RepRapPro Mendel troubleshooting/de

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| Einleitung | Montage des Rahmens | Montage der Y Achse | Montage der X Achse | Montage der Z Achse | Montage des Heizbettes | Montage des Extruder Vorschubs |

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Contents

verzogene Teile

Problem

Wenn die erste Schicht nicht ausreichend auf dem Heizbett haftet, besteht die Möglichkeit, daß sich Teile während des druckens verziehen.

Lösungen

1. Sauberkeit der Bettoberfläche

Versetzen Sie das Heizbett in eine Temperatur von 45oC und warten Sie, bis diese sich eingependelt hat. Reinigen Sie dann die Oberfläche mit Nagellackentferner. (Verwenden Sie welchen, welcher Aceton und Gylzerin und so wenig wie möglich weitere Inhaltsstoffe hat, und definitiv nicht Lanolin oder andere Öle oder Fette). Verwenden Sie ein fusselfreies Tuch. Versetzen Sie Ihr Heizbett in den Arbeitstemperaturbereich um mit dem drucken beginnen zu können.

2. Z Null setzen

Folgen Sie der Anleitung in Huxley Inbetriebnahme oder Mendel Inbetriebnahme

3. Heizbett Temperatur reduzieren

Die Standardeinstellung von 95oC könnte zu hoch sein. Versuchen Sie eine niedrigere Einstellung von 50-60oC.

Die Maschine drückt kein Material mehr aus der Düse

Problem

Dies könnte eine Reihe von Gründen haben:

  • die Bowdenzughüller ist aus der Führung gesprungen.
  • der Extrudermotor bewegt sich nicht viel, aber macht ein quietschendes Geräusch
  • der Extrudermotor läuft, aber das Getriebe nicht.
  • der Extrudermotor und Getriebe laufem aber das Filament wird nicht gefördert.

Lösungen

1. Die naheliegendste Ursache dafür, daß die Bowdenzughülle aus der Führung springt ist, daß die Innenseite der Schmelzkammer kontaminiert ist. Um sicherzustellen, daß die Schmelzkammer nicht kontaminiert ist, befolgen Sie die nachfolgenden Schritte:

(i) Heizen Sie die Düse auf etwa ABS Extrusionstemperatur auf und schieben Sie (per Hand) etwas Filament in die Düse.

(ii) Setzen Sie die Düsentemperatur auf 78oC und warten Sie bis sich die Temperatur darauf eingependelt hat.

(iii) Fahren Sie den Extruder rückwärts, damit dieser das Filament zusammen mit evtl. Kontaminationen aus der Schmelzkammer zieht.

(iv) Schneiden Sie das kontaminierte Ende des Filaments ab

2. Wenn sich der Extrudermotor nicht wie erwartet dreht, aber ein quietschendes Geräusch macht, bedeutet das, daß er nicht genug Kraft hat, den Extrudermechanismus anzutreiben. Stellen Sie sicher, daß die Referenzspannung am Schrittmotortreiber auf 0,4V eingestellt ist, so wie dies im Abschnitt Huxley Inbetriebnahme oder unter Mendel Inbetriebnahme beschrieben ist.

3. Wenn sich die Zahnräder des Getriebes nicht zusammen mit dem Motor drehen, drehen Sie die M3x10mm Madenschraube fester, welche das kleine Zahnrad auf der Motorwelle fixiert.

4. Das kann einige Gründe haben. Möglicherweise hat sich die M6 Stopmutter nach vielen Drucken etwas gelockert, was dafür sorgt, daß die walzgefräste Welle etwas Spiel hat. Das kann dafür sorgen, daß das Filament von der gefrästen Stelle wegwandert. Sobald das Filament an dem glatten Teil der Welle liegt, wird es nicht mehr gefördert.

Wenn das Filament an der gefrästen Stelle liegt, aber dennoch nicht gefördert wird, so ist das Filament an der Stelle ausgefressen. Dies kann z.B. nach einem Stau an der Düse vorkommen. Um das zu lösen, gehen Sie nach der Anleitung in Lösung 1 oben vor.

abgestufte Schichten

Problem

Mitten im drucken eines Teiles, verrutscht die komplette Schicht auf einmal einen oder zwei Millimeter, obwohl das nicht beabsichtigt ist.

Ein verrutschen wird dadurch verursacht, daß der Schrittmotor Schritte verliert. Das kann daher rühren, daß der Motor nicht genügen Kraft hat, die Achse richtig zu bewegen (temporär, da der Druck an der neuen Position korrekt fortgeführt wird). Dies kann durch viele Dinge hervorgerufen werden wie z.B.:

  • Schrittmotortreiber überhitzt und schaltet temporär ab
  • Motor überhitzt und verliert deshalb an Kraft.
  • Druckkopf bleibt an irgendetwas hängen, üblicherweise ein Filamentfaden aus der darunterliegenden Schicht, wenn diese noch nicht ausreichend abgekühlt war während der Druckkopf bereits die nächste Schicht darauflegt. Das erzeugt eine Behinderung für den Druckkopf, welche den korrekten weiteren Ausdruck des Teils unmöglich macht.
  • Eine Achse bleibt an irgendwas hängen. Das kann z.B. durch wandern des Zahnriemens sein, der dann an den gedruckten Teilen hängenbleibt oder ein Kabel bleibt irgendwo hängen oder schleift und behindert so die Bewegung der Achse

Möglicherweise gibt es noch weitere Gründe für derartige Verschiebungen in einem Druck. Die oben genannten sind aber die häufigste Ursache.

Lösung

Abhängig von der Ursache:

1. Verwenden Sie einen zweiten Lüfter, welcher die Elektronik kühlt.

2. Prüfen Sie, daß die Motoren mit ausreichendem Strom versorgt werden, um die Anforedrungen erfüllen zu können. Das Testpad an jedem Schrittmotortreiber sollte 0.4 gemessen gegen Masse haben.

3. Prüfen Sie, daß die Düse nicht durch Kunststoff gezogen wird, während sie sich bewegt.

4. Prüfen Sie alle Kabel, Zahnräder und Zahnriemen während des druckens und positionieren bzw. richten diese neu aus, so daß alle sich Achsen frei bewegen können.