbau auf GT2-Riemen, 24V/120W Netzteil
für Bett via Relais-Schaltung, vom Board gesteuerter Hotend- und Logiklüfter via MosFET-Schaltung.

Weitere/detailliertere Infos zu Umbauten/Eigenkonstruktionen an/von meinem/meinen 3D-Drucker(n) findet Ihr unter:

[www.oliver-schlenker.dyndns.org]
Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
20. May 2017 09:45
@Samurai1967

Hallo,

Das Heizbett ist bei mir mit separatem 24V Netzteil über SSR angeschlossen.

Was ich denke - es hat sich die Verbindung leicht gelöst, das Lot weggebraten/ kalte Löststelle und schwups haben wir den Salat.

Alles sieht sonst gut aus. Ergo gereinigt, mit Cyanacrylat (Sekundenkleber) stabilisiert und neu verlötet, wobei ich eine Brücke einlöten mußte um die kaputte Leiterbahn wiederherzustellen.
(So sieht das aus)

Und - läuft.

Das RADDS ist im Zulauf - hatte eine gute Entschuldigung. Ferner möchte ich versuchen über die Servo Stecker Filamentmessungen zu nutzen. Der Sanguino hat dafür ja keine Pins herausgeführt.

Grüße


Umgesetzt:

- 2 Z-Achsen mit TR10-2 und zusätzlich Z-Wobblekompensator (Linearlager) (Eigenkonstruktion)
- X & Y und Z Achse mit 0.9 Schrittmotoren,
- Arduino Due + RADDS mit Marlin 2.0.x
- SilentStepStick TMC 2130 Treiber auf X, Y, Z und E (X, Y 64 Mikroschritte und 256x interpoliert) = 1285 Schritte/mm und Extruder(64 Mikroschritte und 256x interpoliert) = 2300 Schritte/mm)
- Igus Gleitlager für X und Y Achsen - Lagerspiel einstellbar,
- X & Y-Achse auf 10mm beschichtete Aluminium Stange,
- Alu Wellenhalter für X-Achse
- Autobedleveling mit induktivem Näherungsschalter,
- Stärkeres (150W) 15V Netzteil, separates 24V Netzteil für Bett,
- laterale Verstärkung/Abstützung des Z-Achsenrahmens durch zusätzliche Profile & Schlitten mit L-Profilen verstärkt,
- Octoprint auf R-Pi mit USV für geordnetes Herunterfahren,
- Extruder auf GT2 Riemen umgerüstet
- MK3 Heizbett
- Energieketten
- E3D mit 40mm Lüfter,
- Neue Hot-End Aufnahme (Eigenkonstruktion) mit Teilelüfter
- Schaltung des Controller Lüfter und Extruder Lüfter über den Controller
- Filamentsensor am Raspi - Octoprint - Pause (Plugin)
- RGB Beleuchtung / Statusanzeige über Octoprint gesteuert.
- Weitere neu konstruierte Teile in Thingiverse unter "rudyard_kipling"
- Automatisches Abschalten des Druckers nach Abschluss des Drucks mittles FHEM und Intertechno Zwischenstecker

Noch in Arbeit:
- Full Graphic Controller Screen - will ich noch hinzufügen, da ich jetzt die pins frei habe.

Zukunft:
- CoreXY Umbau (reduziert das Gewicht am Schlitten um ca. 370g)
- Filamendickenmessung - optisch
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Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
20. May 2017 10:48
@Industrial Spiderman:
Dann passt ja erstmal alles wieder. Wenn die Geschichte da auf der Rückseite der Platine heimlich vor sich hin gebraten hat, kriegt man da ja nichts mit.

Ich habe mir von dem Pfostenstecker für die Speicherkarte/Display/Drehgeber 2 Pins rausgeführt und mit einer kleinen MosFET-Geschichte auf
Lochraster die Lüftersteuerung vom Hotend und vom Hauptlüfter geregelt. D. h. dort kannst Du Dir Pins herholen. Dann ist aber erstmal die
Option auf die externe Geschichte weg. Aber wenn man es nicht braucht, kann man die Pins ja anderweitig verbraten.

Im Forum bzw. im Wiki ist auch der Vorschlag mit einem dünnen Draht direkt an einem Prozessor-Pin abzugreifen. Das war mir aber zu heikel.

Ich habe hier eine Pfostenleiste eingelötet und dann GND, PH1 und PH0 für die Geschichte vom Pfostenstecker genommen.
(Da kann man übrigens auch 5V und 12V abgreifen. Da es sich aber um dünne Leiterbahnen handelt, kann man die Geschichte nicht
hoch belasten, aber um einen Lüfter, eine LED oder einen Sensor anzuschließen sollte es schon reichen.)
Pin16 = PH1 ist bei mir der Extruderlüfter und Pin17 = PH0 ist bei mir zur Kühlung der Platine/Steppertreiber.

Dann Änderung in der Configuration_adv.h

#define CONTROLLERFAN_PIN 17 //Pin used for the fan to cool controller (-1 to disable) (*** Anpassung ***)
#define CONTROLLERFAN_SECS 20 //How many seconds, after all motors were disabled, the fan should run
#define CONTROLLERFAN_SPEED 255 // == full speed

bedeutet, dass Pin17 den Hauptlüfter steuert und wenn 20 Sekunden keine Achse angesteuert wird, hört der Lüfter auf zu kühlen.
=Kühlungs-Nachlauf von 20 Sekunden für die Steppertreiber-Bausteine.

und

#define EXTRUDER_0_AUTO_FAN_PIN 16 //(*** Anpassung ***)
#define EXTRUDER_1_AUTO_FAN_PIN -1
#define EXTRUDER_2_AUTO_FAN_PIN -1
#define EXTRUDER_AUTO_FAN_TEMPERATURE 50
#define EXTRUDER_AUTO_FAN_SPEED 255 // == full speed

bedeutet, dass Pin16 den Hotend-Lüfter steuert und wenn das Hotend wärmer als 50°C wird springt der Lüfter am E3D an und
kühlt. Wenn die Temperatur dann wieder unter 50° fällt, hört der Lüfter auf zu kühlen, da dann kein geschmolzenes Filament mehr im E3D-Hotend aufsteigen kann.

Ich denke für Deinen Filament-Sensor könntest Du auch einen der Pins abgreifen und nutzen ohne an der kleinen Platine rumlöten zu müssen, falls Du den
Pfostenstecker nicht für andere Funktionen brauchst.

Aber wenn Du nun ein RADDS bestellt hast, wirst Du wohl keine Energie mehr in die alte Platine stecken.

Gruß

Oli


3DRag alias Velleman K8200, 80mm Objektlüfter, Extruder mit GT2-Riemenantrieb, E3D-Hotend mit 40mm Lüfter,
Z-Links: 1 x Kugelumlaufspindel 12x4, Z-Rechts: 2. Kugelbüchse, X/Y-Umbau auf GT2-Riemen, 24V/120W Netzteil
für Bett via Relais-Schaltung, vom Board gesteuerter Hotend- und Logiklüfter via MosFET-Schaltung.

Weitere/detailliertere Infos zu Umbauten/Eigenkonstruktionen an/von meinem/meinen 3D-Drucker(n) findet Ihr unter:

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Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
21. May 2017 06:26
Hallo Oli,

Danke für diese Info. Meinen aller ersten Controller hatte ich auch mit Lüfter über die Pfostenstecker 12V Leitung belastet. Genau wie beschrieben ist aber irgendwann mal etwas falsch gelaufen und genau diese Leitung abgeraucht - irreparabel, leider. Ich bin also dort sehr vorsichtig geworden. Das RADDS is dagegen fast schon Schwermaschinenbau und anders abgesichert..

Deine Tips sind super und ich glaube das kann gut funktionieren. Wenn ich das RADDS im Hause habe und damit eine fall-back, werde ich das mal zur Freude machen.

Das mit der Energie hast Recht. Weil ich aber diesen Drucker mir zum Basteln und Lernen angeschafft habe (meine Grauen Zellen werden sonst unterbeschäftigt) werde ich Deine Tips umsetzen.

Frage zu Deiner Ausführung: Das bedeutet, es sind PWM Fans, die ran gehen. Die 12V (+/-) wie gehabt - ggf. auch über ein anderes Netzteil und die dritte Leitung ist das Steuersignal, welche an den Pin geht?

Grüße


Umgesetzt:

- 2 Z-Achsen mit TR10-2 und zusätzlich Z-Wobblekompensator (Linearlager) (Eigenkonstruktion)
- X & Y und Z Achse mit 0.9 Schrittmotoren,
- Arduino Due + RADDS mit Marlin 2.0.x
- SilentStepStick TMC 2130 Treiber auf X, Y, Z und E (X, Y 64 Mikroschritte und 256x interpoliert) = 1285 Schritte/mm und Extruder(64 Mikroschritte und 256x interpoliert) = 2300 Schritte/mm)
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- X & Y-Achse auf 10mm beschichtete Aluminium Stange,
- Alu Wellenhalter für X-Achse
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- Stärkeres (150W) 15V Netzteil, separates 24V Netzteil für Bett,
- laterale Verstärkung/Abstützung des Z-Achsenrahmens durch zusätzliche Profile & Schlitten mit L-Profilen verstärkt,
- Octoprint auf R-Pi mit USV für geordnetes Herunterfahren,
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- RGB Beleuchtung / Statusanzeige über Octoprint gesteuert.
- Weitere neu konstruierte Teile in Thingiverse unter "rudyard_kipling"
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Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
21. May 2017 08:55
Hallo Industrial Spiderman,

vom Board habe ich die beiden Pins (Pin16 und 17) und Ground mit Dupont-Buchsenstrippen abgenommen und in meine Eigenbau-MosFET-Platine geleitet.

Dort wird dann anhand des Signals vom Board/über den MosFET 12 bzw. 15V vom originalen Netzteil auf die Lüfter gegeben.

Hier mal das Layout der Lochraster-Geschichte:


T1+T2=MosFET IRLB3813PBF
D1-D4=Diode 1N4004
LED1+LED2=rote Leuchtdiode 3mm
R1+R2=Widerstand 220 Ohm

Und hier in Natur:


Links meine Relaisplatine aus Tagen, wo ich noch nichts mit MosFETs gemacht habe.
Die schaltet 24V/120W über das 15V-Signal vom Board das Heizbett an und aus.
Rechts dann die Lochraster-Geschichte mit MosFETs.
Die schalten die 2 Lüfter (Hotend und Logikboard/Steppertreiber) mit Pin16 und 17 vom Board/Buchsensteckerleiste.
Die 2 FETs werden nichtmal spürbar warm. 2 Lüfter sind ja auch keine Last in dem Sinne.
Ich habe mir allerdings auch mit dem Typ IRLB3813PBF einigermaßen belastbare Teile gegönnt.

Aus China habe ich mir mal einen Schwung fertige Platinen geholt.
Sowas in der Art: [www.ebay.de]
Beim Basteln bei anderen Arduino-Geschichten sind mir die MosFETs gleich abgebrannt. (Die halten nur bis 24V und bis 1A ohne Kühlkörper aus).
Wenn man da dann mal einen Motor über den Arduino ansteuert, halten das die IRF520 nicht aus.

Der IRLB3813PBF macht bei 24V um die 10A mit. Somit habe ich dann die IRF520 von den 5 Platinen runtergelötet und alles durch die IRLB3813PBF ersetzt.
Bzgl. den Leiterbahnen dürften die Chinaplatinen das mitmachen. Ansonsten nehmen es die Chinesen bei der Auslegung ohnehin ja nicht so wirklich genau.
Inzwischen würde ich mir wahrscheinlich ein paar Platinchen ätzen und selbst bestücken. Muss ja kein SMD sein.

Aber ein Aufbau auf Lochraster (siehe meinen Eigenbau-Prototypen) macht die Arbeit bei mir genauso gut.

Bei den Lüftern handelt es sich um normale Lüfter mit 2 Leitungen bzw. keine PWM-Ansteuerung.

Die 2 Pins, die ich nutze, glaub' ich, sind ohnehin keine PWM-Pins vom Board.
Werden normalerweise als RX und TX für eine weitere RS232 vom Mega2560 genutzt.
Ich habe es nicht probiert, dass wenn man den vollen Lüfterwert statt 255 auf z. B. 128 einstellt ob die Lüfter dann in der Maximalgeschwindigkeit langsamer laufen.
Aber die Lüfter brauchen für mich auch nicht geregelt sein. Entweder brauche ich gute Kühlung oder der Lüfter ist ganz aus. Dazwischen brauch' ich nichts.

Läuft bei mir seit ca. einem Jahr alles wunderbar.

Gruß

Oli

5-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.05.17 15:47.


3DRag alias Velleman K8200, 80mm Objektlüfter, Extruder mit GT2-Riemenantrieb, E3D-Hotend mit 40mm Lüfter,
Z-Links: 1 x Kugelumlaufspindel 12x4, Z-Rechts: 2. Kugelbüchse, X/Y-Umbau auf GT2-Riemen, 24V/120W Netzteil
für Bett via Relais-Schaltung, vom Board gesteuerter Hotend- und Logiklüfter via MosFET-Schaltung.

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Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
26. May 2017 16:47
Hallo,

Das sieht interessant aus. Ich werde das mal nachbauen.

Übrigens, das MK3 Heizbett ist ein echter Fortschritt gegenüber dem Original. An 24V geht es richtig ab, und in 6 min habe ich 85°. Normalerweise lege ich eine Korkplatte über das Bett um beim Anheizen schneller zu sein. Das ist aber hier gar nicht nötig. Der Induktive Sensor misst auch darauf genau. Ich werde so auch wieder auf den 12mm Sensor gehen. Jetzt ist einer mit 18mm dran.

Grüße


Umgesetzt:

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- X & Y und Z Achse mit 0.9 Schrittmotoren,
- Arduino Due + RADDS mit Marlin 2.0.x
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- Stärkeres (150W) 15V Netzteil, separates 24V Netzteil für Bett,
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- Octoprint auf R-Pi mit USV für geordnetes Herunterfahren,
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- CoreXY Umbau (reduziert das Gewicht am Schlitten um ca. 370g)
- Filamendickenmessung - optisch
Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
01. June 2017 14:38
nach langer Pause habe ich mal wieder am K8200 rumgespielt. Ich habe ein paar IGUS Gleitlager verbaut. Ich bin mir aber nicht sicher ob der Laufwiederstand für den Schlitten zu hoch ist. Zumindest habe ich den Eindruck bei Mikrosteps. Hat jemand einen Tipp?

MfG Antiich


Vellmann K8200:
- OctoPi; Display VM8201; E3D V6 (3mm); Dual Z Trapezspindel; Triple Spannungsversorgung 12V/15V/24V; MK3 Heatbed; GT2-Extruder
- slicing mit CURA auf einem Mac
Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
01. June 2017 15:17
Hallo,

Ich verwende IGUS Lager. Jedoch sollte man dort genau hinschauen was man macht. Ich hatte sie mal einfach als "drop in" eingesetzt und hatte nur Probleme, weil das Lagerspiel zu groß war. Ich habe mir also einstellbare Halterungen gedruckt mit denen ich das Lagerspiel ideal einstellen kann. Eine exakte Parallelität der Achsen ist dabei zwingend!

Also IGUS ist m.E. nur für Fortgeschrittene. Gute Linearlager sind dort unproblematischer. Aber - ich liebe diese IGUS Teile, weil sie so schön leise sind. Gekoppelt mit SilenStepStick und den beschichteten Aluwellen hört man nur noch das Rauschen der Lüfter. cool smiley

Grüße


Umgesetzt:

- 2 Z-Achsen mit TR10-2 und zusätzlich Z-Wobblekompensator (Linearlager) (Eigenkonstruktion)
- X & Y und Z Achse mit 0.9 Schrittmotoren,
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- SilentStepStick TMC 2130 Treiber auf X, Y, Z und E (X, Y 64 Mikroschritte und 256x interpoliert) = 1285 Schritte/mm und Extruder(64 Mikroschritte und 256x interpoliert) = 2300 Schritte/mm)
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Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
03. June 2017 05:51
Hallo jojoS,

beim jerk bin ich mir auch etwas unsicher. Ich verwende noch Marlin 1.0.0. Wie ich es verstanden habe, ist es dort die Mindestgeschwindigkeit und keine Geschwindigkeitsänderung. Ein hoher jerk-Wert kann damit bei Richtungsänderungen zu hohen Beschleunigungen führen. Und das bestätigen auch meine Tests, wenn ich den jerk verändere. Man sieht es deutlich am Druckbild (ghosting, ...).

Jerk läßt sich nicht nur über die Firmware sondern auch über M205 (Custom G-Code im slic3r) einstellen und damit besser testen als durch Firmware-Änderungen.

Meine Anmerkungen oben zur Mindestbeschleunigung bezogen sich noch auf den Marlin-Standard-jerk von 20 mm/sec. Mittlerweile habe ich aber in x-/y-Richtung nur noch 1mm/sec eingestellt! Und das bringt richtig viel zur Schwingungsreduzierung. Das bedeutet, daß ich das Tropfen nur über die Beschleunigung im slic3r steuere. Ich habe übrigens Deinen Hinweis aufgegriffen und 600mm/sec² mal mit 90mm/sec innerer Rand, 45mm/sec äußerer Rand getestet. Das funktioniert bei mir auch. Beim Infill bin ich nach wie vor bei 1500mm/sec², weil sonst bei geringer Beschleunigung und kleinem Wabenmuster die Geschwindigkeit gedrosselt würde.

2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.17 07:39.
Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
03. June 2017 08:37
Quote
Antiich
nach langer Pause habe ich mal wieder am K8200 rumgespielt. Ich habe ein paar IGUS Gleitlager verbaut. Ich bin mir aber nicht sicher ob der Laufwiederstand für den Schlitten zu hoch ist. Zumindest habe ich den Eindruck bei Mikrosteps. Hat jemand einen Tipp?

MfG Antiich

Wenn der Widerstand zu groß ist, dann führt das zu Schrittfehlern. Treten die auf? Eine 2. Auswirkung könnte die stärkere Erwärmung der Treiber sein, wenn die Motoren mehr leisten müssen. Das führt dann zu zeitlichen Nichtlinearitäten ("Eiern") und das wiederum ggf. auch zu Schrittfehlern.

Also je nach Ursache: Treiber stärker kühlen und/oder Motorstrom im Treiber hochsetzen. Allerdings beachten, daß die Motoren das auch vertragen also nicht zu heiß werden, da die sonst durchbrennen können. Ich habe zwar keine Gleitlager aber ich kann meinen Wagen in x-Richtung nicht mit der Hand anhalten. Das sollte doch für Gleitlager reichen smiling smiley (sofern es nicht an meiner schwächlichen Hand liegt). Ich verwende zwar SilentStepStick Treiber (1,2V) aber nach meiner Erinnerung kann man aber auch die Pololu-Treiber über den von Vellemann angegebenen Wert von 0,425V einstellen, wenn die Kühlung gut genug ist.
Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
08. June 2017 09:31
Danke auch für den Hinweis. Die silent sind im Zulauf. Ich nutze gerade die drv8825 oder wie die heißen. Aber wollte eh umrüsten. Ich hatte jetzt noch silikonspray benutzt, das hat die grundgleiteigenschaften auch schon verbessert. Wenn ich wieder in Deutschland bin, werde ich aber testweise die Spannung noch mal anpassen.

Mfg


Vellmann K8200:
- OctoPi; Display VM8201; E3D V6 (3mm); Dual Z Trapezspindel; Triple Spannungsversorgung 12V/15V/24V; MK3 Heatbed; GT2-Extruder
- slicing mit CURA auf einem Mac
Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
09. June 2017 08:21
Mir ist zum Thema Reibung noch etwas eingefallen. Das meiste ist wohl schon bekannt aber der Vollständigkeit halber:

1. Gleitreibung ist nicht so böse wie es auf Anhieb klingt, weil es auch Schwingungen dämpft. Vorausgesetzt natürlich, daß die Motoren das leisten können und nicht zu heiß werden.
2. Wenn die Reibung durch eine Ursache wie z.B. Gleitlager größer wird (aber drin bleiben sollen, weil sie ruhiger laufen und besser dämpfen) und die Motoren ein Problem bekommen, könnte man prüfen, ob sich an anderer Stelle Reibung reduzieren läßt. GT2-Zahnriemen haben z.B. geringere Reibung als die T5-Zahnriemen besonders wenn die Riemenspannung wegen Schlupf erhöht wird. Auf die seitliche Ausrichtung der Riemen hat Auswirkung auf die Reibung. Wenn die Riemen seitlich nicht genau ausgerichtet sind, dann muß sich der Riemen seitlich verbiegen, wenn sich der Wagen den Endpunkten nähert und das erzeugt erhebliche Reibung. Könnte es also z.B. sein, daß die Riemen vorher gut ausgerichtet waren und durch den Einbau der Gleitlager auch an der Riemen-Ausrichtung unbeabsichtigt Änderungen entstanden sind?
3. Die Ausrichtung der Wellen und Lagerhalter könnte nochmal geprüft werden. Wagen erst zwischen den Wellen-Endpunkten hin und herschieben und dabei nach und nach die Schauben für die Wellen- und Lagerhalter anziehen.
Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
20. June 2017 11:58
Habe jetzt doch nochmal interessehalber die 2. z-Achse eingebaut. Gesiima/Industrial_Spiderman Version. Vielen Dank an die beiden an dieser Stelle!
Anhänge:
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Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
30. June 2017 15:31
Jetzt habe ich auch mal etwas nützliches für die Küche gedruckt. Eigentlich nur ein Ersatzteil, welches von Tupperware leider nicht mehr zu bekommen ist.
Nachdem der Geschirrspüler es gefressen hatte, konnte ich den Shaker nicht mehr benutzen. Ein paar Reste sind mir noch geblieben, um mit 3DMechanical
eine Kopie anzufertigen. Etwas abgewandelt, aber ohne Probleme nutzbar. Selbst die Reinigung, aufgrund der nicht ganz glatten Oberfläche, ist gut.


Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
01. July 2017 10:50
Gut gelungen.

Ich kenne das Ding. Wird oben eingelegt, Deckel drauf und hilft dann beim verquirlen.

Gerade für den Haushalt habe ich auch schon das ein oder andere Teil basteln dürfen.

Z. B. Einleger/Abtropfgitter für Tupperschüsseln.



Welchen Werkstoff (PLA oder ABS?) hast Du da genommen? (Aus ABS werden ja z. B. auch Joghurtbecher gespritzt.)
Ich nehme meist PLA in Natur, da ich nicht weiß woraus die Farbstoffe sind und ob sie in das Lebensmittel übergehen können.
Schwarze Farbe wird z. B. durch Beimischung von Ruß erreicht. Was da dann letztendlich verbrannt wurde, weiß man wahrscheinlich nicht.
Was im PLA Natur noch als Additive und Stabilisatoren drin ist, weiß ich natürlich auch nicht?!
Wollte nur anmerken, wenn Du mit Deinem Shaker z. B. eine Salatsosse mit Essig mischst, könnte es sein, dass der saure Essig was aus
dem Teil rauslösen könnte.

Ansonsten habe ich auch schon FDA-zugelassene Filamente gesehen.
Die sind dann auch für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln freigegeben/zugelassen/zertifiziert.
(Ich habe allerdings auch keine im Einsatz; das muss jeder für sich selbst entscheiden!)

Ich bin für den Einkauf in einem Maschinenbau zuständig, der Lebensmittelverarbeitungsmaschinen (Gemüseschneider, etc.) herstellt, beschäftigt.
Da bin ich immer mal wieder mit dem Thema Kunststoffe und FDA-Zulassung/Schmierfette mit USDA-H1-Zulassung, etc. konfrontiert.
Was natürlich jeder für sich im privaten Bereich macht ist seine Sache; im Maschinenbau müssen wir natürlich darauf achten für jeden Werkstoff einen
Fetzen Papier zu haben, der die Zulassung im Lebensmittelbereich bestätigt, wenn er mit Lebensmitteln in Kontakt kommt.

Ich bin nur von berufswegen häufig mit dem Thema konfrontiert.
Z. B. steht der Weichmacher Bisphenol-A im Verdacht Sterilität bei Männern zu verursachen, da er schon in kleinen Mengen wie das weibliche Hormon Östrogen wirkt
und Veränderungen im Körper verursacht. Gerade für die Herstellung von Polycarbonat (PC) wird gerne Bisphenol-A beigemischt. Gerade bei Säuglingen sollte man kein
Babyfläschchen aus PC benutzen.

Ansonsten kann ich den Doku-Film "Plastic-Planet" empfehlen.
[www.plastic-planet.de]

Also, bitte obige Infos nicht als Kritik Deiner Arbeit verstehen und ich möchte auch hier nicht als der mit dem erhobenen Zeigefinger gelten.
Wollte generell nur was bzgl. Kunststoffe und Lebensmittelechtheit loswerden.

Als ich das erste Mal was für den Haushalt gedruckt habe kam von meiner Frau nur die Bemerkung:
"Endlich ist der sch... 3D-Drucker mal für was Gescheites gut!"

Gruß

Oli


3DRag alias Velleman K8200, 80mm Objektlüfter, Extruder mit GT2-Riemenantrieb, E3D-Hotend mit 40mm Lüfter,
Z-Links: 1 x Kugelumlaufspindel 12x4, Z-Rechts: 2. Kugelbüchse, X/Y-Umbau auf GT2-Riemen, 24V/120W Netzteil
für Bett via Relais-Schaltung, vom Board gesteuerter Hotend- und Logiklüfter via MosFET-Schaltung.

Weitere/detailliertere Infos zu Umbauten/Eigenkonstruktionen an/von meinem/meinen 3D-Drucker(n) findet Ihr unter:

[www.oliver-schlenker.dyndns.org]
Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
02. July 2017 11:56
Danke für den Hinweis mit dem Essig und div. Farbzusätzen. thumbs up

Lt. Homepage Membino:
Quote

Lebensmittelechtes ABS und PLA von GeckoFabb:

Momentan drucke ich nur PLA, für ABS fehlt mir noch die Umhausung zum Temperaturhalten.

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.07.17 12:11.
Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
02. July 2017 12:54
Hallo Maudo,

das GekkoFabb lebensmittelechtes Filament im Programm hat, wußte ich nicht.

Ich habe ja früher bei Membino Filamente bestellt.
Inzwischen bekomme ich das vom Vorlieferanten von Membino, da Membino keine Filamente mehr vertreibt (auf jeden Fall nicht in meinem Preissegment!).
Mit 20-25 Euro pro Kilo PLA bin ich noch dabei. Wenn es dann mal Richtung 40-50 Euro geht ist mir das als Privatmann zu teuer.
Da mag das Material bessere Eigenschaften haben oder nicht. Für Businessleute ist das zwar ok, aber als Privatmann ist mir das persönlich zuviel.

ABS habe ich in den Anfängen mal verdruckt und auch noch irgendwo eine Anbruchrolle rumliegen.
Das war das Material von Velleman und das war dann recht spröde und krümelig.
Aber in den Anfängen hatte ich von den verschiedenen Materialien, Temperaturen, Druckgeschwindigkeiten keine Ahnung.
Für kleine Teile kann man das ja mit ABS machen, aber bei größeren Teile gebe ich Dir recht.
Ohne Einhausung hüpft Dir das Teile quasi vom Bett.
Meine Frau hat nur mal die Tür zum Raum geöffnet; etwas kühlere Zugluft zum Drucker; knack war das Teil lose.

Wenn mich auch nicht alles täuscht, wird ABS aus Erdölprodukten hergestellt.
PLA wird u. a. aus Maisstärke hergestellt und ist in bestimmten Anlagen kompostierbar.

Abgesehen davon hat man bei ABS eine Geruchsentwicklung (Wer hat mal als Kind einen Joghurtbecher angezündet?).
Da sollte man dann schon eine Absaugung oder ein offenes Fenster in der Nähe haben.

Für 99,9% meiner Anwendungsfälle komme ich auch mit PLA wunderbar klar.

Gruß

Oli


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Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
09. July 2017 03:50
Hallo Gemeinde,

habe mal einen Stiftehalter/Stiftebecher in OpenSCAD konstruiert, den ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Falls jemand Interesse hat, hier die OpenSCAD-Datei: StiftehalterModell4.scad

Hier mal ein Bild vom fertigen Druck:



(Die Spiegelungen vom Licht erwecken den Eindruck als würden die Layerlagen nicht richtig aufeinander liegen.
In der Realität sieht die Optik aber besser aus als auf dem Foto)

Interessant fand ich hier, dass im Repetier-Host und auch in meinem Druckprogramm (PrintRun/Pronterface) eine Druckzeit von ca. 3,5 Stunden geschätzt wurde.
Der tatsächliche Druck hat an die 8 Stunden gedauert.
Ich hatte das Teil etwas runterskaliert (Das STL in 1:1 ist etwas größer!)
Gerade der Aufbau der Gitterstruktur war mit heftigem Retract verbunden.
Und da wird wahrscheinlich auch das Thema mit der Zeit liegen.
Zwischen den Gittern ist ja auch immer noch ein Stückchen Leerfahrt, die man auch nicht unterschätzen darf.

War auf jeden Fall 3D-drucktechnisch ein sehr lehrreiches Teil.

Ich bin fast der Meinung, dass mit dem Standard-Hotend und dem damit verbundenen langen Retract das Teil beim Drucken Probleme gemacht hätte.
Beim Retract fährt die Förderschraube wegen dem geringen Vorschub bzw. Materialdruck ja immerwieder über fast die gleiche Stelle.
Nach ein paar Mal drüber ist das Filament ausgeraspelt und wird nicht mehr gefördert.
Und auch zwischen den Gitterstäbchen hätte es wahrscheinlich eine Menge Geisterfäden gegeben.

Mit dem E3D und 0.5mm Retract war das Teil absolut kein Problem.

Wenn jemand mal Lust hat so ein Teil zu drucken, würde mich interessieren, wie es bei ihm geklappt hat.

Gruß

Oli


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Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
09. July 2017 20:44
Hallo Oli,
Quote
War auf jeden Fall 3D-drucktechnisch ein sehr lehrreiches Teil.
Definitv, ist es!

Ich hab's mal spaßenshalber auf meinen Drucker losgelassen (skaliert auf 90%).
Es ist auf alle Fälle ein tolles Teil um die Retract-Einstellungen (und alles was damit zusammenhängt) zu testen.

Ich hab ja schon "ewig" das originale Hotend in Rente geschickt und statt dessen das von Stoffel14 (hier aus dem Forum) mit zugehöriger "vernünftiger" Föderschraube im Einsatz.

Mit dem Original Hotend - da stimme ich mit dir überein, ist so ein Druck nicht wirklich (in vernünftiger Qualität) realisierbar.

Was ich aber ganz fasiniert beobachte:
im ~1.drittel absolut kein Problem
danach fangen retract Probleme an -allerdings nicht im Sinne von "Fäden ziehen" sondern eher "da tropft noch was nach".
Die Filamentförderung als solche ist aber stabil (also keine durch den retract "ausgelutschten" Stellen).

Momentan kann ich mir darauf noch keinen Reim machen. Bild reiche ich nach, wenn der Druck mal fertig ist.
Cura sagt: 9h 30min
OctioPrint sagt nach 7h - print time left: 3,5 hours ;-))
Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
10. July 2017 08:48
Hallo Bernd,

mit dem E3D V6 hatte ich keine Probleme mit tropfen. Als Förderschraube habe ich seit Jahren die Standard-Schraube mit Dremel nachgezogen drin.
Die letzten 2 Jahre reinige ich die Schraube nur mit Alkohol. Das mache ich ca. alle 2-3 Filamentrollen. Das tut bei mir auch wunderbar.

Ein Bild würde mich dann natürlich interessieren.

Wie hoch ist bei Dir der Rectract eingestellt?
Läuft die Kühlung nach dem 1. Drittel sauber oder kommt die Wärme nicht mehr aus dem Filament?
(Das Hotend von Stoffel14 kenne ich nicht. Muß ich mir mal anschauen. Aber eigentlich bin ich ein großer Anhänger vom E3D (obwohl ich hier lange am originalen Hotend festgehalten habe!)),

Wenn Cura und Octoprint auch zeittechnisch in's Schleudern kommen, brauche ich mir bzgl. Repetier-Host mit Slic3r wohl keine Sorgen machen.

Auf jeden Fall danke ich Dir für Deine Rückmeldung

Gruß

Oli


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Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
13. July 2017 14:30
Hi Oli,
mein Stiftehalter ist heute morgen fertig geworden, nach fast 20 Stunden Druckzeit!
0,15er Layerlagen, 0,4mm Düse, Retrack 4mm und ein sehr weit reduzierten Jerk, daher wohl auch die lange Druckdauer.
Aber auch wenig Schwingungen beim Richtungswechsel.

Ich meine, dass durch den zu hohen Retrack ein wenig Luft mit eingesaugt wird und dann beim ansetzen manchmal ploppt,
so jedenfalls, meine Beobachtung.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.07.17 16:34.
Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
14. July 2017 14:03
Hallo Maudo,

danke für Dein Feedback.

20 Stunden sind natürlich irre für so ein Krimskramsteil.

Aber mit 0,15mm Layer ist die Geschichte noch etwas feiner.
Der Druck von Dir ist ja recht gut gelungen.

Das mit dem Plopp kann sein. Hier kannst Du ja, wenn Du willst, den Retract mal etwas kleiner (3mm?) einstellen bis es nicht mehr ploppt aber auch nicht
zuviel Material beim erneuten Vorschub kommt.

Bei meinem E3D liegt der Retract bei 0,5mm. Da tropft auch nichts nach.

Beim org. Velleman-Hotend hatte ich auch einen relativ hohen Retract. Das hat man ab und zu als "Schnalzer" hören können.

Mir ist natürlich klar, dass so ein Muster für den Drucker absolut übel ist. Mir ging es nur drum wie er es bewältigt.
Ich bin trotz Layer 0,25mm mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das hätte mein Schwager mit dem UM2 und UM3 im Geschäft wahrscheinlich nur marginal besser hinbekommen.

Nochmals Danke für den Vergleichsdruck.

Beste Grüße

Oli

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.07.17 14:06.


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Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
24. July 2017 14:42
Hallo,

nachdem ich die IGUS Gleitlader (gefühlt) im Griff habe, habe ich natürlich gleich weitergebastelt... MKS Gen. 4 und den E3D Titan... Jetzt habe ich aber das Problem das Kreise nicht mehr rund sind. Ich habe mal ein Bild angehängt mit zwei Testdrucke. Man kann ggf. erkennen das die Abweichung zum Kreis in beiden Drucken gleich sind. Im GCode Viewer sieht aber alles gut aus. Jemand eine Idee?



MfG Martin


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Re: Velleman K8200 Erfahrungen/Baubericht
25. July 2017 07:29
Für mich sieht der Druck sehr grob aus und die Layer liegen nicht aneinander. Hakt da was mit der Schrittweite oder hakt das Druckbett? Mich erinnert das eher an eine Kordel als an gleichmäßige "Druckfäden" es sieht so aus als ob das Filament in Schüben aus der Düse kommt. Was hast Du für Werte eingestellt? Ohne nähere Angaben ist es schwer was zu sagen.


Velleman 8200. Arduino Mega2560, Ramps v1.4 mit RepRapdiscount Full GraphicDisplay, MK2B, 1,75 mm Direcktextruder (China), Optische Endstops für Min und Max, 2X16A 12V Netzteil, Doppelkühlung mit Luftführung, 2 Z-Achse mit Motor wie andere Seite und demnächst Leveling.
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