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Tantillus R(eborn)

geschrieben von toolson 
Re: Tantillus R(eborn)
08. October 2019 12:54
Nach längerer Zeit melde ich mich wieder zurück mit dem Aufbau des Tantillus R grün.
Was war inzwischen. Nicht nur schönes Wetter. Es gab auch einige Probleme, die den Aufbau verzögerten.
Dazu aber später mehr.

Z-Tisch Einbau

Zunächst habe ich den, im letzten Beitrag von mir, vorbereiteten Heiztisch in den Tantillus eingebaut.
Dazu gibt es nicht so viel zu sagen. Nur soviel:
Die Schrauben zur Befestigung nicht zu fest anziehen damit nichts reißt wie bei meinem ersten Tantillus.
Zur Montage kann es hilfreich sein, wenn man die Schrauben der Tischstützen vorher wieder etwas lockert.
Das erleichtert die Montage an der Z-Achse und beugt Verspannungen vor. Nach der Montage die Schrauben wieder vorsichtig anziehen.
Bei der Kabelverlegung/Kabelführung auf ausreichenden Freiraum achten.











Die Kabelschlaufen dürfen nicht spannen oder aufsitzen wenn der Tisch rauf und runter fährt.

Dann habe ich die Leitungen des Endstops und des Temperatursensors mit Crimpkontakten und je einem Steckergehäuse versehen und eingesteckt.








wird vortgesetzt

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.19 12:56.


Gruß
Peter

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1x Tantillus R (gelb)
1x Tantillus R (grün) noch im Aufbau
Re: Tantillus R(eborn)
08. October 2019 13:24
Moin Peter

Schön das es weiter geht mit deinem Drucker!

Sieht echt Klasse aus und ich kann für meinen den ein oder anderen Tip fürs zusammen bauen rausziehen
Re: Tantillus R(eborn)
08. October 2019 15:24
Eine der wenigen Orte im Forum wo noch Leben ist. Tolle Bilder Peter. Ein Genussbauer vorm Herrn!


Deltadrucker, Tantillus Reborn by Toolson/Protoprinter, Ashray - (445nm Lasercutter), die Delta-Kalibrieranleitung
Re: Tantillus R(eborn)
09. October 2019 08:27
Weiter gehts.

Anschluss für Hotend vorbereiten

Die Leitungen von Heizpratone und Temperatursensoer sind so lang, dass es für beide Abschnitte (Hotend-Stecker und Stecker-Elektronik) reicht.
Der Stecker ist der empfohlene MPX-Stecker mit der Belegung die schon beim P3Steel zur Anwendung kam.
Das Löten des Verbindungssteckers erleichtere ich mir mit Hilfe eines Schraubstocks und einer "dritten Hand".



Der frei hängende Stecker gefiel mir jedoch nicht so gut. Daher habe ich mir eine Haltevorrichtung konstruiert und gedruckt.
Sie dient gleichzeitig dem Knick- und Torsionsschutz. Diese Vorrichtung habe ich schon bei meinem ersten Tantillus erfolgreich verwendet.



Leitung in den Geflechtschlauch fädeln, Stecker für den Temperatursensor aufcrimpen und anstecken.
Heizleitung anschließen und alles sauber verlegen und fixieren.
Wieder bin ich einen Schritt weiter.





Fortsetzung folgt


Gruß
Peter

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Öffnen | Download - MPX-Halter06.stl (110.3 KB)
Re: Tantillus R(eborn)
09. October 2019 08:33
Echt schöner Aufbau. cool smiley


Gruß
Gregor

SparkCube V1.1 | Azsmz-mini | TMC2100 | E3D V6 Clone | PEI DDP | 12V | Repetier-Server Pro auf RPi3
DICE | Cohesion3D-mini | TMC2100 | E3D V6 | PEI DDP | 24V | Repetier-Server Pro auf RPi 3 | USV+
Re: Tantillus R(eborn)
09. October 2019 09:22
X-Y Antriebsschnüre spannen

Zugegeben, diese Aufgabe ist schon etwas fummelig.
Aber Toolson und Protoprinter haben es ja recht gut dokumentiert. Zum Verständnis war auch der Link zum Origialen Tantillus hilfreich.
Und ich mache diese Arbeit auch nicht zum ersten mal.
Wichtig ist der Einsatz der Hilfswerkzeuge. Sie sorgen für den richtigen Abstand und beim Abschließenden Spannen der Schnüre für die wichtige Parallelität.
Die Spannung sollte auf beiden Seiten etwa gleich groß sein, um ein späteres Verschieben der Achse zu erschweren.



Bei mir war nach dem Spannen die Parallelität nicht zufriedenstellend. Gemessen mit einem 25mm Endmaß mit Bezug zur Antriebsachse.
Da hilft es dann, mit beiden Händen die entsprechende Sliderachse entgegen des Fehlers mit etwas Kraft zu verkannten.
Dabei kann es passieren, dass man über das Ziel hinausschießt. Dann den Vorgang in entgegengesetzter Richtung wiederholen bis die Parallelität passt.
Zu dieser Prozedur habe ich leider keine Bilder gemacht. Bei Bedarf versuche ich es aber genauer zu beschreiben und mit Bildern zu unterlegen.

Zum Einlaufen der Schnüre habe ich mir ein kleines Bewegungsprogramm geschrieben. Ein Video, das einen Ausschnitt daraus zeigt, ist hier zu sehen.

wird fortgesetzt


Gruß
Peter

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Re: Tantillus R(eborn)
09. October 2019 10:39
Jetzt legst aber ein richtig gutes Tempo an den Tag
Re: Tantillus R(eborn)
09. October 2019 14:05
Danke für all die Blumen. Weiter geht es.

Hotend auf- und einbauen

Beim Aufbau des Hotends habe ich mich weitgehend an den Blog von Toolson/Protoprinter gehalten.
Mit einer Ausnahme. Ich habe den Groove-Mount-Adapter nicht aufgebohrt, denn ich betreibe mein Merlin ohne Push-Fit. Mehr dazu später.
Wie im Blog, den Tefloninliner eindrehen.
Im Blog werden allerdings Fotos vom Merlin V3 gezeigt, welches eine längere Schmelzkammer aufweist. Ich verwende und zeige hier aber das Classic.
Anschließend die Schmelzkammer einkleben (empfohlen). Dabei aufpassen, dass nicht zuviel Kleber verwendet wird.
Der könnte sonst zwischen Schmelzkammer und Tefloninliner geraten und so in den Filamentkanal geraten
(bei dem nächsten Merlin werde ich den Filamentkanal mit einer 2mm Schnittnadel schützen).
Die Schmelzkammer fest eindrehen und Klebstoff etliche Stunden aushärten lassen.
Ein anschließendes Kalibrieren mit einer Reibahle oder Bohrer empfiehlt sich.





Damit ich nicht für den Temperatursensor erneut Kleber anrühren muss, habe ich diesen gleichzeitig in den Heizblock eingeklebt.
Es empfiehlt sich, den Sensor vor dem Einkleben auf Funktion (Ohmmeter) zu prüfen. Ich hatte schon hin und wieder Sensoren, die nicht ordentlich mit der Leitung verbunden waren.
Also beim Messen vorsichtig an der Verbindungsstelle wackel und ziehen. Ein "Wackelkontakt" zeigt sich dann sofort.
Als Hilfsmittel habe ich wieder den Schraubstock verwendet.
Damit der Sensor nicht zu tief eingeklebt wird, habe ich einen 6mm Durchschlag/Dorn in den Heizblock eingesetzt und mit der Madenschraube fixiert.
Die Heizpatrone habe ich ebenfalls provisorisch eingebaut. So habe ich während des Aushärtens die Sensorleitung mit einer Klammer an die Heizpatronenleitung fixieren können.





Nach dem Aushärten die Sensorleitung mit etwas Schrumpfschlauch verstärken und die Heizpatrone montieren.
Ich verwende dabei etwas temperaturbeständige Wärmeleitpaste um den Wärmeübergang zu verbessern.







Die Leitungen im Geflechtschlauch zusammenfassen und den MPX-Stecker anlöten.
Das Ende am Heizblock muss vorsichtig etwas ausgeformt werden, damit später die Leitung nicht an den Zwischenboden des Gehäuses stößt und den Verfahrweg der X-Achse einschränkt. Fertig sieht das bei mir so aus.









wird fortgesetzt


Gruß
Peter

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Re: Tantillus R(eborn)
10. October 2019 09:16
Hotend(-Clamp) ohne Push-Fit

Wie schon erwähnt und auch bei meinem ersten Tantillus angewandt, verwende ich auch am Hotend keinen Push-Fit.

Also habe ich die Hotend-Clamp modifiziert.
Das Loch für den Push-Fit gegen eine konische Bohrung (oben größer als unten) getauscht und ein M4 Gewinde von oben eingeschnitten.
Beim Druck der Clamp auf ausreichende Wandstärke der Bohrung achten.



So lässt sich nun der Teflonschlauch, zuvor leicht angespitzt, von oben in die Hotend-Clamp einschrauben.
Es ist nicht notwendig, vorher ein Gewinde auf den Schlauch zu schneiden.








Das Gewinde auf dem Schlauch entsteht beim Einschrauben ganz von allein. Es ist aber sehr viel Kraft notwendig.
Mit einem Latex Handschuh lässt sich der Schlauch aber gut halten.
Solange einschrauben, bis das angespitzte Ende des Teflonschlauchs am anderen Ende etwas herausschaut.
Dieses Ende dann mit einem Japanmesser oder Skalpell glatt abschneiden.








Bei mir musste der "TR_1x_XY_carriage_spacer_v1_0" in der Dicke/Stärke angepasst werden damit sich der Slider ohne klemmen bewegen ließ.
Daher muss auch die Clamp vor dem Ausdruck, abhängig von der Dicke des "TR_1x_XY_carriage_spacer_v1_0", in Z-Richtung entsprechend skaliert werden.

Anschließend muss der Bowdenschlauch in der Clamp mit einem Bohrer oder einer 2mm Reibahle kalibriert werden, damit das Filament reibungsfrei hindurch gleiten kann.
Unbedingt darauf achten, dass keine Teflonspäne im Kanal verbleiben. Die schmelzen nicht und können später die Düse, insbesondere die 0,3mm Düse, verstopfen.








wird fortgesetzt


Gruß
Peter

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Re: Tantillus R(eborn)
10. October 2019 09:28
Ach ja, war kein Platz mehr für ein weiteres Dokument.
Anbei für interessierte, die modifizierte Hotend-Clamp.


Gruß
Peter

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Öffnen | Download - Hotend-Clamp.stl (161.1 KB)
Re: Tantillus R(eborn)
10. October 2019 10:34
Moin Peter

Danke dir für die STL ich werde das auch so machen.

Die ollen Push-fit hasse ich wie die Pest
Re: Tantillus R(eborn)
10. October 2019 12:03
Hotend und Extruder zusammenführen

Nun muss das andere Ende des Bowdenschlauchs mit dem Extruder verbunden werden.
Der Bowdenschlauch wird einfach in das zerlegte Extrudergehäuse gelegt und dann werden beide Hälften miteinander verschraubt.
Am Einlauf legt man am besten gleich auch ein kurzes Stück Schlauch mit ein, dann geht es in einem Aufwasch.
Beim Zusammenschrauben des Extruders treten relativ hohe Kräfte auf und es bleibt ein Spalt zwischen den Gehäusehälften.
Deshalb habe ich mir wieder den Schraubstock zu nutze gemacht und so den Spalt weggedrückt.
Das Teflonmaterial des Schlauchs fließt ein wenig unter Druck, also ruhig etwas Zeit verstreichen lassen.
Zum Schluss muss der Filamentkanal aber wieder mit einer 2mm Reibahle oder einem Bohrer kalibriert werden.
Meine Reibahle ist etwas kurz, so dass ich die Kalibrierung auf 2-mal erledigen muss.



Jetzt wird das Hotend von oben in den Slider gesteckt und mit der Hotend-Clamp mit dem Bowdenschlauch verschraubt und damit verklemmt.
Dann wird der vorbereitete Heizblock an die Schmelzkammer gesteckt und mit der Madenschraube geklemmt.
Auch hier habe ich etwas temperaturbeständige Wärmeleitpaste verwendet.
Wenn der Heizblock etwas verdreht aufgesetzt wird, kann das die Leitungsführung am Slider verbessern.
Den Slider mit dem Hotend ganz nach rechts schieben und kontrollieren, dass die Leitung nicht anstößt.
Dann die Hotendleitung am Slider mit einem Kabelbinder fixieren und nochmals auf Kollisionsfreiheit kontrollieren.
Hotendleitung anstecken (MPX-Stecker) und Bowdenschlauch und Leitung mit ein paar Klammern fixieren.
Fertig.

Bei mir sieht das dann so aus



















wird fortgesetzt


Gruß
Peter

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Re: Tantillus R(eborn)
10. October 2019 13:11
Inbetriebname

Jetzt komme ich zu den Problemen, die mich doch sehr viel Zeit und Nerven gekostet haben.

Nach dem Aufspielen der Firmware war auf dem Display keine Anzeige zu sehen. Das Display leuchtete aber.
Mist.
Die Verbindung über Repetier-Host auf meinem Laptop funktioniert aber und im manuellen Mode ließ sich alles bedienen.
Alles?
Alles außer die Z-Achse. Die wollte nicht.
Nun gut, dann an die Fehlersuche.

Zuerst den StepStick (TMC2208) der Z-Achse gegen Y-Achse getauscht. Der Fehler blieb bei der Z-Achse. Also ist der TMC OK.
Dann die Motorstecker von Z-Achse und Y-Achse auf dem MKS-Board umgesteckt. Z-Achse ließ sich nun als Y-Achse bewegen. Also Motor OK.
Bleibt nur das MKS-Gen selbst.
Toll.
Das jetzt auszubauen macht wirklich keinen Spaß.

Also habe ich mich erst einmal auf das Display konzentriert.
Nach einigen Versuchen mit einem Satz garantiert fehlerfreier Flachbandleitungen und auch einem fehlerfreien Ersatzdisplay kam ich zu der Überzeugung,
dass das Display defekt ist. Ich wollte es schon ausbauen.
Beim Abklemmen der Stromversorgung fiel mir das Potentiometer für die Kontrasteinstellung ins Auge.
Ich hatte wohl beim Anklemmen der Stromversorgung mit den Leitungen (ist ja alles sehr eng und die Leitung sehr steif) das Potentiometer verstellt.
Das war der Fehler!

Fazit: Wenn das Display leuchtet, aber keine Anzeige sichtbar ist, immer erst am Kontrastregler drehen.

Das Display musste ich also nicht tauschen. Aber die Fehlersuche war zeitintensiv.

Ja, nun wohl doch das MKS ausbauen.
Vorher noch einmal rekapituliert. Vielleicht ja auch so etwas dummes wie mit dem Display?

Also Oszilloskop angeschlossen und die Signale am Sockel des TMCs für die Z-Achse gemessen und mit denen der anderen Treiber verglichen.
Die Spannung (24V) an Vm ist nicht da. Aha. Dann kann ja auch nichts gehen.
Alles ausgeschaltet, den Stepstick abgezogen und den Sockel am MKS angeschaut.

Da fehlt doch, verdammt noch einmal, der Pin für Vm in der Buchse!

Also doch das MKS ausgebaut. Pin fehlt definitiv.
In der Bastelkiste habe ich noch eine passende Buchsenleiste gefunden.
Aber die 8-polige Buchse aus dem MKS auslöten?
Horror ohne entsprechendes Entlötwerkzeug, das ich leider nicht habe.
Mit etwas Gefühl habe ich dann das Buchsengehäuse vom MKS abgezogen so, dass die Kontakte frei liegen.
Dann die Ersatzbuchse geschlachtet, einen Kontakt entnommen und in das MKS eingelötet. Buchsengehäuse wieder aufgesetzt und alles wieder eingebaut. Läuft.

Mann, das hat Zeit gekostet!


wird (mit dem nächstem Problem) fortgesetzt eye rolling smiley


Gruß
Peter

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Re: Tantillus R(eborn)
11. October 2019 08:12
So, nun zu einem ernsteren Problem das mich länger beschäftigt hat

Die Auswirkung:
Beim Vorwärmen/Aufheizen von Tisch und Hotend waren Spannungseinbrüche bis knapp unter 5V zu beobachten (Oszilloskop)
Fahrende Achsen blieben periodisch stehen.
Der eingeschaltete Bauteillüfter schaltete periodisch aus und ein und das Display flackerte im selben Takt.
Der Mega hat dabei aber gerade noch nicht neu gebootet, was aber möglicherweise an der eingesteckten USB-Verbindung lag.


Die Ursachen:
Ich hatte zunächst die Firmware vom ersten Tantillus R, der diese Effekte nicht so offen zeigt, eingespielt.
Der auffälligste Unterschied war das Leicke Netzgerät.
Beim ersten Tantillus ist das alte Leicke, beim Neuen die neue Version des Leicke verbaut.
Also das Netzteil defekt oder zu schwach?

Nein, auch das neue Leicke bringt die volle Leistung. Allerdings scheint die Kurzschlusserkennung schneller zu sein.

Das Problem liegt in der Verwendung von 12V Heizkomponenten und einem 24V Netzgerät mit zu geringer Leistung.
Bei 24V verdoppelt sich der Strom und die Leistung vervierfacht sich. Das dürfte auch weitgehend bekannt sein.
Lars aka Toolson geht in seinem Blog auf diese Problematik ein.
(@Lars - Ich hoffe, du nimmst mit die Verlinkung auf deinen Blog nicht übel)

Die Leistung wird also einfach durch angepasstes PWM bzw. PDM begrenzt.

Aus Sicht des Verbrauchers (Heizung) trifft das auch zu. Die mittlere Leistung ist z.B. wieder auf die Nennleistung reduziert.
Aber was passiert dabei eigentlich wirklich?

PWM, und in Abwandlung auch PDM, bedeutet im Wesentlichen, dass der Strom periodisch ein und ausgeschaltet wird.
Der Strom wird also nicht wirklich geregelt.
Wie lange der Ein-Zustand in Bezug zum Aus-Zustand ist, bestimmt das Puls-Pause Verhältnis.
Ist das z.B. 50%, heißt das bei z.B. bei einer Periodendauer von 1s, dass der Strom 500ms eingeschaltet und 500ms ausgeschaltet ist.
Die mittlere Leistung sinkt also auf die Hälfte.
Das trifft aber wie gesagt nur für den Verbraucher zu.
Aus Sicht der Stromquelle bedeutet das 500ms den vollen Strom und dann 500ms Pause.
Das funktioniert nur solange zuverlässig, wie die Stromquelle auch den "vollen" Strom liefern kann.

Was ist der volle Strom?
Hierzu ein Rechenexempel (Ohmsches Gesetz) bezogen auf das bei mir verbaute Heizbett.
Das Heizbett hat einen gemessenen Widerstand von 3,8 Ohm.
Bei nominellen 12V bedeutet dies eine Leistung von knapp 38W.
Der sich dabei einstellende Strom beträgt dann 3,16A.
Wird dieses Heizbett nun mit 24V betrieben, steigt die Leistung auf 152W.
Der sich dabei einstellende Strom beträgt jetzt 6,32A.

Das hier gewählte Netzgerät (Leicke) kann aber nur einen maximalen Strom von 6,25A liefern.
Es geht also in die Strombegrenzung/Kurzschlussschutz und die Spannung bricht zusammen.

Bis jetzt habe ich aber nur das Heizbett betrachtet. Die Realität ist noch schlimmer.
Es kommt ja noch das Hotend, die Motoren, die Lüfter und die Elektronik dazu. Der Strombedarf ist also noch deutlich höher.
Zudem schaltet das PWM-Signal Heizbett und Hotend immer gleichzeitig, was die Situation noch verschärft!

Mit einem relativ hochfrequenten PWM/PDM kann man das Netzgerät möglicher Weise etwas überlisten wenn die Kurzschlusserkennung verhältnismäßig träge reagiert.
Was das aber auf lange Sicht für das Netzgerät bedeutet, kann ich nicht beurteilen.


Die temporäre Abhilfe (Workaround):
Ich habe zunächst die PWM-Werte für die Heizelemente weiter reduziert (auf Kosten der Aufheizzeit und der Dynamik)
bis die mit einem Oszilloskop gemessenen Spannungseinbrüche bei Last und laufenden Motoren im Wesentlichen unter 2V blieben.

Langfristig werde ich das Heizelement für das Hotend gegen ein 24V Heizelement ersetzen.
Das sollte die Situation schon etwas entschärfen.

Für das Heizbett habe ich noch keine 24V-Variante gefunden. Abhilfe würde hier ein in Reihe geschalteter Widerstand schaffen.
Aber wohin mit der dabei entstehenden Abwärme, deren Leistung in der Größenordnung des Heizbettes liegen würde?
(Gedanke - Zwei Heizbetten aufeinanderlegen und seriell verbinden?)

Ein, in den Tantillus, einbaufähiges Netzteil entsprechender Leistung (320W-350W) wird es wohl nicht geben.
Ein externes Netzgerät entsprechender Leistung würde dem Tantillus Gedanken aber krass widersprechen.

Es bleibt also mehr oder weniger ein Dilemma.

So, das war jetzt ein etwas längerer Beitrag und möglicher Weise für den Einen oder Anderen etwas starker Tobak.


Fortsetzung folgt


Gruß
Peter

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Re: Tantillus R(eborn)
11. October 2019 08:23
Hallo Peter,

was spricht denn gegen eine Feingefräste Aluguss und drunter ein Kapton Heater? Ich glaube der DICE hat das auch so.

Grüße
Patrick
Re: Tantillus R(eborn)
11. October 2019 08:54
Hallo Patrick,

Im Prinzip spricht nichts dagegen.
Ist der Kapton Heater eine Spezialanfertigung?
Hast du eventuell einen Link?

Mit einer Leistung von 40-50W bei 24V wäre das schon ein Versuch wert.
Vorausgesetzt die Kosten gehen nicht ins astronomische.


Gruß
Peter

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Re: Tantillus R(eborn)
11. October 2019 09:10
Nun zum bisher letzten Problem

Der Extruderantrieb macht bei mir, ganz besonders mit einer 0,3er Düse, Schwierigkeiten.
Es liegt nicht an der Motorkraft. Der Motor springt nicht. Und ja, die Steps per mm sind korrekt eingestellt.

Er dreht gleichmäßig, fördert aber unregelmäßig. Das Filament rutscht einfach immer wieder mal durch.
Die Zahnung des MK7 ist meiner Meinung nach ausreichend scharfkantig.
Mit etwas mehr Andruck und geringfügig in der Position verändertem MK7 ist es etwas besser, aber nicht befriedigend.

Ich habe versuchsweise einen P3Steel Extruderantrieb (mit dem selben Motor des Tantillus Extruderantriebs) verwendet.
Funktioniert dann einwandfrei ohne Durchrutschen. Selbstverständlich auch hier wieder die Steps/mm korrekt eingestellt.
Der P3Steel compact bowden ist schon genial gemacht.
Möglicher Weise macht aber auch das hier verwendete MK8 (kleinerer Wirkdurchmesser) den Unterschied.

Im Moment versuche ich/wir einen Extruderantrieb mit den Vorzügen des P3Steel compact bowden, mit besonderem Augenmerk auf das,
meiner Meinung nach relevante/Ausschlaggebende, Gegenlager und MK8 zu konstruieren der dann auch noch ästhetisch an den Tantillus R passt.



Aber das dauert noch eine Weile


Gruß
Peter

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Re: Tantillus R(eborn)
11. October 2019 13:37
Quote
Peter1956
Also das Netzteil defekt oder zu schwach?

Mit einem relativ hochfrequenten PWM/PDM kann man das Netzgerät möglicher Weise etwas überlisten wenn die Kurzschlusserkennung verhältnismäßig träge reagiert.
Was das aber auf lange Sicht für das Netzgerät bedeutet, kann ich nicht beurteilen.

Wie du schon festgestellt hast, es ist eigentlich zu schwach. Mangels qualitativ hochwertiger Alternative, arbeitet der TR seid der ersten Minute mit einem "überlisteten" Netzteil.
Bei mir (1. Gen Netzteil) jedoch ohne Probleme. Das hat mich Anfangs auch Nerven gekostet, mittlerweile sehe ich das relativ gelassen.

Quote
Peter1956
Es bleibt also mehr oder weniger ein Dilemma.

Ein, in den Tantillus, einbaufähiges Netzteil entsprechender Leistung (320W-350W) wird es wohl nicht geben.

Tja, leider.

Spannend wäre z.B. ein gutes 150W 19V Netzteil gewesen. Ein schöner Kompromiss zwischen Stabilität und Dynamik.

Quote
Peter1956
Langfristig werde ich das Heizelement für das Hotend gegen ein 24V Heizelement ersetzen.

Das ist eine gute Maßnahme, die auch kaum spürbare Konsequenzen mitbringt.

Quote
Peter1956
Bei 24V verdoppelt sich der Strom und die Leistung vervierfacht sich. Das dürfte auch weitgehend bekannt sein.
Lars aka Toolson geht in seinem Blog auf diese Problematik ein.
(@Lars - Ich hoffe, du nimmst mit die Verlinkung auf deinen Blog nicht übel)

Warum sollte ich? Dafür ist der Blog da.

Mich würde es jedoch freuen wenn deine Modifikation / zusätzlichen Teile inkl. Source/STEP & Bild den Weg ins TR GIT-Repo finden.


Lars - Blog, Thingiverse, Git

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Re: Tantillus R(eborn)
12. October 2019 05:39
Edit:
Hallo Lars,

vielen Dank für deine Anmerkungen.
Edit Ende:

Quote
Tja, leider. Spannend wäre z.B. ein gutes 150W 19V Netzteil gewesen. Ein schöner Kompromiss zwischen Stabilität und Dynamik.








Sind noch verfügbar

oder das hier


Vielleicht probiere ich das einmal aus.
Abmessungen:160x81x42 [mm]

Mein erster P3Steel läuft mit zweien dieser Fujitsu Laptop Netzgeräte.
In Parallelschaltung, was nicht unbedingt zu empfehlen ist.
Das macht dann andere Probleme, da man zwei getaktete Netzgeräte nicht ohne weiteres parallel schalten darf wenn sie dafür nicht ausdrücklich zugelassen sind.


Quote
Mich würde es jedoch freuen wenn deine Modifikation / zusätzlichen Teile inkl. Source/STEP & Bild den Weg ins TR GIT-Repo finden.

Kann ich da etwas einstellen?
Source wäre in der Regel FreeCad oder CATIA.

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.10.19 05:43.


Gruß
Peter

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Re: Tantillus R(eborn)
12. October 2019 07:09
Deswegen liegt das Projekt auf GIT und nicht Shittyverse o.ä.

Ein ganz kurzer Abriss:
1. Leg dir einen free Account auf GIThub zu.
2. Such das Tantillus R Repository
3. Klick auf "Fork". Somit wird für dich eine Fork des TR-Repos angelegt.
4. Mit der Fork kannst du jetzt machen was du willst.
5. Für Änderungen die mit in Master TR Repo soll, startest du einen Pull Request und kommentierst den.
6. Ich bekomme eine Email und kann dein Änderungen übernehmen.

Das ganze geht auch per Kommandozeile, per Desktop-App, plattformübergreifend, …
Man sich als Neuling natürlich an den Sprachgebrauch gewöhnen. Änderungen bitte in kleinen Schritten/Pull Requests vornehmen.

Deine zusätzlichen Teile legst du am am besten im Ordner "additional files" ab. Da kannst du dann z.B. einen Unterordner für deinen push-fit-free Umbau anlegen.
In den Ordner packst du die STL's, STEP'S, Bilder und wenn du magst eine Readme.md.

Probier es aus. Im Zweifelsfall sortier ich das neu bzw. passe es auf die von mir gewünschte Struktur an.

Du kannst auch Änderungen vornehmen, die nur für dich sind und nicht mit ins Master sollen. Zum Beispiel deine eigene config.h.
So machst du anderen deine Änderungen zugänglich und kannst die jederzeit ändern.
Lädst du hier im Thread Teile/Änderungen hoch, sind sie fix. Nach 24 kannst du deinen Beitrag ja nicht mehr editieren. Erheblich übersichtlicher ist es noch dazu.


Lars - Blog, Thingiverse, Git

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Re: Tantillus R(eborn)
13. October 2019 07:21
Hallo Lars,

danke für das Angebot. Werde ich demnächst einmal machen
Ist im GIT Englisch obligatorisch oder ist auch deutsche Sprache erlaubt?

Ansonsten habe ich heute einige Versuche mit den Netzgeräten gemacht und dabei Strom und Spannung oszillographiert.
Die Bilder sind immer im Modus "Vorheizen alle" erstellt.
Die blaue Kurve ist die Spannung, die Rote der Strom (1V entspricht 10A)

Zunächst der Tantillus grün mit dem Leicke der 2.Generation




Man erkennt deutlich, wie beim Einsetzen der Kurzschlusserkennung die Spannung einbricht und der Strom in die Knie geht.


Nun habe ich das Leicke der 1.Generation (aus meinem Tantillus gelb) angeschlossen.



Beim Einsetzen der Kurzschlusserkennung geht die Spannung minimal runter und der Strom wird auf den Maximalstrom von 6,25A begrenzt.
Also wird im Wesentlichen hier nur der Strom begrenzt. Das Netzgerät hat eine völlig andere Charakteristik.

Nun habe ich das 19V 150W Fujitsu an den Tantillus grün angeschlossen.




Dieses Netzgerät reagiert ähnlich wie das Leicke der 1. Generation. Es begrenzt offensichtlich lediglich den Strom.


Als letztes nun noch das Leicke der 1. Generation in meinem Tantillus gelb.
Hier verwende ich allerdings eine niedrigere PWM Frequenz, ist also nicht 1:1 zu vergleichen.



Hier kann man sehr schön sehen, das eigentlich nur der Strom begrenzt wird.


Gruß
Peter

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Re: Tantillus R(eborn)
13. October 2019 07:58
Vielen Dank für die Messungen. So macht das Spaß.

Die Kurven vom 19V Fujitsu sehen gut aus. Es zeigt sich unbeeindruckt von den ca. 190W Spitzen.
Die Spannungseinbrüche vom Leicke 2.Gen sind tatsächlich beeindruckend.


Nimm für GIT die Sprache in der du dich wohl fühlst. Im Zweifelsfall übersetze ich das fix, zumindest solange du nicht mit Spanisch oder so ankommst.


Lars - Blog, Thingiverse, Git

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Re: Tantillus R(eborn)
13. October 2019 11:49
Hallo Lars,

ja, das Fujitsu sieht ganz gut aus.
Ich werde morgen einmal versuchen, ob ich das Fujitsu im Tantillus unterbringe.
Ich vermute aber mal, dass es gerade eben nicht unter den Lüfter passt.
Ich werde berichten.

Zum GIThub:
Ich habe mir, wie von dir beschrieben, einen Account angelegt und einen Fork auf den Tantillus gebildet.
Wie kann ich nun im Browser einen Unterordner anlegen?
Ich habe nichts gefunden. Datei hochladen kein ist aber kein Problem.

Unterordner kann ich nur unter Windows in der Desktop-App bzw. im lokalen Clone generieren.
Ich arbeite aber nun schon eine ganze Weile primär unter Linux Mint.
Für Linux gibt es aber wohl keine App oder ich habe sie nicht gefunden.

Für einen Tipp bin ich dankbar.
Ansonsten muss ich wohl oder übel gelegentlich ein virtuelles Win10 bemühen.


Gruß
Peter

Meine Drucker:
2x P3steel - toolson edition - MK1 und MK2 mit Repetier Firmware
1x Tantillus R (gelb)
1x Tantillus R (grün) noch im Aufbau
Re: Tantillus R(eborn)
13. October 2019 12:11
Ordner im Browser anlegen ist denkbar einfach.

[github.com]

… kannst also einfach beim erstellen der readme.md den Ordner anlegen.


Der andere Weg ist natürlich den Ordner im lokalen Clone anzulegen.


Lars - Blog, Thingiverse, Git

After successfully ignoring Google, FAQ's, the board search and leaving a undecipherable post in the wrong sub-forum don't expect an intelligent reply.
Re: Tantillus R(eborn)
13. October 2019 12:20
Ah, gewusst wie. Ist ja wirklich einfach, aber nicht leicht zu finden.

Danke Lars


Gruß
Peter

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Re: Tantillus R(eborn)
17. October 2019 10:40
Das Fujitsu Netzgerät passt, wie befürchtet, um etwa 4mm nicht unter den Lüfter.

@Lars (toolson)
Ich habe etwas ins GIT gestellt und habe mich an deine Nomenklatur gehalten. Mich würde interessieren, ob du dir das so vorgestellt hast und ob das so passt.
Kannst du darauf zugreifen, oder muss ich dazu noch etwas tun (Pull Request starten)?


Gruß
Peter

Meine Drucker:
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1x Tantillus R (grün) noch im Aufbau
Re: Tantillus R(eborn)
31. October 2019 16:45
Hallo,

ich hätte mal eine Frage wie ihr die Antriebsschnüre spannt?

Ich mache da irgendwas nicht richtig. Ohne Schnüre sind alle Gleitlagerbuchsen extrem leichtgängig und man merkt keine Reibung außen, aber auch innen am Kreuz. Sobald ich die Schnüre einsetze und diese Spanne ist der Widerstand deutlich größer. Die Hilfswerkzeuge habe ich verwendet, aber beim Spannen wird die Verbindungsstange nicht ordentlich dagegen gepresst, man braucht eine 3. Hand, da man ja nur die Spannschnüre spannt. Anschließend habe ich mit einem Messschieber alle Abstände kontrolliert und eingestellt, sodass die Abweichung links und Rechts an den Schnüren eine Differenz von unter 0,03 mm auftreten, meistens wirklich 0mm. Die Höhe aller Wellen außen zur Platte ist ebenfalls unter 0,05mm. Beim Anzupfen der Spannschnüre hört man unterschiedliche Töne, ich schaffe das nicht einheitlich zu spannen.

Ich habe den Halter für das Hotend selbst angepasst, damit ich einen 5V Lüfter von toolson MK3 Druckkopf verwenden kann, da dieser deutlich leiser ist und dieser besser lokal an der Düse kühlt. Als Firmware verwende ich Marlin, mit den Werten von Toolsons/ protoprinters Repetierversion. Beschleunigung 2000 und Jerk20. Düse ist 0,3mm mit 0,3mm Breite und 0,1mm Lagenhöhe.

Hier das Druckbild bei 20mm/s, 40mm/s und 60mm/s von unten nach oben bzw. links nach rechts (das erste Bild lässt sich nicht drehen):





Bei den Seitenwänden sieht man bei 20mm/s gar keine Einzellagen mehr, bei 60mm/s hingegen sieht man extreme Vibrationen. Bei den Toplayern bin ich sehr erstaunt, wie glänzend und glatt die bei 20mm/s sind und bei 60mm/s ist die Oberfläche extrem rau. Verringerung von Beschleunigung und Jerk haben keinen Einfluss.

Ich würde sagen, dass es sich um ein mechanisches Problem handelt. Beim Drucken habe ich das Ohr an den Rahmen gehalten und man hört wie ein gleichbleibendes Schleifen bei höheren Druckgeschwindigkeiten. Bei 20mm/s ist alles sehr ruhig und man hört weder Vibrationen noch ein Schleifen. Wellen sind ordentlich sauber und entfettet, ich weiß nicht ob es da einen Slip-Stick Effekt gibt, ich vermute eher die Ausrichtung der Gleitbuchsen.

Viele Grüße

2-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.10.19 16:47.
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